Vater verstorben, aber niemand hat uns Bescheid gegeben. Wie müssen wir uns jetzt verhalten bezüglich Erbe?

Hallo,

der Vater meiner Frau ist verstorben. Sie hatte die letzten Jahre keinen Kontakt mit Ihm, weil das Verhältnis schon seit der Kindheit (Gewalt ect) gestört war.

Wir haben nur duch Zufall (durch eine Traueranzeige die ein Bekannter in der Zeitung gelesen hat) von seinem Tod erfahren. Wir wurden über nichts informiert, weder das er verstorben ist, noch wann die Beisetzung ist.

Meine Frau möchte aber nicht auf den Erbteil der Ihr zusteht verzichten. Wir wissen nicht ob es ein Testament gibt, und wenn ob Sie da überhaupt berücksichtigt wurde..vermutlich wird sie da nicht drin stehen.

Jetzt sind wir ziemlich Überfordert, weil wir nicht wissen was wir tun müssen. Ich habe wohl herausgefunden, dass wenn es ein Testament gibt, und dies beim Gericht liegt das Nachlassgericht sich irgendwann meldet. Weiß das Gericht aber von keinem Testament, oder es gibt keins wird sich auch niemand melden.

Daher jetzt die Frage, wie verhalten wir uns, bzw. was müssen wir tun damit sie im schlechtesten Fall zumindest ihren Pflichtteil einfordern kann?

Es gibt ja auch Fristen, 3 Wochen bzw 3 Jahre, aber auf welche Frist müssen wir achten wenn wir nicht wissen was Sache ist?

Der erste Gedanke war, einen Anwalt damit zu beauftragen der dann über die Rechtschutzversicherung abrechnet, aber da wurde mir von der Versicherung leider gesagt das Erbrechtangelegenheiten nicht versichert sind.

Kann uns da jemand von euch/ihnen jemand weiterhelfen?

Erbe, erbrecht, Erbschaft, Testament
Testamentseinsicht?

Meine Mutter ist im September vergangenen Jahres verstorben. Es gibt ein kleines Haus , das meine Mutter mit meinem leiblichen Vater gekauft hatte, nach ca. 5 Jahren ließ sich meine Mutter scheiden und fand einen 15 Jahre jüngeren Partner. Die beiden zahlten das Haus gemeinsam weiter ab. Nun zeigt der jüngere Lebenpartner nach dem Abbleben meiner Mutter bzw. nach der Beeridung ein anderes Gesicht, er teilte mir mündlich mit, dass er Alleinerbe sei und hat den Kontakt sehr schnell zu meinem Bruder und mir abgebrochen. Meine Mutter meinte zu Lebzeiten, sie hätte ein notariell (weiß leider nicht welcher Notar) beglaubigtes Testament. Der zweite Ehemann würde mit uns alles nach ihrem Tod besprechen. Dem ist leider nicht so. Der Mann handelt keineswegs so, wie es sich meine Mutter gewünscht hatte. Wir haben nun bald Februar und ich habe keine Benachrichtigung über ein Testament von irgendeinem Notar oder von irgendeinem Amt erhalten. Auch nicht, dass meine Mutter verstorben ist. Ich ging eigentlich immer davon aus, dass Familienangehörige immer offiziell vom Tod der leiblichen Eltern vonseiten der Standesämter benachrichtigt werden. Dem ist wohl nicht so. Deshalb zwei Fragen:

  1. Darf ich beim Nachlassgericht die Einsicht in das Testament meiner Mutter verlangen? Erhält das Nachlassgericht in der Regel die notariellen Testamentsbenachrichtigungen bzw. wie kommt das Gericht an die Unterlagen?
  2. Gibt es den Pflichtteil noch oder kann der zweite Mann, der nun jedes Gespräch verweigert, mit dem Erbe machen was er möchte und evtl. meinen Erbteil unterschlagen/ausgeben, sodass, selbst wenn wir als Zweiterben nach seinem Tod eingetragen wären, nichts mehr bleibt?

Danke und viele Grüße

erbrecht, Testament
Nachlassregelung mit Vollmacht, wie genau Vorgehen?

Ich habe eine Vollmacht für meinen Pflegevater (bin dort als Pflegekind aufgewachsen) übernommen, nachdem sein ältester Sohn plötzlich verstorben ist und die Schwiegertochter überfordert ist. Er hat noch einen zweiten Sohn welcher seit 20 Jahren keinerlei Kontakt pflegt bzw. jegliche Kommunikation verweigert.

Nun liegt er auf der Palliativstation und naturgemäß wird es damit in absehbarer Zeit den Nachlass zu regeln geben.

Wie ist bei der Nachlassregelung nun vorzugehen (u.a. Tagesgeldkonto mit 50.000 €)?

