Entfernungspauschale als Haustechniker geltend machen?

Ich bin Außendiensttechniker, genauer gesagt Haustechniker bei einem Kunden meines Arbeitsgebers. Normalerweise zahlt mir der Arbeitgeber eine Verpflegungspauschale von 6 Euro bei mehr als 8 Stunden Abwesenheit, die gesondert vom Bruttoarbeitsgehalt ausgezahlt wurde. Da die Pauschbeträge sonst ja 12 Euro betragen, konnte ich die restlichen 6 Euro bislang über die Werbungskosten bei der Steuererklärung vom Finanzamt versuchen einzufordern.

Seit der Haustechnikerstelle zahlt man mir nun mit meinem Gehalt zusammen eine „feste Spesenpauschale“, die unglücklicherweise zusammen mit dem Bruttogehalt versteuert wird. Somit entfällt die monatliche, gesondert und abzugsfrei gezahlte Verpflegungspauschale. Zudem ist bei der Steuererklärung erstmals ein Nachzahlbetrag entstanden.

Ist es mir nun möglich, über die Steuerklärung die restliche Verpflegungspauschale einzufordern? Ist das überhaupt möglich?

Ich fahre täglich mit einem Dienstwagen (keine 1%-Regelung) zum Kunden und zurück. Der Arbeitgeber hat mir schriftlich bestätigt, dass ich in unserer Hauptverwaltung keinen Arbeitsplatz und somit dort auch keine erste Tätigkeitsstätte besitze. Die erste Tätigkeitstätte wäre dann ja nun eigentlich der Kunde des Arbeitgebers , da ich diesen täglich, und auch NUR diesen Kunden, anfahre, oder? Greift da jetzt eine Entfernungspauschale? 

Steuererklärung, Steuern, werbungskosten, Außendienst
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Kann ich von einer untätigen Anwältin bereits bezahlte Rechnungen zurückverlangen?

Im Mai 2018 beauftragte ich eine Anwältin, da mich ein Vermieter betrogen hat und die Wohnungsübergabe platzen gelassen hat. Meine Anzahlung will er nicht zurückzahlen (2000 €), darüber hinaus sind mir dann noch weitere Kosten entstanden (Ferienwohnung, Möbellager, Katzenpension), ich bin dann bei einer Freundin untergekommen.... Seit Mitte Mai hat diese Anwältin, außer 2 sehr dürftigen Briefchen an die Gegenpartei nichts unternommen. Klageandrohung Mitte Juni, bis heute jedoch hat sie das nicht auf die Reihe gekriegt. Auf meine Mails reagiert sie so gut wie gar nicht, vertröstet mich mit Ausreden. Telefonate: da lande ich auf dem AB, rufe ich mit unterdrückter Nummer an oder mit einem fremden Telefon geht sie ans Telefon, um mich weiter auf die lange Bank zu schieben oder mir falsche Zusagen zu machen, die sie dann nicht einhält. Vor der geplanten Klageeinreichung, die Mitte Juni hätte eigentlich stattfinden sollen, sollte ich erst mal eine Rechnung von 560 € an sie für ihre bisherige Tätigkeit bezahlen, was ich getan habe. Nun haben wir Ende September und es passiert NICHTS, außer Ausreden, sie müsse sich mit Kollegen besprechen über den Fall.... viel heiße Luft... und noch keine Klageschrift in Sicht. Was soll ich tun? Ich habe gelesen, wenn ich den Anwalt wechsele, sei mein bezahltes Geld an sie weg.

Geld zurück bekommen, Untätigkeit Anwalt
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Mit Grundsicherung Haus vermieten?

Hallo zusammen :)

Ich, 33, beziehe Grundsicherung und könnte jetzt von meiner Oma ein Haus alleine erben. Mein Vater und mein kleiner Bruder wohnen in dem Haus. Mein Bruder würde auf seinen Erbteil verzichten, wenn ich ihm dafür zusichere, dass er lebenslanges Wohnrecht bekommt und ich mit den Mieteinnahmen, welche ich von ihm und unserem Vater erhalten würde, das Haus fertig baue und saniere. Es ist derzeit eine ziemlich große Baustelle (kein Fußboden drin, Heizung geht nicht, Wände müssen verputzt werden, Garten muss gemacht werden etc.)

