Betrug vor Privatinsolvenz?

Sehr geehrte Damen und Herren, 

ich habe eine rießengroßes Problem... Seit ende August bin ich nicht mehr bei meinem alten Arbeitgeber beschäftigt. Um mein Dispo auszugleichen, welches bei der Kündigung bei knapp -8000 Euro lag, habe ich einen Kredit aufgenommen in Höhe von 17.500 (20.000 inkl Zinsen) aufgenommen. 

Hierbei habe ich verschwiegen, dass ich ab 01.09.2020 nicht mehr bei der Behörde tätig bin. Ich habe gehofft, dass ich bis dahin was neues finde, was nicht der Fall war... In der Zeit seit August habe ich auch kein ALG 1 oder ALG 2 bezogen, da ich keinen Anspruch auf ALG 1 hatte (Beamter) und das ALG 2 zurück zahlen musste (da entlassung auf "eigenen Wunsch", was nur halb stimmt, da ich die Probezeit nicht bestanden habe, und die Behörde mich sowieso gekündigt hätte. Die Behörde hat mir das "Angebot gemacht" dass ich selber um meine Entlassung bitte .Im Nachhinein war das ein riesen Fehler von mir...).

Nun ist der Ende des Monats da, ich habe kein Geld mehr auf dem Konto und für Januar stehen Fixkosten in höhe von knapp 2000 Euro an...Ich habe noch die Private KV und einen alten Kredit offen, welche alleine 1000 Euro ausmachen... Mir wurde geraten ein neues Girokonto zu eröffnen und dieses in ein P-Konto umzuwandeln, in Vorbereitung auf die Privatinsolvenz. 

Das große Problem ist: Falls mein Betrug bei dem 20.000 Euro Kredit rauskommt, ist diese Summe von der Restschuldbefreiung ausgeschlossen...Dann wäre die Privatinsolvenz hinfällig...Ein anderes Problem ist, dass ich dummerweise vor einigen Tagen in meiner Verzweiflung wieder mit der alten Gehaltsabrechnung mehrere Kredite beantragt habe, wobei einer nach Video Legitimation auch gewilligt wurde. Am selben Abend fiel mir auf, wie dumm das von mir war. Ich habe direkt eine Email mit Widerrufung an alle Banken und Vermittler versendet.

Gestern kam die Email von einem Vermittler, dass der Kredit von einer Bank ausgezahlt wurde. Der Betrag ist allerdings nicht auf meinem Konto und ich werde ihn direkt zurück überweisen falls es ankommt...Falls mir jemand einen Ratschlag geben könnte, wie ich aus meiner katastrophalen Lage rauskomme, wäre ich sehr dankbar...Da ich alleine lebe kommen mir die schlimmsten Gedanken in den Kopf, wie ich der Misere ein Ende setzen kann...So weit soll es nicht kommen... :(

Vielen Dank und Liebe Grüße

Anwalt, Bank, betrug, Kredit, Privatinsolvenz
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Immobilienerwerb trotz Insolvenz des Ehepartners?

Hallo zusammen,

ich wollte diese Plattform für eine Frage benutzen um eventuell Tipps oder Erfahrungen von ebenfalls betroffenen zu sammeln, oder um eine gute Idee aufzuschnappen. Folgende Situation, meine Frau und ich haben 2014 geheiratet, kurz „vor“ der Ehe hatte meine Frau PrivatInsolvenz angemeldet. Im April können wir durch gewisse Zahlungen jetzt nach 6 Jahren vorzeitig die Insolvenz „beenden“, Sie würde allerdings weiterhin noch 3 Jahre in der Schufa stehen. Meine Situation sieht so aus, dass ich einen Schufa Score von 98 habe und gerne eine Immobilie für uns kaufen würde. Bei der Bank führte allerdings ein Kreditantrag aufgrund meiner Frau zur Ablehnung, da wir in der Zugewinngemeinschaft leben. Ich würde also wahrscheinlich, einen Ehevertrag benötigen, mich würde interessieren, ob jemand hiermit Erfahrungen hat und sagen kann ob es dann sicherlich klappen würde? Wenn es geht, würden wir gerne die Gütertrennung vermeiden und hatten über eine modifizierte Zugewinngemeinschaft nachgedacht. Wäre es nach Abschluss solch eines Ehevertrages denn möglich, eine in Zukunft liegende Immobilie so auszuklammern und herauszunehmen, dass im Endeffekt weder meine Frau oder sonst jemand keinen Anspruch auf die Immobilie hätte?