Der verbliebene Sohn wird Alleinerbe sein, es gibt es entsprechendes älteres und notariell beglaubigtes Testament, welches beim Tod der Ehefrau vor wenigen Monaten vom Nachlassgericht gesendet wurde. Wie oft in solchen Fällen, werden die wo sich wirklich um alles kümmern und da sind wenn Not ist, nicht bedacht (Sorry, musste raus).

Was sind nun meine Aufgaben als Inhaber der Vollmacht (auch bestehende Vollmacht bei der Bank für die Konten) wenn der Todefall eintritt?

Muss ich den verbliebenen Sohn dann zwecks Abwicklung des Erbes (z.B. Abfrage Kontodaten zwecks Überweisung Nachlass aus Tagesgeld) kontaktieren? Oder ist das seine Aufgabe als Erbe? Oder übernimmt das die Bank?

Ich habe etliche Auslagen in den letzten Monaten für meinen Pflegevater gehabt (Benzinkosten, Fahrten Krankenhaus und Ärzte, Geld für Medikamente ausgelegt etc.). Kann ich das irgendwie geltend machen?

Einfach von seinem Konto abheben wird wohl eher verdächtig aussehen.

Erbe, erbrecht, Nachlass, pflege, Testament, Vollmacht
Testament nichtig bei Verstoss gegen Heimgesetz & 14?

Sachverhalt:

Meine Mutter lebte seit 2005 in einem Alters-/Pflegeheim der Diakonie (Träger und Eigentümer des Heims), ist dort 2014 verstorben und hat ein Testament hinterlassen in dem sie als Alleinerbe eine Stiftung eingesetzt hat, die von der Diakonie beherrscht wird, und einen Ersatzerben mit direkter Begünstigung des Pflegeheims .

(Die Beherrschung ist präzise nachzulesen)

Mit Verweis auf das Heimgesetz §14 hat mein Anwalt für mich als gesetzlicher / einziger Erbe Erbschein beantragt, was abgewiesen wurde, das AG schreibt (ohne mündliche Verhandlung!) im Beschluss "eine Verflechtung der Stiftung mit der Diakonie ist nicht erkennbar" "das sind Fakten".

Meine Beschwerde zum o.g. Beschluss wurde vom gleichen Richter postwendend zurückgewiesen, und an das OLG weitergereicht.

Vom OLG erhielt ich die lapidare Mitteilung, dass die Beschwerde keine Aussicht auf Erfolg haben dürfte und "wie das Nachlassgericht von diesen Begründungen ausgeht....", es wird geraten die Beschwerde zurückzunehmen.

Mein Anwalt hat die vorliegende und dokumentierte Beweislage nochmals deutlicher präzisiert, und gebeten diesen OLG Beschluss nochmals zu überdenken.

Ich fühle mich angesichts dieser Unstimmigkeiten völlig hilflos und komme mir vor wie der Hase in der Fabel, der trotz klarer, für ihn sprechender Sachlage vom Igel ausgetrickst wird.

Im Gespräch mit meinem Anwalt bezüglich dieser Auffälligkeiten hat sich der Verdacht herausgebildet, ob es hinter den Kulissen evtl. auch um andere Faktoren geht, wie z. B. dass es eine evangelisch kirchliche Organisation ist, betreibender Akteur der ganzen Aktion "Mittelbeschaffung" für die Diakonie ist ein Jurist im Staatsdienst i.R. der sich öffentlich rühmt, in der bayerischen Justiz bestens vernetzt zu sein, und als Vorstand der Diakonie und Stiftung im Heim unverhohlen mit Werbematerial für die Stiftung bei den Bewohnern "Seniorenberatung/ Testamentsberatung" betreibt.

Letzter Stand ist, dass ein Beschluss vom OLG vorliegt, der mit völlig neuer Begründung, meine Beschwerde ablehnt, mit keinem Wort auf § 14 HG eingeht.

Das Testament wurde von o.g. Juristen ausgeklügelt und von meiner 90 jährigen Mutter blind unterschrieben, besteht aus 5 Verfügungen (3 x nichtig wegen §14 HG, 1x ungültig, und als Nr.5 meine "Enterbung" die aber sittenwidrig ist ) Nach meiner Kenntnis ist bei Verstoss gegen das zwingende Verbot § 14 HG das Testament in Gänze nichtig und kann nur geheilt werden durch neues Testament. Das OLG stützt sich auf die Enterbung als gültige Verfügung bzw. einziges relevantes Detail, und schliesst Rechtsbeschwerde (ohne Begründung) aus.

erbrecht, Testament
Wer ist rechtmäßiger Erbe?

Februar 2016 ist mein Dad an Krebs gestorben. Er hatte ein Jahr lang eine schwere medikamentöse Behandlung, bekam sogar Morphium.

