Kaufvertrag kommt nicht zu Stande wegen Corona, Kaufvertragsentwurf wurde bereits erstellt, können wir zurücktreten?

Wir versuchen seit nunmehr 9 Monaten einen Kaufvertrag abzuschließen. Wir bewohnen die Wohnung, die wir eigentlich in Treu und Glauben gezogen haben, diese zu kaufen zurzeit. Vor 4 Monaten haben wir die Wohnung, die wir kaufen wollen bezogen. Dafür wurde vom Verkäufer ein Nutzungsvertrag aufgesetzt und wieder zahlen eine Nutzungsentschädigung in Höhe einer Miete plus Hausgeld, die auf den Kauf angerechnet werden sollte. Wir haben diesen unter der Premisse unterschrieben, dass wir diese Wohnung kaufen. Der Notartermin sollte eigentlich am 28.02.2020 stattfinden. Ein Notarvertragsentwurf wurde erstellt. Die Kosten dafür haben wir auch bereits bezahlt. Dann kam Corona und der Verkäufer will aufgrund einer Ansteckungsgefahr nun nicht mehr den Vertrag mit seiner Frau unterschreiben. Der Verkäufer weigert sich. Es ist also nicht absehbar, wann und ob überhaupt wir Eigentümer werden. Wie ist die rechtliche Lage? Wir würden gerne aus der gesamten Geschichte aussteigen, da wir echt die Lust an der Wohnung verloren haben.... Aber leider circa 22.000 EUR investiert u.a. neue Küche und Bodenbeläge... Dieses war uns lt. Nutzungsvertrag auch gestattet. Dies haben wir aber eigentlich nur gemacht, weil wir Treu und Glauben hatten, dass der Kaufvertrag zustande kommt. Haben wir Anrecht auf eine Entschädigung oder zumindest Teilentschädigung oder ist es unser eigenes Pech? Wir sind echt hochgradig verzweifelt.

Kaufvertrag, Recht
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Was sollte bei Testamentänderung der Mutter beachtet werden?

Meine verwitwete Mutter ist 75 Jahre alt geworden und will nun ihren Nachlass neu regeln.

Familiäre Situation: Meine Mutter war zwei Mal verheiratet. Aus der ersten Ehe sind 2 Kinder und aus der 2. Ehe ebenfalls 2 Kinder hervorgegangen. Ich bin eines der Kinder aus der 2. Ehe. Meine 3 Geschwister sind verheiratet, haben Kinder und leben in eigenen Häusern. Ich selbst bin ledig, keine Kinder und wohne in der mir gehörenden Einliegerwohnung im gleichen Haus wie meine Mutter.

Mein Vater (also der 2. Ehemann meiner Mutter) und meine Mutter hatten ein „Berliner Testament“ erstellt, so dass nach dem Tod meines Vaters vor 3 Jahren das Haus und das Barvermögen komplett an meine Mutter übergegangen sind. Außerdem war in diesem Testament festgelegt, dass nach dem Tod des länger lebenden dann das verbleibende Erbe gleichmäßig auf alle 4 Kinder aufgeteilt werden soll.

Momentan zu vererbendes Vermögen: Barvermögen (ca. 85k€ auf Bankkonten) und 75%-Anteil an einem schuldenfreien Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung im ländlichen Raum in Baden-Württemberg. Wert des gesamten Hauses inkl. Einliegerwohnung ca. 300k€. Die restlichen 25% des Hauses sind die Einliegerwohnung, in der ich wohne und die auch mir gehört. Insgesamt wären momentan 225k€ Immobilie und 85k€ Barvermögen von meiner Mutter zu vererben, in Summe also ca. 310k€.

Nun will meine Mutter das Testament so ändern, dass meine 3 Geschwister zusammen das Barvermögen (also die 85k€) und ich den Anteil meiner Mutter am Haus (225k€) erben sollen. Das Testament soll bei einem Notar geändert werden.

Ich habe nun folgende Fragen:

  • Gibt es irgendwelche steuerliche, rechtliche oder sonstige Fallstricke, die zu beachten sind?
  • Ist es ausreichend zu einem Notar zu gehen, um dies so umzusetzen, oder sollte noch ein Anwalt für Erbrecht hinzugezogen werden?
  • Sehe ich es richtig, dass im Erbfall meine Geschwister von mir Ausgleich verlangen können, so dass diese den Pflichtteil (also jeder 1/8 vom Gesamtvermögen 310k€) bekommen?

Vielen Dank für die Zeit, die ihr euch nimmt, um euch mit dieser Frage zu beschäftigen.

Hansi

Nachlass, Testament
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