Ich möchte eine juristische Person zur Vermögensverwaltung wegen meiner Auswanderung nach Nicaragua gründen, was muss ich beachten?

Ab Mitte nächten Jahres arbeite ich (befristet für 1 Jahr) für eine Schweizer Firma in Nicaragua und verdiene recht gut. Ich beabsichtige jedoch dort langfristig zu bleiben, und ein Jurastudium zu machen.

Logischerweise muss ich in Nicaragua auch Steuern zahlen. Dabei ist zu beachten, dass eine Steuererklärung in Südamerika generell anders aussieht als in D. Man hat hier eine Auflistung seines gesamten Welt-Vermögens zu mchen und zwar die Situation am 1. Januar und am 31. Dezember. Also Bankkonten mit Saldo, Haus, Auto, private Rentenversicherungen. Dazu kommen die Einkünfte und Ausgaben wie Miete und Krankenversicherung. Am Ende muss ein Vermögenszuwachs durch die Einkünfte/Ausgaben plausibel sein.

Nun ist es so dass Nicaragua ein sehr starkes organisisertes Verbrechen hat, wenn ich so eine Erklärung mache, wird u.U. öffentlich was ich habe und man entführt dann meine Kinder. Es gibt viele Beispiele dass z.B. Bankangestellte sensible Daten an Kriminelle weitergegeben haben.

Dank Schäuble und seinem automatischen Datenaustauch kann ich leider nicht hingehen und das deutsche Bankkonto einfach nicht deklarieren. Ich möchte aber was machen um meine Privatsphäre zu schützen. Und da habe ich jetzt die Idee eine juristische Person zu gründen die einfach Eigenkapitalhandel betreibt (überwiegend Investments in nicht-EU Staatsanleihen), dabei minimale Gewinne erwirtschaftet und in D davon Steuern zahlt. Mein Bruder würde sich als Gesellschafter beteiligen und Geschäftsführer mit Wohnsitz in Deutschland sein, 90% des Kapitals wären aber von mir. Es wird bis zu meiner Verrentung kein Geschäftsführergehalt gezahlt und keine Gewinnausschüttung gemacht, grossartige Gewinne erwarte ich ehe nicht. Das könnte ich jetzt als UG gründen, innerhalb der nächsten 10 Jahre erwarte ich eine Erbschaft, die dann voll in die Firma eingebracht wird.

Ab 55 (bin jetzt 40 Jahre) plane ich dann, mich mit ca. 4000 EUR jährlich in Nicaragua zu verrenten. Dieser Betrag müsste dann entnommen werden und zuerst in Deutschland versteuert werden. Nach jetzigem Steuerrecht in Nicaragua wäre das dort steuerfrei. Spätestens mit 80 Jahren soll die Firma gelöscht werden, da dann das Kapital so ziemlich aufgebraucht wurde.

Nun die Frage: Welche Rechtsform ist wohl hier am besten? Für eine UG oder GmbH zahle ich im Saarland 200 EUR Jahresbeitrag und für Kontogebühren und Steuerberater geht auch noch was drauf, so dass ich doch jährlich 500 EUR laufende Kosten habe. Eine Limited braucht einen Secretary-Service, der ist auch nicht gratis.

Was ich vermeiden will sind 2 Dinge: --- dass ich etwas in D auf meinem Namen habe was nach Nicaragua gemeldet wird. --- dass die Firme ein Mindestkapital von z.B. 25000 EUR haben muss, welches bei ihrer Auflösung dann auf einmal versteuert werden müsste, damit würden dann nämlich echt hohe Steuern anfallen.

Ausland, firma, Steuererklärung
1 Antwort
Geht eine GmbH-Gründung, wo man sich nur als Gesellschafter eintragen lässt, um seine Angestelltentätigkeit vorerst weiterführen zu können?

Siehe auch: https://www.finanzfrage.net/frage/ist-es-moeglich-eine-gmbh-zu-gruenden-und-selbst-im-hintergrund-zu-bleiben?foundIn=user-profile-question-listing

Da ich nicht sicher bin, ob die Firma ein Erfolg wird, würde ich die Firma gerne erstmal neben meiner bisherigen Angestelltentätigkeit gründen bzw. betreiben. Ich hätte auch eine andere Firma (Kooperationspartner) der die Hauptarbeit machen würde, so daß für die Geschäftsführertätigkeit nicht soviel Aufwand anfallen sollte, dass ich es nicht nebenbei machen könnte.

Ich habe inzwischen einen Steuerberater gefunden, der mir Folgendes vorgeschlagen hat: Die Firma sofort gründen, wobei ich 100% Gesellschafter bin und ein Angestellter von ihm als Geschäftsführer in Erscheinung tritt.

Hätte laut seiner Aussage, einige Vorteile:
1. Ich würde offiziell nicht in Erscheinung treten(Veröffentlichung der Gründung in der Zeitung), sondern nur der "Strohmann"-Geschäftsführer des Steuerberaters.
2. Meine jetzige Firma könnte nichts dagegen sagen, da ich offiziell als Gesellschafter lediglich als "Investor" tätig bin.

Wenn man sieht das es läuft, könnte ich kündigen und die Geschäftsführung "offiziell" selbst übernehmen.

Kann dieses Vorgehen funktionieren? Welche Vorteile hätte mein Steuerberater? Was müsste ich beachten? (Vertragliche Regelungen usw.)

