Muss man bei ALG 2 den Tod eines nahen Verwandten mitteilen, da man eventuell erbt?

Mit dem Todestag tritt der Erbfall ein (gesetzlich so geregelt).

Man weiß jetzt gar nicht, ob man geerbt hat oder nicht, da ein Testament vorliegt.

Das Testament muß beim Nachlassgericht eingeben werden. Dieses ermittelt alle wichtigen Personen, die von dem Nachlass betroffen sind. (die Verwandten ersten Grades, z.B. Kinder und Personen, die erben sollen). Diese Personen erhalten eine „Kopie“ vom Testament vom Nachlassgericht.

Wenn man jetzt nicht erbt, kann man eventuell einen Pflichtanteil (bei Kindern untereinander) bei den „restlichen“ Erben geltend machen.

Ab welchen Tag müsste man dem Jobcenter als Pflichtberechtigter eine Meldung machen (wegen Geld vom Toden)?

  1. Tag, wenn der Erbfall Eintritt (Todestag)? Hierbei ist noch nicht bekannt, ob man erbt.
  2. Tag, wenn das Testament vom Nachlassgericht kommt? Hier bekommt man quasi mit das man „enterbt“ ist. Daraus ergebe sich, das man Pflichteilsberechtigter wäre. (die Höhe des Geldes wäre noch unbekannt)
  3. Tag, wenn man seinen Pflichtteil bei dem Erben geltend macht (einfordert)?
  4. Tag, wenn das Geld vom Erben zur Verfügung gestellt wird (Zufluss)? Der Erbe müsste ja vorher erst ausrechnen (alle Angelegenheiten des Toden müssen ja erst geklärt werden), was der Pflichtteilsberechtigte bekommt. (der Pflichtteilsberechtigte hätte vorher noch Einsicht in die Unterlagen zum prüfen)
ALG II, Erbe
ALG II und Auszahlung einer privaten Unfallversicherung?

Hallo,

folgende Situation:

Ich hatte weniger als 100€ auf meinem Konto als ich im Februar 2021 mein Studium abbrechen musste und ALG II beantragte. Der Antrag ging recht schnell und seit März erhalte ich monatlich ALG II. Im Juni 2019 hatte ich einen Unfall, bei dem ich meinen rechten Fuß stark und dauerhaft verletzte. Mein Vater hatte vor Jahren eine private Unfallversicherung für mich abgeschlossen. Bei der privaten Unfallversicherung habe ich nun Invaliditätsansprüche geltend gemacht. Die Unfallversicherung hat mir vor Kurzem geantwortet und mir 2% der Versicherungssumme auf mein Konto überwiesen (3000€). Ich bin 31 Jahre alt, mein Schonvermögen ist also 4650€. Ich bin jetzt immernoch unter meinem Schonvermögen, auf meinem Konto sind zur Zeit 3021€. Seit 2 Wochen bin ich auch in einer Maßnahme vom Jobcenter, die mir eine Umschulung gibt.

Ich habe jetzt voller Panik versucht selbst zu recherchieren.

Wenn ich es richtig verstanden habe: Dadurch dass ich das Geld nicht bereits besessessen habe, als ich den Antrag gestellt habe, ist es kein Vermögen und Schonvermögen ist also egal?!

Zahlungen aus einer privaten Unfallversicherung sind anscheinend Einkommen?

Bedeutet das jetzt, sobald ich dem Jobcenter die 3000€ für meinen kaputten Fuß melde, wird mir ALG II abgesprochen, ich muss die 3 Monate Zahlungen zurückzahlen, ich verliere all mein Geld, bin wieder bei 0, zusätzlich verliere ich meine Umschulungsmaßnahme, werde also in den totalen Ruin geworfen?

Ich weiß nicht mehr weiter...

ALG II, Hartz IV, Unfallversicherung, Arbeitslosengeld II
Aufstockung vom Amt, muss ich folgendes dem Jobcenter melden?

Hallo,

ich bekomme Aufstockung vom Amt. Nun habe ich meinen Bahnvertrag gekündigt und folgende Nachricht erhalten:

Ihr Abonnement wurde kulant zum 28.02.2021 gekündigt.

Die VBB-fahrCard wurde gesperrt und kann danach von Ihnen vernichtet werden.

