Darf mein Vermieter meine Nebenkostenabrechnung hochrechnen?

3 Antworten

Lege Widerspruch gegen die Nebenkostenabrechnung ein und bezahle alle Positionen der Nebenkostenabrechnung außer der Stromabrechnung.

Fordere den Vermieter auf entsprechend der Zählerstände abzurechnen. Wenn er zu den Stichtagen keine Ablesung vorgenommen hat, dann kann er zum einen den Endzählerstand von der letzten Abrechnung heranziehen und den Zählerstand zum Ende der Nebenkostenabrechnungsperiode kann er rückrechnen. Allerdings ist so ermittelte Zählerstand dann auch als Anfangszählerstand für die neue Abrechnungsperiode heranzuziehen.

Dem ganzen kannst Du aber auch dadurch aus dem Wege gehen, dass Du Dir selbst die Zählerstände an den Sichtagen notierst.

Legitim ist die Hochrechnung durchaus, wenn sie korrekt angewendet wird.

Kleiner Vertipper, der Zwischenzähler wurde am 10.04.2013 eingebaut, nicht 2014

Lieber Spodermon,

bitte achte in Zukunft darauf, Ergänzungen zu Deiner Frage, über den Button "Kommentieren" hinzuzufügen. So ist sichergestellt, daß der Zusammenhang nicht verloren geht, da die Antworten durch die ständigen Bewertungen immer in Bewegung sind.

Viele Grüße

von Ria vom finanzfrage.net-Support

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Um die Sache mal genau zu fassen:

Die Abrechnung bis 22.8.2013 ist bereits erfolgt? Dann steht der rechnerische Anfangs-Zählerstand für die Folgeperiode bereits fest.

Wenn die 2014-er Ablesung nun bereits 50 Tage vor dem Stichtag erfolgt, dürfte der Fehler durch die Extrapolation nicht allzu groß sein, zumal sich das mit der nächsten Abrechnung wieder ausgleicht. Bei mir ist auch manchmal keine Ablesung zum Stichtag (1.9.) möglich, es erfolgt dann eine "Schätzung" aufgrund der Ablesung des Netzbetreibers im Mai. Die Abweichung lag noch nie über 50 kWh entsprechend knapp 13€.

Fordere halt den Vermieter auf, künftig eine zeitnahe Ablesung zu gewährleisten, damit die Stromabrechnung zutreffend ist.

Ja die Abrechnung bis 22.08.2013 ist bereits erfolgt. Allerdings wurde bei dieser Abrechnung die Kosten anders bestimmt, da ja nicht  über den ganzen Abrechnungszeitraum (August 2012 bis August 2013) ein Zwischenzähler (eingebaut April 2013) vorhanden war, sonder erst mitten in dieser Periode eingebaut wurde. Deshalb wurde damals einfach der prozentuale Anteil meiner Wohnung, an der Gesamtfläche für die der Zähler zuständig ist auf mich abgewälzt. Im vergleich mit der jetzigen Rechnung, die ja dank Zwischenzähler (und trotz Hochrechnung) eher meinem Verbrauch entspricht, habe ich deshalb letztes mal das 3fache an Strom bezahlt

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@Spodermon

Du kannst aus der alten Abrechnung einen entsprechenden Anteil aus dem gezählten Strom berechnen (10.4. bis 22.8. ist etwa ein drittel Jahr), also muss von einem Zählerstand x am 22.8.2013 ausgegangen werden. Dabei ist x die Anzahl der kWh, die einem Drittel des in der Vorperiode abgerechneten Verbrauchs entspricht.

Dies wäre die kulante Methode.

Rechtlich durchzusetzen wäre m.E. auch, eine Neuberechnung des Verbrauchs der Vorperiode aufgrund offensichtlich falscher Schätzung. 

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Pfuscht mein Vermieter bei der Nebenkostenabrechnung?

