Was sind 'beschränkt abziehbare Sonderausgaben' auf dem Steuerbescheid?

Hallo,

was den Steuerbescheid angeht, habe ich das Meiste darauf nachvollzogen. Nur noch die beschränkt abziehbaren Sonderausgaben bereiten mir ein wenig Kopfzerbrechen. Woraus bestehen diese?

Meine Vermutung war bisher, dass sich dieser Zahlungen auf meiner Lohnsteuerbescheinigung und der meiner Frau finden müssen. Allerdings komme ich da auf keinen grünen Zweig.

Hier das, was auf dem Steuerbescheid steht (Klammern von mir):

  • a) Summe der Altersvorsorgeaufwendungen: 2.554€
  • b) davon 82%: 2.095€
  • c) ab Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung: 1.277€
  • d) verbleiben: 818€ (2.095-1.277)

  • e) Beiträge zur Krankenversicherung: 2.409€
  • f) Beiträge zur Pflegeversicherung: 288€
  • g) ab Beitragsrückerstattung: 22€

  • h) verbleiben: 2.675€ (2.409+288-22)
  • i) zuzüglich übrige Vorsorgeaufwendungen: 2.060€

  • j) Summe: 4.735€ (2.675+2060)
  • k) davon abziehbar: 3.800€ (von 4.735)

  • l) Summe der abziehbaren Vorsorgeaufwendungen: 4.618€ (818+3.800)

Nun das, was bei mir und meiner Frau auf der Lohnsteuerbescheinigung steht (erste Zahl von mir, zweite von ihr):

  • 4.Einbehaltene Lohnsteuer: 343,32€ - 13.927€
  • 5.Einbehaltener Solidaritätszuschlag: 0€ - 605,99€
  • 6.Einbehaltene Kirchensteuer des Arbeitnehmers: 1,28€ - 0€
  • 22.Arbeitgeberanteil/-zuschuss a) zur gesetzlichen Rentenversicherung: 1.276,10€ - 0€
  • 23.Arbeitnehmeranteil a) zur gesetzlichen Rentenversicherung: 1.276,10€ - 0€
  • 25.Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung: 1.146,40€ - 0€
  • 26.Arbeitnehmerbeiträge zur sozialen Pflegeversicherung: 160,35€ - 0€
  • 27.Arbeitnehmerbeiträge zur Arbeitslosenversicherung: 204,74€ - 0€
  • 28.Beiträge zur privaten Kranken- und Pflege-Pflichtversicherung oder Mindestvorsorgepauschale: 0€ - 1.899,96€

Hat jemand irgendeine Ahnung? Vielen Danke im Voraus!

steuerbescheid Lohnsteuerbescheinigung
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Steuerbescheid: Knapp 500€ Nachzahlung in Steuerklasse 2?

Guten Abend,

meine Mutter hat heute den Steuerbescheid für die Steuererklärung 2016 erhalten und muss unerwartet knapp 500€ nachzahlen - für sie ein großer Schock, da sie bislang immer Rückerstattungen bekommen hat. Ich muss zunächst anmerken, dass ich selbst keine Erfahrung mit Steuerangelegenheiten habe, und meine Mutter als Migrantin sich ebenfalls schwer tut, das Ganze nachzuvollziehen.

Was ich aber soweit als Ursache für die geforderte Nachzahlung verstanden habe, ist dass ihr zu versteuerndes Einkommen gestiegen ist, sodass die festzusetzende Einkommenssteuer nun knapp doppelt so hoch ist. Laut der "Bundesministerium der Finanzen"-Website liegt die Einkommenssteuer für Personen mit einem Einkommen von 13.670 - 53.665€ bei 1.112€. Meine Mutter kam 2016 auf ein zu versteuerndes Einkommen von 14.333€, womit sie im Vergleich zu den Vorjahren sozusagen eine Stufe "höher" gerutscht ist. Zum Vergleich: 2015 lag das zu versteuernde Einkommen bei 12.248€, die festzusetzende Einkommenssteuer damit nur bei 670€, da sie unter die Gruppe 8.473 - 13.469€ fiel.