Für die Monate 10/2020 bis 02/2021 wird wegen der außerordentlichen Kündigung, gemäß VBB-Tarif, Anlage 5, Punkt 10 Kündigung der Verträge, ein Differenzbetrag vom Abonnementpreis zum Schalterpreis erhoben.

 

Der Differenzbetrag wird wie folgt berechnet:

 

84,00 EUR (Monatskarte laut VBB-Tarif 2020) – 63,42 € (monatliche Abbuchung) = 20,58 EUR (Differenz)

 

86,00 EUR (Monatskarte laut VBB-Tarif 2021) – 63,42 € (monatliche Abbuchung) = 22,58 EUR (Differenz)

 

20,58 EUR x 3 genutzte Monate = 61.74 EUR

 

22,58 EUR x 2 genutzte Monate = 45,16 EUR

 

61,74 EUR + 45,16 + 2,50 EUR Bearbeitungsentgelt = 109,40 EUR

 

Zum 01.05.2021 wird der Betrag in Höhe von 109,40 EUR von Ihrem Konto abgebucht.

 

Da die Kündigung des Vertrages nicht termingerecht erfolgte, ist die Abbuchung für den Monat 03/2021 und 04/2021 bereits erfolgt.

 

Deshalb werden wir den Betrag in Höhe von 126,84 EUR auf das uns bekannte Konto in der 15 KW zurückerstatten.

Nun meine Frage: 

1. Die Sbahn erstattet mir 126,84 EUR zurück. (2 Monate x 63,42 €, die ich bereits in der Vergangenheit gezahlt habe) Am 01.05.2021 werden aber 109,40 € von meinem Konto abgebucht. Muss ich das dem Jobcenter melden? 

2. Ich habe von der Rentenversicherung Übergangsgeld erhalten (für Januar-Februar), das Geld habe ich aber erst im März erhalten. Das muss ich nicht dem Jobcenter melden, richtig? Da das Geld für Januar-Februar gedacht war. (Hab im Januar-Februar keine Aufstockung bekommen, erst ab März bis Mai), sondern bloß gekürztes ALG I, da ich in der Zeit auf Reha war). 

Vielen Dank im Voraus. 

Liebe Grüße

ALG II, jobcenter, Übergangsgeld
ALG 2, Ausziehen bei schwieriger Situation im Elternhaus möglich?

Hallo, Ich bin W20 und Ausbildungssuchend, mein Vater und Ich beziehen ALG 2 und meine Mutter bekommt Rente. Ich würde gerne mit meinem Freund zusammenziehen, er Arbeitet und ich will nicht, dass er für mich sorgen muss als wäre ich sein Kind... Ich weiß, dass man allgemein als ALG2 Empfänger unter 25 nicht ausziehen darf, allerdings leide Ich psychisch extrem unter der Situation zuhause und mein Hausarzt, mein Familienhelfer vom Jugendamt, andere Familienmitglieder und die Sozialarbeiterin an meiner alten Schule meinten alle; "ich soll so bald wie möglich ausziehen". Daher frage Ich mich, ob das in meinem Fall möglich ist, trotzdem auszuziehen. (Ich beschreibe im folgenden Text so genau wie es geht, warum und was mich so extrem belastet) Meine Mutter ist Drogenabhängig bzw wird substituiert, ist mitlerweile Pflegebedürftig aber wird in keinem Pflegeheim aufgenommen, weil sie entweder zu krank ist, oder "nicht krank genug" (da Subszitution kann sie nur in ein Wohnheim das ihr das ermöglicht und in dem einen wurden nur Leute mit HIV genommen). Sie kriegt Sauerstoff und raucht, teilweise mit dem Sauerstoff dran, es hat deshalb auch schon mehrmals einen kleinen Brand gegeben (es war glück das mein vater es sofort löschen konnte.) Ich kann teilweise aus Angst dass Ich von einem Brand aufwache kaum schlafen. Zudem belegt sie ständig Stundenlang das Klo, auf welchem sie einschläft und schnautzt mich an, weil Ich nach dem 5ten mal "ich muss auf toilette kannst du da mal bitte weg gehen" ohne Reaktion drauf langsam wütend werde. Ich bin zeitweise schon einfach raus gegangen wenn Ich keine Zeit mehr hatte weil Ich einen Termin hatte und musste unterwegs auf die Toilette gehen. Sie macht zudem mich und meinen Vater für alles schlechte verantwortlich und schickt uns nur in der Gegend rum um irgendwas für sie zu tun. Sie hat mich außerdem ständig beleidigt, mir geschenkte Klamotten weg genommen weil Ich "zu fett dafür sei" (ich bin normal gewichtig) mir gesagt "ich würde wie eine Schlampe aussehen und brauche mich nicht zu wundern, wenn ich vergewaltigt werde" (es war Hochsommer, ich hatte Tanktop und Shorts an) Sie hat mir schon ins Gesicht gesagt, dass sie mich eigentlich nicht haben wollte, sie glaubt nicht daran, dass ich irgendwas erreichen kann ect... Ich habe ihr schon öfters offen gesagt, wie sehr mich das verletzt und dass Ich mich umbringen wollte als Ich jünger war doch es interessiert sie nicht. (Sie sagt nichtmal was dazu, geschweige denn dass sie sich jemals entschuldigt hat oder sich ändern will) Sie ist zudem unhygienisch und ich habe dauerhaft das Bedürfnis alles zu desinfizieren. Ich kann es nichtmehr ertragen sie anzufassen, ich will mich waschen, weil sie unangenehm riecht. Sie wäscht sich nicht, obwohl sie das selbst noch könnte und nimmt die Hilfe von meinem Vater auch nicht an. Ich ertrage es teilweise nicht mit ihr in einem Raum zu sein .... Was kann ich tun? Kann Ich ausziehen und was muss Ich tun, damit das geht? Bitte helft mir :/

