Du kannst Dich natürlich als Einzelunternehmer ausgeben, d.h. Dein Unternehmen heisst dann z.B. "MdAyql0 Beratung und Handel". Ob das Finanzamt dies jedoch anerkennt (sprich: eine Gewinnerzielungsabsicht zu erkennen ist), wäre doch sehr fraglich, wenn Du darüber nur Einkäufe tätigst.

Steuerlich wirst Du auch in Schwierigkeiten kommen, denn B2B-Angebote werden i.a. netto angegeben und Du musst das Spielchen mit der Umsatzsteuer beherrschen - ansonsten wird das Finanzamt erstens die per Vorsteuerabzug unrechtmäßig ignorierte Umsatzsteuer einfordern und zweitens Fragen bezüglich Deines Unternehmensstatus stellen.

Der Großhändler wird von Dir eine Steuernummer oder einen HRB-Eintrag fordern, d.h. kann gegenüber seinem Finanzamt die Sache sauber darstellen. Wenn Du allerdings Deine Angaben gefälscht hast (sprich: Unternehmen und Steuernummer gibt es nicht), dann kommen einem so Stichworte wie Steuerhinterziehung und Betrug in den Sinn.

Mit anderen Worten: davon ist kategorisch abzuraten. Solltest Du einen Nebenjob als z.B. Freiberufler oder Selbständiger haben, kannst Du diese Einzelunternehmereigenschaft natürlich dafür nutzen. Bezüglich Vorsteuerabzug wird sich die Frage stellen, ob Du ein Kleinunternehmer bist oder nicht.

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Ich kaufe ein "d".

Gemeinsame Schulden von Partnern, die keine gemeinsame Einnahme- und Ausgabepolitik haben, ist immer schwierig. Machen wir es mal einfach und nehmen wir nur Deutschland, Italien und Griechenland als gemeinsame Bond-Emittenten. Es werden 3 Mrd. EUR eingenommen, davon bekommen alle drei jeweils 1 Mrd. EUR. Griechenland kauft sich mehr Waffen und Panzer, Italien vergibt großzügig Steuergeschenke. Beide sind nicht auf mittelfristige Sicht durch Gegenfinanzierung gedeckt. Es kommt zum Ausfall. Der Schaden für ein finanzstarkes Land ist dann höher, da man den finanzschwachen nicht wirklich in die Tasche greifen kann. Ähnliches passiert im Prinzip auch, wenn die EZB schlechte Anleihen aufkauft oder TARGET2-Salden geparkt werden. Das Geld ist praktisch weg. Daher ist der andere Weg einer Einräumung eines Mitspracherechts bei der Haushaltsgestaltung und der Ausgabenplanung für Profiteure von Euro-Bonds besser, denn so können Risiken ausgabefreudiger Staaten reduziert werden.

Gleiches gilt auch für Rücklagen im Bankensystem. Gerne würden manche Staaten in der EU die Rücklagen Deutschlands mit anzapfen, indem man sie vergemeinschaftet in einem großen Topf, in den jedoch verschiedene Länder unterschiedlich einzahlen werden.

Es wäre ok, eine solidarische, gemeinschaftliche Haushalts-, Steuer- und Ausgabepolitik in der EU mit gemeinsam ausgegebenen Euro-Bonds zu verbinden. Dagegen stehen jedoch die teils massiv unterschiedlichen Nationalinteressen der Mitgliedsstaaten. Also werden sich die stabileren, finanzkräftigeren Länder weiter gegen eine Vergemeinschaftung von Risiken und Schulden wehren. Die einen können sich schwarze Nullen leisten, die anderen steuern weiter ins Minus und geben munter Geld aus, das sie nicht haben.

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Ich weiß nicht, wer Edith ist.

Nehmen wir mal zwei Investoren, A und B an. Beide haben 1200 EUR Liquidität und beide kaufen je zwei Aktien eines Unternehmens X im Wert von jeweils 100 EUR.

Schritt 0: Als Ausgangspunkt haben damit beide 1000 EUR Liquidität und 200 EUR Buchwert in Aktien. Summe beider Cash-Positionen: 2000 EUR.

Schritt 1: Nun fallen die Aktien im Wert und Investor A verkauft eine Aktie zum Preis von 80 EUR an B. A hat damit 1080 EUR Liquidität und 80 EUR Buchwert einer Aktie, macht 1160 EUR. Investor B hat nun 920 EUR Liquidität und 240 EUR Buchwert, macht 1160 EUR. Summe beider Cash-Positionen: 2000 EUR.

Schritt 2: Die Aktien steigen auf 120 EUR Bewertung. Das beläßt bei A 1080 EUR Liquidität und bringt den Buchwert auf 120 EUR - also 1200 EUR. Bei B sind es weiterhin 920 EUR Liquidität und 360 EUR Buchwert, also 1280 EUR. Summe beider Cash-Positionen: 2000 EUR.