Demnach ist die Forderung für mich zwar zahlenmäßig nachvollziehbar, aber einige Fragen bleiben dennoch offen. Wurden während des Jahres 2016 die monatlichen Steuerabzüge deshalb so niedrig gehalten, weil meine Mutter sonst auch immer in den Besteuerungsbereich von 8.473 - 13.469€ fiel? Warum wurden nicht direkt mit dem Monatslohn mehr Steuern abgezogen? Dass die festzusetzende Einkommenssteuer bei ihr von einem aufs nächste Jahr von 670 auf 1.112€ steigt, kann das Finanzamt vielleicht nicht vorhersehen. Aber gibt es dann nicht Unmengen an Menschen, die nur wegen ein paar Euro mehr Jahreslohn auf einmal ähnlich hohe Nachzahlungsforderungen erhalten? Nur wegen dieses gestaffelten Systems? Und auf welcher Grundlage werden die monatlichen Steuerabgaben dann festgesetzt? Mir scheint, man hat auf Grundlage des Vorjahrs abgezogen, und nun muss meine Mutter bei ihrem eher kleinen Einkommen die fehlenden 483,62€ auf einmal stemmen. Hat das wirklich seine Richtigkeit?

Ich hoffe die Angaben waren verständlich. Vielen Dank für jede Antwort.

einkommensteuer Nachzahlung steuerbescheid Steuererklärung Steuern
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Nachträgliche Berechnung der Beitragsguthaben für Krankenversicherung für Selbstzahler?

Ich bin Rentner und arbeite nebenbei freiberuflich als IT-Berater. Die Krankenversicherungsbeiträge werden auf Basis vom Einkommensteuerbescheid berechnet. Aus unbekannten Gründen erstellte das Finanzamt die Einkommensteuerbescheide datiert 06.06.2016 für 2014 und 2015 zusammen, welche ich Anfang Juni erhielt und an die Krankenkasse weiterleitete. Bis dann würden die Versicherungsbeiträge auf Basis vom Einkommensteuerbescheid 2013 berechnet und diese waren höher (meine Auftragslage war gut im Jahr 2013). Nun sagt die Krankenkasse (TK) im Brief datiert 13.07.2016, dass meine Beiträge ab dem 1.April 2016 neu berechnet wurden. Ferner sagt die TK: „…. Für die Neuberechnung berücksichtigen wir Ihre Einkünfte aus Ihrem Steuerbescheid 2013…“ und „… Da beide Steuerbescheide am 6.Juni 2016 durch das Finanzamt ausgestellt wurden, bleibt der Steuerbescheid 2014 für Ihre Beitragsberechnung unbeachtet…“ TK berechnete ein Beitragsguthaben für die Monate April 2016 bis Juni 2016, da in dieser Periode – mangels Einkommensteuerbescheid – Höchstbeiträge berechnet wurden. Nun meine Frage: Warum werden die Beitragsguthaben für das Jahr 2015 nicht berechnet und rückerstattet? In diesem Jahr habe ich aus meine freiberuflicher Tätigkeit sehr wenig verdient. TK verweist diesbezüglich auf die gesetzlichen Vorgaben (§240 Absatz 1 Sozialgesetzbuch fünftes Buch in Verbindung mit § 6 Absatz 5 Satz 2 der Beitragsverfahrensgrundsätze für Selbstzahler). Ich kann es nicht nachvollziehen, dass Ist es so, dass für die nachträglich berechneten höheren Beiträge Nachzahlungen fällig sind aber bei den niedrigen Beiträgen nachträglich keinen Beitragsguthaben berechnet wird? Ich bin davon ausgegangen, dass die Beiträge auf Basis des Jahreseinkommens festgelegt werden. Ich bedanke mich im Voraus für die Aufklärung bzw. für die Hinweise zum weiteren Vorgehen.

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An welcher Position im Steuerbescheid erkennt man die Erstattung von zuviel abegeführter Kapitalertragssteuer?

folgendes: ich habe meine Steuererklärung gemacht mit WISO Sparbuch. Die Erstattung vom Finanzamt ist auch fast genauso hoch ausgefallen wie das Programm es ausgerechnet hat, also hab ich wohl alles richtig eingetragen! das ist die Gute Nachricht, auch dass die Erstattung mir schon überwiesen wurde.

ich werde nur aus dem Steuerbescheid nicht schlau, weil ich eigentlich erkennen will, welche Position mir sagt, dass mir zuviel abgeführte Kapitalertragssteuer erstattet wurde. Problem war nämlich, ich als single hab 801 EUR freibetrag, den hatte ich auf meine Banken aufgeteilt, aber eben nur nicht auf alle. ich hatte leider bei der Bank, die mit dem grössten Zinsertrag , keinen Freibetrag eingetragen, weil ich dachte, die Zinsen werden doch erst diees Jahr ausgezahlt dass auch der Abzug erst dieses Jahr erfolgt. (es geht um ein Festgeldkonto von 2014 , mit Laufzeit 2 Jahre). pustekuchen, auch wenn ich die Zinsen nicht ausgezahlt bekommen habe, wurde die Abgeltungssteuer schon abgeführt.

