Wie viele Firmenanteile in Form von Aktien geben Unternehmen aus und wo kann man das sehen?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es ist einfach überall zu sehen, wie viele Aktien es gibt. Wenn du irgendeinen Wert bei comdirect - vermutlich auch anderswo - eingibst, stehen da die "Stücke". Das sind die von dir gesuchten Anteile. Da steht auch der "Streubesitz". Das sind die Anteile, die nicht in festen Händen sind.

Wenn neue ausgegeben werden, erhöhen sich die Stücke.

Geht ein Unternehmen neu an die Börse, gibt es einen - jedem zugänglichen - Neuemissionsbericht, in dem man sich über die Zusammensetzung des Kapitals informieren kann.

Weil du auf die Idee kommen könntest: fast alle Anteile an einer Aktiengesellschaft liegen bei Aktionären. Für irgendeinen Anlass oder zur Kurspflege gehaltene eigene Anteile sind nie die Mehrheit und auch nur selten nennenswert. Geht ein Unternehmen an die Börse, verkaufen die bisherigen Aktionäre Ihre Anteile oder man sucht für eine Kapitalerhöhung neue Anteilseigner. Die Aktien hatte nicht vorher das Unternehmen.

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Danke für die Antwort, aber eigentlich hatte ich mich klar ausgedrückt, dass genau das nicht das ist was ich suche :-D. Ich weiß, wie viele Aktien es von einer Firma gibt, wie viele im Streubesitz etc. sind. Was ich suche ist, wie viele Anteile eines Unternehmens in Aktien ausgegeben wurden.

Beispiel: Die kleine Werkstatt X gibt 50% des Unternehmens in Form von 100.000 Aktien aus. 2.000 Aktien sind also 1% Unternehmensanteil.

Konzern Y gibt 25% des Unternehmens in Form von 5.000.000 Aktien aus. 200.000 Aktien sind also 1% Unternehmensanteil.

Was ich suche, ist nicht, wem die Aktien gehören, sondern wo ich die Werte 50% bzw. 25% finde, also wie viel Unternehmen bzw. welcher Anteil des Unternehmens in Aktionärshänden liegt.

Wenn eine Firma an die Börse geht, gibt sie ja - sofern ich das richtig verstehe - nicht 100% des Unternehmens an die Aktionäre, sondern weniger.

Ich hoffe, ich verstehe alles richtig und hab mich gut ausgedrückt :-D

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@forexstarter

>Wenn eine Firma an die Börse geht, gibt sie ja - sofern ich das richtig verstehe - nicht 100% des Unternehmens an die Aktionäre, sondern weniger.

das ist falsch!

Ich habe es dir im letzten Absatz geschrieben.

Das Unternehmen gehört sich nicht! Die bisherigen Aktionäre/Anteilseigner können entweder eine Kapitalerhöhung beschließen, an der sich andere beteiligen können oder sie können ihre Anteile verkaufen. Nicht Amazon oder Microsoft sind reich (die haben nur eine Marktkapitalisierung, die ihren Börsenwert ausdrückt), sondern Bezos oder Gates. Es liegen immer 100 % (abzüglich der inn der Bilanz immer getrennt ausgewiesenen aber nie nennenswerten eigenen Anteile) in Aktionärshänden.

Jetzt verstanden?

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@Rat2010

Ok also heißt es, dass sobald eine Firma an die Börse geht, sie zu einer AG wird und 100% der Firma ab dann in Aktionärshänden liegt? Wieso gibt es dann auch GmbH die Aktien ausgeben? Oder haben diese von Anfang an Aktien ausgegeben? Und was meintest Du mit Amazon oder Microsoft sind nicht reich?´Wird der Gewinn eines Unternehmens direkt an die Aktionäre ausgegeben? Danke für die Geduld! :D

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@forexstarter

Es sind Aktionäre, welche eine AG gründen können. Selbst kann sie das nicht ;)

Bei Firmen gehen die Anteilseigner zum Notar und gründen eine AG. Dann wird das Stammkapital eingezahlt.

Auch eine AG oder eine GmbH kann so eine Person sein, die eine AG gründet (halt eine juristische Person, die durch den Vorstand oder Geschäftsführer vertreten wird). Wird eine GmbH in eine AG umgewandelt, machen das die Anteilseigner der GmbH auch beim Notar.

Die Aktionöre entscheiden in der Hauptversammlung über die Gewinnverwendung. Ob der ausgeschüttet oder thesauriert wird, bestimmen also die Aktionäre.

Den Aktionären oder Anteilsinhabern gehört das ganze Vermögen einer Gesellschaft. Das meinte ich damit, dass Amazon oder Microsoft nicht reich sein können sondern nur eine hohe Marktkapitalisierung (also Aktienkurs*ausgegebene Anteile) haben können. Reich aber die Aktionäre sind.

Geduld habe ich mit dir, weil ein Grundwissen dazu führen könnte, dass weniger Schwachfug im Netz verzapft wird. Erzähle bitte möglichst vielen weiter, dass die Beteiligung an Unternehmen eine gute Sache ist.

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@Rat2010

Vielen Dank! Ich habe jetzt sehr viel mehr verstanden und hatte tatsächlich viele viele Fehlinformationen.