ALG II, jobcenter
ALG II - Erstwohnsitz kostenfrei, Zweitwohnsitz Kosten?

Sehr geehrter Anwalt,

ich wurde zum 01.10.2020 arbeitslos. Hatte seit 2019 einen Erst- und Zweitwohnsitz.

Am Erstwohnsitz entstehen mir keine Kosten, am Zweitwohnsitz zahle ich die Miete.

Während des Bezuges von ALG I wurde mir das ALG I und sogar Wohngeld bei der Wohngeldstelle des Zweitwohnsitzes genehmigt.

Zum 01.06.2021 falle ich in den Bezug des ALG II, die Wohnsituation mit dem Erst- und Zweitwohnsitz soll weiterhin so bestehen bleiben.

Wie kann ich es beim Jobcenter des Erstwohnsitzes durchsetzen, Dass dieses mir die Kosten für den Zweitwohnsitz bezahlt.

Es sind Vorteile von beiden Wohnsitzen zu vermerken.

1. Bessere Möglichkeiten an einem der Wohnsitze bzw. im Umkreis und dazwischen einen Arbeitsplatz zu erhalten. Da der Weg zur Arbeit viel kürzer wäre. Somit die Verspätungen bzw. Ausfallquote niedriger wäre. Geringe Fahrkosten.

2. Ich muss mich nicht zwischen den Wohnsitzen entscheiden, so kann ich weiterhin offiziell an beiden Orten wohnen.

3. Durch die doppelte Haushaltsführung kann ich aus beruflichen Gründen nach der Anstellung monatlich bis zu 1.000 Euro an Unterkunftskosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen.

4. Soziale Kontakte zur Familie, zu Freunden und Bekannten, an beiden Wohnsitzen bleiben erhalten und können gepflegt werden, so wie soziale Bindungen an meinem Heimatort bleiben bestehen.

5. Absehbarkeit und Dauer der auswärtigen Beschäftigung wäre gewährleistet.

6. Langfristig ist der Zweitwohnsitz deutlich günstiger als dauerhaftes Übernachten im Hotel oder pendeln von 55 km einfacher Strecke. Da ich kein Pendler bin.

7. Einsparungen bei der Kfz-Versicherung. Die Höhe der Versicherungsprämie ist abhängig vom Wohnort. Niedrigere Beiträge bei der Kfz-Steuer.

8. An meinem Zweitwohnsitz werden zwei Pflegebedürftige meinerseits gepflegt und unterstützt.

9. Somit ist es gewährleistet, dass ich zur Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt jederzeit und in kürzester Entfernung zur Verfügung stehe.

