Pflichtteil einfordern? - wird dann das hinterlegte Testament ungültig??

Hallo,

ich habe eine wichtige Frage. Die Eltern haben ein Testament beim Notar vor über 20 Jahren hinterlegt. Sie haben  festgelegt, dass wir Kinder erst nach dem Ableben beider Elternteile erben. Wenn beide Elternteile verstorben sind, soll das Erbe aufgeteilt werden. Danach werden 4 Häuser aufgeteilt, die zu dem damaligen Zeitpunkt nicht viel an Wert darstellten. So wurde dem einen Erben 3 Häuser und dem anderen eines vererbt. Dieses Testament wurde durch Zufall entdeckt. Wir Erben wussten davon nichts. Auf das Testament angesprochen, reagierten die Eltern sehr verwundert und meinten, dass das schon so lange her wäre. Beide Eltern fanden die Aufteilung nicht mehr gerecht und meinten, dass sie das so nicht wollten. 2 der 3 Häuser haben eine sehr gr. Wert Steigerung erhalten, da in diesen viel Geld investiert wurde. Es wurde in einem der beiden Häuser im Dachgeschoss ein Bad installiert, vorher war oben kein sanitärer Raum. Im 1ten Geschoss wurde das Bad komplett neu gemacht. In dem anderen Haus wurde sehr vieles neu investiert, da die Eltern dort selbst eingezogen sind. Hier wurden die Türen, das Bad, der Garten, die Garage uvm. neu gemacht. Dadurch sind diese beiden Häuser enorm an Wert gestiegen. Damals dachten die Eltern, dass die Aufteilung 3 zu 1 gerecht wäre. Dies fanden beide nicht mehr. Leider ist bevor eine Änderung herbeigeführt wurde, ein Elternteil verstorben. Ich habe allerdings per Handy die Einwände gefilmt, da im Gespräch mir klar war, dass dies vielleicht wichtig für mich sein wird. Habe leider nicht vorher die Eltern darüber informiert, dass das ganze aufgezeichnet wird. Was kann ich tun? Was passiert mit dem Testament, wenn ich meinen Pflichtteil einfordere? Wird das Testament dann ungültig? Mein Bruder möchte natürlich das das Testament seine Gültigkeit behält, da es ja zu seinen Gunsten ist.

Noch eines ist wichtig. Mein Vater hat zu Lebzeiten und in der Ehe mit meiner Mutter zwei außereheliche Kinder gezeugt. Ich selbst wusste nichts davon, mir wurde es erst vor kurzem gesagt. Wie sieht es aus. Wie erfahren diese, dass der Erzeuger, mein Vater gestorben ist. Auch denen steht ja ein Pflichtteil zu. Wie hoch ist dieser? Anscheinend wurden die zwei weiteren Kinder nicht benannt. Auch ich kenne sie nicht, auch nicht deren Namen. Meine Mutter hat diese nicht angegeben, als jemand von der Stadt da war. So wurden nur wir zwei als Erbberechtigt mit meiner Mutter aufgenommen. Ist das nicht mitteilungspflichtig?

Herzlichen Dank, mit freundlichem Gruß

Claudia

erbrecht
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Betriebskostenabrechnung 2019 materiell falsch?

Hallo zusammen!

Folgende Sachlage:

Die Abrechnung für das Betriebsjahr 2019 wurde zugestellt und von mir bemängelt, weil die jährliche Thermenwartung (Therme in jeder einzelnen Wohnung) plötzlich um mehr als 100% teurer geworden ist und jetzt statt ca.94 € ganze 180,82 € abgerechnet worden sind. Grund dafür ist, das der Handwerker komplettes Wartungsset, das aus 8 unterschiedlichen Dichtungen besteht, in Rechnung gestellt hat obgleich er nur eine einzige getauscht hat. Die tatsächlich verwendete Dichtung wäre im im Großhandel für unter 15,-€ zu haben gewesen (Foto)

Zudem bezweifle ich die Notwendigkeit, diese Dichtung zu tauschen - die Therme wurde 6/2018 erneuert; in den 20 Jahren zuvor mußte allerdings nie eine Dichtung ersetzt werden.

Frage hierzu: Muss ich diese Dichtungen, die nicht notwendig waren und auch nicht verwendet wurden, mit der Betriebskostenabrechnung mitbezahlen?

Weiter kommen Filterwechsel /Wartung für Wärmetauscher auf die

Betriebskostenabrechnung, obwohl die Wärmetauscher überhaupt nicht in Betrieb sind. Der Vermieter nun hat über Haus&Grund angegeben, er würde aus wirtschaftlichen Gründen 1x jährlich die Wärmetauscher warten lassen/Filter tauschen lassen, jedoch gibt der Hersteller bei Dauerbetrieb einen Wartungsintervall von 6 Monaten vor. Ausserdem würde der Wärmetauscher dauerhaft eine rote LED leuchten lassen, wenn der Filter unbedingt gewechselt werden müßte. Darauf habe ich den Vermieter hingewiesen, doch will er sich auf nichts einlassen. Zudem ist eine Stosslüftung sowieso notwendig und dabei effektiver, zudem hat man im Hintergrund nicht das störende Motorengeräusch.

Mittlerweile habe ich ihn bereits 3x aufgefordert, die offensichtlich materiell fehlerhafte Betriebskostenabrechnung doch endlich zu korrigieren. Er hatte in einem anderen Schreiben erklärt, er würde bei der nächsten fälligen Wartung den Handwerksbetrieb auffordern, nur das abzurechnen, was auch tatsächlich an Material benötigt wird.