Schritt 3: Die Aktie steigt auf 140 EUR und A will eine Aktie zurückkaufen, so sind 140 EUR fällig. Liquidität also bei 940 EUR, Aktien bewertet mit 280 EUR. Macht 1220 EUR. Bei B verbleiben 1060 EUR Liquidität und 280 EUR Aktienbewertung, d.h. 1340 EUR. Summe beider Cash-Positionen: 2000 EUR.

Würde nach Schritt 2 das Unternehmen bankrott gehen und die Aktie damit wertlos, so wäre A als konservativer Investor, der seine Verluste abgesichert hat, besser gestellt, da A nämlich 1080 EUR hat, B nur 920 EUR. Summe beider Cash-Positionen: 2000 EUR.

Würde nach Schritt 3 das Unternehmen bankrott gehen und die Aktie damit wertlos, so wäre B als chancenorientierter Anleger besser gestellt, da A nämlich nach dem Rückkauf nur noch 940 EUR hätte, B dagegen 1060 EUR. Summe beider Cash-Positionen: 2000 EUR.

Das Verwirrende daran ist, dass Portfolios oft als Liquidität (Cash-Position) und Buchwerte aufaddiert werden. Im Grunde muss man diese Positionen jedoch separat halten, denn die einen sind sicher, die anderen hängen von der Marktbewertung ab, d.h. dem Willen anderer, Wertpapiere mit ihren Buchwerten als Liquidität zu materialisieren. Je nachdem, wann man den Schlussstrich zieht (also auf 100% Liquidität geht), bekommt man verschiedene Ergebnisse.

Investor B liegt nach Schritt 3 mit einem Betrag von 120 EUR vor Investor A. Beide profitieren nun gleichermaßen von Kursbewegungen, aber die Cash-Positionen sind unterschiedlich. Liquidiert nun A seine Positionen im günstigen Marktumfeld, so geht sein Cash-Bestand auf 1220 EUR und B verbleibt bei 1060 EUR plus zwei Aktien. Sofern die Aktien also nicht unter 80 EUR fallen, hätte er bei einer Liquidation immer noch einen Mehrprofit gegenüber A. Er könnte also z.B. einen Stop-Loss-Auftrag bei 90 EUR oder 100 EUR erteilen, um seine Gewinne abzusichern... Könnte aber auch einen Fall auf 60 EUR hinnehmen, eine Aktie von einem Dritten nachkaufen, damit die Cash-Position auf 1000 EUR reduzieren, und nach einem Anstieg auf 100 EUR erst komplett (an einen Dritten) verkaufen. Resultat: 1300 EUR. The winner is... B. B hat es geschafft, die volatilen Aktien einem Dritten anzudrehen und befindet sich nun im sicheren Cash-Bereich.

Die Summe der Cash-Positionen der Handelsteilnehmer bleibt jedoch gleich. Das ist der Kern des Sprichworts "Das Geld ist nicht weg, es hat nur jemand anderes." Die Mitspieler halten jeweils Cash (in der Summe immer gleich viel) und keine oder mehrere Chancenpapiere, die mit variablen Werten gehandelt werden können. Ob man die Liquidität nun auf Konten liegen läßt, in Bonds investiert, in andere Aktien, in Immobilien, in Gold, Diamanten oder was auch immer... das ist Sache der Investoren, die ihr Pferdchen wechseln, wenn sie glauben, der Profit sei woanders besser. Dafür gibt es dann Strategien wie z.B. Diversifikation, die Risiken von Verlusten minimieren können.

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Das ist weniger eine rechtliche Frage, sondern eher eine nach möglichen Lösungwegen, diese Situation aufzuklären.

Ansatzpunkte:

  • Es gibt kein Mitspracherecht von Mitarbeitern bei Neueinstellungen. Es gibt wahrscheinlich bei dieser Unternehmensgröße nicht einmal einen Betriebsrat. Der wäre nämlich zumindest bei der Einstellung beteiligt und könnte die Interessen der Arbeitnehmer vertreten.
  • Zwei Teilzeitstellen zu 50% verursachen mehr Aufwand als eine ganze Stelle. Daher wird man generell eher bei Einstellungen Vollzeitstellen anstreben, da dies auf die Dauer kosteneffizienter ist. Daher ist verständlich, dass insbesondere als Führungskraft eine zusätzliche Person eingestellt werden soll. Außerdem ist unklar, ob die derzeitige Teilzeitkraft wirklich als Teamlead sich eignet.

Der eingeschlagene Weg ist daher der einzig mögliche: eine interne Bewerbung auf diese Stelle, in der die Vorteile dargestellt werden. Da es sich jedoch nicht um eine Sachbearbeiterstelle handelt, wäre auch die Ausweisung für die Position als Teamlead (=Führungskraft) nachzuweisen. Daran könnte es nämlich haken.

In jedem Fall sollte es in einem so kleinen Unternehmen möglich sein, mit dem Management zu sprechen, um eine Klärung herbeizuführen.

