Grenzgänger Berlin-Schweiz, oder wie wird alternativ besteuert?

Sehr geehrtes Forum,

Folgendes Szenario: Ich werde ab dem 01.09. einen Beruf für ein Schweizer unternehmen antreten. Der Plan ist, das ich die ersten 3 Monate eine verhältnissmässig lange Aufenthaltsdauer in der Schweiz haben (3 Wochen Schweiz, eine Berlin)

In den weiteren Monaten wird das Verhältnis eher auf 2 Wochen Schweiz zu 2 Wochen Berlin und letztendlich auf 1 Woche Schweiz, 3 Wochen Berlin laufen! Der langfristige Plan wird wohl eine Berliner Zweigstelle sein die ich leite und eine Woche Schweiz (bzw. ein paar Tage) wird zu taktischen Auslegung der Arbeitsziele etc. beibehalten! Nun ist gerade für die ersten 6 Monate nicht ganz klar wie ich mich am besten besteuern kann. Also wie ist der rechtlich beste Weg (legal und effektiv für mich)

Ich habe im Internet unglaublich viele verschiedene Informationen erhalten und bin nun leider verwirrter als vorher da mein persönlicher Fall nirgendwo beleuchtet wurde.

Mein Hauptwohnsitz bleibt Berlin, Vorort in der Schweiz werde ich wohl für die ersten 6 Monate ein wg Zimmer beziehen.

Fragen:

  1. gelte ich als Grenzgänger und kommt somit das DBA für mich in frage? Hier zu gibt es Verschiedene Aussagen im Netz!

  2. wie würde ich alternativ angesehen werden? Was sind die Möglichkeiten? Macht es Sinn dem Arbeitgeber einen deutschen Vertrag mit deutschen sozialabgaben und Besteuerung vorzuschlagen? Laut Quellen aus dem Internet ist dem ja eigentlich nichts auszusetzen außer das der AG einverstanden sein muss.

Also zusammengefasst ist meine Frage:

Ich arbeite für einen Schweizer Arbeitgeber, erst 3 Monate lang 3 Wochen, dann in den folgenden 3 Monaten Ca. 2 Wochen und dann 1 Woche in der Schweiz, Hauptwohnsitz bleibt definitiv Berlin! Was muss ich also tun? Wie ist die korrekte Lage zur Besteuerung und welche Optionen habe ich?

Vielen Dank vorab für die Antwort!

Mit besten Grüßen

PS

arbeitsrecht, deutschland, Doppelbesteuerung, Schweiz, Steuern
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Projekt in Norwegen - Wo muss ich Steuern zahlen?

Hi,

ich bin in der Schweiz gemeldet und arbeite bei einer schweizer IT Beratungsfirma im SAP Umfeld. Seit Januar dieses Jahres habe ich zusätzlich zu meinem schweizer Projekt noch ein Projekt in Stavanger, Norwegen. Das heisst, ich arbeite zur Zeit zwei Wochen pro Monat in Zürich, zwei Wochen in Norwegen. Ich bin zwar freier Berater, aber immer für 3 Monate fest bei der schweizer Firma angestellt, d.h. die Firma bezahlt meine Sozialbeiträge, führt meine steuern ab, etc. Da ich praktisch als Subcontractor im Projekt in Norwegen mitarbeite, sieht es folgendermassen aus:

Norwegischer Kunde->Norwegisches Beratungshaus->UK Recruiting Firma->schweizer Firma->ich

Ich bekomme letztendlich mein Gehalt von der schweizer Firma, bei der ich angestellt bin. Jetzt aber zu meiner Frage:

Die schweizer Firma hat bis dato für meine norwegischen Arbeiten schon schweizer Steuern und Beiträge abgeführt und ich habe mein Gehalt für meine Projektstunden in Norwegen folglich schon bekommen. Grundlage dafür sei das DBA Schweiz/Norwegen, dass in Artikel 15 dem von Deutschland/Norwegen gleicht. Jetzt habe ich aber, da mich die norwegische Beratungsfirma scheinbar hier in Norwegen gemeldet hat, eine Tax Deduction Card an meine Privatadresse geschickt bekommen. Ich bin jetzt ziemlich ratlos... Was genau muss ich jetzt machen? Bin ich jetzt doch in Norwegen steuerpflichtig?

Danke für eure Anworten!

einkommensteuer, Norwegen, Schweiz
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Kapitalertragssteuer und Solidaritätszuschlag zurückfordern bei Wegzug in die Schweiz

Hallo,

ich wohne seit April 2010 studienbedingt in der Schweiz und unterliege dort der Quellenbesteuerung (Aufenthaltsbewilligung B, Doktorand). Bei meinem Wegzug von Deutschland in die Schweiz hatte ich mich in Deutschland abgemeldet, musste mich aber wenige Monate später (Juli 2010) wieder anmelden, da ich für den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung und mein Konto bei der Bank of Scotland einen Wohnsitz in Deutschland nachweisen musste bzw. ein Verlegen des Wohnsitzes in die Schweiz nicht möglich war.

In Deutschland besitze ich noch mehrere Giro-/Tagesgeld-/Bausparkonten bei verschiedenen Banken. Bisher lagen die Zinseinkünfte jedoch immer unter dem Freibetrag. Nachdem in 2012 aber ein Festgeldkonto bei der Bank of Scotland ausgezahlt wurde, wurden mir für 2012 Kapitalertragssteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer auf die Zinsen abgezogen. Jetzt bin ich das erste mal gezwungen mich mit der steuerrechtlichen Situation in meinem Fall zu beschäftigen.

Nachdem mein Lebensmittelpunkt in der Schweiz liegt und ich nur noch aus den oben genannten Gründen bei meinen Eltern daheim gemeldet bin, die ich für insgesamt ca. 2 Wochen pro Jahr besuche, bin ich in Deutschland nach meinem Verständnis nicht mehr steuerpflichtig, sondern in der Schweiz. Meine Frage ist nun: kann ich die in Deutschland bezahlten Abgaben auf meine Zinseinkünfte irgendwie zurückfordern und wenn ja wie? Meine deutschen Vermögenswerte und Zinseinkünfte muss ich ja alle zusammen mit den Schweizer Einkünften auf der Steuererklärung angeben (Wertschriften- und Guthabenverzeichnis) und dort werden sie dann auch versteuert. Ich lese zwar überall, dass hier offenbar das Deutsch-Schweizer-Doppelbesteuerungsabkommen zum Tragen kommt, aber mir ist nicht klar was das dann genau besagt und wie ich die (meiner Meinung nach) fälschlicherweise abgezogenen Abgaben in Deutschland zurückfordern kann?

Nachdem ich noch länger in der Schweiz wohnen werde, würde mich auch interessieren ob man die Abführung der Kapitalertrags-/Kirchensteuer/Soli in Deutschland verhindern kann (direkt bei den Banken?), auch wenn ich weiterhin bei meinen Eltern gemeldet bin. Oder muss ich hierfür wirklich komplett abgemeldet sein und den Banken entsprechend meine Schweizer Adresse mitteilen?

Ich würde mich sehr freuen wenn mir hier jemand weiterhelfen und die ein oder andere Frage beantworten könnte. Herzlichen Dank!

Beste Grüße aus der Schweiz, Matthias

Doppelbesteuerung, Schweiz, Steuern, Wohnsitz, Zinsen, Kapitalertragssteuer
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