Mindestlohn bei einem Dienstleistungsvertrag mit einem polnischen Unternehmen

Ich habe einen Dienstleistungsvertrag zur Betreuung eines Angehörigen mit einem polnischen Unternehmen abgeschlossen. Nun tritt dieses Unternehmen an mich mit Vertragsänderungen heran, die aus dem deutschen Gesetz zum Mindestlohn für sie entstehen sollen. Während einige Punkte dieser Vertragsänderungen für mich nachvollziehbar und auch mehr oder weniger korrekt sind, ist aber die damit verbundene Preiserhöhung um ca. 10% nicht nachvollziehbar, denn bisher werden etwa 1800,- € je Monat berechnet, zuzüglich der vertraglich vereinbarten Sachleistungen - Kost, Logis, Telefon, TV und Internet. Die Vertragsänderungen sehen auch vor, diese Sachleistungen mit 10,- € täglich anzusetzen. Meine Auffassung ist, dass dieser Tagessatz bei weitem nicht kostendeckend ist. Bei der Annahme von realen Kosten sehe ich keinerlei Probleme die Vorgaben zum Mindestlohn einzuhalten.

Liege ich mit meiner Auffassung falsch? Bei Google finde ich da nichts, was so richtig den Sachverhalt behandelt.

Bemerkung: Nach meinen Recherchen hat unsere Pflegekraft etwa 1000,- € netto und hat im Gegenzug keinerlei Aufwendungen für das tägliche Leben, kann diesen Betrag also komplett ansparen. Mir ist keine deutsche Pflegekraft bekannt, die soviel Bares am Monatsende nach Abzug aller Ausgaben fürs Leben - selbst bei Überschreiten des Mindestlohnes - übrig hat.

Mindestlohn
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