Er hatte ca. 5 oder 6 Jahre vor seinem Tod eine Lebensgefährtin, die etwa 3 Jahre vor seinem Tod in das Haus meines Dads einzog (Anmerkung: meine Eltern sind seit ca 20 Jahren geschieden, meine Mutter und mein Vater standen zusammen im Grundbuch). Sie kümmerte sich hauptsächlich um ihn während der schweren Phase der Krankheit, hatte teilweise Bevollmächtigungen.

Ich hab mich in Absprache mit ihr ins Grundbuch eintragen lassen und habe einen Erbschein (nach offiziellem Stand würde das Haus demnach zu 50% mir und zu 50% meiner Mutter gehören). Ein paar Tage nach diesem Vorgang erzählte mir die Freundin von einem Testament, welches mein Vater angefertigt hätte. Ich habe es gesehen, es besagt wortwörtlich und handschriftlich, dass er sie zur Erbin erklärt. Das Testament zeigt aber, wie schlecht es meinem Vater gegangen sein muss. Es wurde 3 Wochen vor seinem Ableben verfasst und auf ihren Wunsch hin (hat sie mir eiskalt so gesagt). Es hat diverse Rechtschreibfehler und ist krumm und schief, sollte formell aber alle Elemente haben. Es wurde noch nirgendwo öffentlich amtlich gemacht, sonst hätte ich ja sicher schon eine Information darüber erhalten.

Sie erpresst mich mit diesem Testament. Sie will bis zu ihrem Lebensende in dem Haus wohnen bleiben (zahlt aber keine Miete oder Grundsteuern) und ich habe das ein Jahr und 8 Monate geduldet und seit der Erkenntnis über das Testament kein Wort mehr mit ihr gewechselt.

Jetzt soll ich aber auch für die Schulden meines Vaters (vom Jobcenter ca. 4000 Euro) aufkommen, die sie von sich gewiesen hat. Demzufolge müsste nun endlich geklärt werden, wer rechtmäßig Anspruch auf das Haus hat.

Wer hat Anrecht auf das Haus?

Erbe, erbrecht, Erbschaft, Testament
Komplizierte Erbschaft - ausschlagen oder nicht?

Hallo zusammen,


ich bin etwas verzweifelt. Mein Ziehvater (nicht leiblich) ist verstorben und hat ein etwas undurchsichtiges Erbe hinterlassen, weshalb ich nicht weiß, ob ich es ausschlagen soll oder nicht. Kurz zur Erklärung:

Mein Ziehvater lebte mit meiner Mutter zusammen, beide waren nicht verheiratet, wohnten aber seit vielen Jahren in einem Haus (beiden gehört eine Hälfte). Es gibt lediglich einen Bruder von ihm (keine weitere Familie), der jedoch nichts von alledem wissen will (schlechtes Verhältnis).

Im Testament meines Ziehvaters steht nun, dass ich seine Haushälfte erben soll. Meine Mutter und sein Bruder sollen zu gleichen Teilen des Rest erhalten. "Der Rest" besteht nun leider mehr aus Schulden, weshalb beide das Erbe ausschlagen werden. Da ich nun die eine Haushälfte erben soll, die abzüglich des Restdarlehens noch einen definitiven Wert besitzt, würde ich das Erbe antreten.

Nun meine Fragen:

1) Wenn ich der einzige bin, der das Erbe nicht ausschlägt, erbe ich dann alles oder nur den durch Testament bestimmten Teil? Die Rechnung würde sich dadurch nämlich wesentlich verändern.

2) Was passiert mit der Haushälfte, sollte ich das Erbe ebenfalls ausschlagen? Theoretisch würde doch der Staat erben, da es keine weiteren Erben gibt (weder gesetzliche noch durch Testament benannte). Was macht der Staat mit der Haushälfte? Hat da jemand Erfahrung?


Über eure Hilfe wäre ich sehr dankbar!!

Kevin

Erbe, erbrecht, Testament
Testament verschwunden - was nun?

Hallo, Meine Tante hat ein Testament vor ca. 30-35 Jahren bei einem Notar hinterlegt und mich als Alleinerben eingesetzt.

Der Notar ist in der zwischenzeit verstorben. Laut Nachfragen beim Nachfoger-Notar war das Testament 2010 , 2013 und 2015 noch da. Mein Sohn ist  ebenfalls  mit Meiner Tante 2015 b. Notar gewesen  da war das Testament auch noch da. Im Februar 016 ist meine Tante verstorben . Am 7.3.016 wurde ich bei dem Notar  wegen des Testamentes vorstellig. Dort hat man mir gesagt da letzte Woche schon jemand angerufen , da das Testamentin einem alten Achiv ist wird es die Dame im laufe der Woche heraussuchen u. sie werde mich dann anrufen .

