Haftung bei Falschauskunft vom Steuerberater am Telefon?

2 Antworten

DEr Steuerberater haftet grundsätzlich für jede Auskunft, aber worum ging es in dem Telefonat? War dem Berater in dem Moment bewußt, welche wettragende Entscheidung der Mandant mit der Auskunft fällen würde?

Wenn mich ein Mandant anruft udn sagt, er möchte 100.000 Euro investieren, wenn er eine bestimmte Sonderabschreibung bekommt, dann werde ich die Frage anders prüfen, as wenn er mich in einem Gespräch in dem ch ihm mitteile, das ich noch Unterlagen für den Abschluss brauche, noch beiläufig fragt ob man Sonderabschreibungen bekommt, wenn man im Land Brandenburg in Alternative Energie investiert.

Konkrete Frage - konkrete Antwort = Haftung

Lockere Unterhaltung, keine Haftung

Es ist immer so eine Sache mit den Telefonauskünften. Leider können die auch gerne ganz anders ausgelegt werden. Wenn es um Investitionen geht oder viel Geld, dann denke ich wird ein kurzes persönliches Gespräch immer besser sein mit Aktennotiz.

Mein Steuerberater bucht eine Rechnung doppelt und lässt die Widerspruchsfrist verstreichen, was soll ich nun tun?

Aufgrund einer doppelten Buchung meines Steuerberaters war der Gewinn in der Steuererklärung um 3000€ zu hoch. Die Gewinnermittlung habe ich erst mit dem Erhalt des Steuerbescheides gesehen und meinem Steuerberater gleich Bescheid gegeben, dass er einen Fehler gemacht hat. Dann haben wir uns zu einem Gespräch getroffen und den Fehler geklärt. Der Steuerberater hat dann eine korrigierte Steuererklärung an das Finanzamt geschickt, welche das Amt dann abgelehnt hat, da eine Begründung für die Korrektur fehlte.

In der Zwischenzeit ist dann die Widerspruchsfrist verstrichen und von meinem Steuerberater kam keine weitere Info an mich, worauf ich dann mit dem Finanzamt telefoniert habe und diese mir gesagt haben, dass die Frist abgelaufen ist, man aber noch die Begründung schicken könne. Hier wurde ich dann mehrfach von meinem Steuerberater angelogen, weil dieser mir bestätigte, dass das Schreiben losgeschickt wurde. Nach nun 5 Monaten nervenden Nachhakens von mir, ist das Schreiben tatsächlich raus gegangen und wurde prompt vom Finanzamt abgelehnt, da nach verstreichen der Frist nur noch maschinelle Rechenfehler o.Ä. korrigiert werden können.

So nun stehe ich da und weiß nicht mehr weiter. Bevor ich mich jetzt wieder an meinen tollen Steuerberater wende, wollte ich erst noch meine Möglichkeiten abwägen.

Ist das ein Fall für die Haftpflichtversicherung des Steuerberaters? Kann der Steuerberater diesen Fall an die Versicherung melden ohne das ein Gerichtsverfahren/Anwalt von meiner Seite aus mitwirken muss? Ich habe leider keine Rechtsschutzversicherung.

Einige Details des Vorganges kann ich beweisen. Das Finanzamt hat sich auch Notizen gemacht und es gibt eine E-Mail in der ich dem Steuerberater den Fehler erläutere und darauf verweise, dass ich die Steuererklärung gerade per Fax gesendet habe.

Ist es eigentlich üblich, dass ich den ermittelten Gewinn erst auf dem Steuerbescheid sehe? Im Internet habe ich davon gelesen, dass man den Steuerbescheid als Mandant vor dem Abschicken unterschreiben muss.

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