Würde mich über ein paar Tipps und Tricks zu meiner Situation sehr freuen.

Danke und Gruß

Hauskauf, Immobilienfinanzierung, Privatinsolvenz, Schulden
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Mietminderung trotz Privatinsolvenz?

Hallo,

gleich vorweg: Ich frage primär zur eigenen Beruhigung, da ich mir oft unnötig Sorgen über Dinge mache.

Die Situation: Ich bin seit 2014 in Privatinsolvenz. Damals habe ich alle Unterlagen von den Profis der Schuldberberatung zusammenstellen lassen, gehe also davon aus, dass das alles korrekt ist. Die Wohlverhaltensphase lief ereignislos. Ich bin allen Verpflichtungen nachgekommen, meine Finanzen sind geregelt, ich habe sogar zum ersten Mal in meinem Leben kleine Notfallrücklagen gebildet, die ich weiter ausbaue.

Ich habe keine Mietschulden und hatte auch nie Mietschulden. Dennoch wurde der Vermieter damals aus irgendwelchen formellen Gründen als Gläubiger aufgenommen, mit einer symbolischen Forderung von 1€.

Nun wollen wir ab November die Miete kürzen (Mietvertrag auf meinen Namen), weil der Vermieter ein Schimmelproblem hartnäckig ignoriert. Das machen wir nicht einfach so, Beratung und Schriftverkehr laufen komplett über den Mieterverein.

Mir ist praktisch jetzt erst eingefallen, dass der Vermieter ja rein rechtlich gesehen zu den Gläubigern gehört, auch wenn ich keine echten Schulden bei ihm habe, und jetzt schreibe ich dies mitten in der Nacht, weil ich Angst habe, dass er mir bei der Restschuldbefreiung Steine in den Weg legt.

Ich werde morgen noch eine E-Mail dazu an den Mieterbund schreiben und auch eine an den Insiovenzverwalter, damit er über die Situation informiert ist. Der Insolvenzverwalter war mir gegenüber immer sehr rücksichtsvoll und fair, auch wenn er technisch gesehen natürlich die Gläubiger vertritt. Ich habe wie gesagt in den Jahren alles korrekt durchgezogen, er hat keinen Grund, mir noch kurz vor Verfahrensabschluss etwas schlechtes zu wollen.

Fällt hier vielleicht jemandem etwas ein, was ich beachten muss oder übersehen habe? Gilt eine Mietminderung überhaupt als eine Form von Schulden? Eigentlich sollte der Vermieter mir nichts können, oder? Vor allem, da wir ja rechtlich die Rückendeckung des Mietervereins haben. Gedanken, Ideen dazu?

Vielen Dank schon einmal und ein schönes Wochenende!

Mietrecht, Privatinsolvenz
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Stromguthaben vor der Insolvenz kann es mit zukünftigen Abschlägen verrechnet werden?

Ich stehe vor einer Privatinsolvenz und habe bereits ein P- Konto auf dem eine Pfändung liegt. Aufgrund einer Stromchätzung meines Versorgers habe ich 12 Monate viel zu hohe Stromabschläge aus meinen Pfändungsfreibetrag bezahlt.

Meine Idee war jetzt, das erhebliche Stromguthaben auf dem Versorgerkonto stehen zu lassen und es mit den zukünftigen Abschlägen zu verrechnen, was mein Stromanbieter auch machen würde. Sprich ich würde erst einmal gar keine Abschläge mehr zahlen bis mein Guthaben verbraucht ist.

Nun stehe ich aber zu Beginn des außergerichtlichen Schuldenbereinigungsverfahren und wenn die Verhandlungen scheitern sollten mit den Gläubigern, wovon ich ausgehe, wird ja vom Insolvenzgericht ein Insolvenzverwalter eingesetzt.

