Steuerberater hat Steuererklärung zu spät oder gar nicht eingereicht. Kann er nun belangt werden?

Hallo,

ich bin selbstständig als Freiberufler und mein Steuerberater hat meine Einkommen- und Umsatzsteuer für 2014 zu spät abgegeben. Die Bescheid (Umsatzsteuerbescheid und Einkommensteuerbescheid) habe ich nun vom Finanzamt bekommen mit jeweils entsprechenden Verspätungszuschlägen und mit jeweils einer geschätzten Bemessungsgrundlage. Dies führt nun dazu, dass ich recht viel nachzahlen muss.

Ich habe meinen Steuerberater die Steuerbescheide natürlich sofort zukommen lassen zur Prüfung und habe auch schon mehrfach versucht einen telefonischen Kontakt herzustellen. Aber mein Steuerberater ist leider sehr unzuverlässig und nicht kommunikativ. Ein Wechsel wird jetzt spätestens notwendig. Hinzu kommt, dass auch meine Einkommensteuervorauszahlung für jedes Quartal enorm gestiegen sind. Alle Nachzahlungen werden automatisch von meinem Konto einbezogen, startend mit dem 10.06.. Dies möchte ich natürlich verhindern, da mein Steuerberater ja den Fehler gemacht hat. Während der gesamten Zeit habe ich Ihn mehrfach daran erinnert meine Steuererklärungen abzugeben. Die Unterlagen hat er frühzeitig von mir erhalten.

Was kann ich denn nun machen? Ihm scheint es total egal zu sein. Fakt ist, dass diese Nachzahlungen mich in ein finanzielles Loch führen und ich sehr beunruhigt bin. Kann man den Steuerberater belangen ohne gleich einen Anwalt zu nehmen?

Kann diese Angelegenheit auch nun noch ein anderer Steuerberater klären mit dem Finanzamt und meine (unberechtigten) Nachzahlungen verhindern?

Danke und Gruß, Martin

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Wie verbuche ich eine Zahlung, dessen Rechnungsstellung im letzten Jahr erfolgte?

Hallo.

Ich mache meine EÜR seit Jahren selber und hatte bislang auch noch nie ein Problem mit dem FA. Bis jetzt. Gestern habe ich einen Brief vom FA erhalten, dass die Angaben der EÜR und USt-Erklärung nicht übereinstimmen würden.

Vorweg: Meine Umsätze aus dem Gewerbe sind so niedrig, dass das FA auf die USt-Voranmeldung verzichtet. Ich sammel also praktisch alles bis zum Ende des Jahres.

Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich alles richtig gemacht habe (ansonsten hätte ich die Unterlagen auch so nicht abgegeben). Aber eine Sache war bei diesem Jahreswechsel 2014/2015 anders als sonst:

Ich habe am 27.12.2014 noch eine Rechnung gestellt, dessen Bezahlung aber erst Ende Januar erfolgte. Entsprechend der Soll-Versteuerung, habe ich bei der USt-Erklärung die Umsatzsteuer von ca. 133 Euro mit angegeben. Der Geldeingang erfolgte erst einen Monat später. Daher habe ich in der EÜR diesen Geldeingang nicht verbucht. Zum einen, weil es mein Programm (WISO Mein Büro) so vorgibt, zum anderen, weil ich es auch so kenne, dass man Geldzu- und abflüsse erst verbucht, wenn sie stattfinden (mit einigen wenigen Ausnahmen).

Bevor ich jetzt meinen Steuerberater, der sowieso im Urlaub ist, dazu befrage, möchte ich gerne eure Meinung, bzw. euer Wissen dazu hören. Habe ich die Angaben in der USt-Erklärung und der EÜR richtig gemacht? Und kann das die Unstimmigkeit sein, die das FA bemängelt? Ich werde so oder so beim FA anrufen und nachfragen. Nur möchte ich dafür bestmöglich vorbereitet sein. ;)

Vielen Dank schon mal!

eÜr rechnung UST Jahreswechsel Zahlung Umsatzsteuererklärung
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Finanzamt "übersieht" Verlust des Kleinunternehmerstatus

Hallo!

Bin seit vielen Jahren Kleinunternehmer nach §19 UStG mit einem Umsatz, der die 17500 EUR Grenze nicht überschreitet. Mit einer einzigen Ausnahme: 2008 lag ich darüber.

Da ich damals die 50000 Euro-Grenze falsch aufgefasst habe, und zudem noch falsch beraten worden bin (man sagte mir, das FA würde mich dann anschreiben und zukünfitg eine USt-Erklärung verlangen, sobald sie mich nciht mehr als KU betrachten), ging ich also weiterhin davon aus, nicht USt-pflichtig zu sein. Die Jahre danach lagen die Einnahmen ja auch wieder unter 17500 EUR.

Nach meinem jetzigen Kenntnisstand hätte ich aber seit Jan. 2009 USt abführen müssen. Das FA hat dies jedoch bisher nicht bemerkt oder eingefordert!

Jetzt aktuell (2013) liege ich das erste mal wieder über den 17500. D.h. ich bin 2014 in jedem Fall umsatzsteuerpflichtig, was auch meinem eigenen Interesse entpricht. Ich würde sogar für 2013 gerne rückwirkend auf die KU-Regelung verzichten.

