Mietvertrag gestalten?

Ich fand bei einer Klientin einen merkwürdigen Mietvertrag vor, der unbedingt korrigiert werden muß. Die Vermieterin habe keine Ahnung.

Die Person wohnt in einer WG mit 3 anderen Personen, und da das jobcenter angeblich einen eigenen Mietvertrag verlangt habe, hat wohl irgendjemand am ursprünglichen Mietvertrag ein paar Zahlen geändert, sodaß die Person nun 1 Zimmer, 1 Küche und 1 Bad mit 90 qm gemietet hat, die vom jobcenter übernommene Warmmiete ist als Kaltmiete ausgewiesen, unter 2a wird eine Heizkostenvorauszahlung von 102,50 genannt (die aber gar nicht zusätzlich gezahlt wird und sicher für die ganze Wohnung gelten sollte), unter 2b steht nur "wird abgelesen und abgerechnet mit der WG", keine Vorauszahlung ist eingetragen etc.

Verwendet wurde diese Vorlage http://www.mieterbund.de/service/mietvertrag.html

Kann man für eine 4-Zimmerwohnung tatsächlich zwei einzelne Mietverträge machen? Dann müßte man wohl das vermietete Zimmer genauer bestimmen, Bad, Küche und Flur "zur Mitbenutzung" ausweisen. Welche Wohnfläche trägt man dann ein? Nur die qm des Zimmers?

Die Heiz- und weitere Betriebskosten werden ja sicher für die ganze Wohnung abgerechnet, soll ich dann einen Passus über die Aufteilung einfügen? Und wie soll man das bitte aufteilen, wenn 4 Personen zusammen wohnen? Einfach durch 4 teilen? Oder anteilig entsprechend der Wohnfläche, es gibt ja aber auch Gemeinschaftsflächen (Flur, Küche, Bad).

Im jetzigen Vertrag steht unter § 4, Nr. 3 Verteilung und Abrechnung der Heiz- und Betriebskosten "wird nach Verbrauch abgerechnet". Auch schön.

Das jobcenter schickt mir jedenfalls das Mietangebot, da werden ja ein paar mehr Zahlen drinstehen.

Tja, Fragen über Fragen. Bevor ich mich an die Vermieterin wende, würde ich halt gerne wissen, was ich vorschlagen soll.

Mietvertrag, Wohngemeinschaft
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Schulden bei der Krankenkasse, Betrag zu viel?

Hallo,

ich stecke gerade in finanziellen Schwierigkeiten. Im Jahr 2015 nach Abschluss meiner Ausbildung hatte ich erstmal 6 Wochen Urlaub bei den Großeltern gemacht und dabei vergessen mich vorher arbeitslos / arbeitssuchend zu melden. Jetzt will das Hauptzollamt knapp 4000€ inklusive Zinsen und Mahnkosten für zwei Monatsbeiträge. Meinen Fehler sehe ich natürlich ein und bin bereit das abzuzahlen, aber dieser Betrag ist doch niemals gerechtfertigt, da ich in der Zeit gar kein Einkommen hatte, oder sehe ich das falsch?

Am Freitag bekam ich Post von der Bank, dass eine Pfändung vorliegt. Ich muss dazu sagen, dass ich in den letzten Wochen nicht zu Hause war und viel Post verpasst habe, damit auch die Vollstreckungsankündigung vom Hauptzollamt. Nach einem Anruf bei der Bank habe ich mein Konto in ein P-Konto umwandeln lassen, damit ich im Februar erstmal wenigstens die Miete und sonstige Kosten weiterhin Zahlen kann.

Leider brauche ich aber mein volles Einkommen um andere bestehende Ratenzahlungen fortführen zu können. Andernfalls drohen mir auch da wieder Vollstreckungen und das möchte ich nach Möglichkeit vermeiden.

Jetzt ist die Frage ob ich gegen die Vollstreckung, die bereits im Gange ist, noch irgendwie Widerspruch einlegen kann / sollte? Das Hauptzollamt wurde ja nur mit der Eintreibung der Schulden beauftragt. Was ich allerdings nicht verstehe ist das ich an das Hauptzollamt Geld zahlen muss, wenn ich denen nichts schulde. Schulden bestehen doch gegenüber der Krankenkasse. Wieso können die das überhaupt machen? Müsste das Hauptzollamt sich mit der Forderung nicht erstmal beim Amtsgericht melden, worauf ich einen gelben Brief bekommen würde auf den ich beim Amtsgericht Widerspruch einlegen kann?