Sollte die externe Person eingestellt werden, haben die Mitarbeiter natürlich nicht das Recht der Arbeitsverweigerung oder -erschwerung für die neue Führungskraft, sondern müssen in der Tat bei der Einarbeitung mithelfen. Das gehört sich in Unternehmen jeder Größe so, denn niemand ist sofort perfekt auf einer neuen Stelle in einer neuen Funktion.

Das alles hat wenig mit einer rechtlichen Auskunft zu tun, sondern berührt eher Fragen der Unternehmenskultur und der Qualifikation der Beteiligten.

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Das kann man alleine dadurch beurteilen, dass man in den notariellen Niessbrauchvertrag schaut. Wenn dort pauschal geregelt ist, dass die Nebenkosten (Strom, Wasser, Gas, Müll, Gebäudeversicherungen) für den Haushalt der Eltern übernommen werden, dann ist das nicht auf die Anzahl der Personen beschränkt. Wenn der Vertrag ausweist, dass zwar das Wohnrecht besteht, Nebenkosten jedoch durch die Eltern zu tragen sind, dann ist das ebenso genau so zu handhaben - die Frage einer Pflegekraft oder nicht ist dafür nicht relevant.

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Ok. Die ersten beschränken sich auf Vermittlungstägigkeiten. Die zweiten können auch Kundenkapital selbst entgegennehmen. Die dritten nehmen nicht nur Kundenkapital an, sondern bieten auch eine Vermögensverwaltung dafür an.

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Aus welchem Land das Geld kommt, spielt keine Rolle. Wesentlich ist, wo die Lieferung hingeht bzw. wo das Unternehmen sitzt, das diese Lieferung beauftragt. Würde beispielsweise ein russisches Unternehmen bei Dir bestellen, und die Lieferung an eine deutsche Adresse beauftragen, wäre das zwar eine Bestellung aus dem Nicht-EU-Ausland, wohl aber in Deutschland zu besteuern.

In Deinem Fall nehme ich an, dass "Ausfuhr" tatsächlich die Lieferung von Gütern in ein Nicht-EU-Land bedeutet, so dass das wirklich ohne Umsatzsteuer auszuweisen ist. Die Überweisung über den Zahldienst ist wahrscheinlich deutlich günstiger als die Nutzung von Nicht-SEPA-Auslandsüberweisungen.

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Mit der Investmentsteuerreform werden ein paar Dinge vereinfacht. Besteuerungen benötigen ab 2018 nicht mehr die zahlreichen komplexen Daten aus dem Bundesanzeiger (bzw. WMDATEN, da nicht alle Kenngrößen im Bundesanzeiger berichtet werden), sondern können einfach anhand von Kursen berechnet werden. Dafür fallen Zwischengewinne und die Anrechenbarkeit gezahlter/fiktiver ausländischer Quellensteuer weg. Im Gegenzug erhält man jedoch auch Teilfreistellungen auf bestimmte Fondstypen.

Das Problem der fehlenden Berichtsdaten und den Weg über Schätzwerte bzw. Pauschalbesteuerungen für steuerintransparente Fonds gibt es damit nicht mehr. Man kann daher kaufen und verkaufen, wie die Marktlage dies erlaubt.

Auch das bisher bestehende Problem einer Doppelbesteuerung (ausschüttungsgleiche Erträge jedes Jahr, dann nochmals die akkumulierten ausschüttungsgleichen Erträge beim Verkauf, Zurückholen der doppelten Steuer per Einkommensteuererklärung im Folgejahr) fällt damit weg, denn die Depotbank übernimmt die Anrechnung der ggf. gezahlten Vorabpauschale.

Anleger sollten sich höchstens jetzt nochmals genauer überlegen, ob sie ausschüttende oder thesaurierende Anteilsklassen verwenden wollen. Unter dem Strich ist zwar der zu versteuernde Betrag gleich, aber thesaurierende Anteilsklassen werden tendenziell bei Kursgewinnen mit der über den Basiszins berechneten Vorabpauschale besteuert und dann komplett beim Verkauf, während ausschüttende Fonds bereits laufend mit den Ausschüttungen (und ggf. einer Vorabpauschale) und zum Verkaufszeitpunkt nur noch mit den Kursgewinnen versteuert werden.

Hat man im Freistellungsauftrag noch Luft, ist die jährliche (meist höher als die Vorabpauschale ausfallende) Ausschüttung zu besteuern besser, da dies steuerfrei passiert. Nur der abschließende Kursgewinn wäre beim Verkauf zu versteuern (und wird ggf. durch den Freistellungsauftrag im Verkaufsjahr noch abgedeckt).

Würde man stattdessen die thesaurierende Tranche nehmen, so wäre der jährliche Steuerbetrag geringer, jedoch die Steuerlast beim Verkauf höher und passt dann mit geringerer Wahrscheinlichkeit in den Freistellungsauftrag, um steuerfrei auszugehen.

