Wieso will das Finanzamt Umsatzsteuervoranmeldungen von einem Kleinunternehmer?

Hallo,

ich habe ein Gewerbe angemeldet und von der Kleinunternehmerregelung gebrauch gemacht. Es dreht sich bei dem Gewerbe um Einnahmen durch Internetwerbung (Affilatelinks, Werbebanner etc.). Mein Vertragspartner, von dem ich das Geld bekomme ist Amazon.

Paar Wochen nachdem ich den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung abgesendet habe, bekam ich Post vom Finanzamt. Dort stand drin, dass ich zur vierteljährlichen Umsatzsteuervoranmeldung verpflichtet sei. Begründet wird dies mit §1 a Absatz 4 mit § 18 Abs. 4a des Umsatzsteuergesetzes. Es ist noch der Hinweis angebracht, dass Voranmeldungen nur für die Voranmeldungszeiträume zu übermitteln sind, in denen die Steuer für die innergemeinschaftlichen Erwerbe zu erklären ist.

Leider verwirren mich die Gesetzestexte mehr, als sie mir sagen.

Es ist so, dass der "Werbekostenzahler" Amazon seinen Sitz in Luxemburg hat, also EU-Ausland. Amazon selbst bezahlt die Vergütung jedoch Netto an mich. Des Weiteren wendet Amazon auch das Reverse-Charge Verfahren an. Nur für mich als Kleinunternehmer hat das nach meiner Auffassung doch gar keine Bedeutung.

  1. Wieso bin ich dann zur vierteljährlichen Umsatzsteuervoranmeldung verpflichtet? Ich kaufe nichts im EU-Ausland, ich bekomme Geld.
  2. Verstehe ich das richtig, dass ich nur eine Umsatzsteuervoranmeldung machen müsste, wenn ich im EU-Ausland etwas einkaufe?

Im Internet liest man viel, mal ist von "nicht steuerbare sonstige Leistungen gem. §18b Satz 1 Nr. 2 UStG" die Rede, die man dann wiederrum anmelden müsste. Ich bin wirklich sehr verwirrt.

Über eine fachlich korrekte Antwort würde ich mich sehr freuen :).

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