Einkommensteuerbescheid: Einkünfte aus Gewerbebetrieb falsch

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Dem Erläuterungstext des Finanzamts zufolge würde ich vermuten, dass du die Zahlungsströme zur Umsatzsteuer unzutreffend ermittelt hast und das FA dies korrigiert hat.

Hast du denn mal gegengeprüft, ob das, was das Finanzamt schreibt, richtig ist?

Danke für den Tipp! Ich habe in der Tat die Umsatzsteuerströme für alle vier Quartale 2012 mit angegeben. Ich hatte auch gelesen, dass eigentlich das letzte Quartal in der nöchsten Steuererklärung mit berücksichtigt wird, weil ja die USt für das Q4 2012 ja auch erst Anfang Januar beglichen werden muss. Ich hatte aber damals von einer Regelung gelesen, dass regelmäßig wiederkehrende Zahlungen, die dem Vorjahr zuzuordnen sind, auch dem Vorjahr zugeordnet werden können.

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@ToniSoft

. Ich hatte aber damals von einer Regelung gelesen, dass regelmäßig wiederkehrende Zahlungen, die dem Vorjahr zuzuordnen sind, auch dem Vorjahr zugeordnet werden können.

Das ist die 2x10-Tage-Regel. Die besagt, dass regelmäßige Zahlungen, die bis zu 10 Tage vor oder nach dem Jahreswechsel fällig sind und bis zu 10 Tage vor oder nach dem Jahreswechsel bezahlt werden, dem anderen Kalenderjahr zugeordnet werden.

Du brauchst also alle drei Merkmale, um dies zu tun:

  • Regelmäßigkeit
  • +/- 10 Tage Fälligkeit
  • +/- 10 Tage Zahlung.

Ich halte diese Regelung für bescheuert und wende sie nicht an, da lass ich es lieber drauf ankommen.

Du musst nun prüfen:

  1. ob die Anwendung bzw. Nichtanwendung der regel 2011/2012 und 2012/2013 zu der abweichenden Summe führt, und wenn ja
  2. ob die Regel anwendbar ist

Dann hat deine Einspruch eine Chance.

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@EnnoBecker

Danke! Ich habe inzwischen vom Finanzamt die Bestätigung erhalten, das genau wegen der 10 Tages Regel mein Einkommen anders berechnet wurde. Ein Lastschrifteinzug reicht nicht aus, um die 10 Tagesfrist zu wahren. Meine Argumentation war, das ich ja keinen Einfluss auf den Zeitpunkt habe, wann das Finanzamt die Umsatzsteuervorauszahlung einzieht.

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@ToniSoft

Die Argumentation kann nicht greifen.

Du hast ja auch keinen Einfluss darauf, wann die Ampel auf Rot springt und musst trotzdem anhalten.

Und der Vergleich ist nicht weit hergeholt: Auch die Ampelschaltungen sind Verwaltungsalt - so wie ein Steuerbescheid.

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Wie kann ein rechtskräftiger Einkommensteuerbescheid rückgängig gemacht werden, ist eine Selbstanzeige wegen fehlerhafter EKSt-Erklärung klug?

Ich habe im 4. Qtl. 2012 in Deutschland eine selbständige Aktivität (IT-Berater) angefangen. In den Monaten Okt. – Dez. 2012 habe ich fünf Kundenrechnungen erstellt (Brutto Summe ca. 19,000,- EUR). Diese Rechnungen wurden erst im Jahr 2013 bezahlt wurden. Aus Unkenntnis habe ich aber bei der Einkommenserklärung für 2012 (eingereicht am 16.07.2013), die erstellten Kundenrechnungen als Einnahmen und nur die Reise- und Nebenkosten als Ausgaben angerechnet – nicht aber die Ausgaben für die anfänglichen Vorbereitungen für die Aktivität. Der Fehler fiel mir spät (zu spät) – anfangs 2015 auf, als Finanzamt von mir für die Jahre 2012 und 2013 EÜR verlangte. In der Tat könnte ich gut 13.000,- EUR aus dem Jahr 2012 als Verlustvortrag für 2013 geltend machen. In einem persönlichen Gespräch mit Finanzamt habe ich Folgendes erfahren: 1) Leider ist der Einkommenssteuerbescheid für 2012 mit falsch gebuchten Einnahmen rechtgültig und kann vom Finanzamt nicht geändert werden. Dieser weißt keine Verluste auf (da erstellte aber nicht bezahlte Rechnungen als Einnahmen gebucht). 2) Bei der Einkommenserklärung für 2013 habe ich alle diese fünf Rechnungen als Einnahmen gebucht, da diese im Jahr 2013 bezahlt wurden. Diese darf ich aber nicht korrigieren (die bereits im 2012 deklarierten Kundenrechnungen nicht wegnehmen), da diese strafbar wäre. Die Fragen: Gibt es eine Möglichkeit, den rechtskräftigen Einkommenssteuerbescheid für 2012 Rückgängig zu machen, damit ich diese korrigieren und anschließend den Verlustvortrag für 2013 geltend machen kann? Wäre eine Selbstanzeige für Fehlangaben im Jahr 2012 eine Möglichkeit oder ist der Risiko zu gross, dass ich noch mehr Probleme bekomme. Für eine Selbstanzeige muss ich – wenn ich es richtig verstanden habe – 10 Jahre aufrollen. Ich habe vom 2005 bis 4. Qtl. 2012 im Ausland gearbeitet und in Deutschland keine Steuererklärung abgegeben. Ist das Alles zu kompliziert und mit Risiken behaftet? Bedanke mich recht herzlich für die Unterstützung im Vorau.

