Kleingewerbe, 450,-€ Job, freiberuflich tätig und Untervermietung - was versteuere ich wie richtig und wie melde ich das an?

Hallo liebe Finanzfrage-Community,

ich habe mehrere Fragen (die hoffentlich nicht zu speziell zum Beantworten in dieser Community sind):

Zum 01.10.2018 starte ich mit der Untervermietung eines Zimmers in meiner Wohnung. Muss ich bei der Untervermietung eine Mehrwertsteuer angeben?

Mit der Untervermietung biete ich "Zusatzleistungen" an, die das Reinigen des Zimmers, die Waschmaschinennutzung und das Bereitstellen von Bad- und Bettwaren beinhaltet. Diese "Zusatzleistungen" stelle ich der Firma in Rechnung, die das Zimmer angemietet hat. Die Einnahmen daraus liegen bei ungefähr 140,-€ mtl.Wie muss ich diese versteuern? Ist das schon ein Kleingewerbe?

Ab Oktober (spätestens ab Februar) arbeite ich zusätzlich als freiberufliche Dozentin für die Volkshochschule. Als Freiberuflerin muss ich eine Steuererklärung schreiben, richtig?

Zudem habe ich ein Jobangebot bekommen, eine 450,-€ Stelle bei einem Jugendverband anzunehmen. Diese Stelle geht vom 20.09. bis zum 30.11.
Ist es sinnvoll, diesen Job anzunehmen? Bekomme ich da Probleme mit den anderen Tätigkeiten? Sollte ich dem Verband eine Rechnung über meine Tätigkeit schreiben, statt die 450,-€ Stelle anzunehmen?

Für mich ist es aktuell ziemlich schwierig, die Fragen zu recherchieren, da sie einen so engen Zusammenhang haben. Ich hoffe, dass dies nicht zu speziell ist, und Ihr mir hier gut helfen könnt. Dafür wäre ich sehr dankbar!

Liebe Grüße.

Kleingewerbe, Minijob, Steuererklärung, Steuern, freiberufliche Tätigkeit, Untervermietung
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Jahrelang Falsche Steuerklasse dazu Steuerbescheide falsch veranlagt?

Hallo, Seit 2010 wurde der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende in meiner Steuererklärung nicht berücksichtigt. Auch wurde ich von Anfang an in Steuerklasse 1 gestuft statt Steuerklasse 2. 2017 wurde der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende dann zum 1. mal berücksichtigt, deswegen ist es überhaupt erst aufgefallen, dass ich die ganze Zeit falsch veranlagt wurde. Leider habe ich dem Finanzamt vertraut, bei meinem Einkommen kann man nicht sonderlich viel falsch machen, dachte ich. Somit habe ich das Kauderwelsch aus den Bescheiden nicht nachgeprüft. Allerdings ist mir irgendwann mal aufgefallen, dass Elster zu meinen Gunsten höher gerechnet hat, hab mir bedauerlicherweise nichts weiter dabei gedacht. Mein Fehler, kann man so sehen und ich habe so gesehen wohl keine rechtliche Handhabe. Wobei mir die eine Dame, als ich dann endlich mal nachhakte, sagte, bis 2014 könnte man noch was machen, da ich alles korrekt eingetragen habe und es trotzdem nicht berücksichtigt worden ist. Der andere Herr, dem ich die alten Steuererklärungen dann schickte, teilte mir das Gegenteil mit. 

Aber wie kann das sein, dass dem Finanzamt seit 2010 der selbe Fehler unterläuft? Vielleicht kann ich nichts mehr für mich machen, aber ich möchte verhindern, dass dies anderen passiert. Ich möchte wissen, wie ich 6 Jahre um mein Geld gekommen bin, außer, dass ich dem Finanzamt zu sehr vertraut habe oder dem Arbeitgeber von wegen Steuerklasse?. Wem oder welchen Umstand habe ich das zu verdanken, obwohl ich alles korrekt angekreuzt und den Entlastungsbetrag / kompletten Freibetrag beantragt habe. Wenn ich schon in der falschen Steuerklasse bin , ich es doch mit der Erklärung zurückholen hätte können. Wo kann ich diese Auskunft bekommen oder mich gegebenenfalls beschweren oder eventuell sogar klagen?

