Sohn übernimmt Firma vom Vater - muss er die übrigen Geschwister auszahlen?

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2 Antworten

Welche Regelungen gibt es, wenn ein Sohn die Firma des Vaters übernimmt und noch weitere Geschwister da sind?

Keine. Das entscheiden die Parteien aus Vertragsfreiheit nun völlig allein.

Muss er diese dann sofort auszahlen? Oder wird das dann mit dem Erbe verrechnet?

Weder noch. Auch hier entscheidet der Betriebsinhaber selbst, ob und welche Ausgleichspflicht er bei der Übergabe überhaupt vorsieht.

Ohne entsprechende Regelungen gilt die Übergabe als Schenkung. Darüber würde längstens innerhalb von 10 Jahren der Übertragungswert (!) , nicht eine später vom Soh (!) erwirtschaftete Wertsteigerung, degressiv, d. h. jährliche 10% fallend, den Reinnachlass hinzugerechnet und erhöht den Pflichtteilsanspruch der Geschwister.

Das könne die Verragspartner aber ebensogut vertraglich wie tesatamentarisch ausschließen.

G imager761

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Soll der Betrieb auf eines von mehreren Kindern übertragen werden, stellt sich oft die Frage der Gleichstellung/Abfindung der Geschwister. Auch um spätere Streitigkeiten zwischen den Geschwistern (z. B. über Pflichtteilsansprüche) zu vermeiden, sollten diese in den Übertragungsvorgang eingebunden werden.

Idealerweise erhalten diese eine Gleichstellungszahlung oder eine spätere testamentarische oder erbvertragliche Zuwendung und erklären im Gegenzug einen notariell zu beurkundenden Pflichtteilsverzicht.

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