WWas ist wenn der Steuerberater falsch berechnet?

1 Antwort

Dein Ehemann wird bei seiner Anstellung (2.500,- Euro monatlich) gem. Steuerklasse III Abzüge haben. Weil in der Steuerklasse III Dein Grundfreibetrag enthalten ist, zahlt er nur ca. 100,- Euro Lohnsteuer (kannst Du ja auf seiner Abrechnung kontrollieren.

Bei der Veranlagung kommen dann Deine 8.000,- Gewinn dazu (eigentlich hätte das Finanzamt vierteljährliche Vorauszahlungen festsetzen müssen). 

Damit dürfte eine Nachzahlung von ca. 1.750,- herauskommen.

Dies ist nur eine Schätzung nach Deinen Angaben, aber es hat damit alles seine Richtigkeit.

Du tust ja so, als könnte der Steuerberater es beeinflussen, ob du eine Nachzahlung leisten musst oder eine Erstattung erhältst.

Kann er aber nicht.

Wenn du ein bisschen nachdenkst, wirst du selbst darauf kommen, dass Nachzahlung oder Erstattung einzig und allein davon abhängen, wie viel jemand voraus gezahlt hat.

Anhand deines Einkommens von x ergibt sich laut Gesetz eine Steuer von y. Dabei ist es völlig unerheblich, wie viel du vorausgezahlt hast und ob überhaupt.

Vielmehr stellt sich erst nach der Steuerfestsetzung die Frage, ob deine Vorauszahlungen größer oder kleiner als y sind. Sind sie größer, hast du zu viel bezahlt und bekommst eine Erstattung. Sind sie kleiner, hast du zu wenig bezahlt und musst nachzahlen. Das ist doch wohl einfach und logisch, oder etwa nicht?

Wenn du unbedingt eine Steuererstattung haben willst, dann lass doch einfach entsprechend hohe Vorauszahlungen festsetzen.


Ich finde, Dein Kommentar ist etwas einseitig auf die ESt-Vorauszahlungen fixiert. Bei einer getrennten Veranlagung würde die Dame keine Einkommensteuer bezahlen müssen. Ihr Mann zahlt seinen eigenen Teil an Steuern, insb. schon durch die Lohnsteuer ausreichend belastet. "Er" könnte von der Lohnsteuer etwas durch Zusammenveranlagung entlastet werden. Vielleicht geht es auch noch um Fragen der Steuerklasse des Mannes.

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@LittleArrow

könnte von der Lohnsteuer etwas durch

hier muss es "von der Einkommensteuer etwas" heißen.

Wenn er natürlich lt. naheliegender Erwartung von wfwbinder bereits Steuerklasse III hat, dann wird es für PonyGirl durch das Zusatzeinkommen von € 8.000 alles nur "ungünstiger".

Man könnte auch sagen, PonyGirl: Dein Mann lebt durch die Steuerklasse III auf Deine Kosten (steuermäßig gesehen).

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"Wenn du unbedingt eine Steuererstattung haben willst, dann lass doch einfach entsprechend hohe Vorauszahlungen festsetzen."

Und das ist das Geschäftsmodell der Zukunft für uns Steuerberater. Wir veranlassen hohe Vorauszahlungen und rechnen dann 10% der Erstattung ab.

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