10. Die Postadresse ist die Wohnanschrift meiner Eltern angegeben, diese Befindet sich zwischen dem Erst- und Zweitwohnsitz. Sonst bin ich jederzeit telefonisch und per E-Mail erreichbar.

11. Seit Beginn der Arbeitslosigkeit bin ich ohne nennenswerte Verzögerung in der Lage, auf schriftliche oder mündliche Anfragen oder auch auf Angebote seitens der ARGE zu reagieren, da diese wie beschrieben an die Postanschrift geleitet werden und an meine E-Mail Adresse. Zusätzlich ist es mir möglich persönliche Termine bei der zuständigen ARGE jederzeit pünktlich wahrzunehmen.

Soweit so gut.

Ich hoffe Sie können mir bei meinem Anliegen rechtlich weiterhelfen.

Mit Freundlichen Grüßen und Dank im Voraus.

ALG II, Hartz IV, Zweitwohnsitz
Wird Erwerbsminderungsrente von meiner Mutter für meinen Antrag auf Hartz 4 (ALG 2) angerechnet?

Guten Tag, ich suche bereits etwas länger im Internet nach einer Lösung bzw. zu einem klaren Entschluss für mich. Ich habe Hartz 4 (ALG 2) beantragt und die Leistungen wurden abgelehnt, weil wir in der Bedarfsgemeinschaft zu viel Geld verdienen. Mein Vater bekommt normales Gehalt (ist also in Arbeit), meine Mutter bezieht Frührente (volle Erwerbsminderungsrente), meine zwei Geschwister haben eine Ausbildung und ich bin seit anfang Januar aufgrund einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung arbeitssuchend und demnach arbeitslos. Ich beziehe bereits Arbeitslosengeld 1 (ALG 1) und bekomme 213€. Ich habe nachweisliche Raten in Höhe von 370€ die Monat für Monat zahlen müsste. Auch wenn ich mich mit meinen Eltern gut verstehe sehe ich nicht ein, dass die mir jeden Monat, solange ich arbeitssuchend bin 157€ geben müssen, ob die das Geld dafür haben, oder nicht.

Deshalb meine Frage: Wird bei dem Antrag auf ALG 2 die volle Erwerbsminderungsrente meiner Mutter angerechnet, oder nur ein Teil?

Gibt es Alternativen, sodass meine Eltern nicht jeden Monat mir die 157€ geben müssen, ob sie es nun können oder nicht, oder wie sieht es aus?

Und ja, mir ist klar, das rbeit finden natürlich das Beste wäre, aber aktuell habe ich nunmal keine Arbeit und brauche ja trotzdem das Geld.

Achso, ich bin 20 Jahre alt und werde im April 21, falls die Information nützlich ist.

Ich bedanke mich im Voraus für eure Antworten und lasst euer Geld in den Millionen-Bereich gehen :)

Mit freundlichem Gruß, Justin!

ALG II, Arbeitslosengeld, Hartz 4, Hartz IV, jobcenter
Unternehmen für Web-Service gründen, der nur über Ethereum bezahlt wird?

Guten Tag,

ich habe vor, einen Web-Service zu betreiben, der über einmalige Zahlung der Nutzer mit der Kryptowährung "Ethereum" (nicht Bitcoin, welches schärfer reguliert ist, soweit ich weiß) finanziert wird.

Ich erwarte Einnahmen von umgerechnet 1000€ im Monat und Ausgaben von nur 20€.

Nun ist meine Frage: Brauche ich dafür eine Firma? Reicht auch ein Gewerbe? Oder ist es aufgrund der rechtlichen Einordnung von Ethereum möglich, das ganze ohne Gewerbe/Firma zu händeln?

Die Sache ist, dass das Geld auch erst einmal im Krypto-Raum verbleibt. Es wird nicht ausgezahlt. Teile werden vielleicht auf andere "Wallets" (also Krypto-Konten) transferriert, die auch mir gehören. Von diesen zahle ich dann vielleicht auch einmal unregelmäßig etwas aus (aber maximal ungefähr 100€ im Monat) an mein Bank-Konto.