Darf und dürfte der IV dieses zum Verrechnen auf meinen Stromkonto des Versorgers pfänden obwohl ich eine Verechnung des Gutahben schon vor der Insolvenz vereinbart haben und wie bekommt der IV das überhaupt raus das auf mein Stromkonto ein Guthaben zum verrechnen ist?

Ich kann mir das Geld ja schlecht auszahlen lassen, den dann wäre es ja auf meinen P- KOnto wegen der Pfändung ebenso weg. Zur Not wäre die Variante das ich das Stromguthaben meiner Exfrau überweisen lasse, was bestimmt nicht erlaubt wäre.

Deswegen würde ich lieber das Guthaben auf dem Stromkonto lassen und verrechnen lassen.. nur wenn der eventuelle IV in den nächsten Monaten doch zum Zuge kommt und das GUthaben einfach pfänden kann, wäre es trotzdem weg und ich werde wegen meiner Sparsamkeit bestraft und müsste von meinen Pfändungsfreibetrag die Stromkosten zahlen....

Wer kann mir meine Fragen fachlich richtig beantworten oder mir einen Tipp geben was ich machen soll oder wie andere das eventuelle Problem gelöst haben.

Insolvenz, Privatinsolvenz
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Privatinsolvenz ja oder nein bei 40-45 Tsd. Schulden?

Hallo,

ich habe durch meine Spielsucht (die ich nun aktiv bekämpfe und seit Monaten spielfrei bin) über die Jahre ca 40-45tsd. € Schulden angehäuft. Jetzt ergibt sich mir die Frage ob ich in die Privatinsolvenz gehen soll oder es tapfer abbezahlen soll? Eigentlich bin ich eher dafür es zu bezahlen, ich brauche trotzdem Rat.

Mein Einkommen ist: 1600€ +320-450€ Minijob = 1900/2050€

Meine Schulden sind:

Ratenkredit noch 84 Monate --> 302€ Rate pro Monat = ca 25.000€ Restschuld inkl. Zinsen

Eltern --> 11.000€ keine feste Rate

Dispo --> 7.000€ keine feste Rate, 10% Zinsen

Schufa ist tot, negativ Einträge, 100terte Kreditanfragen, Score zwischen 20-30% also ohne Chance auf Umschuldung, Zusammenfassung etc.

Monatliche Ausgaben:

-50€ Bausparvertrag

-300€ Kredit

-15€ Sportmitgliedschaft

-70€ andere Versicherungen

-190€ Leasingrate

-300€ Lebensmittel, Haushalt, Getränke etc (für 2 Personen)

-250€ Miete

-70€ Handy u. Internet

= 650€ bzw. 800€

Davor mindestens 250€ Spritkosten

=400€ bzw. 550€

Was meint ihr in meiner Situation Hand heben oder abbezahlen?

Meinen Eltern will ich das Geld auf jeden Fall zurückzahlen.

Vermögen: Bis auf mein Handy (Wert ca. 600€ und eine Markenjacke ca 500€) gar nichts, alles schon verkauft.

Habe schon schlaflose Nächte, kann nur noch an meine Schulden denken und habe Selbstmordgedanken, da ich ohne meine Spielsucht ein ganz anderes Leben hätte. Alleine ein Erbe von 50tsd. meiner Oma ist verzockt, habe ein gutes Abi, gute Ausbildung vor kurzen beendet. Ich bin gerade mal 25 Jahre und habe das Gefühl alles nicht mehr auszuhalten. Schlafe pro Tag 3-4 Std weil ich die Augen nicht zu bekomme.

Mit 16 angefangen zu spielen, seit ca 5 Jahren stark süchtig, insgesamt ca 150.000€ verloren trotz einem 22.000€ Gewinn und einen 38.000€ Gewinn.

Danke für eure Antworten

Privatinsolvenz, Schulden
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Zwischen Hartz 4, Privatinsolvenz und Erbschaft "zerrieben" - Ist Strafanzeige wegen unterlassener Hilfeleistung möglich?

