Kann man durch die Zahlung einer Umsatzsteuer pleite gehen?

Hallo

Ich bin noch Kleinunternehmer, und mache im Internet Versandhandel. Ich schätze, dass ich in den nächsten Jahren Umsatzsteuer zahlen muss, und die oben gestellte Frage beschäftigt mich seit einiger Zeit. Mein geschäftsmodell läuft so, dass ich gebrauchte Waren von Privatleuten für einen gewissen Prozentsatz des Marktwerts ankaufe, und dann für den Marktwert verkaufe, d.h. ich kann keine Vorsteuer geltend machen.

Ich versuche mal anhand einer Rechnung klar zu machen, was ich meine: Angenommen ich habe Kapital in Höhe von 10.000€. Dieses kapital re-investiere ich jeden Monat, und habe einen Gewinn von 10%. Dann habe ich jeden Monat soviel Umsatz gemacht:

01 11.000€

02 12.100€

03 13.310€

04 14.641€

05 16.105€

06 17.715€

07 19.487€

08 21.435€

09 23.579€

10 25.937€

11 28.531€

12 31.384€

Jahresumsatz: 235.224€ am Jahresende vorhandenes Kapital: 31.384€

Nun muss ich von meinem Jahresumsatz 16% Umsatzsteuer zahlen. Das wären also 37.635€, was bedeutet, dass ich mehr als mein ganzes Kapital nur für die Umsatzsteuer verpulvern müsste.

Warum ich das jetzt hier reinstelle: Ich bin mir sicher, dass ich irgendwo einen Denkfehler habe. Irgendwas mache ich falsch, denn mein Ergebnis ist lächerlich hoch, ich hoffe mir kann hier jemand weiterhelfen. Auf nachfrage kann ich bestimmte Sachverhalte auch genauer erläutern.

Umsatzsteuer, Gewinn
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Trading bei einem ausländischem Broker - wie ist der Begriff„Gewinn“ definiert, auf welchen die Abgeltungssteuer anfällt?

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Trading von u.a. CFD/Forex bei einem Online-Broker (eToro), der im Ausland ansässig.

Da ich nun nicht mehr nur mit virtuellem Kapital spekuliere, sondern reales Geld eingezahlt habe, um damit Gewinne zu erzielen, muss ich mich nun mit der Frage der Besteuerung befassen.

Soweit ich das verstanden habe, wird von einem ausländischen Broker keine Abgeltungssteuer direkt an das deutsche Finanzamt abführt. Hier bin ich selbst in der Angabepflicht bei meiner Steuererklärung.

Was mich derzeit irritiert sind vor allem die Begriffe „Gewinn“ bzw. „Kapitalerträge“, weshalb ich mich an die Mitglieder dieses Forums wende :-)

Soweit ich mich in das Thema bislang eingelesen habe, muss ich - vereinfacht dargestellt und Freibeträge, Verlustgegenrechnung etc. beiseite gelassen - auf die von mir erzielten Gewinne die Abgeltungssteuer von 25%, sowie Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer zahlen.

Der Frage, zu der ich jedoch keine mir verständliche Antwort finde ist:

Was genau sind die zu versteuernden Gewinne bzw. Kapitalerträge und wann fällt diese Steuerlast an?

Sind damit die tatsächlich für mich realisierten Kapitalerträge gemeint, sprich das Geld, welches ich von dem Broker zurück auf mein inländisches Bankkonto überweisen lasse? Und ist dieser Gewinn dann für das entdprechrnde Kalenderjahr zu versteuern?

Oder ist damit jenes Kapital (inkl. der von mir generierten Gewinne samt gegengerechneter Verluste) gemeint, welches sich derzeit auf dem Konto meines Brokers befindet? Und ist für das Kapital bzw. die Gewinne auf diesem Konto jährlich eine Steuererklärung zu erstellen - auch wenn die Gewinne nicht realisiert, d.h. nicht ausgezahlt wurden?

Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand zu diesen Fragen (Was sind Gewinne? Wann fällt die Steuer an?) eine Antwort, nach Möglichkeit mit Quellen geben kann, oder vielleicht auch einen Tipp, wo mir hierzu weitergeholfen werden bzw. ich mich selbst informieren kann.

Herzlichen Dank :-)

Kapital, Abgeltungssteuer, Finanzamt, Online, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht, Gewinn, Kapitalerträge
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Geldspielautomat in Kneipe: Wirtin zieht Stecker bei hohem Gewinn. Was tun?