Nun noch ein zweiter kleiner Sachverhalt: falls dazu ein Gewerbe / eine Firma gegründet werden muss, so könnte das problematisch werden, weil ich bei meinen Eltern wohne und diese ALG II beziehen - wir sind eine Bedarfsgemeinschaft. Gegebenenfalls müsste ich mich also bei meinen Eltern beteiligen. Wenn "Ethereum" aber nicht als "echtes Geld" angesehen würde, dann würde ich auch wenig Geld verdienen. Das wäre vorteilhaft wegen der Mitbeteiligung bei meinen Eltern, aber dann würde vermutlich das Jobcenter/Finanzamt sich beschweren, dass das Gewerbe/Unternehmen keine Gewinne abwirft.

Können Sie mir die ein paar Vorschläge in die richtige Richtung geben?

ALG II, Hartz IV, jobcenter, Steuern, Unternehmen, Kryptowährung, Kryptowährungen
ALG II, Schenkungen und Rente?

Servus zusammen,

ich bin aktuell am durchdenken, inwieweit ich steuerlich sowie Inanspruchnahme von Leistungen im moralisch und rechtlichen Rahmen nutzen kann.

Folgende Ausgangssituation:

Mein Vater (60) ist aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen gezielt in die ALG 1 gegangen (nach Ausscheiden des vorherigen Arbeitsverhältnisses). Diesen Anspruch wird er demnach die kommenden 2 Jahre haben, bis es dann schließlich in das ALG 2 und weitere 3 Jahre später in die Rente geht.
Jedoch verfügt er über Kapitalvermögen (<Schenkungsfreibeträge) in Form von Immobilien und Grundstücken.
Da er mit seiner derzeitigen Wohnsituation (Mietwohnung) unzufrieden ist u.a. weil sie nicht altersgerecht ist, ist mir folgende Idee gekommen.

Ich und mein Bruder lassen uns das Kapitalvermögen in der Zeit des ALG 1-Anspruchs schenken. Wir veräußern die Substanz und kaufen (mit zusätzlichen Eigenmitteln von uns) eine Immobilie die der Ansprüche entspricht. Dann räumen wir unseren Vater vertraglich lebenslanges Wohnrecht ein und machen einen Mietvertrag mit einer kalkulatorischen und auf die Bedingungen abgestimmten Mietkostensatz. Diese Miete lassen wir, im Zeitraum der ALG 2 vom Staat bezahlen (womit wir quasi Mieteinnahmen generieren). Sobald er in Rente geht, wird er, da der Rentenanspruch so gering ist, eine Aufstockung auf Grundsicherung + Wohngeld bekommen. Dieses Wohngeld bekommen wir dann wieder als Mieteinnahme.

Mir stellt sich nun die Frage, ob das alles sozialrechtlich und steuerlich so funktioniert bzw. Optimal ist. Vergesse ich ggf. irgendwelche Anrechnungen? Können Schenkungen rückabgewickelt werden?

Ziel ist es, dass mein Vater in einer für ihn optimalen und komfortablen Wohnung alt werden kann und das wir als Kinder steuerfrei das Erbe bekommen sowie vorab sichern. Da wir für die Aufstockung des Kapitals für den Wohnungskauf FK aufnehmen müssen, wäre ein zusätzliches Ziel Mieteinnahmen durch den vom Staat bezahlten Wohngeld zu generieren.

So ihr lieben, über Brainstorming, Meinungen, Einwände und Ideen wäre ich sehr dankbar. LG

Rente, ALG II, alg1, Hartz IV, Immobilien, Immobilienfinanzierung, schenkung, Schenkungssteuer
Unangemessene Wohnkosten nach Umzug durch Trennung - tragbar?

Liebe Helfende,

nach der partnerschaftlichen Trennung vom Vater meiner Tochter, werde ich (da unser aktueller Vermieter den Mietvertrag nicht auf mich als alleinige Mieterin umschreiben möchte/mein Ex diese nicht verlassen aber als Mitmieter mitfinanzieren möchte) zusammen mit Kind und zwei Katzen aus einer gemeinsam angemieteten Wohnung ausziehen müssen. Mein Gehalt als Minijobberin werde ich durch ALG2 aufstocken müssen, welches mir aber erst nach Auszug aus der gemeinsamen Wohnung bewilligt wird, da mein Ex, meine Tochter und ich derzeit noch als Bedarfsgemeinschaft anerkannt werden.