ich hab mir also die Mühe gemacht, den Steuerbescheid nochmal genauer anzugucken, aber ich sehe nirgendswo eine genaue bezeichnung, worin steht, dass xy EUR abgeltungsteuer abgeführt wurden, weil ich Freibetrag nicht eingetragen hab, und deswegen xy EUR wieder erstattet wurden.

ich meine, es hat bestimmt schon seine Richtigkeit, der Steuerbescheid als ganzes, weil wie oben gesagt, die vom WISO Programm errechnte Summe stimmt mit dem Finanzamt überein.

aber mich interessiert , wo im Steuerbescheid ich das erkenne.

danke vorab.

Abgeltungssteuer Erstattung Finanzamt steuerbescheid Kapitalertragssteuer
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Gewerbe, Werkstudent - später Teilzeit-fest, und freier Mitarbeiter. Muss ich zuviel nachzahlen und Tipps für den Besuch eines Steuerberaters?

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und habe mich bisher schlecht wie recht durch meine Steuererklärungen geboxt. Doch ich merke immer mehr, dass mir alles über den Kopf wächst und deswegen habe ich bald auch einen Termin mit einer Steuerberaterin. Trotzdem wollte ich vorher mal hier fragen und vielleicht könnt ihr mir helfen bzw Tipps geben, wie ich mich auf den Termin mit meiner Steuerberaterin vorbereite. Denn das wäre das erste Mal bei einer.

Ich war von März bis September Werkstudent und wurde danach als teilzeit festangestellt übernommen. Dazu habe ich noch ein kleines Gewerbe als DJ und schreibe Rechnungen ohne MwSt, da ich höchstens 2500-3000 Euro im Jahr damit verdiene. Außerdem bin ich ein freier Mitarbeiter eines großen öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

2015 habe ich: - mit dem Gewerbe: 2.705 - mit dem Werkstudenten- und Teilzeitjob: 7.381 - mit der freien Mitarbeit: 7.118

verdient. Mich wundert es, dass Werkstudent und Teilzeitjob am Ende des Jahres auf einer Jahresabrechnung standen.

Ich habe meine Steuererklärung gemacht und gestern meinen Steuerbescheid zurück bekommen. Ich soll 1200 Euro nachzahlen. Das verwirrt mich, da ich „frei“ quasi knapp 10.000 Euro verdient habe. Habe ICH mich bei der Steuererklärung vertan? Oder ist es richtig, dass der Werkstudent-Teilzeit-Job ebenfalls zu versteuern sind, obwohl ich da doch Steuern schon für bezahlt habe? Oder nicht?!

Hier mal ein Überblick: Einkünfte aus Gewerbebetrieb: 2.705 Einkünfte aus selbstständiger Arbeit: 7.118 Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit: 7.381 Arbeitnehmer-Pauschbetrag: -1.000 Einkünfte: 6.381 Summe der Einkünfte insgesamt: 16.204

Summe der abziehbaren Vorsorgeaufwendungen: - 2.052 (War als Student freiwillig selbst versichert) Sonderausgaben-Pauschbetrag: - 36

Berechnung der Einkommenssteuer: 14.116 versteuern nach dem Grundtarif: 1.104 Kirchensteuer: 99.36 Solidaritätszuschlag: 26,40

Einkommenssteuerbelastung in Prozent: 7,82 %

Sind die knapp 1.200 Euro Nachzahlung zufiel? Falsch errechnet? Hab ich beim Ausfüllen (mit Elster) einen Fehler gemacht? Denke ich war auch ein wenig naiv, aber wie gesagt habe ich in zwei Wochen einen Termin mit der Steuerberaterin. Was soll ich da alles mitbringen bzw worauf muss ich achten wenn ich hingehe?