Ich war zum ersten mal in einer Kneipe mit drei Spielautomaten. Ich fragte ob ich an einem spielen dürfe. Innerhalb einer geschätzten halben Stunde hatte ich knapp 900 Euro auf dem Display, weil es unglaublich einfach war, auf 140€ hochzudrücken. Ich konnte es selbst kaum glauben.

Da zog die Wirtin den Stecker und begann die drei Spielautomaten durch die Gegend zu schieben, was sehr merkwürdig war. Ihr Sohn (denke ich) kam dazu und half mit. Ich dachte man versucht den Speicher zu löschen und rief die Polizei. Die kam, bat darum den Automaten einschalten zu lassen und fotografierte mein Guthaben sowie das Zulassungsschild. Man hat zwar Beweise gesichert, aber tätig wird die Polizei nicht. Ich bekam aber eine Vorgangsnr., die Polizei belehrte uns, dass das Zivilrechtlich geklärt werden kann, ich wegen Manipulation beschuldigt werden könne und darauf mit einer Verläumdungsklage reagieren könne.

In der Kneipe hiess es , am nächsten Tag könne ich mein Geld abholen, wenn inzwischen der Aufsteller/Techniker da war und sich von der Rechtmäßigkeit des Gewinns ohne Manupulation überzeugt hat. Dann sagte man mir, ich solle zuerst anrufen, nicht gleich vorbei kommen. Am nächsten Tag rief ich an und bekam zu hören, man habe eine Karte eingeschickt und eine email dazu geschrieben und bittet den Aufsteller oder Hersteller zu überprüfen, ob eine Manipulation vorliege. Ich bekäme dann mein Geld. Ich bekam sogar die Tel.-Nr. der "Überprüfungsstelle". Dort wusste man von nichts, dass etwas zur Überprüfung eingeschickt werden sollte.

Zwei Tage später rief ich nochmal die Tel.-Nr. an und wurde aufgeklärt, dies sei eine Portal-Nr., wie eine Zentrale, die nur weiterverbindet. Ich wurde dann zum techn. Support durchgestellt. Dort sagte man mir, es gäbe zur Zeit keine Manipulationsmöglichkeit und die Wirtin möge bei ihm anrufen. Ich rief die Wirtin an, die davon aber nichts hören wollte. Am Tag 7 und 8 nach dem Vorfall versuchte ich wieder die Wirtin zu erreichen, die aber nicht an's Telefon ging. Am Tag 9 ging ich vorbei und wurde unwirsch gefragt, was ich denn nicht verstanden hätte. Am Tag 10 rief ich den techn. Support nochmal an, der sich bereit erklärte, die Wirtin selbst anzurufen. Kurz danach km der Rückruf des Suipports, gestern wäre etwas von der Wirtin eingeschickt worden (Tag 9), bis in fünf Tagen wisse man vielleicht schon mehr, dann könne ich ja nochmal nachfragen.

Wer ist verantwortlich, was kann ich tun? Angeblich sollte der Automat auch ausgeschaltet bleiben bis zur Klärung, aber er ist wieder in Betrieb. Wenn die Kneipe von den Einnahmen lebt und mir nicht so viel auszahlen kann, könne man doch mit mir reden, dafür hätte ich Verständnis und wir könnten gemeinsam nach einer Lösung suchen. Aber sie hat ja sogar meinen Einsatz behalten und kommt mir pampig.

Gewinn
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Nebengewerbe: Gewinn bei Steuererklärung falsch angegeben. Selbst korrigieren lassen?

Trau mich kaum zu fragen.

Ich bin seit Jahren als Testkäuferin tätig. Mal mehr mal weniger. Bekomm Gutschriften von Agenturen. Habe brav den Gewerbeschein und irgendwann mal die Kleinunternehmerregelung benatragt

In den ersten Jahren hab ich immer brav eine excel-Tabelle Einnahmen und Ausgaben für das Finanzamt dazugelegt. Dann hab ich irgendwann angefangen es per Elster zu machen und hab jedes Jahr einfach nen Gewinn von 600 Euro veranschlagt ohne mich weiter zu kümmern. Ja fataler Fehler. Haut mich ! Bringt mich aber nicht weiter Es war jetzt so, dass ich ein netten Brief bekommen . Strafrechtliche überprüfung.dass das Kontrollradar höhere Einnahmen gemeldet hat, ich wurde verwarnt, solche Fehler in Zukunft zu meiden. Da gibt es um 2013 und 2014

Ich habe daraufhin kurz beim Amt angerufen.. die Dame war natürlich nicht so Amused. Ich hatte zu dem Zeitpunkt nichts mehr aufgehoben an belegen usw. Sie wies mich darauf hin was meine Pflichten sind. Ich hab gesagt ich lasse ihr Unterlagen zukommen.