Würde ein Anwalt mir helfen können? Und wie teuer sind Anwaltskosten im Schnitt bei solchen Fällen?

Tut mir leid wenn das so viele einzelne Fragen sind, ich hoffe Ihr könnt mir trotzdem ein Paar hilfreiche Tipps geben. Vielen lieben Dank schon mal!

krankenkasse, Schulden
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Lebenspartner verstorben, muss ich Bevollmächtigten der Erbin ins Haus lassen und wie läuft es ab?

Vor 7 Wochen ist mein Lebenspartner plötzlich verstorben, ich trauere sehr, nun kommen noch belastende Dinge dazu. Wir haben seit 3,5 Jahren zu zweit zusammen gewohnt, in meinem Familienhaus und hatten nie Probleme mit Besitz, da wir gerne geteilt haben und andere Prioritäten hatten.

Er hatte einen Mietvertrag für 1 Kellerraum + das Erdgeschoss, das wir aber gemeinsam genutzt haben, wie das ganze Haus. Es ist keine abgetrennte Wohneinheit. Fast alle Einrichtungsgegenstände und Sachen auch im EG gehören mir, er hatte wenig Eigentum und ich habe ihn gelegentlich finanziell unterstützt. Mündlich hatte er mir zugesagt, vorgestreckte 2300 EUR irgendwann zurückzuzahlen.

Leider will die Mutter, die Alleinerbin ist und weiter entfernt wohnt, mir einen bevollmächtigten Bekannten aus ihrer Nachbarschaft ins Erdgeschoss schicken, um nach Werten zu schauen. Ich will nichts einfordern, aber unsere Privatsphäre schützen und mich nicht abzocken lassen. Ich frage mich, ob ich nun nachweisen muss, dass Inventar und Sachen im EG (oder im ganzen Haus?) mir gehören (zB. komplette Küche, Bücherwandregal, Wohnzimmer) und ob ich dem Bevollmächtigten Zugang gewähren muss, wie er verlangt. (und wenn, dann nur im EG?)

Mir geht es auch um unsere Privatsphäre. Wie sieht es aus mit dem digitalen Nachlass? Muss ich einem Fremden den Computer meines Partners mit Privatdaten von uns übergeben? Kann ich etwas, das mein Partner mir geschenkt hat, behalten - muss ich einen Nachweis/Zeugen dafür vorweisen?

Die Nebenkosten des Hauses habe ich regelmäßig allein gezahlt, obwohl im Mietvertrag steht, dass er seinen Anteil an die Versorgungsbetriebe zahlen muss. Die Miete ist von seinem Konto nun noch überwiesen worden wegen Dauerauftrag, steht sie mir im Folgemonat des Todes noch zu?

Muss ich das Bargeld aus seiner Geldbörse aushändigen oder kann ich es für in der Vergangenheit entstandene Nebenkosten abrechnen? Da es von der Mutter stammt, muss ich es ihr wahrscheinlich zukommen lassen? Ich hatte es ihr mündlich angeboten, aber sie hat mir keine Kontodaten geschickt, sondern schickt lieber diesen Herrn. Sie will zu mir keinen Kontakt, obwohl vor dem Erbe ein normal nettes Verhältnis zwischen uns war. Sie kritisiert, dass ich den Bevollmächtigten nicht gleich und noch nicht ins Haus gelassen habe, obwohl sie ihn vor dem Tod ihres Sohnes gar nicht kannte. Ich hatte ihr Auskunft über vorhandene Sachen bereits angeboten. Sie hatte das Angebot abgelehnt und wollte auch den Computer meines Partners auf meine Nachfrage hin gar nicht haben.

Jetzt wurde ich schriftlich aufgefordert, einen Termin mit dem Bevollmächtigten zu machen.

Danke für jegliche Tipps.

Erbe, erbrecht
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Vermieter fordert Geld?

Hey!

bei meiner Frage geht es um unser Internet. Ich war ein halbes Jahr im Ausland, als ich wieder kam war ein neuer Router installiert (wohne in einer wg). Es wurde nach wie vor die alte wlan Adresse angezeigt auf meinen Geräten weshalb ich davon ausging dass diese weiter gültig ist. Das Internet ist allerdings schlechter als vorher und so habe ich vor über einem Monat meinen Vermieter kontaktiert und spezifisch gefragt ob es etwas mit dem neuen Router auf sich hat, es neue Zugangsdaten gibt etc. Er hat nicht darauf geantwortet. Vor einer Woche habe ich dann mit einer mietminderung gedroht da ich kein Internet in meinem Zimmer empfing. Er kündigte sich dann an kommende Woche zu kommen. Gestern war er dann da, super wütend und hat mir die neue wlan Adresse eingestellt und meinte ich wäre zu blöd ein Passwort einzugeben und dass ich mich ständig schroff über das Internet beschwere und wenn es mir nicht passt, könne ich ja ausziehen. er fügte hinzu er müsse mir damit mal eine Ansage machen. (Ich Student, er Handwerker Anfang 30)

