Muss ich in der Schweiz auf meine Forexgewinne Steuern zahlen?

3 Antworten

Kapitalerträge unterliegen zwar der Verrechnungssteuer, diese wird aber nur abgeliefert, wenn der Broker auch in der Schweiz seinen Sitz hat. Mein Australischer Broker zum Beispiel wird sicher keine Verrechnungssteuer an den Schweizerischen Fiskus abliefern.

Wenn Du Dich allerdings als Daytrader selbständig machst, musst Du Dich grundsätzlich bei der SVA Deines Kantones (Sozialversicherungsanstalt) als solchiger deklarieren. Sofern Sie Deine Selbständigkeit akzeptieren, musst Du auf Deinen Nettogewinnen also abzüglich Verluste und Gestehungskosten sowohl Sozialversicherungsbeiträge und Einkommenssteuern abliefern.

Akzeptieren Sie Deine Selbständigkeit als Daytrader nicht (haben Sie bei mir im Kanton Schaffhausen abgelehnt) schuldest Du nur Einkommenssteuer.

Erwirtschaftet ein Dritter Deine Gewinne und nimmt dafür deine Kommission, sollten Deine Einkünfte steuerfrei sein, Da es sich um einen nicht selber aktiv erwirtschafteten Kapitalgewinn handelt (analog zu Wertsteigerungen von Aktien und anderen Wertschriften). Das Vermögen musst Du aber trotzdem versteuern, nur ist die Vermögenssteuer so tief, dass sie im Vergleich mit dem Einkommen, welches zum Vermögen führt, nicht wirklich ins Gewicht fällt.

Forexgewinne mit Devisenhandel direkt oder über CFDs, Swaps etc. sind Kapitalerträge und unterliegen damit der schweizer Verrechnunggsteuer. Diese wird jedoch per Deklaration in der Steuererklärung wieder im wesentlichen zurückerstattet, so daß netto praktisch keine Steuern anfallen.

Schau doch mal bei der ESTV: http://www.estv.admin.ch/verrechnungssteuer/themen/00166/index.html?lang=de

Wenn du über die Hälfte eines Jahrs deinen Hauptwohnsitz (Hauptlebensintertessen) im Ausland hast, ist die deutsche Finanzbehörde außen vor. Da du ein Jahr schon in der Schweiz wohnst, ist steuerlich alles in der Schweiz abzuwickeln. Das schweizerische Finanzamt gibt dir gerne Aukunft über Freibeträge/Freigrenzen usw.

7 Monate Schweiz, 2 Wohnsitze, und nun die Steuern...

Hallo, ich arbeite dieses Jahr von Feb-Sept in der Schweiz (7 Monate). Davor war ich in D angestellt, danach werde ich in D Beamte.

In der Schweiz bin ich gemeldet, zahle Quellensteuer und habe eine kurzfristige Aufenthaltserlaubnis. In D habe ich mich - nach Rücksprache mit dem Bürgeramt (!!!) - NICHT abgemeldet. Die meinten, das wäre kein Problem - ich wollte gerne meine Wohnung behalten und war auch 3-4 mal da, habe ja noch Konto, Auslands-Krankenversicherung usw. in D. laufen. Ausserdem wusste ich ja schon, dass ich zurückkomme.

Jetzt frage ich mich, ob und wenn ja mit wieviel (ungefähr) Steuern ich rechnen muss, wenn ich zurückkomme, denn ich lese hier immer was von "Welteinkommen". Aus einer anderen Antwort habe ich diese Info zur Besteuerung nach Rückkehr:

"Status im Ausland arbeitend: in der CH Steuerpflichtig (Quellensteuer) unter der Voraussetzung, dass der tatsächliche Aufenthalt in der CH mehr als 183 Tage im Jahr beträgt (Teilsteuerpflicht in D jedoch nicht ausgeschlossen - die Lage ist da sehr verworren!). Wird die 183 Tage Regel nicht erfüllt Besteuerung wie beim Grenzgänger."

Trifft das auf mich zu? Was ist die 183 Tage-Regel? Muss ich für dieses Jahr eine Steuererklärung machen? Ich habe von meiner 70%-Stelle fast nix gespart, Zürich ist teuer. Geht das jetzt noch für die Steuern drauf oder kann ich mir noch ein paar Andenken kaufen? ;-)

Freue mich über Antworten - besten Dank!

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Pflichtpraktikum in der Schweiz, Quellensteuer / Steuerausländer

Hi

ich werde nächste Woche in Schaffhausen/Schweiz für fünfeinhalb Monate ein Auslandspraktikum absolvieren. Einen Mietvertrag habe ich ebenfalls in Schaffhausen. Eingeschrieben bin ich während der ganzen Zeit in einer deutschen Hochschule. Verdienen werde ich 2500 CHF brutto pro monat, das sind umgerechnet ca 2070 euro. Damit werde ich wohl in diesem Jahr zum ersten mal den deutschen Steuerfreibetrag von 8004 Euro überschreiten. Bislang habe ich eine Nichtveranlagungsbescheinigung und musste noch nie eine Steuererkläung schreiben.

Jetzt ist die Frage, wie ich das steuerlich am besten mache. Ab 183 Tagen im Ausland wird man zum Steuerausländer. Lohnt sich das für mich? Mit den fünfeinhalb Monaten bin ich nur bei 170 Tagen, aber ich könnte im Anschluss an das Praktikum den Mietvertrag in der Schweiz noch um zwei oder drei Wochen verlängern um die 183 Tage zu überschreiten, es sind dann eh Semesterferien.

Ich habe also verschiedene Möglichkeiten:

1) Erstwohnsitz bei den Eltern in Hessen, Zweitwohnsitz in Schaffhausen

Begründung: Ich bin eingeschriebener Student, mein Lebensmittelpunkt ist nach wie vor in Deutschland Folge: Ich bleibe ganz normal Steuerinländer.

2) Erstwohnsitz in Schaffhausen, Zweitwohnsitz bei den Eltern in Hessen

Begründung: Die meiste Zeit verbinge ich in der Schweiz und fahre nur ab und zu nach Deutschland Folge: Ich kann Steuerausländer werden.

3) Erstwohnsitz in Schaffhausen

Begründung: Die meiste Zeit verbinge ich in der Schweiz. Nach dem Praktkum will ich in Konstantz meinen Master machen und werde nicht wieder zu meinen Eltern zurückziehen. Folge: Ich kann Steuerausländer werden.

Welche Variante ratet ihr mir? Könnt ihr mir genau erklären was ich bei mehr als 183 Tagen im Kanton Schaffhausen an Steuern zahlen muss (ich blicke da nicht durch) und wie dann ein Wechsel zurück nach Deutschland funktioniert. Vielen Dank Vielen Dank

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