Die andere Frage wäre, wenn ich beim Finanzamt nichts mehr machen kann, könnte ich das denn beim Arbeitgeber? Dieser hat mich doch in Steuerklasse 1 gestuft oder legt die Steuerklasse fest?

Das Finanzamt kann 5 Jahre lang Steuern zurück holen, wenn einer falsch eingestuft ist,oder ?. Kann ich das auch ???

Vielen Dank im Voraus

Steuererklärung, Steuerklassenwechsel
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Räumliche Trennung, Steuererklärung?

Hallo,

Ich hatte vor ein paar Tagen schon einmal so eine ähnliche Frage gestellt und auch hilfreiche Antworten erhalten.

Ich hoffe das mir jetzt noch einmal geholfen werden kann!

Kurze Zusammenfassung: ich bin 2016 bei mein Mann aus und in ein anderes Bundesland gezogen. Meine Tochter ist bei mein Mann. Wir haben uns erstmal nur räumlich, wenn auch weit entfernt von einander getrennt. Wollen versuchen wieder zu einander zu finden. Ich war auch 2016,

2017 und auch 18 bei meiner Familie. Wir sind zwar räumlich aber nicht geistig von einander getrennt.

Wir haben beide jetzt ein Schreiben zur Erklärung unserer Eheverhältnisse bekommen. Wir haben die Steuerklassen 4/4. Für 2016 haben wir eine Einzelveranlagung bei der Steuererklärung gemacht und das auch wieder für das Jahr 2017 so eingereicht. Jetzt schreibt mir das Finanzamt folgendes. Wo ich nicht draus schlau werde ,wann kann ich keine Einzelveranlagung machen und unter welchen Bedingungen könnten wir eine Einzelveranlagung und nicht eine gemeinsame Veranlagung für 2017 beantragen?Wir wollen aber beide nach Möglichkeit wieder eine Einzelveranlagung,da auch dann jeder seine Abrechnung bekommt. Ich dachte eigentlich ,dass dies auch für 2017 möglich sei.

Verwirrend

Das hat das Finanzamt geschrieben:

"Da auch aus der Einkommensteuererklärung 2017 nicht hervorgeht, dass es sich um eine beruflich veranlasste doppelte Haushaltsgphrung handelt.bitte ich Sie, mir mitzuteilen, ob Sie und wenn ab wann Sie dauernd getrennt leben. In diesem Fall kommt eine Einzelveranlagung von Ehegatten nicht im Betracht und die Zuständigkeit für die Veranlagung zur Einkommensteuer würde in das Finanzamt ......überwechseln."

Ich denke das es so gemeint ist, wenn wir erst für 2018 dauernd getrennt lebend angeben für 2017 keine Einzelveranlagung machen können?? Oder wie soll ich das verstehen?

Bis zum 1.10.muss die Erklärung beim Finanzamt sein.

Rämliche Trennung Steuerklassen, Welche Veranlagungsart
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Frage zu Betragsauszahlung bei vorzeitiger Kündigung einer priv. Rentenversicherung?

Hallo,

ich möchte meine Rentenversicherung kündigen und hätte paar Fragen dazu inkl. Was ich zurück bekommen würde/könnte.

Eine Bitte vorweg, ich weiß dass man so Versicherungen nicht kündigen sollte, dass es ein Fehler ist und so weiter... Deswegen bitte KEINE Belehrungen, ich habe bestimmte Gründe, dass ich es tun will. Danke schon mal dafür...

Also ich bespare jetzt schon seit einiger Zeit eine zusätzliche Rentenversicherung (nicht steuerfrei! Kam zu spät!)

