61 Jahre alt in Hartz IV -> mit 63 wohl Zwangs-Grundsicherung (Rente) und neue Lebensabschnittsgefährtin getennt lebend?

Hallo,

leider finde ich in dem Alter keinen Job (Corona trägt auch dazu bei) und plage mich auch mit einigen chronischen Krankheiten (physisch und psychisch) herum.

Jetzt höre ich, dass mich das Jobcenter mit 63 in Zwangsrente schicken wird, aber da ich nur um 600,- Euro Rente bekommen werde, lande ich sicher in der Grundsicherung. Durch die 63 Jahre (statt 67), fällt der Rentenanteil deutlich kleiner aus, da mir noch einige Jahre zur Regelrente fehlen. Außerdem habe ich eine gleichaltrige, nette Frau kennen gelernt, die im Homeoffice arbeitet, allerdings 300km entfernt lebt. Zusammenziehen möchte sie nicht und geht auch nicht, da die Wohnung zu klein ist (beide), da sie einen Büroraum hat und die Wohnung praktisch voll ist. Jetzt überlege ich natürlich wenigstens in die Nähe zu ziehen, da es natürlich praktisch wäre.

Bei HartzIV und Grundsicherung darf man aber eigentlich keinen Partner haben, bis auf das erste Jahr, oder wie sieht es genau aus? Ich kann natürlich verstehen, dass sie kurz vor der Rente nicht einen Teil ihrer Rente abgeben will/kann, da sie dummerweise eine private Krankenversicherung abgeschlossen hatte (überredet wurde), was sie sicher in der Rente einen großen Anteil der Rentenzahlungen kosten wird (leider nicht aufgeklärt worden!).

Jetzt habe ich noch rund 1 Jahr Zeit eine Lösung zu finden, natürlich Nummer 1 eine Arbeit zu finden, aber ich muss auch darauf Vorbereitet sein, in die Zwangsrente geschickt zu werden! Jede Idee kann mir da schon helfen!

1) Zu frühe Rente verhindern, kann man da auch wieder raus, wenn man z.B. mit 64 Jahren doch noch einen Job findet?

2) Partnerin durch Sozialhilfe nicht verlieren, was muss man beim getrennt leben genau beachten?

3) Wenn man zusammen ziehen sollte, unterstützt einem die Grundsicherung trotzdem, wenn der Partnerin durch PKV, Steuern etc. nicht viel Geld übrig bleibt, oder können dann beide auch im Niveau der Grundsicherung landen?

Tausend Dank für jede Antwort,

leider sicher ein Thema, was durch die forcierte Altersarmut sehr, sehr viele Deutsche erleben und erleben werden (eine Nachbarin, die ständig weint und alleine lebt, sagt auch, dass man von der Grundversorung nicht leben kann, wenn man eine private Krankenversicherung (selbstständig gewesen und alles verloren), abschliessen musste.

Rente, Grundsicherung
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Grundsicherung Antrag wurde abgelehnt nach über 6 Monate "Bearbeitungszeit", weil die person in der Zeit gestorben ist. Ist das normal?

Guten Tag,

Frau X hat Grundsicherung in April beantragt. Hat alle Unterlagen damals abgegeben und ihr wurde mündlich zugestimmt, dass alle Unterlagen korrekt sind und die beim Landratsamt diese schnell bearbeiten werden, weil sie gar keinen Einkommen hat.

Leider hat man mit der Zeit nichts gehört und mindestens ein mal pro Monat musste ihr Sohn fragen wie es läuft, da die Miete nicht bezahlt werden konnte und sie auch Geld fürs Essen und weiteres brauchte.

In Oktober ist sie leider gestorben und nachdem ihr Sohn weitergefragt hat, wurde weiter bestätigt, dass an den Unterlagen noch bearbeitet wird. Nun war er Heute wieder beim Landratsamt und der, der zuständig war sagte, dass er sich nicht gemeldet hat, weil sie während des Bearbeitungszeitraumes gestorben ist und somit wurde der Antrag abgelehnt. Er wollte nichts schriftliches geben und die ganze Kosten wie die Krankenkasse und Miete wäre "nicht sein Problem".