Spekuliert man damit, zum Verkaufszeitpunkt per Günstigerprüfung oder mit einer dann vorhandenen NV-Bescheinigung weniger Steuern zahlen zu müssen, empfiehlt sich weiterhin eine thesaurierende Anteilsklasse von Fonds.

Ebenso empfiehlt sich für Kinderdepots die Verwendung ausschüttender Tranchen, da dann die Besteuerung in den jährlichen Freistellungsauftrag passt und die Ausschüttungen jeweils steuerfrei sind. Nach einer Phase mit Gewinnen kann man Fonds auch (bei Fondsbanken ohne Ausgabeaufschlag und Transaktionskosten kostenfrei) gezielt verkaufen und tagesgleich wieder kaufen, um Gewinne innerhalb des Freistellungsauftrags eines Jahres vorwegzunehmen. Damit ist die Steuerlast später geringer.

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In Kürze: suche mit Deinem Bruder zusammen einen Notar zur Beratung auf. Dieser Notar kann dann einen Vertrag erstellen, der den Anforderungen gerecht wird.

Die Sache mit der Grundschuld ist eigentlich eine Bürgschaft der Mutter, die als Sicherheit eine Grundschuld beibringt. Das ist ihr gutes Recht, denn sie kann über ihr Eigentum frei verfügen. Im Falle einer Erbschaft bekommen die Erben natürlich Immobilie incl. Grundschuld. Grundschuld bedeutet jedoch nicht Zahlungsverpflichtung für ein Darlehen. Der Darlehensnehmer (der Bruder) ist weiterhin verpflichtet, das Darlehen zu bedienen. Erst wenn die Grundschuld zur Verwertung der Immobilie bei Ausfall des Darlehensnehmers verwendet würde, kommt zum Tragen, dass infolge der geerbten Grundschuld alle Erben gesamtschuldnerisch dafür verantwortlich sind. Kann ein Erbe diese Verantwortung nicht bedienen, wird er wohl die Erbschaft ausschlagen.

Ich lese zwischen den Zeilen heraus, dass das Haus mehrere Wohnungen hat, von denen eine der Bruder bewohnt. Es wäre daher (falls noch nicht erfolgt) z.B. sinnvoll, über eine Teilungserklärung nachzudenken. Damit werden aus der Immobilie mehrere unabhängige "Immobilen" und ggf. noch ein Gemeinschaftseigentum. Das läßt sich in Bezug auf Grundschulden einfacher handhaben als eine gemeinschaftlich zu verantwortende einzelne Immobilie.

Die Grundschuldfrage muss mit der Bank geklärt werden. Idealerweise würde die Grundschuld nach der Schenkung nur über die dem Bruder alleinig gehörenden Besitzanteile am Haus lauten. Wenn der Besicherungswert der Wohnung des Bruders und weiterer Wohnungen, die ihm dann gehören, für das bestehende Darlehen ausreicht, wäre das eine saubere Lösung.

Kann Dein Bruder sein Darlehen nicht mehr bedienen, so kann die Bank seine Wohnungen verwerten - Deine Anteile bleiben davon unberührt. Ihr könnt für diesen Fall auch eine Option vorsehen, dass Du durch Aufnahme eines Darlehens auf Deinen Anteil am Haus die Darlehen des Bruders ablöst und damit der Verwertung entgegenwirkst. Das Schuldverhältnis besteht dann zwischen Deinem Bruder und Dir weiter, jedoch gibt es da ggf. weiteren Spielraum in der Gestaltung einer Rückzahlung. Auf die Rückzahlung verzichten solltest Du nicht, denn das würde einer Schenkung an den Bruder entsprechen.

Viele Optionen... sprecht mit einem Notar und dann mit der Bank.

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Grundsätzlich widersprechen sich Masterarbeit und Nebenjob genausowenig wie Studium mit Vorlesungen und Nebenjob. Die Vergütung für die Durchführung der Masterarbeit ist eine Vergütung für eine von der Studienordnung vorgeschriebene Pflichtveranstaltung, d.h. das verhält sich wie ein Praktikum, für das Du ja auch z.B. sechs Monate zu 100% arbeitest und eine Vergütung bekommst. Dies zählt nicht als Nebentätigkeit.

Du solltest jedoch genau die Prüfungsordnung studieren, denn dort gibt es ggf. Einschränkungen, die sich entweder aus Gründen der für die Masterarbeit aufzuwendenden Stunden, der insgesamten Arbeitslast oder der Verwertungsrechte an den Ergebnissen der Arbeit ergeben.

In Bezug auf Krankenversicherung und Sozialversicherungspflicht sollte damit alles beim privilegierten Studentenstatus bleiben können.

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Nach aktueller Rechtslage verjähren die Verluste nicht, d.h. Verluste aus 2012 werden vorgetragen. Diese müssen nicht in 2013-2017 verrechnet werden, sondern können natürlich auch in 2018 erst genutzt werden.