Nun aber die Fragen:

Gibt es eine Art Verjährungsfrist, wenn das FA selbst verpasst, vom Unternehmer die USt-Erklärung einzufordern?

Spielt es eine Rolle, dass ich für 2009 zwar umsatzsteuer hätte abführen müssen, aber eigentlich nun seit 5 jahren wieder unterhalb der 17500 Grenze liegen (selbst wenn ich in dieser Zeit USt hinzurechnen müsste)?

Wäre es klug, rückwirkend für dieses Jahr zur USt zu optieren oder eher schädlich?

Mein Tätigkeitsumfeld hat sich mittlerweile leicht geändert. Ich könnte also auch das bestehende Gewerbe abmelden und ein neues anmelden, um dann gleich auf die KU zu verzichten. Findet bei der Gewerbeab- und -neumeldung eine umsatzsteuerliche Prüfung der vergangenen Jahre statt, oder wäre dies evtl. ein Weg, mit etwas Glück keine Nachforderung zu bekommen?

Ich weiß im moment nicht so recht, wie ich mich verhalten soll. Ich habe immer alle EInnahmen ehrlich angegeben und bin etwas irritiert darüber, daß mich das FA damals nicht aufgefordert hat, USt zu zahlen, sie hatten ja meine Umsatzzahlen....

bin dankbar für jeden tipp / jede meinung

Umsatzsteuer Kleinunternehmerregelung Umsatzsteuererklärung
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Kunstförderung versteuern?

Guten Tag, ich habe gleich 2 Fragen und würde mich sehr über Antworten freuen. Für ein Kunstprojekt hat meine Künstlergruppe (bestehend aus 3 Personen) eine Förderung von 12.000€ erhalten. Da die anderen aus der Gruppe momentan Harz 4 beziehen ist das Geld der Einfachheit halber auf mein Konto gegangen. Ich bin Studentin, erhalte Geld von meinen Eltern und jobbe zusätzlich für ca. 300€ im Monat. Die 12.000€ werden komplett in das Projekt fließen. Wir erhalten keinerlei Arbeitslohn oder ähnliches. Wir müssen natürlich bei der Abrechnung des Projektes (für die Kunstförderung) komplett nachweisen, dass die gesamte Summe in das Projekt geflossen ist und für was das Geld konkret ausgegeben wurde.

  1. Muss ich das Geld versteuern bzw. in meiner Umsatzsteuererklärung angeben? Ich zahle nicht mal Umsatzsteuer da ich immer darunterfalle und weniger verdiene. Aber mit den 12.000 wäre ist diesmal über dem Satz. Außerdem verdine ich die 12.000€ ja nicht, da wir sie ja komplett ins Projekt investieren müssen und der Betrag nur ca.3 Monate auf meinem Konto ist bis er ausgegeben ist.

  2. Für unser Projekt wollen wir mit Komparsen arbeiten.Diese würden ca. 100€ verdienen.Die wenigsten haben eine Steuernr. und können Rechnungen schreiben. Wie können wir diese Abrechnen? Können wir uns z.B. von Jedem ein Quittung ausstellen lassen?

Herzliche Grüße! A.Antoni

Steuerberatung Steuererklärung Umsatzsteuer Umsatzsteuererklärung versteuern
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Umsatzsteuererklärung Anlage UR wo steuerfreie Umsätze eintragen

Guten Tag, ich habe folgende Frage:

Nach meinem Dafürhalten sind Verkäufe von Bildern (Gemälde) in die USA und die Schweiz Ausfuhrlieferungen in Drittländer und laut UStG § 4 Nr. 1 a umsatzsteuerfrei.

Diese Umsätze habe ich bisher bei der Umsatzsteuererklärung Anlage UR in die Zeile 38 eingetragen, sowie in die Anlage EÜR und S der Einkommensteuererklärung. Nun meckert das Finanzamt daß die vorangemeldeten steuerfreien Umsätze stark von den erklärten abweichen würden und nennt als Differenz die Summe der vorangemeldeten steuerfreien Umsätze.

Auf meine Nachfrage meinte der Beamte er hätte keine erklärten steuerfreien Umsätze (falsch, siehe oben) und, nachdem er sich die UR aufgerufen hatte, "ja das haben Sie ja in ein Feld ohne fettgedruckte vorangestellte Zahl eingetragen."

Ich habe mir die Unterlagen angeschaut und festgestellt daß ich tatsächlich die Summe der Zeilen 38-41 Feld 237 (fett) vergessen habe einzutragen.

Wenn ich jetzt die UR nachreiche ist dann wieder alles OK oder muss ich die Umsätze doch wo anders eintragen?

Mir kommt es fast so vor als ob der Scanner nur die Felder mit fettgedruckten Zahlen davor einscannt und somit der Computer meinen Eintrag nicht erfasst hat und nun im Bescheid mecker

Ich wäre sehr dankbar über eine Antwort, bin im Moment ratlos.

Viele Grüße

Finanzamt Steuern Umsatzsteuer Anlage UR Umsatzsteuererklärung
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