Steuererklärung Mann Beamter, Frau Kleingewerbe: eine oder zwei Erklärungen?

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4 Antworten

Ich möchte das mal etwas zusammenführen:

Einkommensteuererklärung

Die gewerblichen Einkünfte (Gewinn/Verlust) der Ehefrau werden in der Anlage G eingetragen.

Es wird bis einschließlich 2016 nicht beanstandet, eine formlose Gewinnermittlung in Papierform vorzulegen, wenn die Betriebseinnahmen weniger als 17.500 € betrugen. Die Anlage EÜR ist erst ab 2017 verpflichtend.

Welche Veranlagungsart günstiger ist, kann man vom Programm (z.B. ESLTER-Formular) durchrechnen lassen. In der Regel wird die Zusammenveranlagung günstiger sein.

Umsatzsteuererklärung

Diese ist auch dann zu übermitteln, wenn die sog. Kleinunternehmerreglung in Anspruch genommen wird.

Gewerbesteuererklärung

Im Regelfall nur erforderlich, wenn die Gewinne den GewSt-Freibetrag übersteigen (24.500 €) und/oder Verluste vorliegen.


Durch die Unternehmereigenschaft der Ehefrau sind die Steuererklärungen elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Eine authentifizierte Übermittlung ist allerdings hierfür nicht erforderlich.

Werden die Steuererklärungen elektronisch aber nicht authentifiziert übermittelt, so sind diese auszudrucken, zu unterschreiben und schließlich beim zuständigen Finanzamt abzugeben.

Eine Abgabe der Erklärungen in Papierform ist nur noch in Härtefällen zulässig.

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Also m.W. entscheidet Ihr selbst, ob Ihr gemeinsam oder getrennt veranlagt werden wollt. Wobei die gemeinsame Veranlagung wohl eher Vorteile bringt.

Ich verstehe das nun so, dass Deine Frau ein Gewerbe angemeldet hat und von der Kleinunternehmerregelung des §19 UStG Gebrauch gemacht hat.

Dann hätte sie der gemeinsamen Einkommensteuererklärung eine Anlage EÜR sowie eine Anlage G beizufügen. 

Fall sie doch kein Gewerbe betreibt, sondern freiberuflich tätig ist, wären die Anlage S plus Anlage EÜR einzureichen.

(Umsatzsteuererklärung ergibt sich ja wohl nicht bei Vorliegen der Kleinunternehmerregelung)

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Kommentar von Brigi123
31.07.2017, 19:52

Und falls sie eigenen Vorsorgeaufwand hat, ist dieser m.E. mit in der Anlage Vorsorgeaufwand einzutragen. Z.B. KV-Beiträge, Rentenversicherung etc.. Da bin ich mir aber nicht sicher.

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Kommentar von Impact
31.07.2017, 20:56

Doch, USt-Erklärung ist erforderlich.

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Du könntest auch der Navigator auf einem bayoranischen Raumschiff  (mit Wohnsitz auf Terra) sein - es würde nichts zur Sache tun.

Es ist nicht glaubhaft, dass Deine Frau ein Kleingewerbe angemeldet hat - so etwas gibt es nämlich nicht. 

Ein Gewerbe meldet man bei der Stadt/Gemeindeverwaltung an. Daraufhin bekommt man vom Finanzamt den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung (wenn man den nicht schon selbständig abgegeben hat).

Selbstverständlich gebt Ihr weiterhin eine gemeinsame Erklärung ab - oder habt Ihr Euch wegen des Gewerbes getrennt?

Die Einkünfte der EF sind in die Anlage G einzutragen.

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Kommentar von EnnoWarMal
31.07.2017, 18:55

Selbstverständlich gebt Ihr weiterhin eine gemeinsame Erklärung ab 

Ähm....jein.

Zwei Steuererklärungen fallen mir auf Anhieb ein: Die UStE der EF und die EStE der Ehegatten.

Gewerbesteuererklärung nur, wenn über 24.500 Gewerbeertrag oder wenn ein Verlust festgestellt werden soll.

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Kommentar von Meandor
09.08.2017, 07:10

Bajoranisch mit "j"; die haben nix mit Bayern zu tun.

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Verheiratete machen normalerweise immer eine gemeinsame Steuererklärung. Deine Frau muss nur die Umsatzsteuererklärung zusätzlich auszufüllen.

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Kommentar von Impact
31.07.2017, 19:32

... und den Gewinn ermitteln ... und die Anlage G ausfüllen

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