Vorteil einer frühzeitigen Einreichung ist die Feststellung des Verlustvortrags, d.h. das Finanzamt bescheinigt Dir die Anerkennung der entsprechenden Verluste und trägt diese in die Folgejahre vor.

Die Grundlage dafür sind §20 Abs. 6 EStG und §43a Abs. 3 Satz 4 EStG bzw. zum Verlustvortrag die §10d Abs. 2 und 4 EStG.

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Es gibt sicher in Deinem Unternehmen eine Reisekostenordnung oder eine Betriebsvereinbarung zu Reisekostenabrechnungen. Diese sollte eigentlich das Thema behandeln. Es gibt nämlich keinen Rechtsanspruch auf Erstattung von Reisekosten, wenn diese z.B. als mit dem Gehalt bereits abgegolten gelten oder wenn lt. Betriebsvereinbarung geringere als die steuerlichen Sätze bzw. entstandenen Kosten erstattet werden. Das betrifft auch km-Pauschalen, Verpflegungsmehrkosten und andere Erstattungen.

Die lt. Deinem Arbeitsvertrag anwendbare Regelung (ja, es kann in einem Unternehmen mehrere davon geben, z.B. für Vertrieb und andere Angestellte unterschiedlich) zeigt Dir, was überhaupt möglich ist.

Bietet die Reisekostenregelung für Dich die Option zwischen Erstattung der Übernachtungskosten und der Auszahlung der steuerlichen Übernachtungspauschale, so hast Du das Recht der Wahl: entweder Erstattung der Kosten ODER die Pauschale. Im letzteren Fall zahlt das Unternehmen NICHT die Hotelrechnung, sondern das machst Du selbst.

Werden die Hotelkosten überhaupt nicht oder nicht vollständig erstattet (z.B. aufgrund einer magischen "Kostendämpfungsregel", wie sie im öffentlichen Dienst oft zu finden ist), so kannst Du den Fehlbetrag als Werbungskosten steuerlich in Deiner Einkommensteuererklärung geltend machen. Die Übernachtungspauschale kann nicht angesetzt werden.

Idealerweise erstellt Dein Unternehmen nach dem Jahresende (dem Annahmeschluß für Reisekostenabrechnungen eines Jahres) eine Übersicht, in der gezahlte und gekürzte/nicht erstattete Verpflegungspauschalen und sonstige Reisekostenkürzungen aufgeführt sind. Damit hast Du eine nachweisliche Basis, die Differenzen zu den steuerlichen Verpflegungspauschalen und tatsächlichen Kosten zumindest noch als Werbungskosten anzugeben.

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Fremdwährungskonten haben zwei Aspekte: Zinserträge (bei Tages- oder Festgeld in einer anderen Währung, ggf. jedoch auch Null) und Gewinne/Verluste aus Wechselkursschwankungen (Devisengeschäfte).

Zinserträge werden als Zinsen zum Zeitpunkt des Zuflusses betrachtet und können mit Verlusten im Verlusttopf Allgemein verrechnet werden. Sie unterliegen der Abgeltungssteuer und gehen damit in die Anlage KAP. Durch eine ggf. mögliche Günstigerprüfung kann der Steuersatz reduziert werden.

Bleiben die Zinsen auf dem Fremdwährungskonto, so hast Du zum Zahlungszeitpunkt einen abgeltungssteuerpflichtigen Zufluss und danach ggf. Gewinne/Verluste aus einem Devisengeschäft.

Devisengeschäfte fallen unter §23 EStG als privates Veräußerungsgeschäft und haben damit einen Freibetrag von 600 EUR im Jahr, bis zu dem keine Besteuerung stattfindet, sowie eine Frist von einem Jahr, nach der Steuerfreiheit gilt (auch Verluste werden dann steuerlich nicht mehr berücksichtigt). Die Frist erhöht sich auf zehn Jahre, wenn daraus in mind. einem Jahr Einkünfte erzielt wurden (z.B. also Zinsen). Positionen hierzu gehen in die Anlage SO (andere Einkunftsart).

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Was sind Aktienoptionen? Sind das Optionen auf den Erwerb von Aktien im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms (in diesem Fall ist die Ausgestaltung der gewährten Option relevant für die steuerliche Behandlung) oder meinst Du fortlaufend börsengehandelte Optionsscheine auf Aktien?

Verluste aus börsengehandelten Optionsscheinen werden über den Verlusttopf Allgemein behandelt, d.h. können mit Gewinnen aus Zinsen oder Verkäufen von anderen Wertpapieren (incl. Aktien) verrechnet werden. Verluste aus Aktien gehen jedoch in den Verlusttopf Aktien und können NICHT mit Gewinnen aus anderen Wertpapierarten verrechnet werden. Ja, das ist etwas verrückt.

In jedem Fall können solche Verluste jedoch, wenn sie nicht gegen Gewinne aufgerechnet werden können, auf die Folgejahre vorgetragen werden.