Der Fall in Stichworten:

Ich, alleinstehend, 64 Jahre alt, arbeitslos seit 2001, ALG 2 seit 2005, Arbeit gesundheitlich aussichtslos, Privatinsolvenz in der Wohlverhaltensphase, P-Konto mit Pfändung 

erbe blöderweise 20.000 Euro aus einem nicht verwandtschaftlichen Verhältnis. Der Einfachheit halber rechne ich 50 Prozent Steuer, verbleiben 10.000. Davon nimmt sich der Insolvenzverwalter die ihm zustehende Hälfte, die aber lange nicht ausreicht, um die Gläubiger zu befriedigen. Wenn der Insolvenzverwalter sich bedient hat, melde ich den Sachverhalt der Hartz 4 Behörde, nicht vorher. Denn ich habe schon von einem Fall gelesen, bei dem das Jobcenter seine Zahlung bis zur "Klärung" der Erbschaft unverzüglich eingestellt hat - in dem Fall wäre ich sofort im Eimer.

Nach meinem derzeitigen Kenntnisstand wird mir das Jobcenter die 10.000 Euro als Einkommen anrechnen (obwohl nur noch die Hälfte davon vorhanden sein wird) und - wenn ich Glück habe - auf 12 Monate verteilen (damit ich wenigstens sozialversichert bleibe). Über den Daumen gepeilt, bleiben mir dann 12 Monate lang nach Abzug der Miete knapp 110 Euro zum "Leben".

Könnte ich dann eine Strafanzeige wegen unterlassener Hilfeleistung stellen? Gegen das Amt, den Sachbearbeiter, den Arbeitsminister, den Sozialrichter ? Ich stelle das Urteil mal ein:

https://ratgeber.advoneo-schuldnerberatung.de/blog/hartz-4-erbschaft-zaehlt-trotz-schulden-komplett-als-einnahme/

Hartz IV, Privatinsolvenz
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Privatinsolvenz nach Scheidung?

Vor ein paar Tagen habe ich diese Frage schon einmal gestellt. Allerdings mit weniger Details und somit keine brauchbaren Antworten erhalten. Ich beschreibe nun mal mein Anliegen etwas ausführlicher.

Also mein Haus habe ich vor 20 Jahren mit in die Beziehung gebracht. Es war eine Bruchbude. Das Haus war fast geschenkt. Vor 10 Jahren haben wir geheiratet. Wir haben zusammen schon vor der Ehe und auch während unserer Ehe das Haus auf Vordermann gebracht und ständig immer etwas um- oder angebaut. Finanziell hat meine jetzt geschiedene Frau den meisten Teil dazu beigetragen da sie immer schon besser verdient hat als ich. Zur Scheidung wollte sie entweder das ganze Geld von mir zurück welches sie in das Haus gesteckt hat oder das Haus selber. Ich habe ihr das Haus gelassen weil ich das Geld nicht habe und sie außerdem mit unserem gemeinsamen Sohn drin wohnen bleibt. Ich habe auch keine weiteren Zahlungen für das Haus von ihr erhalten. Also sie hat mir nichts ausgezahlt. Das Haus gehört jetzt ihr allein. Seit 4 Wochen sind wir geschieden.Trotzdem zahle ich noch einen kleinen Kredit auf das Haus ab der auf meinen Namen läuft. Meine eigentliche Frage ist Folgende. Wenn ich jetzt in Insolvenz gehe, spielt es dabei eine Rolle ob mir das Haus noch vor 4 Wochen gehört hat? Jetzt gehört es mir ja nicht mehr. Wird bei einer Insolvenz Jahre zurückgeschaut was mir mal gehört hat und mit angerechnet? Ist es möglich dass das Haus mit in meine Insolvenz geht obwohl es mir nicht mehr gört? Es gibt ja z.B. Richtlinien bei Hartz IV, dass die Dinge mit anrechnen die schon Jahre zurückliegen und die man zurückholen muss, oder so ähnlich, glaube ich. Verhält sich das bei einer Privatinsolvenz so ähnlich? Muss ich das Haus mir buchstäblich zurückholen und verkaufen oder versteigern lassen? Und nebenbei gesagt, mein Sohn verliert sein zu Hause.

Privatinsolvenz, scheidung
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