Möchte den jetzt auflösen und habe folgende Angaben in dem Schreiben von Dez 2017 wo ich nicht zurecht weiß was die zu bedeuten haben:

Jahr: 2018

Rückkaufwert EUR: 5631

Stornoabzug in EUR: 98

Rückkaufswert nach Stornoabzug in EUR: 5533

Beitragsfreie Monatsrente nach Stornoabzug in EUR: 0

Beitragsfreie Kapitalabfindung nach Stornoabzug in EUR: 0

Meine erste Frage ist, wenn ich zum 1 Dez. kündigen würde, was bekomme ich zurück? Ich gehe jetzt von den 5533 EUR aus oder kommt da noch mehr dazu?

Meine zweite Frage wäre, ab 2021 sind die Felder Beitragsfreie Monatsrente nach Stornoabzug in EUR und Beitragsfreie Kapitalabfindung nach Stornoabzug in EUR ausgefüllt. Da stehen beim Ersten die Werte 55 und beim zweiten der Wert 14697 drin. Was hat das zu bedeuten? Wäre cool wenn ihr mir hier weiter helfen könntet.

By the way, kann man so einen Vertrag einfach kündigen oder geht das nicht so leicht? Habe viel „negatives" gehört und dass alles nicht so ohne Weiteres zu erledigen ist?!?

Rentenversicherung, Versicherung
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Krankenversicherung Student/Werkstudent >14 Fachsemester?

Hallo,

ich hoffe man kann mir hier weiterhelfen oder mir zumindest einen Rat geben.

Ich bin Student, zurzeit im Master und in diesem Semester ins 14. Hochschulsemester bzw. im 3. Fachsemester angekommen.

Ich arbeite nebenbei unter 20 Stunden und bin bisher in der studentischen Krankenversicherung versichert.

Ab dem 01.10.18 ist dies nicht mehr möglich. Es läuft zwar ein Widerspruchsverfahren, aber ich gehe kaum davon aus, dass meine Einwände (Fachsemester sind nicht mit Hochschulsemester gleichzusetzen siehe SGB V, die Beschlüsse der KMK haben keine rechtliche Relevanz, ..., ...) akzeptiert werden. Daher muss ich nun schauen wie ich mich ab dem 01.10 versichere. Ich war während des Studium mehrere Semester auch mal "Arbeitnehmer" (über 20 Stunden die Woche), der nebenbei studiert; daher die hohe Semesteranzahl.

Ich geh seit dem 01.03.17 einer Tätigkeit unter 20 Stunden die Woche nach. In meinem Arbeitsvertrag wird an keiner Stelle mein Status als Student beschrieben bzw. als Grundlage des Arbeitsvertrages vereinbart. Es wird durchgehend von einer Teilzeitkraft auf 40,49%, ~15 Stunden pro Woche gesprochen.

Durch mein Studium und den eingereichten Studienbescheinigungen musste der Arbeitgeber die entsprechenden Abgaben (Krankenversicherung und Co.) nicht zahlen.

Ich habe meinen Teamleiter und den Bereichsleiter auf meine Lage angesprochen und ihnen mitgeteilt, dass ich ab dem 01.10 nicht mehr studentisch versichert bin und daher gerne über die Firma versichert werden würde. Bei der Firma handelt es sich um eine sehr große Firma, deutschlandweit aufgestellt, der Standort hat über 180 Mitarbeiter, verfügt über einen Betriebsrat und ist an einen Tarifvertrag gebunden.

Als Antwort bekam ich, dass der Arbeitgeber/ die Firma keine Teilzeitkräfte auf 40,49% (~15 Stunden die Woche), sondern nur Personen, auf 53,33% (~20 Stunden pro Woche) haben möchte. Nur Studenten sind auf 40,49%, also 15 Stunden pro Woche, eingestellt. Eine Höherstufung ist zurzeit nicht möglich und von mir eigentlich auch gar nicht gewollt, da ich das Studium in den nächsten 6 Monaten abschließen möchte.

Ich frage mich jetzt, inwiefern mein Arbeitgeber dazu "verpflichtet" ist mich als Teilzeitkraft in der Krankenversicherung zu versichern, da wie bereits geschrieben der studentische Status nicht Gegenstand meines Dienstvertrages war/ist.

Student, Krankenversicherung
3 Antworten
Rähnliche Trennung und Steuerklasse?

