Darf die Erbengemeinschaft ohne meine zustimmung Haus vermieten?

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3 Antworten

Bei Erbengemeinschaften kann kein einzelner Erbe mit dem Verwerten des Erbes beginnen, solange die anderen nicht zugestimmt haben (75% Mehrheit ist ausreichend). Aber jeder Erbbrechtigte kann zwecks Auflösung der Erbengemeinschaft die Zwangssvollstreckung beantragen, falls man sich nicht gütlich einigt. Dann kann jeder mitbieten, der Interesse an dem Objekt besitzt - den Zuschlag erhält der Meistbietende. Allerdings ist zu bedenken, dieser Weg bringt nicht soviel Geld wie ein gütliche Einigung bei der Verwertung des Objektes.

Wenn ein Miterbe der Meinung ist, er könne die Angelegenheit zu seinen Gunsten durchsetzen und das Objekt alleine Vermieten, dann würde ich darauf bestehen, dass die Mieteinnahmen auf ein Sperrkonto gehen, denn diese stehen der gesamten Erbengemeinschaft zu. Damit wird der Alleingänger sicher bald einlenken und zu einer gemeinsamen Lösung beitragen. Auch dem Mieter würde ich wissen lassen, dass der als Vermieter aufgetretene Miterbe derzeit keine Vollmacht von den anderen Erben besitzt.

Erbengemeinschaft ist Erbengemeinschaft. Abgestimmt wird nach Anteilen am Erbe.

Wenn ihr Euch nicht einigt, dann hilft nur die Versteigerung zum Zweck der Auseinandersetzung.

Bei den geschilderten Verhältnissen kann man nur raten, nimm Dir einen Anwalt.

Wenn die Erbengemeinschaft aus vier Personen mit gleichen Erbanteilen besteht, dann können Entscheidungen nur mit 3 von 4 Stimmen getroffen werden. Wenn die anderen Beiden dem/der X zugestimmt haben, bist Du überstimmt.

Das Haus inklusive Inventar gehört, vermutlich zu einem Viertel, Dir. Das bedeutet Du hast einen Anspruch auf ein Viertel der Miete, ein Viertel des Wertes des Inventars, wenn er verkauft wurde, musst allerdings auch ein Viertel der Kosten tragen, wenn Kosten anfallen.

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