Geld in der Schweiz oder in Liechtenstein anlegen?

2 Antworten

Die Anlageorte Schweiz und Liechtenstein haben in der Vergangenheit doch in erster Linie aus 2 Gründen deutsche Anleger anziehen können: Der erste und vorrangige Grund ist die absolute Verschwiegenheit gegenüber Steuerbehörden gewesen. Der zweite Grund war bei jener Generation Deutscher die die beiden Weltkriege miterlebt haben die Erinnerung, dass Anlagevermögen hierzulande Krieg, Inflation und Währungsreform zum Opfer fiel, der Schweizer Franken aber seit Jahrhunderten Bestand hatte und als Symbol für absolute Stabilität stand. Die Generation letztgenannter Anleger ist am aussterben, ebenso wie das Bankgeheimnis in Europa.

Die Deutschen die Du da erwähnst, waren immer nur eine Minderheit und dass sie sich an die Anlageorte Schweiz und Liechtenstein begaben ist dem Nimbus dieser Finanzplätze geschuldet. Mit der Realität dürfte das wenig zu tun haben. Auch Schweiz und Liechtenstein haben Finanzprobleme und wirklich besser sind die dortigen Banken nicht, nut teurer.

Wenn man im Ausland anlegen möchte, dann wären Schweiz und Liechtenstein nicht unbedingt das Mittel der Wahl, da die Konditionen für Konten und Depots, sowie Kapitalmarktzinsen nicht besonders attraktiv sind. Es geht hier wohl eher um ein gewohnheitsmäßiges und am Image dieser Länder orientiertes Vorgehen.

Eigentlich gehören weitere europäische Länder in die Liste:

  • Luxembourg, das jedoch als "Fluchtland" für Privatanleger nicht mehr den Status hat (für Fondsgesellschaften durchaus)

  • die britischen Kanalinseln, die in dieser Rolle eigentlich nur wenigen Anlegern bekannt sind

  • Malta, das inzwischen Domizil einer beachtlichen Zahl von Hedge Fonds wurde

Ich glaube, daß die meisten Anleger, die hier legal, grenzwertig legitim oder illegal anlegen, einer Illusion unterliegen und mehr in die Kategorie Pseuso-Schlauberger gehören als wirklich einen Plan verfolgen. Natürlich kann man weiterhin durch Stiftungen und bestimmte Versicherungsmäntel Steuern sparen bzw. höhere Flexibilität gewinnen. Natürlich läßt sich mit Depots, die nicht oder erst zum Jahresende Abgeltungssteuer ausweisen, mit Brutto-Beträgen agieren, ohne daß gleich von jedem Ertrag 25% und mehr abgezogen werden.

Wenn jemand wirklich Geld "sicher" und von Europa unabhängig aufheben will, dann sollte man meines Erachtens in klassische Finanzländer wie Dubai oder Singapur gehen.

Standard Life Global Absolute Return Strategies - Sicherer Hafen für Erspartes?

Guten Tag, ich möchte mein erspartes möglichst sicher aber trotzdem gewinnbringend anlegen. Dazu habe ich mal ein paar Leute gefragt was man da so machen könnte. Die Empfehlungen gingen ganz klar in Richtung Investmentfonds. Ein guter Freund von mir ist in diesem Bereich recht fit. Er meint für meine Zwecke könnte der oben genannte Fonds eine gute Möglichkeit sein. Drei Monatsgehälter kann ich auf meinem Tagesgeldkonto lassen und den Rest könnte ich da reinstecken. Ich möchte das Geld nicht fix über viele Jahre anlegen. Deshalb soll es bei Bedarf auch schnell verfügbar sein und bei einem Fonds könnte es ja dann zu diesem Zeitpunkt nicht mehr den Wert haben, den es mal hatte. Ist denn der Standard Life Global Absolute Return Strategies Fonds für meine Zwecke geeignet? Es geht um etwa 11000Euro. http://www.standardlife.de/Private_Altersvorsorge/Maxxellence_Invest/GARS/?#tabDownloads-tab

Analog zu diesem Fonds sagt mein Freund, dass der Invesco Global Targeted Returns Fund im Prinzip die gleiche Anlagestrategie verfolgt. Der Fonds wurde wohl von 2 ehemaligen Managern von oben genannten Fonds entwickelt und ist noch recht neu auf dem Markt.

Was könnte ich für einen Fonds nehmen, der mir Sicherheit verschafft, dass meine Ersparnisse nicht weniger werden und ich zum Zeitpunkt wenn ich an das Geld ran muss auch die eingezahlte Summe noch da ist? Gibt es da irgendwelche Klassiker?

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Steuernachzahlung trotz Insolvenz?

Ich bin 2007 in die Insolvenz gegangen. DIese wurde 2008 nach Verteilung aufgehoben und jetzt befinde ich mich in der Wohlverhaltensphase. Jetzt 2009 fiel dem FA auf das noch keine Steuererklärung für 2007 abgegeben wurde. Mein Insolvenzverwalter sagte er wäre hierfür nicht mehr zuständig, da die Insolvenz aufgehoben wurde. Das Finanzamt schätze mich also und forderte eine Nachzahlung. Jetzt hat mir eine Bekannte geholfen die Steuererklärung zu machen. Dabei fiel uns auf, das für 2006 auch noch keine Steuererklärung vorliegt. Jetzt stellt sich raus, das für beide Jahre eine Nachzahlung fällig ist. Ich bin doch aber 2007 in die Insolvenz gegangen dann müßte das doch da mit reinfallen oder nicht? Außerdem habe ich keinen Verdienst und bin nicht in der Lage mal eben um die 3000,- Euro zu bezahlen. Wer kann mir helfen? Muß ich das Geld zahlen oder wie verhält sich das?

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