Ich danke jetzt schonmal für konstruktive Kritik und Antworten. Viele Grüße Chewie

Einkommensteuererklärung Finanzamt Freiberufler Gewerbe Steuerberater steuerbescheid Teilzeitjob
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Vorauszahlungsbescheid - Anzurechnende Lohnsteuerabzugsbeträge viel zu niedrig

Guten Tag,

ich bekam gestern den Steuerbescheid und das Ergebnis entsprach auch dann dem, was mein Steuerprogramm ausgespuckt hatte: Nachzahlung von 40 Euro. Zusätzlich jedoch war auch noch ein Vorauszahlungsbescheid dabei - mit nicht gerade geringen Vorauszahlungen. Ich bin das jetzt mal durchgegangen und ich kann da einfach einen Punkt nicht nachvollziehen. Und bevor ich da jetzt Einspruch einlege, frage ich hier erst mal nach. Ich versuche, mal zusammenzufassen (Zahlen leicht gerundet/abgeändert):

Grundlage/Info zu meiner Steuererklärung 2013:

  • bis Juni 2013 war ich selbstständig. Die Einkünfte aus Gewerbebetrieb betrugen ca. 6.000 Euro

  • seit Juni 2013 bin ich nun angestellt, verdiene knapp 2.300 brutto (insgesamt = 16.000 für 2013), wovon ca. 280 Euro mtl. als Lohnsteuer abgeführt werden

  • Die Einkünfte aus dem Gewerbe in der 2. Jahreshälfte betrugen - zeitlich bedingt - nur ca. 500 Euro, so dass ich insgesamt für das Jahr auf 6.500 komme und auch jetzt ist es deutlich nicht mehr in dem Maße wie vor dem Angestelltsein.

Die Summe der Einkünfte abzgl. der Ausgaben ergab dann eine Einkommensteuer von 2.000 Euro. Aber da ich ja 7x die 280 vom Lohn schon abgegeben habe, musste ich jetzt nur noch den Differenzbetrag (40 Euro) ans FA überweisen.

Vorauszahlungsbescheid

So weit kann ich alles nachvollziehen. Aber den mitgeschickten Vorauszahlungsbescheid verstehe ich überhaupt nicht:

Ergebnis: Dieses Jahr soll ich noch 2x über 700 Euro vorauszahlen und nächstes Jahr dann vierteljährlich knapp 400 Euro.

Folgende Rechnung ist da zu sehen:

  • Die haben wieder 6.800 (aus Gewerbebetrieb) und 16.000 (aus nichtselbständiger Arbeit) genommen, haben die Kosten kalkuliert, und sind dann am Ende wieder auf diese knapp 2.000 Einkommensteuer gekommen. Aber unter "anzurechnende Lohnsteuerabzugsbeträge" steht dort nun ein Betrag von ca. 700 Euro, der von den 2.000 Euro abgezogen wird.

Jetzt habe ich aber bis Juni schon knapp 1.400 Euro an Lohnsteuer gezahlt und werde in 2014 wohl insgesamt auf über 3.000 Euro Lohnsteuer kommen. Und trotzdem soll ich jetzt Vorauszahlungen leisten? Kann das richtig sein? Macht für mich zumindest jetzt keinen Sinn.

Frage: Macht es Sinn, wenn ich das FA über die Entwicklung in 2014 informiere, also dass die selbstständigen Einkünfte auf ein Minimum runtergefahren wurden und letztendlich die ganze Steuer über die Lohnsteuer schon eingezogen wird? Ist ja letztlich ein Sonderfall gewesen, da sich ja in der Mitte des Jahres alles geändert hat. Die gehen ja von ganz anderen Werten aus. Oder ist so was hoffnungslos? Ich meine, ich würde das Geld doch dann nächstes Jahr eh wieder zurückbekommen.

Vielen Dank schon mal für eure/Ihre Hilfe

Andreas

steuerbescheid Lohnsteuerabzug Nebengewerbe Vorauszahlungsbescheid
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Gleiche Steuer-ID-Nr. mehrfach an verschiedene Steuerpflichtige vergeben ...

Gestern Abend hatten wir Besuch einer guten Bekannten meiner Frau. Eine absolut zuverlässige und grundehrliche Person, die Folgendes erzählte:

2011 gab sie ganz normal unter ihrer bekannten Steuer-ID ihre Einkommenssteuererklärung ab. Nach mehreren Monaten erhielt Sie ihren Steuerbescheid. Bis dahin ganz normal also.

Im Steuerbescheid waren jedoch Fahrtkostenersatz des Arbeitgebers in Anrechnung gebracht, die Sie nie erhalten hatte und auch auf ihrer elekronischen Lohnsteuerbescheinigung nicht ausgewiesen sind.