Ich fasse mal zusammen: Börsengang bzw. Aktienausgabe ist also insbesondere im ersten Lauf ein alles-oder-nicht Unterfangen. Später kann man zwar mehr Aktien zur Kapitalbeschaffung ausgeben, aber der Börsengang ist das Wichtigste. Ich habe es hier schon falsch verstanden, als dass man nur Teile der Firma als Aktien ausgeben könnte, aber dann müsste man Anteile der Firma verkaufen, weil man einen Börsengang nur mit der kompletten Firma machen kann. Aktien werden den Anteilseignern gegeben sowie den kommenden Aktionären, sprich, Streubesitz. Jeff Bezos ist ultrareich, weil ihm 16% von Amazon gehören. Am Jahresende wird der Gewinn entweder an die Aktionäre ausgezahlt, oder z.B. neu investiert in neue Möglichkeiten o.ä.. Das wird dann bei der Hauptversammlung entschieden. Ein Aktionär hat in zweierlei Möglichkeit Geld zu machen, nämlich zum einen bei der Gewinnausschüttung (Rendite) aber auch ganz einfach, wenn er die Aktien verkauft. Danke für die Klarstellungen und entschuldige meine anfängliche Falschbeschuldigung!

Bitte korrigieren, falls ich falsch liege :-D

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Zitat: "Weil du auf die Idee kommen könntest: fast alle Anteile an einer Aktiengesellschaft liegen bei Aktionären. Für irgendeinen Anlass oder zur Kurspflege gehaltene eigene Anteile sind nie die Mehrheit und auch nur selten nennenswert."

Wenn es möglich wäre, dass eine AG alle ihre Aktien zurückkaufen würde, bis auf eine einzige Aktie, die widerspenstiger Aktionär unbedingt behalten will, dann gehört diese AG dem Aktionär mit einer Aktie ganz allein.

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@NasiGoreng

Danke für die Antwort. Aus welchem Grund würde die AG die Aktien zurückkaufen wollen? Damit der Besitz der Firma bzw. das Vermögen nur noch zu ihr fließt? Und warum gehört die AG dann dem einen Aktionär? Danke für Antworten :D

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@forexstarter

>>>Aus welchem Grund würde die AG die Aktien zurückkaufen wollen?

Sie will es nicht. NasiGoreng wollte dir nur die Absurdität deiner Überlegungen aufzeigen.

>>> Und warum gehört die AG dann dem einen Aktionär?

Auch das ist nur eine theoretische Überlegung, weil sich keine AG selbst kauft und je nach örtlichem recht auch nciht kaufen kann oder darf.

Antwort auf diene Frage (vereinfacht): in der Bilanz der AG gleichen sich gehaltene eigene Anteile (auf der Aktivseite der Bilanz) und das Eigenkapital (auf der Passivseite) aus. Der eine übrige Aktionär hätte mit seiner Aktie alle Anteile, die sich nicht neutralisieren, also gehört ihm die AG.

Beides sehr theoretisch. In der Praxis können durchaus Gesellschaften oder Personen alle Aktien aufkaufen und Minderheitsaktionäre auch abfinden oder rausdrängen. Die AG kauft ihre Anteile aber nur mit Hintergedanken (z. B. um via aktientausch ein Unternehmen zu übernehmen, den Kurs des Unternehmens kurzfristig zu stützen und solche Themen). Je nach Landesrecht und spezifischen Interessen kann es durchaus interessant sein, Aktien durch einen Rückkauf vom Markt zu nehmen. Es ist nur weit weg von deiner Frage.

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@Rat2010

Danke für Deinen Kommentar. Ich fürchte aber der "Forexstarter" mit seinen homöopathischen Kenntnissen des Gesellschaftsrechts und der Börsen, versteht nur Bahnhof und muss sich an der Forex erst mal eine blutige Nase holen, bevor er sich bemüßigt fühlt, sich das nötige Grundwissen anzueignen.

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@NasiGoreng

Danke für kritischen Kommentar mit kleiner Prise Beleidigung. Hab mir mit Forex schon einen Schlag ins Gesicht geholt, da bin ich durch. Aber ich verstehe zumindest in diesem Thema mehr als nur Bahnhof. Ich bedanke mich für alle Antworten. Zwar habe ich - schon zurecht erkannt - nicht alles verstanden, aber zumindest im Großen und Ganzen konnten gewisse Fehlinformationen erfolgreich wegradiert werden. Es ist nur zu logisch, dass Fragen einer solchen Kategorie für einen bereits Erfahrenen absurd wirken. Meine Fragen waren aber keinesfalls so gemeint, sondern ernstgemeinte Interessen. Ich wünsche euch noch einen schönen Tag!

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Eine Aktiengesellschaft besteht doch immer aus 100 Prozent Aktien, nicht mehr und nicht weniger. Also stellt sich doch nur die Frage: Wieviele davon sind in festen Händen (zB. 40 % BMW in Händen der Quand-Familie) und am Rest sind Klein- und Großanleger beteiligt. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn eine AG eigene Aktien zur Kurspflege oder als Vorrat für Belegschaftsaktien aufkauft, aber dies können max. 10 Prozent des Grundkapitals sein.

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