Meine Betriebskostenrechnung sieht also wie folgt aus:

180,82 € für die Thermenwartung, die seit 2011 - seit dem haben wir diesen Vermieter - und 30,- € für die Wartung/Filteraustausch der Wärmetauscher, die nicht in Betrieb sind.

Muss ich eine Thermenwartung, die nicht notwendig war, tatsächlich zahlen?

Aus den ganzen Urteilen zum Mietrecht in diesem speziellen Fall werde ich ehrlich gesagt nicht mehr ganz schlau, weil gerichte in ersten Instanzen Pro Mieter entschieden haben, der BGH das aber gekippt hat und Pro Vermieter entscheiden hat.

Der Vermieter versucht gerade den Spieß umzudrehen und verlangt mit Frist von 10 Tagen die Überweisung der vollen Nachzahlungssumme, ansonsten würde ich säumig und er müßte die Forderung einklagen.

Was kann ich tatsächlich noch machen - ausser natürlich die Nachzahlung auf Vorbehalt zu leisten - um zu einer anständigen Betriebskostenabrechnung zu kommen?

Danke schon mal im voraus

Betriebskostenabrechnung 2019 materiell falsch?
Betriebskostenabrechnung
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Weiterbewilligung ALG II abgelehnt, Kinderzuschlag + Wohngeld beantragen?

Hallo an alle zusammen.

Ich bin gerade etwas am verzweifeln.

Unser Weiterbewilligungsantrag für ALG II wurde abgelehnt, mit der Begründung wir können unseren Lebensunterhalt durch vorrangige Leistungen (Wohngeld, Kinderzuschlag) bestreiten.

Ich muss dazu sagen, mein Lebensgefährte und ich sind bereits seit länger Zeit krankgeschrieben und gesundheitlich eingeschränkt.

Nun fällt durch die Ablehnung auch unsere Krankenversicherung weg und ich stehe mit 3 Kindern da. Leider bin ich aber auf ärztliche Hilfe angewiesen und benötige die Krankenversicherung.

Ich habe mich bereits bei der Krankenkasse informiert, es bleibt nur die "freiwillige" GKV, die mich im Monat knapp 190€ kosten soll.

Nun ist der Antrag bei der Familienkasse und bei der Wohngeldstelle auch nicht von heute auf morgen bearbeitet, so dass wir momentan von Krankengeld und Kindergeld leben. (Mietzahlung, Strom, etc gestaltet sich sehr schwierig)

Laut Jobcenter bekommen wir angeblich 220€ Kinderzuschlag, Wohngeld kann ich ja noch nicht sagen, wird aber bestimmt auch nicht die Welt sein.

ALGII Aufstockung lag bei etwa 500€.

Wenn ich nun aber die Krankenversicherung und Kita-Essen allein bezahlen muss, liege ich doch wieder unterhalb des ALGII Satzes!?

Widerspruch habe ich natürlich eingelegt, da ich vermute, dass die Ablehnung eher mit der Krankschreibung zu tun hat, sprich ich lt. Paragraph 7 nicht erwerbsfähig bin. (wurde u.a. mit diesem Paragraphen begründet, nicht hilfsbedürftig)

Kann mir hier irgendjemand weiterhelfen, ob das alles so rechtens ist? Und ggf raten was ich ausser dem Widerspruch und den Anträgen bei den anderen Stellen tun kann?

Weiß evtl. auch jemand, ob ich mit einer Gesundschreibung (nur wegen des Amtes, obwohl mein Gesundheitszustand etwas anderes sagt) wieder beim Jobcenter gemeldet bin?

Ich danke schon einmal für entsprechende Antworten.

LG

ALG II, Hartz IV, jobcenter
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Angegebener Regelsparbetrag ist höher als der bezahlte Beitrag?

Ich bezahle seit dem 09.2014 einen Sparbeitrag von 287,50€ / Monat für meinen Schwäbisch Hall Bausparvertrag mit Bausparsumme von 115'000€ ein. Der Regelsparbeitrag ist von der Schwäbisch Hall mit 575€ / Monat angegeben... Ich habe im Vertrag noch eine 5%tige Sonderbesparungungsmöglichkeit (5'750€/Jahr) eingeräumt.

Nun habe ich im Dezember 2019 eine Sonderbesparung von 9'000€ vorgenommen. Diese bestand aus der Sonderbesparungs-Summe von den erwähnten 5750€/Jahr und den restlichen 287,50€/Monat bis zum erreichen des Regelsparbeitrags von 575€/Monat gerechnet gewesen...

Nun hat die Schwäbisch Hall mir im Februar 3250€ wieder zurücküberwiesen. Die Begründung war, dass ich die 5%tige Sonderbesparung pro Jahr von Max. 5'750€/Jahr überschritten hätte...

Nun meine Frage:

Kann die Schwäbisch Hall die Differenzzahlung vom bis jetzt realen Sparbeitrag bis zum angegebenen Regelsparbeitrag verweigern? Ich dachte, bis zum Regelsparbeitrag kann ich immer bezahlen...

Nur wenn ich vom festgelegten Beitrag weniger bezahlen möchte, braucht es natürlich eine Zustimmung seitens Bausparkasse... Genauso wenn ich über dem Regelsparbeitrag bezahlen möchte geht das wohl nicht, weil dies dann eine verfrühte Zuteilung mit sich bringen würde.

Wie gesagt, ich möchte nun nur die Differenz zum Regelsparbeitrag auffüllen... Kann mir dazu jemand fundierte Auskunft geben, warum das geht oder eben nicht gehen soll...

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