Die genannten Punkte sind IMHO grober Unfug.

Banken für Berufsgruppen gibt es natürlich und sie bieten die gewöhnlichen Standardleistungen an, jedoch auch Mehrwerte für eben ihre Zielgruppen.

Sofort fällt mir da die ApoBank ein - ob dort jedoch nicht-Mediziner abgewiesen oder schlechter behandelt werden, kann ich nicht sagen.

Die Debeka war ursprünglich für Beamte und den öffentlichen Dienst gedacht und steht nun seit Jahrzehnten allen offen.

Soviel aus meiner Sicht, wenn man Deine Frage ernst nimmt und den Text darunter mal im wesentlichen ignoriert.

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Es geht dabei um kritische Masse im Sinne von Partner und Kunden. Kleine Anbieter werden es schwer haben. Momentan setzen sich die Großen im Markt fest.

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Zunächst einmal: es gibt keine gesetzliche Festlegung zur Vergütung von Überstunden. Insbesondere gibt es keine Pflicht zur Auszahlung - ein Betrieb kann auf Freizeitausgleich bestehen. Dies ist gewöhnlicherweise in Deinem Arbeitsvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder einem anzuwendenden Tarifvertrag definiert.

Gibt es bei Dir keine Regelung, so ist der einfachste Weg, dem Chef einen Vorschlag zu machen.

Ich vermute jedoch, dass es auf diese Variante hinauslaufen wird:

  • Die Auszahlung von Überstunden richtet sich nach dem Basisgehalt, das monatlich zeitbasiert gezahlt wird.
  • Die in den Überstunden erreichten Ergebnisse wie auch diejenigen der regulären Arbeitszeit qualifizieren für die Provision, d.h. wenn Du beispielsweise 3% vom Umsatz als Provision bekommst, dann gilt dies auch für Umsatz, der während der Leistung von Überstunden erreicht wird. Dies ist erfolgsbasiert.

Die Leistung von Überstunden mit Vergütung (anstelle eines Freizeitausgleichs) lohnt sich also für Dich insbesondere, wenn es eine steigende Staffelung der Provisionen gibt und durch die Ergebnisse aus den Überstunden eine höhere Staffelkategorie erreicht werden kann.

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Mit der Investmentsteuerreform werden ein paar Dinge vereinfacht. Besteuerungen benötigen ab 2018 nicht mehr die zahlreichen komplexen Daten aus dem Bundesanzeiger (bzw. WMDATEN, da nicht alle Kenngrößen im Bundesanzeiger berichtet werden), sondern können einfach anhand von Kursen berechnet werden. Dafür fallen Zwischengewinne und die Anrechenbarkeit gezahlter/fiktiver ausländischer Quellensteuer weg. Im Gegenzug erhält man jedoch auch Teilfreistellungen auf bestimmte Fondstypen.

Das Problem der fehlenden Berichtsdaten und den Weg über Schätzwerte bzw. Pauschalbesteuerungen für steuerintransparente Fonds gibt es damit nicht mehr. Man kann daher kaufen und verkaufen, wie die Marktlage dies erlaubt.

Auch das bisher bestehende Problem einer Doppelbesteuerung (ausschüttungsgleiche Erträge jedes Jahr, dann nochmals die akkumulierten ausschüttungsgleichen Erträge beim Verkauf, Zurückholen der doppelten Steuer per Einkommensteuererklärung im Folgejahr) fällt damit weg, denn die Depotbank übernimmt die Anrechnung der ggf. gezahlten Vorabpauschale.

Anleger sollten sich höchstens jetzt nochmals genauer überlegen, ob sie ausschüttende oder thesaurierende Anteilsklassen verwenden wollen. Unter dem Strich ist zwar der zu versteuernde Betrag gleich, aber thesaurierende Anteilsklassen werden tendenziell bei Kursgewinnen mit der über den Basiszins berechneten Vorabpauschale besteuert und dann komplett beim Verkauf, während ausschüttende Fonds bereits laufend mit den Ausschüttungen (und ggf. einer Vorabpauschale) und zum Verkaufszeitpunkt nur noch mit den Kursgewinnen versteuert werden.

Hat man im Freistellungsauftrag noch Luft, ist die jährliche (meist höher als die Vorabpauschale ausfallende) Ausschüttung zu besteuern besser, da dies steuerfrei passiert. Nur der abschließende Kursgewinn wäre beim Verkauf zu versteuern (und wird ggf. durch den Freistellungsauftrag im Verkaufsjahr noch abgedeckt).