Die steuerliche Behandlung von Mitarbeiteroptionen auf Aktien des Unternehmens, für das man arbeitet, ist etwas komplexer, da hier i.d.R. noch Gehaltsumwandlungen, Veräußerungs- und Verkehrsbeschränkungen oder andere besondere Regelungen greifen. Das sind normalerweise keine gewöhnlichen "Optionen" im Sinne börsengehandelter Papiere - zumal die Unternehmen, die solche Aktienoptionen an ihre Mitarbeiter oder das Top-Management ausgeben, ggf. noch gar nicht börsennotiert sind. Hier muss man genauer auf die Ausgestaltung achten, die den Zeitpunkt und die Art der Besteuerung beeinflusst.

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Leider sagst Du uns weder, wann dieser ETF gekauft, noch wann er verkauft wurde - und die ISIN des ETF behältst Du auch für Dich. Es gibt sogar ETF, die keine sind, sondern ETC - d.h. Zertifikate. Du sagst nicht, ob dieser ETF eine Teilfreistellungsquote hat. Du sagst auch nicht, welche Bank das ist, denn manche Banken rechnen falsch bzw. missverständlich, so dass bei den Anlegern noch eine wesentliche Aufgabe übrig bleibt. Das macht eine Antwort recht schwierig.

Ein paar Eckpunkte zu dem, was besteuert wird:

  • Wenn der ETF vor 2009 gekauft und irgendwann verkauft wurde, dann wäre ein Gewinn steuerfrei. Der Verlust wäre dann jedoch auch steuerlich irrelevant. Also: der Verlust ist Deiner und kann nicht mit Gewinnen gegengerechnet werden.
  • Wenn der ETF nach 2009 gekauft und vor dem 31.12.2017 verkauft wurde, greift das alte Recht, das Ausschüttungen im Moment der Zahlung besteuert und Thesaurierungen zum Geschäftsjahresende in den Betrag akkumulierter ausschüttungsgleicher Erträge (AAE) aufnimmt. Die AAE sind jährlich zu versteuern, da das aber ggf. nicht erfolgt, wird zum Verkaufszeitpunkt alles besteuert. Die zuviel gezahlten Steuern bekommst Du bei Nachweis der Versteuerung in den Vorjahren wieder erstattet.
  • Wenn der ETF nach 2009 gekauft und in 2018 verkauft wurde, dann hast Du bis zum 31.12.2017 mit der Besteuerung nach dem oben genannten Verfahren zu tun und für die Entwicklung ab dem 01.01.2018 mit dem neuen Verfahren. Hier wird für Aktienfonds mit einer Teilfreistellung von 30%, für Mischfonds mit 15% und für sonstige Fonds mit 0% gerechnet. Es ist also nur ein Teil des Gewinns bzw. Verlusts steuerlich zu betrachten. Insbesondere aber werden alle ETFs steuerlich einfacher und identisch seit 2018 behandelt.

Was kann nun verrechnet werden:

  • Zinserträge aus festverzinslichen Papieren können gegen den Verlusttopf allgemein gegengerechnet werden.
  • Dividenden sind zwar Erträge aus Aktien, sind jedoch mit dem allgemeinen Verlusttopf verrechenbar.
  • Dein ETF ist als Fonds mit seinem Verlust geht in den allgemeinen Verlusttopf.

Diese Verrechnung macht die Bank automatisch, spätestens zum Jahresende für die Jahressteuerbescheinigung. So mindert der ETF-Verlust (wenn er nun steuerlich relevant ist, siehe oben) Deine Erträge aus Zinsen und Dividenden, die besteuert werden.

Normalerweise sollte dies jedoch die Abrechnung der Bank alles ausweisen.

Hast Du die Gewinne aus Zinsen und Dividenden nicht bei der gleichen Bank, die auch den ETF verkauft hat, so solltest Du zum Jahresende eine Bescheinigung des Verlusttopfes bei der ETF-Bank (Fristen beachten!) beantragen. Damit wird der Verlust nicht vorgetragen, sondern bescheinigt und auf Null gesetzt. Die Bescheinigung sorgt für die Verrechenbarbeit mit den Gewinnen bei der anderen Bank, wenn Du Deine Einkommensteuererklärung einreichst.

Mehr läßt sich eigentlich nicht sagen, denn es fehlen viele Informationen (siehe den ersten Abschnitt oben).

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Es gibt die hübsche Weisheit "Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen". Mit dieser Begründung sollen harmlose Privatanleger dann Stop-Loss Aufträge setzten, um genau ersteres zu erreichen. Damit man nicht ständig bei Kurssteigerungen die Aufträge anpassen muss, gibt es auch Trailing Stop-Loss Orders. Soweit die Theorie.

In der Praxis haben wir verschiedene Chaos Monkeys in freier Wildbahn (Trump allen voran), die gerne mal für Kursturbulenzen sorgen. Twitter, Facebook und ein paar andere schaffen das auch alleine. Daher kann es durchaus zu Kursrückschlägen kommen. Das war ein Stück Praxis.