in einer Mail darauf habe ich ihm erklärt dass ich mich in den letzten drei Jahren zwei mal beschwert hab, das erste mal weil das Internet nicht ging und das zweite mal weil ich keine Auskunft darüber bekam dass es ein neues Internet gibt.

komisch auch warum unsere Wohnung zwei Internetanschlüsse zu haben scheint.

jeder im Haus beschwert sich über das schlechte Internet, der neue Anschluss ist nicht viel besser als der alte und bei einem Gespräch mit meinen Mitbewohnern vorher fiel nie was von einem neuen Anschluss da ich nichts davon wusste und die vermutlich davon ausgingen dass ich es weiß. Erfahren habe ich aber erst gestern davon.

in meiner Mail habe ich ihm weiterhin einen respektvolleren Umgang mit seinen Mietern geraten da es schon öfter vorkam dass er sich einen dreck für uns Studenten schert und sehr respektlos mit uns umgeht.

als Antwort schrieb er mir es würde ihm entgegen kommen wenn ich ausziehe und dass er 50€ für diese unnötige Anfahrt verlangt da ich zu unfähig sei ein Passwort einzugeben. Er würde es von meiner Kaution abziehen sollte ich es nicht mit der nächsten Miete bezahlen.Und damit komme ich jetzt zu meiner Frage. Ich habe ihm daraufhin geantwortet dass wenn er zu unfähig ist auf meine E-Mail von vor einem Monat zu antworten, die das hätte simpel klären können „ja wir haben ein neues Internet, Zugang steht auf dem Router“ dann hätte er nicht mal herfahren müssen. Außerdem habe ich ihn nicht darum gebeten herzufahren, er hat sich selbst angekündigt und somit die Entscheidung getroffen direkt herzufahren statt anzurufen oder einfach auf diese eine einfache Mail zu antworten.

Entschuldigt den langen Text aber ich wollte die ganze Situation klären und wollte einfach wissen was ihr so denkt wie es rechtlich aussieht. :) Danke im Voraus

Internet, Miete, Mieter, Mietrecht, Recht
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Steuerberatungs-Kosten?

Hallo,

ich hätte eine Frage bezüglich der Steuerberatungskosten.

Wir betreiben seit längerer Zeit ein Gewerbe. Unser Gewinn liegt jährlich bei ca. 30000 Euro. Seit dem Jahr 2018 sind wir auf die Einnahmen-Überschuss-Rechnung umgestiegen, da unsere Gewinne zurückgegangen sind. Nun meine Frage

Wir waren vorher zur Buchführung verpflichtet. Durch den Wechsel zur Einnahmen-Überschluss-Rechnung sollte doch meines Wissen normalerweise die Buchführungs-Pflicht aufgehoben sein. Unser Steuerberater macht die Buchführung aber weiterhin und meinte wir sind verpflichte diese weiter zu führen.

Wir zahlen monatlich ca. 250,- Euro nur für Abgabe der Vorsteueranmeldung. Wir lagen früher unter 200,- Euro und hatten eigentlich doppelt so viel Belege wie jetzt, der Aufwand war früher also wesentlich höher für unseren Steuerberater, trotzdem ist der Preis gestiegen (und das trotz Wechsels auf Einnahmen-Überschuss).

Ist diese Preiskalkulation gerechtfertig?

Für die Einkommenssteuer-Erklärung 2016 (Gewinn ca. 35000 Euro) mußten wir ca. 1700,- Euro bezahlen.

Mir kommen diese Preise langsam sehr überzogen vor, nur als Beispiel, letzes Jahr 2018 hatten wir Rechnungen von ca. 5500,- Euro von unserem Steuerberater (1700,- Einkommenssteuer, 3000,- Euro gesamt für die Vorsteueranmeldung, ca. 800 Euro für Telefon, Herabsetzung der Gewerbesteuer und andere Kleinigkeiten).

Denke ich hier richtig das diese Preise sehr hoch gegriffen sind, oder liege ich komplett falsch und ich würde woanders die gleichen Preise bezahlen?

Danke schonmal im vorraus für eure Antworten.

kosten, Steuerberater
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