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Fehler in Einkommensteuerbescheid 2011

Hallo, ich habe ein großes Problem mit dem Finanzamt und bräuchte deswegen dringend Hilfe.

1) Erstens habe ich den Einkommensteuerbescheid per Post nicht erhalten, sondern nur die 1.Mahnung eine Nachzahlung zu leisten. Was muß ich jetzt am besten tun?

2) Die erhaltene Lohnsteuer-Nachzahlung für 2011 ist völlig außerhalb meiner Vorstellungskraft und kann nicht stimmen. Falls ich einen Fehler bei meiner Steuererkärung gemacht habe (oder das Finanzamt etwas falsch berechnet hat), wie kann ich das jetzt wieder korrigieren?

Ich habe im Kalenderjahr verdient:

29.209.- Euro Bruttoarbeitslohn

2.264.- Euro Einkünfte aus Vermietung u. Verpachtung

618.- Euro Lohnersatzleistung (Arbeitslosengeld)

Laut meiner Steuersoftware muss ich 220,60.- Euro nachzahlen. Das wohl vorallem wegen den Zusatzeinnahmen aus Vermietung u. Verpachtung. In der Nachzahlung ist aber noch nicht berücksichtigt, dass ich dafür vierteljährliche Vorauszahlungen geleistet habe, die höher sind als die 220.- Euro. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass ich überhaupt nichts nachzahlen muss.

Jetzt der Hammer: Das Finanzamt fordert von mir eine Lohnsteuer-Nachzahlung von 1813.- Euro!

Als ich persönlich zur Sprechstunde beim Finanzamt erschienen bin, hat der "Mitarbeiter" dort mir irgendwelche Schlagworte an den Kopf geworfen, z.B. "Progressionsvorbehalt" oder "Gewinn aus Vermietung und Verpachtung". Im Nachhinein ist mir natürlich klar, dass er mich nur abwimmeln wollte und verhindern wollte, dass das Finanzamt den Fehler zu ihren Gunsten korrigiert.

Der Progressionsvorbehalt, der sich durch die 618.- Euro Arbeitslosengeld ergibt ist natürlich da, aber er beträgt für das ganze Jahr nur 77.- Euro, nicht 1813.- Euro! Wie gesagt sind auch die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung nicht die Ursache, da diese ja insgesamt nur knapp über 2000.- Euro liegen und dafür außerdem schon einige hundert Euro Vorauszahlungen geleistet wurden.

Was kann ich tun, damit ich diese irrsinige Nachzahlung nicht zahlen muss? Sei es, weil ich einen fehlerhafte Angabe gemacht habe bei meiner Einkommenerklärung oder weil das Finanzamt etwas nicht richtig berechnet hat. Außerdem habe ich den Steuerbescheid nicht auf dem die Nachzahlung ausgewiesen ist, sondern nur die 1.Mahung mit Überweisungsträger.

Ich habe jetzt einen Brief ans Finanzamt geschickt in der ich erkläre den Bescheid nicht erhalten zu habe und (vorsichtshalber) Widerspruch gegen den Steuerbescheid einlege (leider ohne Rückschein)

Ich sehe keinen Sinn darin nochmal aufs Finanzamt zu gehen, da die Mitarbeiter dort darauf trainiert zu sein scheinen einen zu hinters Licht zu führen. Der Mitarbeiter dort braucht ja nur auf seinen PC-Bildschirm schauen und kann dann kontrollieren, was die Ursache der horrenden Nachzahlung ist, damit man den Fehler beheben kann. Stattdessen schiebt er irgendwelche offensichtlichen Falschaussagen vor, damit ich die Nachzahlung nicht korrigieren kann. Danke für Hilfe und Infos!

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