Ob eine Stop-Loss-Order ausgeführt wird, hängt von der jeweiligen Börse ab, an der Du den Auftrag aufgibst. Passiert das also bei Xetra, so ist ein nachbörslicher Rückgang unter Deinen Stop-Loss-Wert irrelevant, solange der Eröffnungskurs am nächsten Tag wieder darüber liegt. Stop-Loss und andere Orders werden nur zu den jeweiligen Börsenzeiten ausgeführt. "Direkthandel" bzw. L&S, Quotrix oder Tradegate handeln mit erweiterten Zeiten.

Noch ein Postulat: harmlose Privatanleger können IMHO eigentlich nur langfristig investieren, d.h. Kursrückgänge von Aktien, die weiterhin für langfristig interessant gehalten werden, nutzt man vielleicht eher, um ein Rebalancing durch Nachkaufen durchzuführen. Stop-Loss-Werte setzt man, um wirklich bedrängliche Situationen zu vermeiden, d.h. übermäßige Verluste durch unvorhergesehene Zwischenfälle. Man kann Stop-Loss-Marken jedoch auch mental setzen, um eine Überprüfung eines Werts nochmal durchzuführen.

Ich setze generelle Trailing-Stop-Loss-Orders bei Aktien (je nach Aktie bei einem Wert, den ich als unakzeptabel im Hinblick auf meine Zukunftseinschätzung betrachte) und Short-ETFs (diese sind ggf. etwas erratisch, daher muss man aufpassen), sowie Hebelprodukten (das ist eher kurzfristige Spekulation). Die Hoffnung ist hier, dass Trailing Stop Loss Orders irgendwann über den Einstandskurs getragen werden, so dass selbst bei einem Verkauf kein Verlust entsteht. Bei Long--ETFs und Fonds setze ich mentale Stop-Losses, da diese bei einer Fondsbank liegen, die keine solchen Orders unterstützt, jedoch auch, da eine gewisse Volatilität zum Geschäft gehört. Wenn ein Afrika oder Russia Fonds mal 20% verliert, kann er auch mal um 30% steigen. Daher: die langfristige Einschätzung ist wesentlich für die Entscheidung ob Nachkaufen für ein Rebalancing oder Verkauf und Ersetzen durch eine andere Position.

Im Rückblick würde ich sagen, dass falsch gesetzte Stop-Loss-Marken eher in die Kategorie "Hin und Her macht Taschen leer" fallen, als wirklich nützlich sind. Sie suggerieren Sicherheit, aber wenn man nur die Verlustbringer mit Verlusten verkauft, dann akkumuliert man Verluste und nimmt keine Gewinne mit? Auch Unsinn. Man sollte Werte in Bezug auf ihre Zukunftseinschätzung im Auge behalten.

Facebook? Wer Facebook bei 25 USD gekauft hat, ist immer noch heftig im Plus. Ich denke, dass Facebook irgendwann wieder steigt und die Delle wett macht. Geduld. Das ist eine Marktmacht, um nicht zu sagen, ein Monopol.

Sino Forest? Da gab es auch einen Absturz und die Zukunftsperspektive wurde ebenso wie die Vergangenheit fragwürdig. Dort nimmt man schnell die Finger raus.

Eine gute Investmentstrategie muss auch bei jedem Kauf die Frage beinhalten "Warum will ich kaufen und wann würde ich diese Position wieder verkaufen wollen?" - in Bezug auf Gewinne wie Verluste. Was ist Deine Zukunftserwartung und wie überprüfst Du regelmäßig, ob die Aktie/der ETF/der Fonds diesen Erwartungen noch genügt?

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Schenkungssteuer fällig?

Hallo! Hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen Mein Bruder und ich sind alleinige Erben unserer kürzlich verstorbenen Mutter. Nachkommen haben wir beide keine. Vermögen war keines vorhanden, nur unser Elternhaus mit einem geschätzten momentanen Verkaufswert von ca 250 000 Euro (./. eines Privatdarlehens meiner Tante zur Ablösung von Bankforderungen über 53 000 Euro ). Nun ist es so, daß mein Bruder zu meinen Gunsten auf das Haus verzichtet (Ich würde dort einziehen und Sanierungen bis 50 000 € vornehmen, außerdem ist die untere Wohnung im Haus noch vemietet, was auch so bleiben soll) Mein Bruder möchte auch keine Auszahlung von mir, allerdings unter der Bedingung, daß ich das Haus die nächsten 10 Jahre nicht verkaufe. Sollte ich dies innerhalb dieser Zeit doch tun, möchte er dann einen Anteil davon haben, danach nicht mehr. Somit könnte das Haus erstmal in Familienbesitz bleiben und müsste nicht verkauft werden, weil es doch einen hohen emotionalen Wert besitzt . Dieses Prozedere sollte nun notariell festgelegt werden, was sich als schwierig gestaltet, weil womöglich durch seinen jetzigen Verzicht Schenkungssteuer von 20% auf seinen Anteil am Haus anfallen würde, was ja einer nicht unerheblichen Summe gleich kommt. Wir überlegen ob es nicht geschickter wäre, seinerseits das Erbe innerhalb der 6 Wochen Frist auszuschlagen, sind aber nicht sicher wie sich dann ein solcher Zusatzvertrag noch realisieren lässt und eine Absicherung seinerseits sollte ja schon sein. Meine Fragen nun.. fällt auf den Anteilsverzicht Schenkungssteuer an? und wenn ja.... sollte das Haus innerhalb der 10 Jahre verkauft werden, hat er ja seinen Anteil wieder, auf den ich Steuer bezahlt habe und somit wieder zurückgeschenkt habe ?? Danke schonmal vorab für die Hilfe .