Sprich - ich habe quasi kein Geld bis zum Umzug und kann potentiellen Vermietern dementsprechend kein Einkommen, von dem die Miete zu finanzieren wäre, vorweisen, wäre danach Sozialhilfeempfängerin, Haustiere und Kinder sind auch nicht immer gerne gesehen und muss zudem ohne Auto möglichst zentral beziehungsweise mit Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel wohnen. Unter diesen Umständen eine "angemessene" Wohnung zu finden scheint mir aktuell utopisch, zumal ich bisher nicht einmal Antworten erhalten habe, nachdem ich mein Interesse an online inserierten Wohnungen bekundete. In meiner aktuellen Situation bin ich als potentielle Mieterin natürlich alles andere als attraktiv.

Da das Zusammenleben hier zunehmend ungemütlich und von Streit geprägt ist, muss aber eine Lösung her.

Nun hat es sich ergeben, dass in dem Haus, in dem meine Mutter lebt, bald eine Wohnung frei wird - diese könnte ich beziehen, in dem Fall würde der Vermieter sie gar nicht erst ausschreiben. Er wartet hier auf meine Entscheidung. Das Problem ist, dass diese Wohnung fernab dessen liegt, was das Jobcenter als angemessen erachtet - 25qm und etwa 250€ drüber um in Zahlen zu sprechen.

Da ich noch nicht im Leistungsbezug bin, kann mir der Umzug in diese Wohnung nicht vom Jobcenter untersagt werden; der für mich zuständige Beamte sagte, dass von Vorneherein lediglich die angemessenen Unterkunftskosten vom Jobcenter getragen werden. Im Netz lese ich jedoch, dass eine unangemessen teure Wohnung bis zu 6 Monate voll finanziert wird, wenn keine Möglichkeiten zur Kostensenkung bestehen. Kann mir hierzu jemand - bezogen auf meinen Fall - näheres erläutern?

Meine Idee wäre, mich aus der teuren Wohnung heraus nach einem alternativen Wohnsitz umzuschauen - denn dann habe ich immerhin schonmal ein Einkommen, welches ich weiteren Vermietern nachweisen kann.

Anderenfalls - ist es vielleicht sogar denkbar, in der unangemessenen Wohnung zu bleiben? Zusätzlich zum ALG2 darf ich 140€ meines Einkommens selbst behalten; mit meiner Mutter im Haus, die meine Tochter auch mal betreuen könnte, wäre es vielleicht sogar denkbar, mehr zu arbeiten. Im Sommer werde ich mein letztes Ausbildungsjahr bezahlt antreten, dann werden sich die Verhältnisse auch noch einmal ändern.

Vielleicht hat jemand ähnliches erlebt wie ich und kann mir Mut zusprechen oder von der Idee abraten. In meinem Kopf sind nämlich Fragen über Fragen.

Danke!

ALG II, Hartz IV, Trennung
Selbständigkeit - "Vereinfachter Antrag" ALG 2 - Auszug bei Eltern Ü25?

Hallo liebe Community,

folgende Sachlage. Mein Bruder hat Anfang des Jahres eine Selbständigkeit begonnen. Trennung von der Freundin und aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen und bei unserer Mutter untergekommen auch um Kosten zu sparen, bewusst da er die Selbständigkeit anstrebte.

Die Anfangsmonate der Selbständigkeit verliefen wie geplant gut. Seit dem ersten Lockdown gehen die Geschäfte zurück. Seit dem zweiten Lockdown noch wesentlich stärker. Der Jahresgewinn liegt nun unter 2400 Euro. Das Geschäft hat sich allerdings bewiesen, daran liegt es nicht. Bis Oktober war mein Bruder noch geringfügig angestellt, leider ebenfalls wegen C betriebsbedingt gekündigt.

Unserer Mutter (Rentnerin) und ich haben ihn so gut wie es eben geht finanziell unterstützt. Alle Ersparnisse sind nun aufgebraucht.. und das Schlimmste es "kriselt" sehr stark zwischen ihm und meiner Mutter. Normal war ein Auszug schon lange vorgesehen allerdings aus genannten Gründen nicht möglich.

