Steuerberatungskosten Ratenzahlung

2 Antworten

Frage: Ist es richtig, dass dieser offene Restbetrag (ca. EUR 8.000,--) nun sofort bezahlt werden muss?

So ist das nun einmal bei Forderungen: Mangels anderer Vereinbarungen müssen sie sofort bezahlt werden:

http://dejure.org/gesetze/BGB/271.html

Sofern man bei der Ratenzahlung überhaupt von einer "Vereinbarung" sprechen kann, habt Ihr sie zerstört durch das Ende der Geschäftsverbindung.

Möglicherweise könnte aus der wiederholten Akzeptanz der Ratenzahlungen durch den Steuerberater auf eine konkludent geschlossene entsprechend lautende Ratenzahlungsvereinbarung geschlossen werden. Ob sie auch ausdrücklich geschlossen wurde, weiß keiner, der bei euren Gesprächen nicht dabei war. Was Schriftliches scheint es ja wieder nicht zu geben (wieso eigentlich nicht???).

Der Steuerberater wird bestreiten, dass eine solche Vereinbarung bestand, und hat zunächst mal alle Argumente auf seiner Seite: Er hat geleistet (das ist unstreitig), also hat er einen gesetzlichen Honoraranspruch und der ist bei Erfüllung des Auftrages fällig (§ 7 StBVV). Von Ratenzahlung steht nichts im Gesetz. Wenn ihr euch darauf beruft, seid ihr dann wiederum am Zuge mit der Beweisführung, dass eine Ratenzahlungsvereinbarung getroffen wurde, wobei ihr euch wahrscheinlich auf die Konkludenz-Argumentation (s.o.) berufen müsst.

Dann ist es nur eine Frage dessen, wovon der Richter beim Landgericht sich eher überzeugen lässt.

Alles richtig. Aber selbst wenn es die Vereinbarung gegeben haben sollte, war die -stillschweigend zu Grunde gelegte- Geschäftsgrundlage die fortdauernde Mandatsbeziehung und die besteht nicht mehr. Das hatte ich mit "zerstört" andeuten wollen. Ich vermute daher, dass jeder Richter "kurzen Prozeß" machen würde.

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@Privatier59

Ich verstehe schon. Aber was hier Geschäftsgrundlage war und welche Vereinbarungen getroffen wurden oder nicht, darüber müssten wir eben erst mal Beweis erheben, Euer Ehren. Lass uns den Fall also an eine kompetentere Kammer als unser hiesiges Laienforum verweisen.

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Kleinunternehmerregelung so lang wie möglich erhalten

Hallo,

ich betreibe seit Anfang des Jahres nebenbei ein Gewerbe und nutze hier derzeit die Kleinunternehmerregelung, so dass ich keine Mehrwertsteuer abführen muss.

Nun möchte ich die Kleinunternehmerregelung gern so lang wie möglich nutzen, da meine Kosten & Anschaffungen sehr gering sind und ich auch die regelmäßigen Vorsteueranmeldungen vermeiden möchte.

Folgende Situation: Diese Jahr werde ich voraussichtlich mehr Umsatz als die 17.500 EUR machen, allerdings könnte ich die Zahlungen ins neue Jahr hinauszögern und so faktisch doch unter der 17.500 EUR Grenze bleiben. Soweit ich das verstehe, wird dann eine Umsatzprognose für 2013 gemacht (mache ich die? macht das FA die?), auf Basis derer dann entschieden wird, ob ich auch weiterhin die Kleinunternehmerregelung nutzen kann (Umsatz < 50.000 EUR). Die Prognose würde ja auf Basis des Umsatzes von 2012 darauf hindeuten, dass dies der Fall sein wird. Ist es dann egal, wenn ich in 2013 "überraschenderweise" doch mehr als 50.000 EUR Umsatz mache?

So wie ich mir das ausgedacht habe, müsste ich dann erst ab 2014 Umsatzsteuer abführen. Woher weiß das FA das übrigens, wenn ich die Steuererklärung für 2013 erst im Mai 2014 abgebe?

Ein weiteres "Optimierungsproblem" besteht hinsichtlich der Bilanzierung. Im Moment mache ich ja nur eine simple EÜR und das würde ich auch gern so lang wie möglich beibehalten. Nun habe ich im Internet irgendwo gelesen, dass man hier die Steuererklärung für das Jahr, in dem man mehr Gewinn als 50.000 EUR gemacht hat (bei mir wäre das voraussichtlich 2013) so weit wie möglich hinauszögert (Dezember des Folgejahres). Dann hat wohl das FA nicht mehr genug Zeit, um mich über die Pflich zur Bilanzierung im Folgejahr zu informieren und die Pflicht tritt erst im übernächsten Jahr ein.

Klappt das Ganze eurer Meinung nach so wie ich mir das vorstelle?

Achja und bitte keine Kommentare a la "Such dir nen Steuerberater". Ich denke solche Fragen kann man hier auch online klären.

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