Sie ging von einem Versehen aus und ging in die FA-Sprechstunde um den Sachverhalt zu klären.

Nach einigem Hin und Her stellte der Sachbearbeiter fest, dass ihre Steuer-ID offensichtlich mehrfach auch an andere Steuerpflichtige vergeben wurde und dass es zu einer Vermischung der Datensatze von den verschiedenen Steuerpflichtigen gekommen sei. Unglaublich - ist aber so geschehen.

Im Nachgang korrigierte das FA den Steuerbescheid. Also - alles gut. Thema erledigt.

Nun kommt es ganz dicke.

2012 - neue Steuererklärung - gleiches Spiel. Identischer Fehler. Beschwerde beim FA. Korrektur. FA schreibt ihr, dass alle anderen Steuerpflichtigen nun ihre eigenen Steuer-ID hätten. Das Problem damit dauerhaft gelöst sei.

2013 - Steuerbescheid für 2012: Nun stimmt in ihrem Steuerbescheid bis auf die Kapitalerträge und die Fortbildungskosten nichts mehr überein. Das FA berechnet fast den dreifachen Lohn, selbstverständlich werden auch wieder ein Fahrkostenersatz, der nicht stattfand, in Anrechnung gebracht usw. Ergebnis: Sie soll nun knappe 12.000 € Einkommensteuer nachzahlen.

Selbstverständlich hat sie sofort schriftlich Einspruch eingelegt und Vollstreckungsschutz beantragt.

Ich vermute mal, dass das FA den Steuerbescheid nun wieder korrigieren wird und sie mit dem Schrecken davon kommt.

Nun zu meiner eigentlichen Frage.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass das ein "tragischer" Einzelfall ist. Im Netz finde ich nur Handlungsanweisungen, wie vorzugehen ist, wenn ein und der selbe Steuerpflichtige mehrere Steuer-ID´s hat. Jedoch nicht einen Hinweis darauf, wie zu verfahren ist, wenn die gleiche Steuer-ID an mehrer Steuerpflichtige herausgegeben wurde?

In allen Dokumenten die ich lese, scheint diese Möglichkeit überhaupt nicht zu existieren.

Das eigentlich Erschreckende für mich ist jedoch die Erkenntnis, dass es zu Vermischungen von eigenen Datensätzen mit denen anderer Steuerpflichtiger überhaupt kommen kann.

Da, wie bei meiner Bekannten, dieser Fall ja nun schon drei Mal eingetreten ist und es dem FA nicht gelingt diesen Fehler zu bereinigen frage ich mich, an welche Stelle man sich wenden muss um eine dauerhafte Klärung des Problems zu erreichen?

Habt ihr schon von Ähnlichen Vorfällen gehört? Wie sind die Betroffenen oder deren Steuerberater mit dem Thema umgegangen? Steht zu befürchten, dass das Thema doch ein bischen gewaltiger ist? Oder hab ich Paranoia?

Hoffe auf viele Antworten.

Gruß aus Frankfurt/Main.

Jürgen

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Steuerbescheid: Einkommen um 468€ Kinderbetreuungskosten gekürzt; Kindergeld gestrichen

Hallo liebe Community,

ich habe meinen Steuerbescheid für 2012 bekommen. Da sind zwei Änderungen/Streichungen, die ich nicht verstehe. Ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen.

Ich habe zwei Kinder mit meiner Freundin. Wir sind nicht verheiratet, wohnen aber zusammen. Ein Kind geht in die Kita, dass andere ist noch kein Jahr alt und wird zuhause betreut. Jeder von uns hat für die Kinder jeweils einen halben Kinderfreibetrag.

Im Steuerbescheid wurden von meinem Einkommen 468€ abgezogen, mit folgendem Hinweis: "Es wurden Kinderbetreuungskosten als Sonderausgaben abgezogen. Knüpfen außersteuerliche Rechtsnormen an bestimmte definierte Begriffe an (z. B. "Einkünfte", "Summe der Einkünfte" und "Gesamtbetrag der Einkünfte"), sind die entsprechenden Werte für diese Zwecke um die Kinderbetreuungskosten in Höhe von 468 € zu mindern.". Warum?

Das Kindergeld wird vollständig meiner Freundin ausgezahlt. Laut meinem Steuerprogramm und meinen Internetrecherchen kann ich trotzdem das hälftige Kindergeld ansetzen, auch wenn es mir nicht ausgezahlt wird. Hab das extra nochmal recherchiert und überall steht das so.

