Hausfinanzierung mit Partnerin trotz Restschuldbefreiung in der Schufa?

5 Antworten

Offengestanden wundert mich, daß man Euch überhaupt Hoffnung auf eine Kreditfinanzierung gemacht hat:

Im Normalfall liegt die Beleihungsgrenze bei maximal 80% des Marktwerts. Ihr wollt nicht nur den Kauf selber, sondern auch noch die Kaufnebenkosten mit Kredit finanzieren und zum allem Überfluss noch einen Konsumentenkredit zusätzlich ablösen. Da ist man bei mindestens 110% des Marktwerts. Je nach Höhe des Konsumentenkredits bei deutlich mehr.

Dem steht ein Nettoeinkommen gegenüber, das zwar gut aber nicht überragend gut ist.

Nach meiner Einschätzung hat die Bank einfach kalte Füße bekommen und um nicht eingestehen zu müssen, daß man mit Euch erst gar nicht hätte verhandeln dürfen, hat man den Schufa-Eintrag als Aufhänger für die Ablehnung gefunden.

Jemand der so Haushaltet wie ihr hier, der hat es in keinster weise verdient auch nur einen Cent an Kredit für was auch immer zu bekommen. Eine Bank müsste echt bescheuert sein, sorry aber wenn ich schon lese 700€ übrig aber haben über unseren Verhältnissen gelebt, wie lange denn!? Null Cent angespart...

Und als Rat, die Nebenkosten mit einem zusätzlichen Kredit zu finanzieren...schlimmer gehts auch für euch persönlich nicht...

Kleiner Tipp vorab: "...als Ehegatte nur mit unterschreiben und bezahlen.." bedeutet als Mitantragsteller verpflichtet zu werden. Es gibt keinen "Hauptantragsteller" und einen "Nebenantragsteller" (bei dem es dann nicht so auf die Details ankommt).

Immobilienfinanzierungen sind auch ohne Eigenkapital möglich, keine Frage. Allerdings kenne ich keine Bank, die neben den Erwerbsnebenkosten auch noch die Umschuldung von Krediten mitfinanziert. Im übrigen verteuert jeder Euro, der über den Kaufpreis hinaus finanziert werden muss, die gesamte Finanzierung erheblich.

Der Schufa-Eintrag "Restschuldbefreiung" ist gründsätzlich ein absolutes KO-Kriterium bei allen Banken, Bausparkassen usw. Es gibt eine Bausparkasse, die bei dem Thema eine Ausnahme macht, allerdings finanziert die maximal 80% des Kaufpreises (der Rest muss zwingend aus Eigenmitteln gezahlt werden). Die Banken, die sich Finanzierungen mit negativen Schufa-Merkmalen spezialisiert haben, streiken bei "Restschuldbefreiung" (zudem finanzieren die in der Regel keine im Bau befindliche Immobilien).

Es wird Ihnen nichts anderes übrig bleiben als die 3 vollen Kalenderjahre abzuwarten bis der Schufa-Eintrag gelöscht ist und Sie wieder eine saubere Schufa haben.

Übrigens: das Thema "Moral" spielt bei der Entscheidung der Banken, nicht zu finanzieren, keine Rolle. Dabei geht es ausschließlich um die Abwägung, ob Darlehensnemer willens und in der Lage sind, ihren Kreidtverpfloichtungen dauerhaft nachzukommen. Und es geht darum, einige Verbraucher vor sich selbst zu schützen (da kommt zumindest ein bisschen Moral ins Spiel).

Wenn Sie heute eine Immobilie voll finanzieren (unter Umständen sogar inkl. vorhandener Kredite) und Sie in 5 Jahren wieder verkaufen müssen, sind Sie finanziell entgültig geliefert. Der mögliche Verkaufspreis wird sicher nicht die dann vorhandenen Verbindlichkeiten abdecken (insbesondere nicht wenn Sie bei Abldöung der Darlehen eine Vorfällgkietsentschädigung in heute üblicher Höhe zahlen müssen).

Die Gründe, die Sie für den Kauf der Immobilie genannt haben, sind nachvollziehbar und sicherlich nicht blöd...

Und sorry, ich konnte die Rechtschreibfehler in meiner Antwort nicht mehr korrigieren ;-)

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@baufinord

Die Ablösung des Kredits ist kein Muss.

Ein erstes Angebot sah wie folgt aus:

Rate für Hauskredit 621 Euro und für ein weiteres Darlehen für laufenden Kredit sowie Kaufnebenkosten wären 300 Euro fällig im Monat. Das ganze bei 30 Jahren Laufzeit. 

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@PatPat1983

Bei diesen glücklicherweise erwähnten Details stellt sich mir die Frage nach der Zinsbindungdauer, Kredithöhe und anfänglichen Tilgungsquote bei beiden Krediten.

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