Würde man stattdessen die thesaurierende Tranche nehmen, so wäre der jährliche Steuerbetrag geringer, jedoch die Steuerlast beim Verkauf höher und passt dann mit geringerer Wahrscheinlichkeit in den Freistellungsauftrag, um steuerfrei auszugehen.

Spekuliert man damit, zum Verkaufszeitpunkt per Günstigerprüfung oder mit einer dann vorhandenen NV-Bescheinigung weniger Steuern zahlen zu müssen, empfiehlt sich weiterhin eine thesaurierende Anteilsklasse von Fonds.

Ebenso empfiehlt sich für Kinderdepots die Verwendung ausschüttender Tranchen, da dann die Besteuerung in den jährlichen Freistellungsauftrag passt und die Ausschüttungen jeweils steuerfrei sind. Nach einer Phase mit Gewinnen kann man Fonds auch (bei Fondsbanken ohne Ausgabeaufschlag und Transaktionskosten kostenfrei) gezielt verkaufen und tagesgleich wieder kaufen, um Gewinne innerhalb des Freistellungsauftrags eines Jahres vorwegzunehmen. Damit ist die Steuerlast später geringer.

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Man kann über Google oder Outbrain und ähnliche Anbieter mit kleinen Beträgen (ein paar Hundert oder Tausend EUR) durchaus Kampagnen betreiben. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass die Kampagne selbst nur den kleinsten Teil des Erfolgs darstellt. Es müssen auch die Zielseiten entsprechend sinnvoll aufbereitet werden, damit die Zielgruppe eine hohe Konversionsrate aufweist.

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Lies doch mal Punkt 4 der AGB genauer...

https://www.westernunion.com/de/de/allgemeine-geschaeftsbedingungen.html

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Dein Vater hat für Dich als Minderjährige ein Depot eröffnet - und zwar auf Deinen Namen. Ein Girokonto oder Darlehen (= Schulden) kann er für Dich nicht eröffnet haben, da solche nur für Volljährige möglich sind. Das Depot hat normalerweise einen von zwei Gründen:

  1. Dein fürsorglicher Vater hat für Dich regelmäßig einen bestimmten Betrag angespart, über den Du mit Eintritt der Volljährigkeit verfügen kannst. Das habe ich für meine Kinder auch eingerichtet - allerdings wissen die davon.
  2. Dein eigennütziger Vater hat ein Depot eingerichtet, das zwar auf Deinen Namen läuft, aber Transaktionen auf seine Rechnung ausgeführt hat, um nämlich Deinen Sparerpauschbetrag von 801 EUR an steuerfreien Gewinnen im Jahr (oder mit NV-Bescheinigung sogar noch mehr) für seine Geschäfte zu nutzen.

In jedem Fall ist das Depot auf Deinen Namen geführt und die Bank weist nun korrekterweise darauf hin, dass dieses jetzt in Deiner Verfügung steht. Daher werden nun Unterlagen von Dir angefordert, um Dich zu legitimieren und Dir die Verfügung einzuräumen. Weiterhin wird ein Fragebogen zur Einstufung für Wertpapiergeschäfte angefordert, da Du nun ja dort auch selbst Transaktionen durchführen könntest.

Du solltest Dich daher nun erst mal legitimieren (PostIdent?) und Einblick in das Depot erhalten. Sofern es laufende Sparpläne gibt, auf die Dein Vater weiter einzahlt, kannst Du das laufen lassen (und solltest vielleicht mal doch mit ihm reden, denn er scheint hier ja für Dich trotz aller Meinungsunterschiede schon länger vorzusorgen).

Im Prinzip kannst Du jedoch auch einfach Dein eigenes Girokonto als Verrechnungskonto für das Depot hinterlegen, dann den Depotbestand verkaufen, und das Depot schließen und vergessen.

Die Kundenbetreuung der Consorsbank kann Dir hier sicher weiterhelfen.

Denke daran, dass Du nun mit Volljährigkeit auch für Deine eigene Einkommensteuererklärung verantwortlich bist. Hast Du also anderweitig Einkünfte und möchtest über eine Einkommensteuererklärung gezahlte Steuern zurück erhalten, so sind auch die Einkünfte aus dem Depot anzugeben. Insbesondere wenn Du nun den Bestand verkaufen solltest und Steuern dabei anfallen, bekommst Du wahrscheinlich diese über eine Einkommensteuererklärung wieder zurück.