Das Problem ist, das Amt würde meiner Kenntnis nach aber die Miete als Einkommen anrechnen auf meine Grundsicherung. Und weil ich nicht in dem Haus wohne, müsste ich dies so oder so verkaufen, oder? (Ich will nicht dort einziehen wegen Schwierigkeiten mit meinem Vater)

Die Frage, die sich mir stellt ist: Gibt es eine Möglichkeit, dass ich die Mieteinnahmen z.B. durch einen Vertrag mit meinem Bruder so regeln kann, dass das Amt mir dies nicht als Einkommen anrechnen kann und dass ich das Haus auch nicht verkaufen muss? Weil ich durch den Erbverzicht meines Bruders dann z.B. vertraglich daran gebunden wäre bezüglich Miete und nicht verkaufen dürfen.

Ich hoffe, ich konnte dies halbwegs verständlich erklären. Ich weiß echt nicht weiter :(

Vielen Dank im Vorraus!

Lieben Gruß

Jessy

Einkommensanrechnung, Erbe, Grundsicherung, Haus, Immobilien, Mietvertrag, Vermietung., Sozialrecht Grundsicherung
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Arbeitsrecht : ...erst ordentliche Kündigung (Widerspruch BR), dann 2 Wochen vor derern Ablauf fristlose ohne neuen Grund nachgeschoben, unwirksam?

Hallo die Damen und Herren,

Hintergrund : Der AG wurde in Annahmeverzug gesetzt, da keine arbeitsvertragskonforme Beschäftigung bzw. Stellenbeschreibung seit über 4 Monaten im Sachbearbeiter Level vorgelegt wurde, nur eben eine nicht konforme Stellenbeschreibung dessen Nichtannahme nun mit "unentschuldigtem Fehlen" zu 2 Abmahnungen unter Androhung der Kündigung führte, wo letzlich daraufhin erst die ordentliche, dann die außerordentliche, fristlose 18 Tage vor Ablauf der ordentlichen erfolgte.
Der Betiebsrat hatte der ordentlichen Kündigung widersprochen, auch einer Zahlung nach $102 Abs. 5 BetrVG im Rahmen des betriebsverfassungsrechtlichen Beschäftigungsanspruchs wurde nicht nachgekommen. Arbeitnehmer ist verheiratet, ein Kind, 53 Jahre, über 11 Jahre in der Firma, seit über 10 Jahren vorher nur gute Zeugnisse und keinerlei Beanstandungen geschweige denn Abmahnungen.

Wie verhält es sich nun, wenn der Arbeitgeber bereits ordentlich gekündigt und der Arbeitnehmer die Kündigung mit der Kündigungsschutzklage angegriffen hat. Darüber ist noch nicht entschieden, die erste Instanz folgt noch. Die Kündigungsfrist von 4 Monaten war noch nicht abgelaufen, da wurde 18 Tage vor Ablauf dieser eine fristlose Kündigung mit demselben Grund (wörtlich kopiert) nachgeschoben, ebenfalls wurde innerhalb der 3 Wochenfrist auch dazu eine Kündigungsschutzklage eingereicht.
Konnte jetzt der Arbeitgeber wirksam erneut kündigen ? Nachgeschoben und mit dem selben Grund ohne neue Gründe müsste so etwas doch gerade gut 2 Wochen vor Ablauf der ordentlichen Kündigung ausgeschlossen sein - oder ?

Wie verhält es sich mit Abmahnungen dazu, wo eine Kündigung angedroht wird und letztendlich dann daraufhin ausgesprochen wurde ?

Vermutlich wäre ein Arbeitgeber gut beraten, sich vor Ausspruch von zwei Abmahnungen zu überlegen, ob er das Arbeitsverhältnis tatsächlich fortsetzen oder doch lieber kündigen will. Möchte er kündigen wie es ja scheinbar auch beabsichtigt war, so sollte er auf die Abmahnung wegen dieses Vorfalls eigentlich gänzlich verzichten, da er das Kündigungsrecht damit verbraucht hat. Wenn er also in der Abmahnung die Kündigungserklärung androht, dass er sich also vorbehalten will, wegen desselben Vorfalls doch noch zu kündigen, müsste es doch unwirksam sein !?