Geld, Bank, Finanzen, firma, Firmengründung, Gesellschaft, Gesellschaftsrecht, GmbH, notar, Recht, Selbstständigkeit, Steuerberater, Startup
4 Antworten
Gewährleistung bei Fensterwartung

Wir sind eine WEG in einem 2012 fertig gestellten Haus. Mit der Firma, die die Fenster eingebaut hat, haben wir einen Wartungsvertrag gegen Festpreis. Die Fensterwartung wurde durchgeführt, das Ergebnis war niederschmetternd. Der Warter hechelte in 2 Tagen durch die knapp 30 Wohnungen, dann musste er noch einmal wieder kommen um seine Verschlimmbesserungen zu beseitigen. Bei mir ist alles OK, aber ich weiss von zwei Nachbar, bei denen es immer noch zieht.

Die Firma hat jetzt eine Rechnung über 6.000 EUR geschickt, weil sie ihren Ansicht nach die Wartung vertragsgemäß durchgeführt hat.

Es gäbe die Möglichkeit, eine günstigere Firma mit der Wartung zu beauftragen, jedoch würden wir dann nach Auskunft der Hausverwaltung den Gewährleistungsanspruch verlieren. Das erinnert mich an ein analoges Problem bei Autobesitzern, die genötigt wurden, die Inspektion bei der teuren Vertragswerkstatt durchführen zu lassen. Zumindest diese Angelegenheit wurde inzwischen zugunsten der Autobesitzer entschieden.

Kennt jemand eine analoge Regelung für Neubauten? Oder gar ein Gerichtsurteil?

Wie ist es mit der Höhe der Rechnung? Wenn die Firma ihren Auftrag in zwei Tagen (ordnungsgemäß) erfüllt und wir 6.000 EUR für ordnungsgemäße Ausführung vereinbart haben, mag das formal korrekt sein. Aber ich fühle mich trotzdem vera*, weil wir wegen der Gewährleistung gar keine Möglichkeit haben, einen günstigeren Anbieter zu wählen und wir jeden Preis der Firma zahlen müssten. Gibt es eine Möglichkeit, zumindest für zukünftige Wartungen einen angemessenen Preis auszuhandeln? Wer garantiert mir, dass sie nicht im nächsten Jahr 10.000 EUR verlangen?

firma, Gewährleistung, Vertrag, Wartung
3 Antworten
Familienbetriebendes Autohaus: welches ist die beste Rechtsform?

Liebes Forum,

unsere Familie hat seit vielen Jahren ein kleines Autohaus. Bis zum heutigen Zeitpunkt wurde dieses von meinem Vater geführt, als Einzelunternehmen. Ich habe während meinem Studium in unserem Autohaus nebenher gearbeitet, nun aber, nach meinem Studienende, möchten mein Vater und ich das Unternehmen gemeinsam führen und es stellt sich die Frage nach der richtigen Rechtsform.

Dabei stellt sich zuerst einmal die Frage, ob es eine Kapitalgesellschaft (GmbH) oder Personengesellschaft (OHG, KG oder GmbH & Co KG) sein soll. Da wir zum Arbeiten auf Kreditlinien von unseren Partnerbanken angewiesen sind, diese aber wiederrum unbedingt auf die persönliche Haftung bestehen (was nachvollziehbar ist), haben wir derzeit entschieden, dass es eine Personengesellschaft sein soll.

Nun stellt sich als nächstes die zweite Frage: Welche Rechtsform wählen wir als Personengesellschaft? Soll es eine OHG, eine KG oder eine GmbH & Co. KG sein? Wir haben uns ein wenig eingelesen. Letztlich treten für uns vier Kernpunkte hervor, die gegeneinander abgewogen werden müssen:

1. Steuern und andere Kosten (z. B, höhere Steuerberaterkosten) für diese drei Unternehmensformen. 2. Haftung: Die OHG hat ja die schlechteste Ausgangsform, wo mein Vater und ich, beide persönlich haftbar wären. Die KG lässt nur einen von uns beiden haften, bei der GmbH & Co. KG haftet der Kommanditist mit seiner Einlage, der Komplementär (GmbH) mit 25000 Euro. Hier würden mein Vater und ich nur beschränkt haften. Wäre also aus der Haftungsperspektive die GmbH & Co. KG die beste Variante für uns? 3. Unternehmensfinanzierung: Wie sieht es mit der Unternehmensfinanzierung durch Banken aus, für jede der drei Formen? Gibt es hier Unterschiede, derart, dass die eine Form aus Bankensicht eher vorzuziehen ist, als die andere? 4. Mehraufwand in der Buchhaltung: Bei der GmbH & Co. KG ist oft zu lesen, dass es hier einen höheren Buchhaltungsaufwand gibt, da es sich ja so gesehen um zwei Unternehmen handelt. Kann der ein oder andere dies bestätigen bzw. gibt es Erfahrungswerte?

Ich weiß, dass meine Frage eher speziell ist. Jedoch bin ich froh und dankbar über alle Antworten und Erfahrungswerte. Beste Grüße

Autohaus, firma, Gesellschaftsrecht, Familienbetrieb, Gesellschaftsform
0 Antworten

Meistgelesene Fragen zum Thema Firma

Eigentümer einer Firma (GmbH) ermitteln

4 Antworten

Wenn die GmbH ihren Namen wechselt

3 Antworten

Notar wg. Handelsregister nötig bei Adressänderung bei einer Firma?

4 Antworten

Reverse Charge mit Schweizer Firma?

3 Antworten

Kann man als Angestellter nebenbei seine eigene Firma gründen?

5 Antworten

Sohn übernimmt Firma vom Vater - muss er die übrigen Geschwister auszahlen?

2 Antworten

Wie kann man eine GmbH verkaufen? Hallo! Wir haben eine GmbH zu verkaufen. Diese ruht zur Zeit und w

6 Antworten

Ist Bewerbungsgespräch ein Kündigungsgrund?

7 Antworten

Was für vor und Nachteile hat es wenn man ein Teilhaber einer Firma wird?

5 Antworten

Firma - Neue und gute Antworten