Noch ein Hinweis: je nach Art des Vertrauensverhältnisses zu Deinem Vater wäre ggf. die Trennung Deiner Post von seiner sinnvoll. Das kannst Du durch Einrichtung eines Postfaches für Deinen Namen erreichen (kostet gerade mal ca. 20 EUR im Jahr), das dann Deine persönliche Post bekommt. Die Post für andere Namen im Haushalt kommt dann weiterhin im Briefkasten an. Dadurch kann Dein Vater jedoch Briefe für Dich nicht einfach abfangen...

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Im Prinzip hast Du recht, aber...

Wenn der Geschäftsführer einer UG/GmbH seine Sorgfaltspflichten verletzt, kann er durchaus auch mit seinem Privatvermögen in Pflicht genommen werden.

Straftaten sind nicht die einzigen Handlungen mit Konsequenzen. Es gibt auch gesetzliche Auflagen und Ordungswidrigkeiten, die nicht als Straftat gelten, wohl aber mit empfindlichen Bußgeldern, Schadensersatzforderungen oder Nachzahlungen belegt sind und im Falle von Pflichtverletzungen des Geschäftsführers auch eine Haftung mit dem Privatvermögen bedeuten können.

Weiterhin kann das in den Sand gesetzte Projekt natürlich Deinen Ruf ruinieren, so dass in Folge auch ein von Dir neu gegründetes Unternehmen Probleme bekommen wird.

Man sollte daher niemals von Anfang an auf die Schutzwirkung der UG/GmbH vertrauen, sondern auf eine Sorgfalt und Pflichtbewusstheit bei der Ausführung von Geschäften achten. Verträge mit wesentlichen Risiken sollten nicht ohne Absicherung eingegangen werden. Es lohnt sich, steuerliche, gesetzlich geforderte/regulatorische und vertragliche Aspekte des Geschäfts von erfahrenen Personen führen zu lassen (intern oder extern). Zu den prominenten regulatorischen Auflagen, die in 2018 in der Presse waren, gehören u.a. die neuen Fassungen der GoBD und des BDSG.

Es gibt weiterhin für Geschäftsführer die Möglichkeit, verschiedene Haftungsformen über eine Directors & Officers Versicherung abzudecken.

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In Kürze: suche mit Deinem Bruder zusammen einen Notar zur Beratung auf. Dieser Notar kann dann einen Vertrag erstellen, der den Anforderungen gerecht wird.

Die Sache mit der Grundschuld ist eigentlich eine Bürgschaft der Mutter, die als Sicherheit eine Grundschuld beibringt. Das ist ihr gutes Recht, denn sie kann über ihr Eigentum frei verfügen. Im Falle einer Erbschaft bekommen die Erben natürlich Immobilie incl. Grundschuld. Grundschuld bedeutet jedoch nicht Zahlungsverpflichtung für ein Darlehen. Der Darlehensnehmer (der Bruder) ist weiterhin verpflichtet, das Darlehen zu bedienen. Erst wenn die Grundschuld zur Verwertung der Immobilie bei Ausfall des Darlehensnehmers verwendet würde, kommt zum Tragen, dass infolge der geerbten Grundschuld alle Erben gesamtschuldnerisch dafür verantwortlich sind. Kann ein Erbe diese Verantwortung nicht bedienen, wird er wohl die Erbschaft ausschlagen.

Ich lese zwischen den Zeilen heraus, dass das Haus mehrere Wohnungen hat, von denen eine der Bruder bewohnt. Es wäre daher (falls noch nicht erfolgt) z.B. sinnvoll, über eine Teilungserklärung nachzudenken. Damit werden aus der Immobilie mehrere unabhängige "Immobilen" und ggf. noch ein Gemeinschaftseigentum. Das läßt sich in Bezug auf Grundschulden einfacher handhaben als eine gemeinschaftlich zu verantwortende einzelne Immobilie.

Die Grundschuldfrage muss mit der Bank geklärt werden. Idealerweise würde die Grundschuld nach der Schenkung nur über die dem Bruder alleinig gehörenden Besitzanteile am Haus lauten. Wenn der Besicherungswert der Wohnung des Bruders und weiterer Wohnungen, die ihm dann gehören, für das bestehende Darlehen ausreicht, wäre das eine saubere Lösung.