Grund für die verhaltensbedingte Kündigung ist die Tatsache, dass ich den AG in Annahmeverzug setzte, er mir eine nicht arbeitsvertragskonforme Stellenbeschreibung zukommen ließ, die ich begründet nicht annahm und er daraufhin wegen "unentschuldigten Fehlens" abmahnte.

Es sollte nochmals erwähnt werden, dass der BR bereits der ordentlichen Kündigung ordnungsgemäß widersprach. Meine Betriebszugehörigkeit ist über 11 Jahre und vorher - über 10 Jahre - gab es nie Abmahnungen.

Eine Einschätzung ihrerseits wäre wünschenswert.

Vielen Dank.

arbeitsrecht, Kündigung
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Gemeinschaftskonto soll nur von mir weitergeführt werden , wie am besten in die Wege leiten ?

Guten Tag zusammen, folgende Situation so kurz wie möglich gefasst :

Vor rund 20 Jahren haben meine Eltern Eigentum erworben. Sie haben damals ein "Hauskonto" eingerichtet. Hier zahlen meine Eltern wie auch mein Bruder und ich monatlich eine Summe quasi als Sparkonto für eigene Nöte wie auch größere Belange im und ums schon ältere Haus. Als einzige Abbuchungen erfolgen die üblichen Nebenkosten wie Wasser und Strom und Grundsteuer. Das Konto läuft auf den Namen meines Bruders und auf meinen eigenen. Wir nutzten es bisher nicht, haben weder Einsicht noch EC Karten. Meine Mutter hat die Vollmacht über dieses Konto. Nun traf ich vor ein paar Tagen den Leiter unserer "Dorfbank". Wir kennen uns schon sehr lange und schon lange gibt es bei meinem Bruder finanzielle Probleme bis aktuell leider zu mehreren negativen SCHUFA Einträgen. Der Herr sagte zu mir , dass es ja tragisch für mich wäre. Da ich mit meinem Bruder dieses Konto offiziell führe , würden seine Angelegenheiten auch meine Bonität herabsetzen. Wie kann das denn sein ? Das Konto steht weder in den roten Zahlen noch wird es aktiv von mir oder meinen Bruder genutzt. Habe dann gefragt , ob mein Bruder am besten aus dem Konto raus sollte und er meinte , das wäre nicht so einfach wenn nur eine Person aus dem Konto aussteigen will und eine Dritte noch die Vollmacht besitzt. ? Also Familien mäßig haben wir keine Probleme damit daher wundern und beunruhigen mich seine Aussagen sehr. Kann jemand Licht ins Dunkle bringen ?

Vielen Dank im voraus 😊

Schufa, Gemeinschaftskonto, Girokontoauflösung
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Mit "Friseurleistung unzufrieden, welche Rechte habe ich?

Hallo,

ich habe mir vor genau 2 Wochen eine Haarverlängerung machen lassen. Allerdings nicht beim Friseur sondern bei jemanden anderm ( Gewerbe ist aber angemeldet).

Ich war vorher zur Beratung bei Ihr und dann wurden die Haare bestellt. Vereinbart war 100% Echthaar in meinem Haarton. Dazu wurde die Häfte angezahlt ( darüber habe ich einen schriftlichen Nachweis, sowie die Überweisungsunterlagen).

Bei der Einarbeitung fühlen sich die Haare merkwürdig an und rochen auch komisch. Mir wurde versichert das sei normal und legt sich nach dem ersten waschen. Ebenfalls wurde mir versichert ich kann mit den Haaren alles machen , auch färben, da ja Echthaar. 

Folgendes Problem nun: Die Haare haben nicht meine Farbe, lassen sich aber nicht Färben. Von einem unabhängigen Friseur wurde mir bestätigt, dass es kein 100%iges Echthaar sei, deshalb nehmen Sie keine Farbe an und krisseln beim glätten.

