Ist eine Änderung von Steuerbescheiden bei Unwissenheit möglich?

4 Antworten

Kommt darauf an, worauf die Unwissenheit des Steuerzahlers zurückzuführen ist.

Wenn es um eine Frage geht, die im Steuerformular oder der dazugehörigen Bastelanleitung eindeutig und klar gestellt war, ist keine Änderung mehr möglich. In diesem Fall hat der Steuerzahler das zu späte Bekanntwerden dieser Kosten ja selbst - und zwar in grober Weise - verschuldet, indem er die Frage nicht beantwortet hat.

Wenn die betreffende Frage an keiner Stelle des Formulars gestellt oder auch nur in einem Schlagwort angedeutet wurde, ist eine Änderung möglich. Allerdings ist dann zumindest fraglich, warum der betreffende Sachverhalt dann überhaupt von steuerlicher Relevanz sein soll.


Im Übrigen:

Urteile werden rechtskräftig; Steuerbescheide allenfalls bestandskräftig.


Vielleicht!

Gleich mal den Steuerberater konsultieren, denn der weiß, ob der betreffende Steuerbescheid für Deinen so überaus intimen Sachverhalt noch passende Öffnungsklauseln enthält.

Das hört sich sehr nach außergewöhnlicher Belastung an (man muss ja raten) - dass solche zu berückichtigen sind, war bekannt - keine Änderung möglich.

Wenn ich daneben liege - bitte Sachverhalt nachreichen.

Mehrere Entnahmen aus Landwirtschaftlichem Betriebsvermögen nach § 13 Abs. 5 EStG möglich?

§ 13 Abs. 5 EStG: "Wird Grund und Boden dadurch entnommen, dass auf diesem Grund und Boden die Wohnung des Steuerpflichtigen oder eine Altenteilerwohnung errichtet wird, bleibt der Entnahmegewinn außer Ansatz; der Steuerpflichtige kann die Regelung nur für eine zu eigenen Wohnzwecken genutzte Wohnung und für eine Altenteilerwohnung in Anspruch nehmen."

Kann mir jemand sagen, ob ich diese Regelung mehrmals in meinem Leben ziehen kann? Mein konkreter Sachverhalt ist folgender: Ich entnehme dieses Jahr ein kleines Grundstück und baue dort ein Lager in eine kleine Wohnung um in die ich als Betriebsinhaber selber einziehe. Die Entnahme des Bodesns wäre also steuerfrei nach § 13 Abs 5 möglich. Ich plane aber in einigen Jahren ein größeres Grundstück zu entnehmen um dann vielleicht mit Familie darauf ein Einfamilienhaus zu bauen und in dieses umzuziehen. Könnte ich dieses Grundstück dann nochmal nach § 13 Abs 5. entnehmen? Oder ist das nicht 2x möglich? Müsste ich dann die Steuer für das erste Grundstück nachzahlen? Oder sollte ich dann lieber dieses Mal die Entnahme des kleinen Grundstücks freiwillig versteuern um später das große steuerfrei entnehmen zu können?

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Wie erreiche ich bei einem durch Betrug zustande gekommenen Schuldtitel die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand?

Hallo !

Ich bin bereits seit mehreren Jahren aufgrund einer bipolaren Störung und anderweitiger gesundheitlicher Beeinträchtigungen (GdB 100, Merkzeichen G & B) in fachärztlicher Behandlung.

Obwohl ich medikamentös gut eingestellt bin und zumeist meine Angelegenheiten problemlos alleine bewältigen kann, gerate ich doch ab und zu in depressive Phasen von einigen Tagen bis zu mehreren Monaten, in denen ich einfach zu nichts imstande bin und deshalb in Ausnahmefällen auch wichtige Sachen „schleifen lasse“.

Während der letzten dieser depressiven Episoden habe ich den Termin zum Widerspruch gegen eine völlig astruse Forderung bzw. Klage der bereits sattsam als Betrugs-Unternehmen berüchtigten „FKH OHG“ (Modenbachstraße 1, 67376 Harthausen) knapp verpasst und deshalb läuft eine Kontopfändung, die zu meinem Glück wegen meines P-Kontos bisher keine Auswirkungen hatte.

In diesem Zusammenhang halte ich fest, daß der angeblich dieser Forderung zugrunde liegende Geschäftsfall bzw. die hieraus mir entstandene Verbindlichkeit gegen Ende 2001 erfolgte.

Da ich jedoch, trotz meiner deutschen Staatsangehörigkeit, im Ausland aufgewachsen bin und erst Anfang 2002 nach Deutschland kam sowie erst seitdem hier meinen Wohnsitz habe, ist dieser angebliche Sachverhalt definitiv nich möglich !

Auch wurde mir nicht der Namen der ursprünglichen Gläubigerin und die Rechtmäßigkeit einer allfälligen tatsächlich erfolgten Zession zugunsten der o. e. neuen Gläubigerin nachgewiesen.

In diesem speziellen Fall erschien mir die Sache außerdem dermaßen lächerlich, daß ich nicht damit gerechnet habe, daß eine derartige, durch nichts zu begründende, Forderung in einen rechtgültigen Schuldtitel umgewandelt werden kann (zumindest nicht bei Privatpersonen).

Es kann doch nicht sein, daß jeder dahergelaufene Gauner ohne irgendwelche schriftlichen Belege eine abstruse Forderung konstruieren und Diese dann in einen vollstreckbaren Schuldtitel verwandeln kann !

Wer kennt also Fachanwälte, die sich auf derartige Fälle spezialisiert haben bzw. bereits Mandanten gegen die o. e. Betrugsfirma vertreten ?

Wie sieht die beste Verteidigungs-Strategie aus ?

Welche zivil- und auch strafrechtlichen Schritte sollte ich jetzt unternehmen ?

Wie kann ich diesem kriminellen Unternehmen am meisten schaden bzw. wie kann ich dazu beitragen, daß nicht noch weitere Personen diesen Kriminellen zum Opfer fallen ?

Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten !!!

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