Kann Dein Bruder sein Darlehen nicht mehr bedienen, so kann die Bank seine Wohnungen verwerten - Deine Anteile bleiben davon unberührt. Ihr könnt für diesen Fall auch eine Option vorsehen, dass Du durch Aufnahme eines Darlehens auf Deinen Anteil am Haus die Darlehen des Bruders ablöst und damit der Verwertung entgegenwirkst. Das Schuldverhältnis besteht dann zwischen Deinem Bruder und Dir weiter, jedoch gibt es da ggf. weiteren Spielraum in der Gestaltung einer Rückzahlung. Auf die Rückzahlung verzichten solltest Du nicht, denn das würde einer Schenkung an den Bruder entsprechen.

Viele Optionen... sprecht mit einem Notar und dann mit der Bank.

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Grundsätzlich widersprechen sich Masterarbeit und Nebenjob genausowenig wie Studium mit Vorlesungen und Nebenjob. Die Vergütung für die Durchführung der Masterarbeit ist eine Vergütung für eine von der Studienordnung vorgeschriebene Pflichtveranstaltung, d.h. das verhält sich wie ein Praktikum, für das Du ja auch z.B. sechs Monate zu 100% arbeitest und eine Vergütung bekommst. Dies zählt nicht als Nebentätigkeit.

Du solltest jedoch genau die Prüfungsordnung studieren, denn dort gibt es ggf. Einschränkungen, die sich entweder aus Gründen der für die Masterarbeit aufzuwendenden Stunden, der insgesamten Arbeitslast oder der Verwertungsrechte an den Ergebnissen der Arbeit ergeben.

In Bezug auf Krankenversicherung und Sozialversicherungspflicht sollte damit alles beim privilegierten Studentenstatus bleiben können.

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Nach aktueller Rechtslage verjähren die Verluste nicht, d.h. Verluste aus 2012 werden vorgetragen. Diese müssen nicht in 2013-2017 verrechnet werden, sondern können natürlich auch in 2018 erst genutzt werden.

Vorteil einer frühzeitigen Einreichung ist die Feststellung des Verlustvortrags, d.h. das Finanzamt bescheinigt Dir die Anerkennung der entsprechenden Verluste und trägt diese in die Folgejahre vor.

Die Grundlage dafür sind §20 Abs. 6 EStG und §43a Abs. 3 Satz 4 EStG bzw. zum Verlustvortrag die §10d Abs. 2 und 4 EStG.

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Es gibt sicher in Deinem Unternehmen eine Reisekostenordnung oder eine Betriebsvereinbarung zu Reisekostenabrechnungen. Diese sollte eigentlich das Thema behandeln. Es gibt nämlich keinen Rechtsanspruch auf Erstattung von Reisekosten, wenn diese z.B. als mit dem Gehalt bereits abgegolten gelten oder wenn lt. Betriebsvereinbarung geringere als die steuerlichen Sätze bzw. entstandenen Kosten erstattet werden. Das betrifft auch km-Pauschalen, Verpflegungsmehrkosten und andere Erstattungen.

Die lt. Deinem Arbeitsvertrag anwendbare Regelung (ja, es kann in einem Unternehmen mehrere davon geben, z.B. für Vertrieb und andere Angestellte unterschiedlich) zeigt Dir, was überhaupt möglich ist.

Bietet die Reisekostenregelung für Dich die Option zwischen Erstattung der Übernachtungskosten und der Auszahlung der steuerlichen Übernachtungspauschale, so hast Du das Recht der Wahl: entweder Erstattung der Kosten ODER die Pauschale. Im letzteren Fall zahlt das Unternehmen NICHT die Hotelrechnung, sondern das machst Du selbst.

Werden die Hotelkosten überhaupt nicht oder nicht vollständig erstattet (z.B. aufgrund einer magischen "Kostendämpfungsregel", wie sie im öffentlichen Dienst oft zu finden ist), so kannst Du den Fehlbetrag als Werbungskosten steuerlich in Deiner Einkommensteuererklärung geltend machen. Die Übernachtungspauschale kann nicht angesetzt werden.

