Wohnen in Neuseeland, arbeiten in Deutschland, was ist besser als Freiberufler oder Angestellter behandelt zu werden?

Ich habe evtl. die Moeglichkeit Arbeit fuer eine deutsche Firma von Neuseeland aus zu verrichten. Neuseeland und Deutschland haben ein DBA. Ich habe nicht vor in absehbarer Zeit nach Deutschland zu ziehen und lebe hier schon seit einigen Jahren, habe also meinen staendigen Wohnsitz in Neuseeland, bin aber Deutsche Staatsangehoerige. Nun habe ich ein paar Fragen:

  • Werden mir in diesem Fall Deutschland Steuern automatisch abgezogen?
  • Wenn ja, kann ich etwas dagegen tun (z.B. ein Formular ausfuellen)?
  • Wenn ja, und ich kann nichts dagegen tun (s.o.), wie hoch sind die zu zahlenden Steuern und muss/kann ich in D eine Steuererklaerung abgeben?
  • Gibt es einen stuerlichen Unterschied, wenn ich als Freiberufler oder Angestellter arbeite und was ist sinnvoller, wenn ein Unterschied besteht?
  • Macht es evtl. Sinn eine Firma aus steuerlichen Gruenden in D zu gruenden statt als Freiberufler oder Angestellter zu arbeiten?

Vielleicht kann mir jemand in einfachem Deutsch einen kurzen Rat geben, denn ich habe im Internet recherchiert und da war von Abgeltungswirkung, Veranlagung etc. die Rede und das sagt mir leider ueberhaupt nichts.

Es waere gut, wenn auch kurz angemerkt wuerde, ob die Loesung/en fuer meinen Arbeitgeben auch gut ist oder nicht, denn ich moechte, dass eine Win-Win Regelung gibt, um eine Entscheidung zu treffen.

Vielen herzlichen Dank im Voraus.

Ausland, Freiberufler, Steuern, Angestellte
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Nutzung Privat-KFZ für Fahrten zum Kunden + Mobilitätspauschale des Arbeitgebers - Versteuerung?

Folgender Sachverhalt:

Ich arbeite im Außendienst und fahre jährlich ca. 30tkm. Davon sind 18tkm privat und 12tkm geschäftlich -> Fahrten zum Kunden.

Zusätzlich zu meinem Bruttogehalt erhalte ich eine "Mobilitätspauschale" in Höhe von 900 Euro pro Monat von meinem Arbeitgeber. Diese Mobilitätspauschale wird automatisch jeden Monat komplett versteuert.

Ich habe vor kurzem meine Steuererklärung für 2017 abgegeben und erhielt die Nachricht vom Finanzamt, dass die Fahrtkosten/Dienstreisen in Höhe von 30cent/km (12tkm0,3cent = 3600 Euro) nicht anerkannt werden, da die Leistungen des Arbeitgebers (meine Mobilitätspauschale in Höhe von 900 Euro) gegen gerechnet werden.

Sprich (Beispielrechnung):

  • Bruttogehalt: 5100 Euro
  • Mobilitätspauschale: 900 Euro
  • Gesamt Brutto: 6000 Euro

Meine Frage:

Ist die Aussage des FA korrekt oder ist es nicht so, dass ich ein Anrecht auf die Werbungskosten habe, da ich die Mobilitätspauschale des Arbeitgebers bereits versteuere? Es heißt doch "Leistet der Arbeitgeber an den Arbeitnehmer für die Benutzung seines Privatfahrzeugs für betriebliche Fahrten eine pauschale Vergütung für einen bestimmten Zeitraum, so handelt es sich hierbei stets um steuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitslohn. Dies gilt insbesondere, wenn bei der Erstattung weder die Anzahl noch die Fahrstrecken der tatsächlich ausgeführten Fahrten berücksichtigt werden."

Besten Dank & VG,

Johannes

Steuern, Kilometergeld, Pauschale
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Suchmaschinen-Auswerter, Gewerbe anmelden?

Guten Tag,

Ich bin zur Zeit auf der Suche nach einem Job, da bin ich auf ein Jobangebot gestoßen, bei dem ich als independent contractor arbeiten würde, also als freier/unabhängiger Arbeitnehmer. Ich darf mir meine Zeiten einteilen, wie ich möchte, aber mind. 10 Std. pro Woche. Da ich zur Zeit ausbildungssuchend bin, bzw. meine Wartesemester für mein Studium sammele, käme die Gelegenheit sehr gut. Ich muss bei meiner Tätigkeit Suchmaschinenergebnisse auswerten, aber auch Webseiten auf Expertise, Authorität und Vertrauenswürdigkeit überprüfen (Internetrecherche). Die Firma liegt übrigens in Amerika.

