Welcher Ausgleich für zu Hause geladenen Firmenwagen?

Arbeitnehmer hat einen Hybrid als Firmenwagen. Der Arbeitgeber trägt laut Überlassungsvertrag alle Kosten. "Üblicherweise" nicht eingeschlossen sind private Parkgebühren und Straßenbenutzungsgebühren bei Auslandsandsfahrten. Trotzdem gibt es keine Betriebsvereinbarung, in der das steht.

Im Leasingvertrag sind z. B. auch Parkgebühren bei betrieblichen Fahrten nicht enthalten. Alles andere (tanken, auch gebührenpflichtiges Laden in Europa) wird über spezielle Karten mit der Leasingfirma abgerechnet. Daran hat sich der Arbeitnehmer gewöhnt, als er noch einen Diesel hatte.

Nun hat er einen Hybrid und kann das Auto zu Hause, nicht aber in der Arbeit "tanken", also an seine Steckdose anstecken, was ihm umsonst, da er dann Betriebskosten übernimmt, ungerecht vorkommt.

Kann man den Überlassungsvertrag dahingehend ändern, dass der Arbeitgeber alle Kosten übernimmt und der Arbeitnehmer das Auto zu Hause tankt? Es ist nicht einfach zu überwachen nur sinken erst dann die Betriebskosten (das ganze spielt innerhalb Münchens) merklich.

Die bisher nicht übernommenen Kosten liegen bei etwa 200 - 300 € im Jahr und das sollte auch finanziell passen nur: spielt das Finanzamt mit?

Der Verkauf von Strom an den Arbeitgeber wäre eine schlechte Alternative, weil der Arbeitnehmer dazu erst einmal einen Zähler anbringen (wer zahlt das?) und Rechnungen stellen müsste. Das würde zu steuerlichen Themen führen, die sich vielleicht vermeiden lassen.

Wäre es die Lösung, dass der Arbeitgeber als Ersatz alle Kosten übernimmt und das schriftlich zu vereinbaren? Oder braucht es das gar nicht. Dass nicht alle Kosten übernommen werden, ist eine betriebliche Übung, die man auch im beiderseitigen Einverständnis beenden könnte.

Einkommenssteuer, Lohnsteuer
1 Antwort
Optimales Einkommen bei Abfindung?

Meine Frau wird abgefunden. Die Abfindung von z. B. 200 T€ (die allzu exakten Zahlen darf ich nicht schreiben) soll idealerweise brutto wie netto vereinnahmt oder zumindest so günstig wie möglich besteuert werden.

Weil sie erst Anfang kommenden Jahres ausbezahlt wird, meine Frau in dem Jahr nichts verdienen wird (auch nichts von der Arbeitsagentur), ich mein Einkommen steuern kann (Sabbatical) und irgendwas um die 50.000 € sinnvolle zusätzliche Sonderausgaben möglich wären, was auch andere Einkünfte neutralisieren würde, ergibt sich die Frage, bei welchem Resteinkommen die Abfindung möglichst minimal besteuert würde.

Wir sind zusammen veranlagt. Ich dachte, man sorgt für ein Resteinkommen von minus 21.000€, dann kommen die 40.000 € drauf und es ergibt sich ein null an Steuern.

Nun gibt es da aber auch noch § 34 Abs. 1 Satz 3 EStG, der sagt: "Ist das verbleibende zu versteuernde Einkommen negativ und das zu versteuernde Einkommen positiv, so beträgt die Einkommensteuer das Fünffache der auf ein Fünftel des zu versteuernden Einkommens entfallenden Einkommensteuer."

... den ich leider nicht wirklich verstehe.

Konkrete Frage:

  1. Würde ein Resteinkommen (Sonderausgaben immer berücksichtigt) von minus 21.000
  2. würde ein Resteinkommen von minus 45.000 oder
  3. würde ein positives Resteinkommen von unter 1.000 €

... zum steueroptimalen Ergebnis führen?

Zusatzfrage: Sind der Abgeltungssteuer unterliegende Kapitaleinkünfte in der Rechnung zu berücksichtigen oder nicht?

Abfindung, Einkommenssteuer, Steuern
2 Antworten
Pflichtteil unterschlagen?

In einer Familie mit drei Kindern haben die Eltern ein gemeinsames Testament gemacht, sich zu Alleinerben erklärt und das Nacherbe so geregelt, dass zwei Kinder nach Ableben des Längerlebenden etwas weniger als der Pflichtteil bekommen. Der Dritte den Rest. Der länger Lebende kann das Testament aber ändern.

