Hab meinen Sohn mit ins Grundbuch eintragen lassen, er wohnt aber nicht mit im Haus. Nun verlangt er 400 € Miete für seine Wohnung von mir. Was soll ich tun?

4 Antworten

Du hast Deinem Sohn anscheinend einen Teil an der Immobilie geschenkt. Das entnehme ich aus:

  Hab meinen Sohn mit ins Grundbuch eintragen lassen, 

Wenn Du das nicht mit einem lebenslangen Wohnrecht verbunden hast, dann hat er das Recht auf die Früchte aus seinem Eigentum.

Du kannst wegen dieser Forderung eventuell gem. § 530 Abs. 1 BGB Deine Schenkung zurückfordern, weil die Forderung nach Miete unter Umständen grober Undank sein könnte.

Ich halte das für möglich, aber das mögen die Volljuristen entscheiden. 

nein, es wurde ihm kein lebenslanges Wohnrecht eingräumt!

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@klianixe

Nein, umgekehrt, als Gegenleistung für die Schenkung an ihn, Wohnrecht für Dich.

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Anbetracht dessen, dass (mal wieder) keine Antworten auf die gestellten Nachfragen kommen, spekuliere ich mal mit der Formulierung der Ausgangsfrage...

für seine Wohnung

legt die Folgerng nahe, dass es im Haus mehrere Wohnungen gibt, von denen ebendiese für den Sohn vorgesehen ist.

Was hindert Dich dann daran, die Nutzung dieser Räumlichkeiten einzustellen und stattdessen eine Beteiligung an den gemeinsamen Hauskosten z fordern?

Offenbar war hier mal wieder ein Notar sein Geld nicht wert.

Leider hast Du die näheren Umstände Deine "Wohltat" nicht unter "Weitere Details hinzufügen" erläutert. Diese könnten nämlich für eine angemessene Antwortfindung ausschlaggebend sein.

Daher will ich ein anderes Extrem Deiner Möglichkeiten erwähnen: Du könntest Deinem Sohn androhen, das Haus zu verkaufen und zwar per Teilungsversteigerung. Jeder Teileigentümer hat das Recht, auf diese Weise den Verkauf durchzusetzen. Aber sicherlich ist dies die letzte Stufe der möglichen Eskalation. Versuche erstmal die anderen vorgeschlagenen Varianten:-)


Dieser Vorschlag ist die sicherste Methode Geld zu vernichten.

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@Snooopy155

Snooopy155, ich habe von einem Extrem der Möglichkeiten und der letzten Stufe der Eskalation geschrieben. Und dann kommt es auf Geld nicht mehr unbedingt an;-)

Aber vielleicht bringt gerade solche Überlegung die Parteien wieder zusammen. Mangels Details wissen wir leider nicht, wie die ticken.

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Wohnrecht für Lebenspartner mit Grundbucheintrag, reicht das?

Nach dem Tod meines Mannes vor 20 Jahren haben drei der vier Kinder meines Mannes aus erster Ehe ihre Pflichtteile beansprucht und von mir erhalten. Unser gemeinsames Testament sieht vor, dass das Kind, das seinen Pflichtteil nach dem Tod des Vaters verlangt, nach meinem Ableben keinen weiteren Anspruch auf ein Erbe hat. Nun verbleibt ja noch das vierte Kind, das quasi das erbt was ich hinterlasse bzw.. übrig lasse. Das sogenannte Vermögen besteht momentan aus einem mit meinem verstorbenen Mann gebauten Haus, in dem ich noch immer lebe, seit nunmehr 12 Jahren mit meinem neuen Lebenspartner.

Ich möchte nun gewährleisten, das nach meinem Ableben mein Lebenspartner auf jeden Fall in dem Haus bis zu seinem Tode kostenfrei (mietfrei) wohnen bleiben kann, also Haus, Möbel, Garten usw. nutzen kann. Habe ihm vorsorglich lebenslanges Wohnrecht ins Grundbuch eintragen lassen und ein entsprechendes handschriftliches Testament verfasst. Es soll also so sein, dass zwar das vierte Kind Schlusserbe ist, jedoch mein Lebenspartner (70) lebenslang in meinem Haus wohnen bleiben kann, ohne dass irgendwelche Forderungen seitens des Erben gegen ihn entstehen können. Kann die Erbin ihn irgendwie zwingen, das Haus zu verlassen, weil sie es ja weder nutzen noch verkaufen kann? Zweite Frage,: hat mein Lebenspartner Forderungen seitens des Finanzamts (Erbschaftssteuer) zu erwarten? Wie formuliere ich mein Testament richtig, dass mein Partner im Haus ohne Probleme wohnen bleiben kann?

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