Mir wurde aber im Steuerbescheid das hälftige Kindergeld gestrichen. Bin mir allerdings auch nicht sicher, wie sich das mit der Günstigerprüfung verhält. Unser zu versteuerndes Einkommen ist unter 60k€, so dass die Kindergeldzahlung wohl günstiger für uns ist.

Unterm Strich fehlen mir deshalb 166 Euro Rückzahlung im Vergleich zur Angabe aus meinem Steuerprogramm.

Was haben die 468€ auf sich und warum wurde mir das hälftige Kindergeld in der Steuererklärung gestrichen? Einspruch einlegen? Wer kann mir diesen Sachverhalt erklären?

DANKE für eure Hilfe!

Grüße guibav

Kinderfreibetrag Kindergeld steuerbescheid Steuererklärung kinderbetreuungskosten
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Dringende Frage zu der Beareitung Steuererklärung 2013

Ich hatte bereits Mitte März meine Unterlagen für die Steuererkläung beim Finanzamt eingereicht. Vor zwei Wochen hatte das Finanzamt bei mir angerufen und auf Band gesprochen und mir parallel ein Schreiben zukommen lassen dass eine Angabe fehlt bzw. Unklar ist. Ich rief also dort um das ganze telefonisch zu klären aber ich wurde gebeten das ganze schriftlich mitzuteilen. Da ich bereits nun schon 14 Wochen auf den Steuerbescheid warte, fragte ich wenn ich die fehlende Angabe einreiche, wie lange die Bearbeitung denn noch dauern würde. Man sicherte mir zu, dass soweit alles fertig wäre und wenn mein Schreiben da wäre, würde der Vorgang SOFORT beareitet werden. Wie gesagt, nun ist das auch schon wieder zwei Wochen her und ich habe immer noch nichts vom Finanzamt gehört. Weder der Steuerbescheid ist mir zugeschickt worden noch eine Rückmeldung ob das nun mit den Unterlagen in Ordnung ist. Die letzten Jahre habe ich immer 14 Tage vor dem Bescheid ein Schreiben mit den eingereichten Belegen vom Finanzamt zurück bekommen. Aber noch nicht dass ist der Fall, dass ich die Belege bisher zurück bekommen habe. Ich weiss dass die Mühlen beim Finanzamt sehr langsam mahlen, aber wenn soweit alles fertig ist, warum dauert dass denn noch solange? Oder kann es sein, dass ich aufgrund der fehlenden Angabe nochmals 14 Wochen warten muss bis ich den Steuerbescheid erhalte? Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen mit dem Finanzamtgemacht wenn Angaben nachgereicht wurden, wie lange die Bearbeitung dauert? Danke für Eure Antworten.

Finanzamt steuerbescheid Steuererklärung
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Rentennachversteuerung, nicht zahlbar...Hilfe!!

Hallo,

ich habe heute für meine Mutter (78J. Pflegestufe 3, Alzheimer und unter gerichtlicher Betreuung, Betreuer bin ich und für finanzielle Angelegenheiten hat sie seit 2007 einen Ergänzungsbetreuer) Steuerbescheide für 2005-2010 erhalten. Gesamtzahllast über 4.000 Euro zahlbar bis 27.12.2012 inkl. Zinsen.

Die Bescheide wurden geschätzt, da nie eine Erklärung abgegeben wurde. Zu meiner Schande muß ich gestehen, mal irgendwann eine Aufforderung bekommen zu haben, die Renten anzugeben, da aber nie eine Steuererklärung zuvor gemacht wurde, diese auch nicht ernst genommen habe.

Meine Mutter hat eine gute Altersrente und zudem erhält sie Witwenrente, jedoch bezahlt sie mir davon ein monatliches Gehalt als Pflegeleistung (Pflegevertrag geschlossen durch den Ergänzungsbetreuer).

Ich habe in der Schätzung gesehen, daß nur der minimale Pauschbetrag für außergewöhnliche Belastungen angesetzt wurden. Von Pflegekosten die ja nicht unerheblich sind wie z.B. mein Gehalt keine Spur...klar, woher wollen sie das auch wissen.

