Ist bei einer Erbengemeinschaft ein Gemeinschaftskonto für Mieteinnahmen nötig?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Auf wen das Konto läuft ist dem Finanzamt relativ egal. Maßgeblich ist, wem die Einnahmen zuzurechnen sind.

Wenn steuerpflichtige Einkünfte mehreren Personen zuzurechnen sind, haben diese eine (Steuer-)Erklärung über die einheitliche und gesonderte Feststellung der Einkünfte abzugeben.

Einheitlich, weil die Einkünfte für alle Beteiligten einheitlich festgestellt werden.

Gesondert, weil die Ermittlung nicht direkt in den Steuererklärungen der Beteiligten erfolgt, sondern gesondert davon.

Freistellungsauftrag wird schwierig, denn den haben nur natürlich Personen. Vermieter ist aber die Erbengemeinschaft und die hat keinen Freistellungsauftrag.

Problem kann die Bank sein. Bank müssen den wirtschaftlich Berechtigten eines Kontos erfassen, und das bist nicht Du, sondern dass ist die Gemeinschaft aus Deiner Schwester und Dir.

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Und wenn man das für die Bank korrekt machen will - es könnte evtl. auch ohne persönliche Anwesenheit der Schwester ein Gemeinschaftskonto werden. Durch Vorlage einer Kopie deren Personalausweises, evtl. abgestempelt von einer Sparkasse vor Ort, U-Blatt per Post etc.

Und dann gibt es ja noch das Postidentverfahren.

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Für die Vermiertung macht Ihr eine "Erklärung zur einheitlichen und gesonderten Feststellung der Einkünfte"

In der wird der Überschuss, oder Verlust aus der Anlage V (Ermittlung der Einkünfte, also Mieten abzüglich Kosten) auf Euch beide verteilt.

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Nach dem Kommentar der Fragestellerin auf meine Antwort gehe ich davon aus, dass es nocht nicht verstanden wurde, wie man sich korrekt gegenüber dem Finanzamt verhält.

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Deine gesuchten Antworten findest Du z. T. bei Snooopy155.

Es reicht nicht der Kontoauszug als Anhang zur Steuererklärung!

Das Mietkonto kann auf Deinen alleinigen Namen laufen und Du hast alleine Zugriff und rechnest gegenüber Deiner Schwester jährlich ab. Kein Dauerauftrag! Für Mieteinnahmen gibt es keinen Freistellungsauftrag.

Denke auch an die Hausgeldabrechnungen, die zu einem Finanzbedarf führen können. Es sollte daher immer eine Reserve auf dem Mietkonto verbleiben.

Du reichst als verantwortlicher Abrechner im Namen der Erbengemeinschaft folgende steuerliche Unterlagen bei Deinem Wohnsitzfinanzamt unter einer neu festzulegenden Steuernummer ein:

  1. Erklärung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung von Grundlagen für die Einkommensbesteuerung (z.B. 2017ESt1B)
  2. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (Anlage V)
  3. Angaben über die Feststellungsbeteiligten (Anlage FB)
  4. Aufteilung von Besteuerungsgrundlagen (Anlage FE 1), bei Euch 50 : 50

Mit dieser Feststellungserklärung bekommt jeder von Euch seinen Anteil direkt in den eigenen persönlichen Steuerbescheid.

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...und eine Umsatzsteuererklärung für die GbR.

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@LittleArrow

Rein akademisch ja, § 18 (3) UStG ist da eindeutig.

Praktisch verzichtet das Finanzamt aber oftmals auf das Setzens des Kennzeichen U, so dass über die eigentlich verpflichtende Umsatzsteuererklärung tatenlos hinweggesehen wird.

Sinnvoll ist das für die alte Oma, die ddie Studentenbude an den netten Herrn Studenten vermietet. Fraglich ist allerdings, ob bei einer GbR ebenso verfahren wird.

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Miete an die Erbengemeinschaft bei Eigenbedarf und muss ich diese ggf. als Einkommen versteuern?

Hallo, ich hab einige Fragen und hoffe, das mir jemand einige oder vielleicht alle Beantworten kann.

Vor einigen Jahren haben mein Bruder und Ich recht jung eine Eigentumswohnung geerbt (Erbengemeinschaft zu je 50%), die wir dann vermietet haben. Es sei gesagt das auf der Wohnung noch eine Hypothek stand und steht, die wir mit entsprechender Mieteinnahmen gedeckt haben.

Da mein Bruder noch deutlich jünger war und mit der ganzen Situation überfordert hab ich alles Organisatorische übernommen, und entsprechend steh ich auch alleine als Vermieter in den Unterlagen. Die Mieteinnahmen sind auf das Gemeinschaftskonto der Bank geflossen, von dem Ich dann direkt die Hypothek, die Nebenkosten und sonstige Kosten bezahlt habe. Jedes Jahr hab ich dann (alleine, bei meiner Steuererklärung) die kompletten Einnahmen angegeben und entsprechend versteuert.

Womit sich schon die erste Frage ergibt, ob das so alles sinnig war, da ich auch alleine als Vermieter eingetragen war, oder wie es korrekt wäre ?

Nun steht ich mittlerweile aber vor einer anderen Frage und zwar steht die Wohnung jetzt leer und Ich möchte sie selbst, zusammen mit meiner Partnerin beziehen. Mein Bruder und Ich verstehen uns soweit super und er möchte von sich aus keine Nutzungsentschädigung o.ä.. (Und wir werden das auch schriftlich festhalten, so das im Nachhinein nix kommen kann)

Ich würde dann entsprechend alleine die anfallenden Kosten für die Wohnung zahlen, d.h. Hypothek, Nebenkosten, ggf. Reparaturen etc. , nun wäre aber die Frage (gerade im Hinblick wegen den Steuern):

1. Muss ich ein Mietvertrag mit der „Erbengemeinschaft“ machen und entsprechend Miete (oder Teilmiete) zahlen, und wenn ja würde diese dann auf das Gemeinschaftskonto gezahlt werden und normal als Einnahmen versteuert. Wodurch ich dann ja noch mal extra Kosten hätte obwohl es keine Einnahmen gibt. Oder reicht es zu sagen ich als Miteigentümer nutze die Wohnung selbst, und damit entfällt der Punkt der Mieteinnahmen.

2. Muss meine Partnerin eine Miete zahlen, oder reicht es auch hier das ich Miteigentümer bin ?

Vielen Dank schon mal und falls es sonst Hinweise gibt was zu bedenken ist, bin ich sehr Dankbar.

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