Soweit, wie ich es verstanden habe, müsste ich dafür ein Gewerbe anmelden, da ich selbständig und gewerblich handle. Es ist keine freiberufliche Tätigkeit. Ich werde auf jeden Fall unter 400€ im Monat bleiben, damit bleibe ich weiterhin familienversichert und auch Steuern würden nicht auf mich zukommen, oder? Ich bleibe ja unter 9.000 Euro (Steuerlicher Freibetrag, Einkommensteuer) , sowie bei der Gewerbesteuer und Umsatzsteuer (Kleinunternehmer-Regelung, 17.500€).

Somit zu meinen Fragen. Muss ich ein Gewerbe anmelden? Wenn ja, welche Form des Gewerbes (nicht eingetragenes Einzelunternehmen?)? Welche Klassifizierung passt am ehesten (Ich würde auf 63.99.0 tippen, das wäre dann "Erbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen")? Gäbe es vielleicht Probleme mit einer Scheinselbständigkeit? Wenn ja, was könnte passieren?

Finanzamt, Gewerbe, Gewerbeanmeldung, Steuern
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Risiken bei Anschlussfinanzierung der Eigentumswohnung?

Ich habe vor einigen Jahren mit meinem Bruder einen Teil der Eigentumswohnung meiner Eltern übertragen bekommen und im Grundbuch eingetragen (ich und mein Bruder haben jeweils 45 Prozent, meine Eltern zusammen 10 Prozent). Der Hintergrund war, dass wir somit später keine Erbschaftssteuer zahlen müssen.

Meine Eltern leben in der Wohnung, wir nicht. Es war damals auch klar vereinbart, dass ich an keinerlei Krediten oder Folgefinanzierungen beteiligt sein möchte.

Nun haben meine Eltern mir eröffnet, dass ich als Miteigentümerin mit unterschreiben muss, wenn es um eine Anschlussfinanzierung geht. Den eine Kreditausfallversicherung erhalten meine Eltern in ihrem Alter nicht mehr. Alle Eigentümer müssten mitunterzeichnen.

Laut der Bank, würden wir mit meinem Bruder nicht haften aber wären Ansprechpartner, wenn meine Eltern ihre Raten nicht mehr bezahlen könnten. Uns würde man die Frage dann stellen, ob wir a) den Kredit übernehmen oder b) die Wohnung verkaufen und somit die Schulden bei der Bank tilgen.

Ich sehe hier an sich das Risiko, dass die Wohnung plötzlich im Wert sinkt (Immobilienblase platzt?), und dann die offene Summe ggü. der Bank nicht mehr beglichen werden könnte.

Der aktuelle geschätzte Wert der Wohnung liegt bei 420.000 €, offen sind etwa 140.000 €.

Wie hoch schätzt ihr hier ein Risiko ein und was gibt es für mich zu beachten, wenn ich mich an einer Folgefinanzierung beteilige?

Anschlussfinanzierung, Eigentumswohnung
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Beruflicher Umzug vor Beginn der neuen Tätigkeit steuerlich absetzbar?

Ich wohne und arbeite derzeit noch in Frankfurt. Habe den neuen Arbeitsvertrag im September unterschrieben, um am 01.01. des Folgejahres eine neue Stelle in München anzutreten. Die Wohnungssituation dort ist bekanntermassen prekär, wir sind aber froh, bereits im Oktober einen Mietvertrag dort für 200 EUR mehr als in Frankfurt unterschrieben zu haben. Dieser beginnt allerdings bereits zum 01.11., also 2 Monate vor Aufnahme der Tätigkeit. Um diesen sauren Apfel etwas zu versüssen, versuche ich mich um Schadensbegrenzung, hoffe also bei meiner Flexibilität möglichst hohe Beträge steuerlich geltend machen zu können.

Immerhin kann ich, so der Plan, meinen Resturlaub im Dezember (O, Du Fröhlicheheee) für einen entspannten (?) Umzug nutzen.

Nur hier die Fragen:

Wie erkläre ich das dem Finanzamt, dass ich bereits vorher, aber wegen der neuen Stelle ugezogen bin, damit sie das auch anerkennt (Ist ja Steurereklärung des Jahres des Umzug, wobei der neue Job im darauffolgenden Finanzjahr ist!?). Bisher habe ich nur Fälle gefunden, wo der Umzug, und der dann noch kompliziertere Familiennachzug immer erst NACH dem Beginn der neuen Arbeitstätigkeit stattgefunden hat?!

Lieber Doppelte Haushaltsführung? Oder lieber die Mietkosten komplett absetzen (wie ich verstehe dann ohne Haushaltsführung?) Wann müsste ich dann idealerweise umziehen (Haupt- oder Nebenwohnsitz zunächst in München) und wann meine Familie?

Idealerweise noch zu berücksichtigen dass die Kfz-Versicherungen in München nch erhelblich teurer sind, die bei Ummeldung mit Hauptwohnsitz München wohl ab diesem Zeitpunkt auch schon zu Buche schlügen?

Vielen herzlichen Dank für alle sachdienlichen Hinweise!

Umzugskosten
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