Idealerweise erstellt Dein Unternehmen nach dem Jahresende (dem Annahmeschluß für Reisekostenabrechnungen eines Jahres) eine Übersicht, in der gezahlte und gekürzte/nicht erstattete Verpflegungspauschalen und sonstige Reisekostenkürzungen aufgeführt sind. Damit hast Du eine nachweisliche Basis, die Differenzen zu den steuerlichen Verpflegungspauschalen und tatsächlichen Kosten zumindest noch als Werbungskosten anzugeben.

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Beide Elternteile sind unterhaltspflichtig. Daran ändert auch die Frage des Sorgerechts nichts. Du wirst sicher einen Ansprechpartner im Jugendamt haben - das Jugendamt hilft Dir, die Ansprüche durchzusetzen.

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Leider sagst Du nicht, um welche Steuern es geht, d.h. ich empfehle Dir einfach mal, das DBA mit Zypern zu lesen:

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Internationales_Steuerrecht/Staatenbezogene_Informationen/Laender_A_Z/Zypern/2011-11-07-Zypern-Abkommen-DBA-Gesetz.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Generell decken DBA Fälle ab, um Doppelbesteuerungen zu vermeiden, jedoch gibt es Fälle, in denen ggf. nur Kappungen bestehen. Es gibt auch Fälle, die in Deutschland zu besteuern sind, so dass die Besteuerung in Zypern nicht korrekt war. Das muss im Einzelfall gegen das DBA geprüft werden.

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Aktien werden ausgegeben, damit Unternehmen Geld zufließen kann, aber danach hat das Unternehmen scheinbar nichts mehr davon, d.h. wozu in Aktien investieren?

Ich nehme an, dass Dir schon klar ist, dass man Dividenden erhält, wenn diese ausgeschüttet werden. Die vordergründigen Argumente erfordern daher keiner weiteren Erläuterung.

Der wesentliche Punkt ist nämlich ein anderer. Dadurch dass Aktien einen Anteil an einem Unternehmen verbriefen, bedingen Sie die Möglichkeit einer Einflussnahme auf das Unternehmen. Dieses Einflussrecht besitzt einen Wert. Interessant wird dieser Wert beispielsweise bei Übernahmen - insbesondere bei feindlichen Übernahmen.

Damit ist eine Aktie ein Sachwert, der mit einem (variablen) Geldwert bewertet werden kann. Welcher dies ist, wird durch Angebot und Nachfrage an den Börsen bestimmt. Der Handel erlaubt die Weitergabe der erworbenen Rechte im Primärmarkt an andere (Sekundärmarkt). Kleinaktionäre spielen zwar bei Entscheidungen auf Unternehmensebene selten eine signifikante Rolle, aber sie profitieren natürlich auch von der Entwicklung dieses Unternehmenswerts, der von primär institutionellen Investoren geprägt bzw. getrieben wird.

Wenn man nun noch betrachtet, dass der Wert einer Aktie aufgrund der Geschäftsentwicklung und der Fähigkeit eines Unternehmens, höhere Preise an Kunden weiterzugeben, typischerweise mit der Inflation schwimmt (mal mehr, mal weniger), wird auch klar, warum Aktienpreise sich grob mit der Inflation nach oben entwickeln. Gute Unternehmen schlagen die Inflation.

Will man also auf eine Partizipation an der Entwicklung eines bestimmten Unternehmens setzen, kann man dessen Aktien kaufen. Möchte man auf einen Sektor oder ein Land setzen, gibt es ETFs und Fonds, die in mehrere Aktien diversifizieren und damit das Risiko von Rückschlagen reduzieren. Das Grundprinzip der Entwicklung mit der Inflation ist in jedem Fall jedoch das gleiche.

Die Kunst besteht darin, diejenigen Aktien zu identifizieren, die eine überdurchschnittliche Entwicklung des Geschäfts oder Robustheit gegen Turbulenzen zeigen, so daß man tatsächlich ein gut inflationsgesichertes Investmentvehikel mit einem zusätzlichen Gewinnpotential bekommt.

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Bei open-end Knockouts wird die Schwelle laufend angepasst, um den Faktor Zeit einzubeziehen. Wie Du erkennen kannst, folgt das Papier durchaus dem Kurs von Snap, aber es gibt eben außerdem den Einfluss der laufenden Anpassung:

https://www.ariva.de/knockouts/PZ224A?utp=1

Daher sind open-end Knockouts IMHO längerfristig eigentlich nicht so recht sinnvoll, da man entweder kurzfristig auf fallende Kurse spekuliert (dafür reicht ein Short Optionsschein) oder aber mittel- bis langfristig vom Verfall des Kurses ausgeht (dafür sind Leerverkäufe da, aber dann würde ich in ein solches Papier auch nicht investieren).