Vater stirbt. Nach Absprache mit dem Steuerberater der Mutter und der Mutter hat einer der beiden Minimalerben den Pflichtteil (also 1/12; sie lebten in Gütergemeinschaft) eingefordert und bekommen. Weil der Erbteil der anderen aus etwas Geld und einigen Wohnungen bestand, von deren Miete die Mutter leben wollte - in Wirklichkeit auch aus Nettigkeit - hat sie es nicht gemacht.

Acht Jahre später trifft man sich beim Notar, weil die Mutter nicht nochmals ein Pflichtteilthema haben möchte. Es wird eine Summe vereinbart und die beiden Minimalerben sollten auf ihren Pflichtteil verzichten. Weil in der Pflichtteilsvereinbarung die Wohnungen nicht enthalten sind, gibt es beim Notar eine Diskussion darüber, wie das denn sein kann. Die Mutter erklärt, dass die Wohnungen (Vaterteil der Tochter, die keinen Pflichtteil einforderte) ja erst bei Ihrem Ableben an die Tochter gehen sollen natürlich ihr zustehen! Mit dieser vor den drei Kindern und dem Notar getroffenen Aussage, die natürlich auch alle, die nicht lügen wollen bezeugen können (sicher die Erben), unterschreibt die Tochter den Pflichtteilsverzicht.

Zwei Jahre später überschreibt die Oma die Wohnungen an ein paar Enkel. Nebenbei bei dem Notar, der auch den Pflichtteilsverzicht beurkundete. Weil das Ganze noch sehr frisch ist, kann es sein, dass sie auch nur ihr Testament geändert hat. Die, die dabei waren, sagen entweder nichts (Enkel) oder wissen es nicht so genau (Oma).

Darf ein Notar mit einer Klientin insofern gemeinsame Sache machen, als dass er bei einem Pflichtteilsverzicht gut 3/4 des Erbes "vergisst", die Mutter reden lässt und nicht auf die Rechtsfolgen hinweist?

Gibt es ein Gesetz oder eine andere Handhabe, durch das die sich beim Pflichtteilsverzicht um ihren Pflichtteil betrogen fühlende Erbin gegen die Mutter, vielleicht auch den Notar vorgehen kann?

Es geht mir nicht darum, dass jeder mit seinem Erbe machen kann, was er will (irgendwie war das ja auch beim gemeinsamen Erbe vorgesehen) oder ob Pflichtteile gerecht sind. Es geht mir nur darum, ob bei einem Vertrag, der Schriftform erfordert, beim Notar gelogen und betrogen werden kann und der Betrogene keine Chance hat, sich zu wehren.

Erbe, erbrecht, notar, Pflichtteil, Betrug oder nicht
6 Antworten
Ist es so schwer anzuerkennen, dass unser Steuersystem gerecht ist?

Die Frage des Rentners von gestern ...

https://www.finanzfrage.net/frage/mit-welcher-geldanlage-kann-ich-als-rentner-steuern-sparen?foundIn=recent_questions

...veranlasst mich dazu, hier zu fragen, ob es sich denn wirklich zum einen nicht rumspricht und zum anderen so schwer anzuerkennen ist, dass wir ein gerechtes Steuersystem haben.

Wie man es auch dreht und wendet, bis auf ein paar Miniausnahmen wie der fünf/fünftel-Methode bei Abfindungen, die aber auch nur beim richtigen Timing etwas bringt und der Abgeltungssteuer auf Kapitaleinkünfte (Abschaffung der Begünstigung auf Altbestände ab 1.1.2018) versteuert in D jeder das, was er verdient. Dass Reiche durch irgendwelche Modelle keine Steuer zahlen ist mehr als zehn Jahre her. Auch sonst zahlt jeder, der gut verdient, seine Steuer.

Dass manche noch irgendwas schwarz machen können liegt an ein paar ewig Gestrigen, die sich gegen die Abschaffung des Bargelds sträuben. Betrug gab es aber schon immer und hat keinen Einfluss auf die Gerechtigkeit des Steuersystems.

Wenn Unternehmen durch die Verlagerung des Firmensitzes Steuern sparen können, dürfte nur mit global vereinten Kräften etwas dagegen zu machen sein.

Ist eigentlich bekannt, dass auch durch das Eindämmen der Schlupflöcher seit 1989 nicht nur der Spitzensteuersatz von 56 auf 42 , sondern auch der Eingangssteuersatz von 22 auf 14 % zurückgehen konnte? Jeweils plus Soli aber der war auch schon mal höher und ich denke, er wird die nächste Legislaturperiode sicher nicht überstehen.

Die Sozialabgaben (gesamt) sind in der Zeit - vor allem durch die Einführung der Pflegeversicherung - um 3,05 % gestiegen. Die 1,5 % gleichen aber trotz Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze die 8 % Rückgang nicht aus.

Meinungen dazu würden mich interessieren.

einkommensteuer, Steuern
8 Antworten