Das habe ich antüröich sofort rekalmiert (schriftlich) und ssie hat es beim Hersteller reklamiert.

Desweitern wurde mir von dem unabhängigen Friseur gesagt, dass sie nich ordentlich eingearbeitet wurden. Auch das habe ich schriftlich bemängelt.

Nun kommt hinzu das mir immer mehr Strähnen ausfallen und dort auch noch meine eigenen Haare wie abgebrochen dranhängen.

Bisher weigert Sie sich mir das gezahlte Geld zurück zu geben. Ich habe leider auch keine Quittung über die zweite Hälfte der Zahlung. Diese erfolge bar, nach erbrachter Leistung. Ich habe jetzt noch einen Termin bei Ihr. Kann ich Sie kostenlos entfernen lassen bevor noch mehr Haare abbrechen und kann ich mein Geld zurück fordern?

Welche Möglichekiten habe ich jetzt und wie gehe ich am Besten vor?

Vielen Dank.

Leistung, friseurhandwerk
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Pflichtteil unterschlagen?

In einer Familie mit drei Kindern haben die Eltern ein gemeinsames Testament gemacht, sich zu Alleinerben erklärt und das Nacherbe so geregelt, dass zwei Kinder nach Ableben des Längerlebenden etwas weniger als der Pflichtteil bekommen. Der Dritte den Rest. Der länger Lebende kann das Testament aber ändern.

Vater stirbt. Nach Absprache mit dem Steuerberater der Mutter und der Mutter hat einer der beiden Minimalerben den Pflichtteil (also 1/12; sie lebten in Gütergemeinschaft) eingefordert und bekommen. Weil der Erbteil der anderen aus etwas Geld und einigen Wohnungen bestand, von deren Miete die Mutter leben wollte - in Wirklichkeit auch aus Nettigkeit - hat sie es nicht gemacht.

Acht Jahre später trifft man sich beim Notar, weil die Mutter nicht nochmals ein Pflichtteilthema haben möchte. Es wird eine Summe vereinbart und die beiden Minimalerben sollten auf ihren Pflichtteil verzichten. Weil in der Pflichtteilsvereinbarung die Wohnungen nicht enthalten sind, gibt es beim Notar eine Diskussion darüber, wie das denn sein kann. Die Mutter erklärt, dass die Wohnungen (Vaterteil der Tochter, die keinen Pflichtteil einforderte) ja erst bei Ihrem Ableben an die Tochter gehen sollen natürlich ihr zustehen! Mit dieser vor den drei Kindern und dem Notar getroffenen Aussage, die natürlich auch alle, die nicht lügen wollen bezeugen können (sicher die Erben), unterschreibt die Tochter den Pflichtteilsverzicht.

Zwei Jahre später überschreibt die Oma die Wohnungen an ein paar Enkel. Nebenbei bei dem Notar, der auch den Pflichtteilsverzicht beurkundete. Weil das Ganze noch sehr frisch ist, kann es sein, dass sie auch nur ihr Testament geändert hat. Die, die dabei waren, sagen entweder nichts (Enkel) oder wissen es nicht so genau (Oma).

Darf ein Notar mit einer Klientin insofern gemeinsame Sache machen, als dass er bei einem Pflichtteilsverzicht gut 3/4 des Erbes "vergisst", die Mutter reden lässt und nicht auf die Rechtsfolgen hinweist?

Gibt es ein Gesetz oder eine andere Handhabe, durch das die sich beim Pflichtteilsverzicht um ihren Pflichtteil betrogen fühlende Erbin gegen die Mutter, vielleicht auch den Notar vorgehen kann?

Es geht mir nicht darum, dass jeder mit seinem Erbe machen kann, was er will (irgendwie war das ja auch beim gemeinsamen Erbe vorgesehen) oder ob Pflichtteile gerecht sind. Es geht mir nur darum, ob bei einem Vertrag, der Schriftform erfordert, beim Notar gelogen und betrogen werden kann und der Betrogene keine Chance hat, sich zu wehren.

Erbe, erbrecht, notar, Pflichtteil, Betrug oder nicht
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