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Ich verstehe nun nicht ganz die Worte "Kontostand" und "angezeigte Gewinne".

Wenn Du 100 Anteile an einem Investmentfonds für 10.000 EUR kaufst (100 EUR Preis je Anteil) und diese durch die Marktentwicklung im Wert nun auf 13.000 EUR steigen (neuer Anteilswert ist 130 EUR), so liegt ein Buchgewinn von EUR 3.000 (30 EUR je Anteil) vor.

Fällt der Anteilswert des Fonds, so kann das auch wieder weniger werden. Steigt der Anteilswert des Fonds, so wird es noch mehr.

Willst Du die Buchgewinne materialisieren, d.h. auf Dein Konto als verfügbaren EUR-Betrag bringen, dann verkaufst Du Anteile. Werden also von den 100 Anteilen im Beispiel nun 10 verkauft, so sind das 1.300 EUR, von denen 300 EUR als Gewinn betrachtet werden. Gab es Gebühren bei Kauf und Verkauf, so gehen diese vom Gewinn noch ab. Der verbleibende Gewinn unterliegt der Besteuerung.

Das ist in vereinfachter Form der Ablauf.

Der "Gewinn" einer Position in einem Investmentfonds kann nicht von "Basisanteilen" getrennt werden, sondern ist immer pro Anteil. Du kannst also nur über die 3.000 EUR verfügen, wenn ALLE Fondsanteile verkauft würden. Und dann greift die Besteuerung, d.h. von den 3.000 EUR bleibt dann ggf. ein kleinerer Betrag übrig.

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In Ergänzung vielleicht noch folgender Hinweis:

  • Die EÜR dient zur Bestimmung des Gewinns/Verlusts. Das ist die Grundlage für die Besteuerung Deiner Einkünfte mit Einkommensteuer.
  • Die USt-Erklärung dient zur Bestimmung einer ggf. zu entrichtenden Umsatzsteuer. Das hat mit der EÜR nichts zu tun. Als Kleinunternehmerin ist das ganz einfach, da Du ja in Deinen Rechnungen keine USt ausweist und damit nicht wirklich überraschend am Ende in der Berechnung eine Null steht. Aufgrund dieser Null gibst Du ja auch keine Umsatzsteuervoranmeldung monatlich bzw. quartalsweise ab.

Es ist etwas verwirrend, dass beide Punkte nicht in einem einzigen Formular erhoben und berechnet werden, aber das ist nicht die Sicht eines Unternehmens nach Einnahmen und Ausgaben, sondern die des Finanzamts nach Steuerarten.

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Fremdwährungskonten haben zwei Aspekte: Zinserträge (bei Tages- oder Festgeld in einer anderen Währung, ggf. jedoch auch Null) und Gewinne/Verluste aus Wechselkursschwankungen (Devisengeschäfte).

Zinserträge werden als Zinsen zum Zeitpunkt des Zuflusses betrachtet und können mit Verlusten im Verlusttopf Allgemein verrechnet werden. Sie unterliegen der Abgeltungssteuer und gehen damit in die Anlage KAP. Durch eine ggf. mögliche Günstigerprüfung kann der Steuersatz reduziert werden.

Bleiben die Zinsen auf dem Fremdwährungskonto, so hast Du zum Zahlungszeitpunkt einen abgeltungssteuerpflichtigen Zufluss und danach ggf. Gewinne/Verluste aus einem Devisengeschäft.

Devisengeschäfte fallen unter §23 EStG als privates Veräußerungsgeschäft und haben damit einen Freibetrag von 600 EUR im Jahr, bis zu dem keine Besteuerung stattfindet, sowie eine Frist von einem Jahr, nach der Steuerfreiheit gilt (auch Verluste werden dann steuerlich nicht mehr berücksichtigt). Die Frist erhöht sich auf zehn Jahre, wenn daraus in mind. einem Jahr Einkünfte erzielt wurden (z.B. also Zinsen). Positionen hierzu gehen in die Anlage SO (andere Einkunftsart).

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