Ich habe nun 3 Tage hier gesessen und kontoauszüge erfasst und mir von den Agenturen Listen schicken lassen Alle Ausgaben , Kilometer usw erfasst pro Auftrag Mein Plan ist nun die Anlage G der letzten 3 Jahren mit den richtigen Belegen einzureichen .. Ca pro Jahr 1000 Euro zu wenig angegeben.

Muss ich dann nur mit einem Nachbescheid rechnen oder mit richtigen Probleme ...

steuerhinterziehung, Steuern, Gewinn, Nebengewerbe
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Ich möchte im Nebengewerbe Kleinunternehmer sein, werde Flugtickets kaufen und verkaufen, falle ich unter die Umsatzsteuer?

Hallo liebe Gemeinde, ich möchte als Kleinunternehmer im Nebengewerbe als Reisevermittler Flugtickets von Fluggesellschaften einkaufen (über bestimmte Portale, -> Consolidator) mit Gewinn weiterverkaufen.

Angenommen beträgt der Flugpreis 200€ zum Einkaufspreis, ich werde 20€ Gewinn addieren und es für 220€ an Kunden (Privatkunden) weiterverkaufen. Muss ich als reine Reisevermittler zusätzlich 19% auf den Flugpreis von 220€ addieren? Viele große Reisevermittler (wie fluege . de) verkaufen die Flugtickets schon fast zum Einkaufspreis, weshalb die Vermutung nahe liegt, dass man als Reisevermittler keine 19% Ist aufaddierten muss.

Als Kleinunternehmer sind bis zu 17.500€ Umsatzerlöse möglich. Wenn die Umsatzerlöse von meinen Flugtickets nicht steuerpflichtig ist, dann muss ich doch nur mein Gewinn - also Marge - aufaddieren um an die 17.500€ zu kommen oder nicht?

Wenn ich von den 220,00€ erstmal 19% Ust abgeben müsste, wären das 41,80€. Dann hätte ich ja Verlust.

Müsste ich auf die 220€ die 19% Ust addieren (falls notwendig) dann wäre der Preis in Höhe von 220,00€ + 41,80€ = 261,80€ gar nicht mehr konkurrenzfähig.

Habe ich einen Denkfehler oder vertausche gerade irgendwelche gesetzlichen Regelungen was gar nicht zusammengehört? :(

Ich würde mich über eine Antwort freuen.

Mit lieben Grüßen!

Umsatzsteuer, Flug, Gewinn, Kleinunternehmerregelung, Nebengewerbe
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Frage zum Fahrtenbauch....

Es wird ja immer wieder angeraten als Selbstständiger, der seinen Dienstwagen auch privat nutzt auf jeden Fall ein Fahrtenbuch zu führen, da es in fast allen Fällen steuerlich besser steht als die 1%-Regel.

Ich persönlich finde es allerdings als sehr unangenehm, bei jedem Fahrtantritt und Fahrtende erst einmal das Fahrtenbuch aus dem Handschuhfach zu holen und entsprechendes einzutragen. Vor allem im Winter, wenn man spät abends nach hause kommt. Es ist kalt und dunkel, man hat hunger und ist müde - dann ist es echt eine Last, die ganzen Namen und Adressen, km-Stand, Zeit usw. einzutragen.

Deshalb meine Fragen:

1.) welche sinnvolle Möglichkeiten gibt es zum Fahrtenbuch? (und wenn ich mit viel weniger Aufwand nur 2/3 meiner Fahrtkosten absetzen könnte würde ich das als sinnvoll bezeichenen)

2.) Angenommen ich würde kein Fahrtenbuch führen und am Jahresende meine gesch. gefahrenen km nachvollziebar (also genau dokumentiert) selbst schätzen und die Kosten in der Steuererklärung angeben. Würde ich dann bei Nachfrage nach dem Fahrtenbuch (das ich ja nicht geführt habe) seitens des FA ärger bekommen (also ordnungswiedrig oder gar strafrechlich) oder würden mir die Fartkosten einfach nur nicht angerechnet werden?

Anmerkung: ich fahre oft mehrere Monate (beinahe) die selbe Route, die jeweils gröstenteils die selben Kunden beeinalten.

einkommensteuer, Recht, selbstständig, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht, Gewinn, EStg
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