Tja, was soll ich sagen ... ich suche Rat! Schließlich bewege ich mich bei folgendem Fall nicht im Bereich von schweren Vergehen, aber auch nicht von Bagatellen. Ich vermute eine Art Kavaliersdelikt ...

Ich miete eine Wohnung von etwa 70 Quadratmetern. Sie befindet sich im ersten Stock zusammen mit einer weiteren, etwas kleineren Wohnung (etwa 40 qm). Im Erdgeschoss darunter mietet eine Verwandte des Vermieters eine Praxis, die wohl etwa 100 bis 110 qm hat.

Bei der Nebenkostenabrechnung ist mir schon seit vielen Monaten unwohl, und das, obwohl der Vermieter bei Erstellung der Abrechnung genaue Werte zur Verfügung hat. Er hatte nämlich vor Vermietung des Hauses darauf geachtet, für jede einzelne Wohnung einen eigenen Zähler anzubringen. Ich machte damals bei Einzug (als Erstmieter) den Fehler, die entsprechenden Zähler nicht zu prüfen. Ich verließ mich darauf, dass sie auf einem Wert um die Null stehen.

Diesen Fehler machte ich aber dann irgendwann nicht mehr. Ich begann, die Zähler (unregelmäßig) abzulesen. Die Unregelmäßigkeit ist insofern aber überhaupt nicht schlimm, weil die modernen Zähler über eine Speicherfunktion für den Wert am 31.12. verfügen.

Es geht um die Werte bei der Heizung. Die drei Zähler an der Gas-Zentralheizung zeigen den Verbrauch in MWh an. Bei der Umrechnung der Werte in Prozent komme ich zu folgendem Ergebnis:

Legende: (a) mein eigener Verbrauch; (b) Wohnung Nr. 2; (c) Erdgeschoss ######################################## Anteil dem Zähler gemäß: (a) 8,26 %; (b) 29,17 %; (c) 62,57 %.

Anteil in der NK-Abrechnung: (a) 27,57 %; (b) 21,00 %; (c) 51,43 %. ########################################

(Anmerkung: Ich bin tagsüber großteils nicht in der Wohnung und daher mit der Heizung extrem sparsam.)

Hier klafft einiges auseinander ... Als ich direkt nach der persönlichen Aushändigung der NK-Abrechnung Zweifel hegte und 'stammelte' "Den Punkt mit der Heizung ist mir nicht ganz klar ... Haben Sie nach Quadratmetern (!) gerechnet oder wie?", da antwortete er: "Mit der Frage hatte ich schon gerechnet". Er bot mir jedoch an, mir die Rechnung vorzulegen und mit der Forderung der Nachzahlung zu warten, meldete sich anschließend aber wieder über (mittlerweile schon) Wochen nicht mehr bei mir. (Ich sage jetzt nicht, dass das ungewöhnlich ist, außerdem ist einem ein Vermieter, der einem nicht dauernd auf der Schwelle rumtanzt, ja auch ganz lieb.)

(Man beachte auch den Faktor der mit dem Vermieter verwandten Mieterin.)

Die Frage ist: Wie nähere ich mich meinem Vermieter? Schließlich will ich einen freundlichen Umgang aufrechterhalten ... Bei schriftlichen Aufforderungen z.B. ... naja - kann man sich denken, nicht wahr?

Danke für Eure Hilfe :)

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Nebenkostenabrechnung nach Tod des Mieters

Ein Vermieter kaufte 1997 eine Wohnung (samt Mieter, der bis vor kurzem auch noch darin wohnte). Im Mietvertrag war ein Betrag x für Miete und ein Betrag y für Nebenkosten veranschlagt. Der Vermieter hat bis heute nie eine Nebenkostenabrechnung gemacht, der Mieter hat das nie beanstandet (wobei die wirklichen Nebenkosten immer höher waren als Betrag y im Mietvertrag, so dass der Vermieter die höheren Nebenkosten selbst getragen hat).

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