Hallo.

Ich bin 2016 bei mein Mann aus -und in ein anderes Bundesland gezogen. Wir haben die Steuerklassen 4/4 und diese bis jetzt noch nicht geändert. Meine Tochter wohnt bei mein Mann. 2016 und 2017 haben wir die Steuererklärung mit getrennte Veranlagung gestellt. Wir haben die Klassen noch nicht geändert,da wir uns nicht wirklich trennen wollen, sondern versuchen irgendwie wieder zusammen zu finden. Jetzt hat mein Mann vom Finanzamt ein Schreiben bekommen wo er den Stand unserer Ehe Verhältnisse erklären soll. Bis zum 1.10.18 soll er dich dazu erklären. Ich habe so ein Schreiben noch nicht bekommen aber denke das ich dies noch bekommen werde. Meine Frage ist, müssen wir mit Strafen rechnen seitens vom Finanzamt?

Ich weiß jetzt nicht was ich machen soll. Kann mir da jemand eine Auskunft geben.

Können wir noch 2018 angeben?

Das hat das Finanzamt geschrieben:

Sie beantragen für das Jahr 2017 eine Einzelveranlagung,von Ehegatten ,obwohl ihre Ehefrau nach unseren Kenntnissen bereits 2016 ihren Wohnsitz in ein anderes Bundesland verlagert hat und offensichtlich nicht aus beruflichem Anlass. Somit stellt sich die Frage ob sie ggf dauernd getrennt leben. Gegenüber dem Finanzamt und auch beim Einwohnermeldeamt liegen dazu keine Aussagen vor . Da dies für die steuerliche Betrachtung von Bedeutung ist, bitte ich Sie sich zum Stand ihrer ehelichen Verhältnisse zu erklären.

Räumliche Trennung , Räumliche Trennung Steuerklassen
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Verzinste Devisenkonten?

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort, die mir einen Überblick verschafft hat. Demnach fallen bei einem verzinsten Fremdwährungskonto die Zinserträge als Kapitalerträge unter § 20 EStG und die Devisengewinne/-verluste im Veräußerungsjahr unter § 23 EStG („Spekulationsfrist“ 10 Jahre). Das bedeutet dann, dass beide unter unterschiedliche Katalogeinkünfte Nr 5 (Anlage KAP) und Nr. 7 (Anlage SO) fallen und nur Gewinne, aber nicht Verluste horizontal miteinander verrechnet werden können.

Das schließt aber eine vertikale Verlustverrechnung im Veräußerungsjahr nicht zwangsläufig aus. Denn § 20 (6) EStG sagt ja nur aus, dass Verluste aus der Einkunftsart Kapitalvermögen nicht mit anderen Einkunftsarten vertikal verrechnet werden dürfen. Demnach wären Devisenverluste (Anlage SO) und Zinserträge (Anlage KAP) durchaus vertikal miteinander verrechenbar, meines Wissens nach § 10d EstG vorrangig im aktuellen Steuerjahr. Erst dann kann ein ggf. teilweiser Verlustvortrag/Verlustrücktrag ins benachbarte Steuerjahr vorgenommen werden.

So verstehe ich auch den Hinweis, dass Zinserträge mit Verlusten im Verlusttopf „Allgemein“ verrechnet werden. Allerdings steht ein solch komfortabler Verlusttopf nicht unbedingt und bankenübergreifend zur Verfügung.

Ferner können für das Devisengeschäft im Veräußerungsjahr keine Werbungskosten (wie Bankgebühren) geltend gemacht werden, da diese bereits duch den bei den Zinsen beanspruchten Sparerpauschbetrag abgegolten sind.

Es fragt sich aber, ob die Wechselgebühren als unmittelbar zur Anschaffung und Veräußerung der Fremdwährung gehörend, hier eine Ausnahme bilden?

Ich hoffe, dass ich alles richtig verstanden habe, ansonsten bitte ich, mich zu berichtigen.

 Ich würde mich über eine Antwort, die mir weiterhilft, freuen und danke bereits im Voraus.

Steuerrecht, Fremdwährung
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