Der Ergänzungsbetreuer ist natürlich schwer begeistert und will sofort Einspruch einlegen, jedoch ergibt sich die Frage wer zahlt nun den STeuerberater, der diesen geschätzten Bescheid schnell korrigiert und zudem, es bliebe wohl eh eine Zahllast die derzeit nicht bezahlt werden kann. Das Vermögen meiner Mutter ist gleich Null, ihre monatliche Rente wird sofort an meine Gehaltszahlung und die jeweiligen Sozialabgaben verbraucht.

Was macht das Finanzamt wenn keine Zahlung möglich ist? Pfändet sie ihr Konto? Somit wären keine Gehaltszahlungen an mich mehr möglich.

Wie am besten vorgehen? Bin für jeden Rat dankbar.

Danke C.D.

Rente Finanzamt steuerbescheid Steuern
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Fehler in Einkommensteuerbescheid 2011

Hallo, ich habe ein großes Problem mit dem Finanzamt und bräuchte deswegen dringend Hilfe.

1) Erstens habe ich den Einkommensteuerbescheid per Post nicht erhalten, sondern nur die 1.Mahnung eine Nachzahlung zu leisten. Was muß ich jetzt am besten tun?

2) Die erhaltene Lohnsteuer-Nachzahlung für 2011 ist völlig außerhalb meiner Vorstellungskraft und kann nicht stimmen. Falls ich einen Fehler bei meiner Steuererkärung gemacht habe (oder das Finanzamt etwas falsch berechnet hat), wie kann ich das jetzt wieder korrigieren?

Ich habe im Kalenderjahr verdient:

29.209.- Euro Bruttoarbeitslohn

2.264.- Euro Einkünfte aus Vermietung u. Verpachtung

618.- Euro Lohnersatzleistung (Arbeitslosengeld)

Laut meiner Steuersoftware muss ich 220,60.- Euro nachzahlen. Das wohl vorallem wegen den Zusatzeinnahmen aus Vermietung u. Verpachtung. In der Nachzahlung ist aber noch nicht berücksichtigt, dass ich dafür vierteljährliche Vorauszahlungen geleistet habe, die höher sind als die 220.- Euro. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass ich überhaupt nichts nachzahlen muss.

Jetzt der Hammer: Das Finanzamt fordert von mir eine Lohnsteuer-Nachzahlung von 1813.- Euro!

Als ich persönlich zur Sprechstunde beim Finanzamt erschienen bin, hat der "Mitarbeiter" dort mir irgendwelche Schlagworte an den Kopf geworfen, z.B. "Progressionsvorbehalt" oder "Gewinn aus Vermietung und Verpachtung". Im Nachhinein ist mir natürlich klar, dass er mich nur abwimmeln wollte und verhindern wollte, dass das Finanzamt den Fehler zu ihren Gunsten korrigiert.

Der Progressionsvorbehalt, der sich durch die 618.- Euro Arbeitslosengeld ergibt ist natürlich da, aber er beträgt für das ganze Jahr nur 77.- Euro, nicht 1813.- Euro! Wie gesagt sind auch die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung nicht die Ursache, da diese ja insgesamt nur knapp über 2000.- Euro liegen und dafür außerdem schon einige hundert Euro Vorauszahlungen geleistet wurden.

Was kann ich tun, damit ich diese irrsinige Nachzahlung nicht zahlen muss? Sei es, weil ich einen fehlerhafte Angabe gemacht habe bei meiner Einkommenerklärung oder weil das Finanzamt etwas nicht richtig berechnet hat. Außerdem habe ich den Steuerbescheid nicht auf dem die Nachzahlung ausgewiesen ist, sondern nur die 1.Mahung mit Überweisungsträger.

Ich habe jetzt einen Brief ans Finanzamt geschickt in der ich erkläre den Bescheid nicht erhalten zu habe und (vorsichtshalber) Widerspruch gegen den Steuerbescheid einlege (leider ohne Rückschein)

Ich sehe keinen Sinn darin nochmal aufs Finanzamt zu gehen, da die Mitarbeiter dort darauf trainiert zu sein scheinen einen zu hinters Licht zu führen. Der Mitarbeiter dort braucht ja nur auf seinen PC-Bildschirm schauen und kann dann kontrollieren, was die Ursache der horrenden Nachzahlung ist, damit man den Fehler beheben kann. Stattdessen schiebt er irgendwelche offensichtlichen Falschaussagen vor, damit ich die Nachzahlung nicht korrigieren kann. Danke für Hilfe und Infos!

einkommensteuer Finanzamt Nachzahlung steuerbescheid Progressionsvorbehalt
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