Abgesehen von der Unhöflichkeit... sollte man laut Gesetz, bei einem Antrag, immer etwas schriftliches erhalten (egal ob Ablehnung oder einen Bescheid) oder irre ich mich?

Ich konnte kein Gesetz zu so einem Fall finden. Ist das wirklich legal, dass es bei einem Todesfall nach so einer langen Bearbeitungszeit einfach abgelehnt wird?

Vielen Dank für die Antwort.
Mit freundlichen Grüßen,

erbrecht, Grundsicherung, Krankenversicherung
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Grundsicherung f. Behinderte, Sozailamt verlangt Rückzahlung f. 10Jahre von Exmann?

Hallo, meine Mutter (geschieden)bezieht Grundsicherung für Behinderte, da Sie leider durch schwere Krankheit (Rollstuhl etc.) arbeitsunfähig ist.Vater zahlt seither einen geringen Unterhaltszuschuss, welcher Ihr allerdings vom Amt abgezogen wird.

Jetzt fiel dem Amt ein, dass Sie rückwirkend für 10Jahre Ihren Unterhaltsanspruch gegenüber Ihrem Exmann prüfen möchten. Mein Vater musste nun alle Einkommensnachweise seit 2009 vorlegen. Jetzt soll neu berechnet werden und er evtl. rückwirkend an das Amt Unterhalt für meine Mutter zahlen, da er nun doch zuviel verdient hätte. 10Jahre hatte niemand gefragt und jetzt das, leider bedroht es die Existenz der gesamten Familie (möchte ich hier nicht weiter ausführen).

Darf das Amt (so lang) rückwirkend Geld verlangen?

Arbeitsstelle und Einkommen des Vaters wechselten häufig, darf einfach nach höchsten Einkommen bzw. Einkommen zum Zeitpunkt der Scheidung berechnet werden? Und hätte das Amt nicht früher Nachweise einfordern müssen?

Könnte meine Mutter durch Verzichtserklärung was retten oder fordert das Amt dann Geld von Ihr zurück?

Hoffe auf Antworten, da unsere gesamte Existenz bedroht ist, die des Vaters und unsere als Kinder, da wir alle finanziell eng verwoben sind. Müsste er Privatinsolvenz anmelden wären wir auf Grund der Umstände alle mit betroffen.

Danke. Lars

Grundsicherung, Sozialrecht, Ehegatten-Unterhalt
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Mit Grundsicherung Haus vermieten?

Hallo zusammen :)

Ich, 33, beziehe Grundsicherung und könnte jetzt von meiner Oma ein Haus alleine erben. Mein Vater und mein kleiner Bruder wohnen in dem Haus. Mein Bruder würde auf seinen Erbteil verzichten, wenn ich ihm dafür zusichere, dass er lebenslanges Wohnrecht bekommt und ich mit den Mieteinnahmen, welche ich von ihm und unserem Vater erhalten würde, das Haus fertig baue und saniere. Es ist derzeit eine ziemlich große Baustelle (kein Fußboden drin, Heizung geht nicht, Wände müssen verputzt werden, Garten muss gemacht werden etc.)

Das Problem ist, das Amt würde meiner Kenntnis nach aber die Miete als Einkommen anrechnen auf meine Grundsicherung. Und weil ich nicht in dem Haus wohne, müsste ich dies so oder so verkaufen, oder? (Ich will nicht dort einziehen wegen Schwierigkeiten mit meinem Vater)

Die Frage, die sich mir stellt ist: Gibt es eine Möglichkeit, dass ich die Mieteinnahmen z.B. durch einen Vertrag mit meinem Bruder so regeln kann, dass das Amt mir dies nicht als Einkommen anrechnen kann und dass ich das Haus auch nicht verkaufen muss? Weil ich durch den Erbverzicht meines Bruders dann z.B. vertraglich daran gebunden wäre bezüglich Miete und nicht verkaufen dürfen.

Ich hoffe, ich konnte dies halbwegs verständlich erklären. Ich weiß echt nicht weiter :(

Vielen Dank im Vorraus!

Lieben Gruß

Jessy

Einkommensanrechnung, Erbe, Grundsicherung, Haus, Immobilien, Mietvertrag, Vermietung.
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