Wir haben versucht uns zu informieren. Aufgrund der aktuellen Lage ist schwierig persönlich Beratung zu erhalten, daher hoffe und bitte ich um Ihre Hilfe.

Er ist nun in der Vorbereitung den "Vereinfachter Antrag" auf ALG2 zu stellen. -Formular: "https://www.arbeitsagentur.de/datei/ba146399.pdf" - Wir sehen darin die einzige noch bleibende Möglichkeit?! Alle anderen C Hilfen stehen ihm laut Aussage Gründungsberater nicht zu.

Nun wissen wir bei einigen Punkten nicht was wir eintragen sollen. Ich versuche ihm dabei zu helfen. Wir wollen natürlich alles wahrheitsgemäß schildern uns allerdings auch kein Eigentor schießen.

Frage 1 -

Mein Bruder zahlt offiziell keine Miete an meine Mutter. Hat aber soweit er konnte mit Einkäufen und Ähnlichem "ausgeglichen"/ unterstützt. Nun soll unter Punkt 3 Kosten für Unterkunft und Heizung eingetragen werden /bzw. Anlage HG Punkt 5.  "Angaben zu den Kosten der Unterkunft". Wäre es Ratsam den "Ausgleich" zu beziffern und einzutragen?

Frage 2 -

Unter 4 Hauptantrag "Ich fühle mich gesundheitlich in der Lage, eine Tätigkeit von mindestens drei Stunden täglich auszuüben."- Ist es notwendig hier Ja oder Nein anzukreuzen?

Frage 4 -

Mein Bruder ist im Grunde zu stolz und hätte viel früher Unterstützung beantragen sollen. Ich nehme an das erst ab Antragstellung gerechnet wird und rückwirkend kein Anspruch besteht?

Frage 5 -

Würden meinem Bruder Zuschüsse für eine eigene Wohnung zustehen? Und ggf. Zuschüsse für einen Umzug? Unsere Mutter und er wohnen aktuell in Mülheim an der Ruhr, mein Bruder würde gerne wieder nach Ratingen ziehen, in welcher Stadt wäre der zur Sicherung des Lebensunterhalts zu stellen?

Frage 6 -

Da noch kein Jahresabschluss vorliegt. Wird der Gewinn aus der Selbständigkeit am besten durch die Gewinn- und Verlustrechnung oder durch eine Einnahmen-Überschussrechnung dargestellt. Müssen alle Zahlen erkennbar sein oder kann/soll man Posten schwärzen?

Vielen Dank bereits für denjenigen der sich unserer Sache annehmen mag!

Mit freundlichen Grüßen

Markus C.

ALG II, Antrag
ALG II - ist das Jobcenter berechtigt mir die Leistungen zu streichen (schwanger, vom Partner getrennt lebend)?

Hallo zusammen. Anfang November wartete ich vergeblich auf die Auszahlungen für den laufenden Monat. Eine Woche später kam dann Post vom Jobcenter, dass: "Die Zahlungen der Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes gemäß § 40 Abs. 2 Nr. 4 SGB II in Verbindung mit § 331 SGB III vorläufig ganz eingestellt wurden."

Ich wurde aufgefordert diverse Anlagen (VE, WEP, EK/EKS) einzureichen die Informationen über den Kindsvater (ich bin schwanger) erheben sollten. Er wurde im Schreiben als mein Partner bezeichnet und die Anlagen beziehen sich auf eine Person in der Bedarfsgemeinschaft. Außerdem Angaben zu meinem Mietverhältnis bzw Wohnsituation.

Nun ist es so, dass ich gar nicht mit meinem Partner zusammenlebe. Ich bin zur Zeit auf Wohnungssuche und noch in meiner ehemaligen Studenten WG gemeldet. Habe also auch kein Mietverhältnis bzw keinen aktuellen Mietvertrag mehr und schlafe Mal hier Mal da bei Freunden. Das alles wusste der Sachbearbeiter schon aus einem persönlichen Gespräch! Er hat auch die Adresse vom Kindsvater, welche natürlich eine andere ist, als meine.