Die Frau hat mich aber nicht zurückgerufen. Beim nachfassen soll das Testament plötzlich nicht mehr auffindbar sein. Ich habe vor ca. 2 Mon. Anzeige bei der Polizei bzw. Staatsanwaltschaft eine Anzeige gemacht. Als ich wegen der Sache bei d. Polizei angerufen habe , hat man mir keine Auskunft geben können.

Da die Ermttlungen werden v. d. Staatsanwaltschaft durchgeführt. Wie lange dauert sowas . ? Was können wir außerdem noch  in der Sache unternehmen. ?  Wer muss für den  Schaden haften.  ?  Muss die Staatsanwaltschaft  da ermitteln  ?  Mein Sohn wurde als Zeuge angegeben , wurde aber bisher noch nicht vernommen.  Mein Onkel ist scharf  auf das  Erbe  und ein guter  Kunde  dieses Notares.usw

Bitte um eine Rückantwort.

notar, Testament
Verjährt ein Notarvertrag (Nachlassangelegenheit/Testament)?

Oder ist der Schadentag ausschlaggebend? Es geht um Notarvertrag (Regellung des Nachlassen) meines Vaters, der an Lungenkrebs erkrankte und nach 4 Jahren kampf gegangen ist. Er war im Hospizt und bekamm alle paar Stunden Morpium. Es wurde in diesem Zustand ein Vertrag mit einem Notar gemacht. Morgens bekamm mein Vater kein Morphium und 16 Uhr kam ein Notar. Der Vertrag ist von 2009 und war zu dem Zeitpunkt ok für mich. Meine Mutter sollte das Haus, Gründstück und Firma bekommen und wir Kinder erben wenn Sie geht. Mein Schwager sollte mit in der Firma sein und diese quasi leiten. Das hatte mein Papa gewollt und mein Schwager ist geküntigt. Die Technik alles veräußert. Es lebt ein neue Mann da(der auch Kinder hat). Das Haus ist höchst müllig und dreckig mittlerweile. Das mein Schwager und die Sekretärin gekündigt ist, Technik verkauft ist hat meine Mutter bis heut mir nicht gesagt. Ich weiss es v. meiner Schwester. Ich hab all die Zeit gedacht Sie sagt es mal, das es Ihr zu viel ist. Was verständlich wäre - aber nix. Nun stört mich das alles so sehr. (Das ist sicherlich der sognannte Schadentag!?)Denn mein Vater hat das Haus mit dem verstorbenem Bruder gebaut und die Firma ist aus einer "Intressengemeinschaft" von meinem Papa und Onkel entstanden. Das zu sehen tut weh und Papa dreht sich sicher im Grabe um. Kann ich nun noch etwas machen, noch nachträglich Einspruch einlegen oder ist es verjährt? Ich hab nie mündl./schriftl.verzichtet, sondern einfach alles gelassen wie es immer war.

Erbe, Testament, verjährung, Einspruch
Zweifamilienhaus gegenseitige Schenkung Rückfall Erbe

Das Ehepaar x und y hat sich unter anderem zur Alterssicherung ein kleines Häuschen mit zwei Wohneinheiten gekauft. Nun haben beide Kinder aus vorherigen Ehen, welche im Falle des Todes des entsprechenden Elternteils Pflichtteilserbberechtigt für das halbe Haus wären. Dieses soll aber dem länger Lebenden zur Absicherung vollständig zur Verfügung stehen. Da sich eines der Kinder mit einem Erbverzicht ( und entsprechender testamentarischer Regelung) nicht Einverstanden erklären möchte, kam in den letzten Tagen ( nach einem Fernsehbericht in dem es wohl um Schenkungen ging) zu folgender Überlegung.

X und Y vereinbaren nachträglich Gütertrennung und teilen in diesem Wege auch das Haus in zwei Einheiten A und B.

Dann schenkt X seine Wohneinheit A der Y und Y schenkt ihre Einheit B dem X. Der Wert der einzelnen Einheit liegt unter dem Grenzwert für die Schenkungssteuer UND es wird bei den Schenkungen jeweils eine Rückfallklausel für den Fall des Vorversterbens eingeflochten.

Sollte nun zum Beispiel X versterben, so würde die Ihm Geschenkte Einheit B automatisch wieder an Y fallen, an der Schenkung des X an Y würde sich aber nichts ändern, so das Y nun Eigentümerin des gesamten Hauses wäre, ohne, das es zur Erbmasse gehören würde.

ist dieses so umsetzbar ???

Und bevor nun ethisch/moralisch gemeckert wird, es soll dann auch direkt testamentarisch geregelt werden, dass das Haus zu gleichen Teilen an alle Kinder geht, wenn auch der andere verstirbt.

Altersvorsorge, Erbschaft, Hauskauf, Pflichtteil, schenkung, Schenkungssteuer, Steuern, Testament, Berliner Testament

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