Können Eltern ihren Kindern eine generelle Vollmacht erteilen für Finanzsachen-haften Kinder dann?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Da die Oma bereits nicht mehr geschäftstüchtig ist,ist das Ausstellen einer Vollmacht m. E. eine Vollmacht nicht mehr möglich.

Ich würde vorschlagen, dass Ihr Euch in dieser Angelegenheit an das örtliche Amtsgericht -Vormundschaftsgericht- wendet und dort schriftlich und begründet anzeigen, dass nach Eurer Beobachtung die Oma nicht mehr in der Lage ist, ihre wirtschaftlichen Dinge verantwortlich zu regeln.

Der zuständige Richter wird sich dann ein Bild von der Lage machen und einen Betreuer für die Oma bestellen. Der Betreuer wird dann zukünftig die wirtschaftlichen Dinge der Oma regeln. Bei dem Betreuer soll es sich vornehmlich um einen Verwandten handeln.

Bei Personen im dem Alter der Oma ist die Einsetzung eines Betreuers nicht ungewöhnlich, wenn die medizinischen Voraussetzungen vorliegen.

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Dem schließe ich mich an.

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@gandalf94305

das Ausstellen einer Vollmacht m. E. eine Vollmacht

Eine Vollmacht ziehe ich zurück ;-)))

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Wie könnte eine Vollmacht an ihre Kinder aussehen

Wenn die Oma wirklich schon "sehr verwirrt" ist, dann ist es für eine Vollmacht bereits zu spät, denn dann bestehen ja Bedenken gegen die Geschäftsfähigkeit und damit auch gegen die Wirksamkeit einer erteilten Vollmacht. Dann bleibt nur noch, bei dem Amtsgericht die Bestellung eines Betreuers zu beantragen. Betreuer können auch Familienangehörige sein. Die handeln dann in ihrer Amtsstellung als Vertreter des Angehörigen.

Und wie eine Vollmacht auszusehen hätte, ist leichter gefragt als beantwortet: Oftmals verlangen Banken oder Versicherungen die Erteilung von Vollmachten auf eigenem Formular und weigern sich hartnäckig, privatschriftliche Vollmachten anderer Art anzuerkennen.

Was die Vollmacht mit der Haftungsfrage zu tun hat, verstehe ich nun aber nicht. Die Vollmacht wirkt im Außenverhältnis, die Haftung richtet sich gegenüber dem Vertretenen danach, was im Innenverhältnis vereinbart wurde. Und da kommen wir dann wieder zum Anfang. Es soll Menschen geben die versuchen, solche Sachen wie beschrieben rein intern zu regeln und legen dem verwirrten Angehörigen irgendwelche Papiere zur Unterschrift vor. Da stellt sich dann in der Tat die Haftungsfrage. Wer nämlich sich von einem erkennbar nicht mehr geschäftsfähigen Angehörigen eine dann zwangsweise unwirksame Vollmacht ausstellen läßt, begibt sich auf dünnes Eis und kann sich im schlimmsten Falle sogar strafbar machen (Betrug und Untreue sind Delikte an die ich da denke).

Die Frage ist hier in der Tat ob die Oma noch dazu in der Lage ist eindeutige Willenserklärungen abzugeben, dies ist aber notwendig um Rechtsgeschäfte tätigen zu können.

Hier ist m.M.n. das Vormundschaftsgericht an der Reihe.

Frau muss ins Seniorenzentrum. Was passiert mit dem Kredit nach dem Tod des Ehemannes?

Mein Onkel (über 80) ist vor einigen Monaten verstorben. Meine Tante (Mitte 70) konnte in der Wohnung nicht mehr bleiben und ist momentan in einem Seniorenzentrum. Es besteht noch ein Kredit bei ihrer Hausbank der bis 2025 läuft. Die Kreditrate beträgt 300€/monatl. Es wurde keine Restschuldversicherung oder ähnliches abgeschlossen.

Da sie zumindest vorerst vollstationär dort bleiben wird, wurde (vom Seniorenzentrum) eine Rentenumleitung bei den Rentenversicherern beantragt, sodass keine monatlichen Eingänge mehr aufs Konto gehen werden. Es ist aber von der zuletzt 2016 aufgestockten Kreditsumme noch Geld auf dem Konto, sowie die Rentenvorauszahlungen nach dem Tod meines Onkels (unter der Schonvermögengrenze von 10.000€) Momentan wird monatlich der vereinbarte Betrag von 300€ noch abgebucht, aber da die komplette Rente zum Seniorenzentrum geht, von ihrem "Vermögen".

Da sie sich selbst nur schwer um die finanziellen Belange kümmern kann, habe ich eine Vollmacht zu ihrem Konto. Die Bank hat bei der Erstellung der Vollmacht erfahren, dass mein Onkel verstorben ist und haben die Sterbeurkunde angefordert und die genaue Erbfolge um das Konto umzuschreiben. Ich soll diesbezüglich einen Termin vereinbaren.

Die Sterbeurkunde kann ich einreichen, aber bei der Erbfolge bin ich nicht sicher ob das nicht Nachteile haben kann für mich oder vielleicht den Bruder oder die Schwester meiner Tante. (Die beiden hatten keine Kinder und aus der Familie meines Onkels lebt niemand mehr)

  1. Frage: Muss sie tatsächlich aus ihrem noch vorhandenem Guthaben die Raten weiterzahlen obwohl sie es auch für ihr "Taschengeld" im Seniorenzentrum braucht?
  2. Frage: Wenn nicht, oder wenn es aufgebraucht ist, was passiert dann? Können die Raten bei Verwandten meiner Tante eingefordert werden, wenn das Erbe ausgeschlagen wird?
  3. Muss ich bei der Bank die Erbfolge bekannt geben, also Familienangehörige nennen?
  4. Wenn sie alles bezahlt bis sie nichts mehr hat und Sozialfall wird, beschwert sich dann das Sozialamt weil sie es vielleicht nicht hätte weiter zahlen müssen?

Ich bin ziemlich überfordert und weiß überhaupt nicht an wen ich mich wenden kann mit so komplexen Fragen und hoffe hier ist jemand der mir helfen kann.

Lieben Dank schon Mal im Voraus

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