Nun habe ich dem Jobcenter geschrieben, dass eine Einstellung der Leistungen voraussetzt "dass Sie Kenntnis von Tatsachen erhalten haben, die kraft Gesetzes zum Ruhen oder zum Wegfall des Anspruchs führen. Mir sind keinerlei Tatsachen bekannt sind, die die Einstellung der Zahlung rechtfertigen. Bitte teilen Sie mir deshalb zeitnah mit, welche Tatsachen ihrer Ansicht nach vorliegen. Anschließend komme ich gerne Ihrer Aufforderung zur Mitwirkung im notwendigen Umfang nach."

Bisher kam keine Antwort.

Dafür kam ein Schreiben von meiner Krankenversicherung, dass vom Jobcenter keine Beiträge mehr für mich bezahlt werden.

Abgesehen vom emotionalen Part, dass ich mich total im Stich gelassen fühle und es abartig finde, wie man mir zwei Monate vor Entbindung meine Krankenversicherung "nehmen" kann, obwohl ich in einer hilfebedürftigen Lage bin... Frage ich mich nun, in wie weit das Vorgehen vom Sachbearbeiter überhaupt rechtens ist.

Lange Rede kurzer Sinn, meine Frage also:

Ist das Jobcenter berechtigt mir die Leistungen zu streichen, wenn der Kindsvater (vom ungeborenen Kind) verdienend ist, wir aber nach Definition gar keine Bedarfsgemeinschaft bilden, da wir in getrennten Haushalten leben? Ich schätze deren Verdacht ist, dass wir eben doch zusammen leben, da ich keinen Mietvertrag habe. Aber Recherchen haben ergeben, dass ein Mietverhältnis keine Voraussetzung für den Empfang von AG II ist.

Was kann ich tun?

ALG II, jobcenter
Wie kann man als Arbeitsloser via ETF für die Rente vorsorgen?

Hallo Ihr Lieben,

Tja, leider bin ich - wie so viele - nun im Rahmen von Corona meine eigentlich sehr sichere Arbeitsstelle unfreiwillig los geworden.

Ich bin erst seit noch nicht mal zwei Jahren im Job und erstmalig arbeitslos, alles Neuland für mich. Eins habe ich aber schon verstanden: Viel Vermögen besitzen darf man nicht, wenn man ALG II beantragen will. Letzteres wird zwar erst in sechs Monaten akut, sollte ich bis dahin keine neue Stelle haben, aber es herrscht Wirtschaftsflaute und ich bin gerne vorbereitet.

Frage jetzt: Wie sieht es mit der Rente aus? Ich spreche dabei von privater Vorsorge, nicht von gesetzlichen Einzahlungen (die fallen ja nun eh flach für's erste). Eigentlich wollte ich das über ein ETF-Depot regeln, da wäre bis zum Ruhestand sicher gut was rausgekommen. Kann es auch immer noch, wenn ich nun zeitig anfange. Es gibt aber zwei Probleme:

1) ergibt es überhaupt Sinn bzw. ist es ratsam, jetzt während des halben Jahres ALG I, ein solches Depot zu eröffnen? Falls ja: Was mache ich dann hinterher damit, sollte ich keine Stelle gefunden haben?

2) Damit komme ich zu Frage zwei, und die ist wichtiger: Phasen der Arbeitslosigkeit sind heutzutage normal, mit meinem (geisteswissenschaftlichen) Hintergrund sowieso. Was also, wenn mal wieder so eine Phase kommt - auch ohne Corona? Selbst wenn es in zehn Jahren sein sollte und ich bis dahin ununterbrochen habe arbeiten können: Muss ich dann vorzeitig das ganze Depot auflösen (zu evtl. sehr schlechten Konditionen) und das Geld bar (sofern noch machbar bis dahin...) im Garten vergraben, damit das Amt es nicht findet? Kann doch nicht sein!

Mit 34 Jahren gehöre ich definitiv zu der Generation, die privat zurücklegen muss, wenn sie nicht mal nur Grundrente beziehen will. sollte es die dann noch geben...

Danke Euch!

Aktien, Sparen, Altersvorsorge, Rente, ALG 2, ALG II, Arbeitsamt, Arbeitslosengeld, Depot, ETF, Freibetrag, Indexfonds, Arbeitslosengeld II, ETF-Sparplan

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