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Hier sollte ein Notar beraten können.

Wenn die Erwartung darin besteht, dass das Haus in den nächsten 10 Jahren nicht verkauft wird, dann wäre aus meiner Sicht der einfachste Weg der Abschluß eines notariellen Vertrags, in dem 1. Dein Bruder das Erbe ausschlägt und 2. Du für den Fall der Veräußerung vor Ablauf der 10 Jahre einen bestimmten, vereinbarten Betrag oder Prozentanteil am Erlös zusicherst (z.B. 50% des Werts, max. 95.000 EUR). Diese Werte müsst Ihr einvernehmlich festlegen, denn das Haus erhält einerseits von Deiner Seite zusätzliche Wertsteigerung durch Investitionen, andererseits eine Wertminderung durch die Bewohnung.

Ein Erbe kann zwar nicht bedingt ausgeschlagen werden, jedoch kann durch die Verbindung der beiden Zusicherungen eine Gesamtlösung erreicht werden. Damit fällt im Idealfall keine Schenkungssteuer an. Wird das Haus in den nächsten 10 Jahren wider Erwarten verkauft, so ist die Zuwendung nach Abzug des Freibetrags von 20.000 EUR zu besteuern, was dann mit 15% passiert, da der relevante Ausgleichsbetrag bei max. 75.000 EUR liegen wird.

Alternativ könnte auch ein Teil der Ausgleichzahlung an die Kinder des Bruders gehen. Das wäre jeweils nochmals ein Freibetrag von 20.000 EUR je Empfänger, d.h. eine Reduktion des steuerpflichtigen Betrags, der an den Bruder geht.

Lasst Euch vom Notar beraten.

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Die Geschäftsanteile sind eine Vermögensposition Deines Ex-Ehemanns. Das waren sie auch schon zum Zeitpunkt der Scheidung. Da sie damals nicht aufgeteilt wurden und auch im Scheidungsurteil anscheinend keine Erwähnung einer späteren Ausgleichspflicht bei Auszahlung festgehalten wurde, besteht natürlich jetzt kein Anspruch auf einen Anteil an der Auszahlung.

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Ab 2018 wird das einfacher. Aber bis dahin: Steuererklärung abgeben.

Grundsätzlich gilt: es sind die auschüttungsgleichen Erträge in jedem Steuerjahr zu versteuern. Damit kann man natürlich Freibeträge ausschöpfen bzw. Freigrenzen in jedem der Jahre vor der Veräußerung nutzen und Steuerzahlungen vermeiden.

Wird dies nur im Jahr der Veräußerung durchgeführt, so ist hier natürlich nur der Freibetrag eines Jahres wirksam, d.h. die Steuerlast wäre potentiell höher.

Würde man also im Extremfall einen Fonds mit ausschüttungsgleichen Erträgen von 800 EUR p.a. 10 Jahre lang halten, so wären keine Steuern fällig - außer auf die Kursgewinne im Jahr der Veräußerung. Hätte man die Besteuerung erst im Veräußerungsjahr durchgeführt, so wären 8.000 EUR plus Kursgewinne zu versteuern. Das macht einen deutlichen Unterschied.

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Steuerliche Behandlung Aktienkaufplan?

Hallo,

mein AG bietet einen Aktienkaufplan an. Hierbei werden jeden Monat für einen Prozentsatz vom Gehalt Aktien gekauft und der AG legt den gleichen Wert noch mal oben drauf. Diese Zuwendung vom AG wird versteuert (kommt aufs Brutto drauf).

Die Aktien werden übrigens in USD gehandelt und das alles läuft über ein Depot bei Computershare. (Der monatliche Kaufbetrag wird in Euro angegeben, umgerechnet und dann werden die Aktien in USD gekauft).

Jetzt zu meiner Frage: Wenn ich jetzt die Aktien verkaufe - wie wird der Gewinn versteuert, bzw. wie muss ich das dem Finanzamt ggü. angeben? Der Gegenwert wird auf das Konto bei meiner Hausbank (DeuBa) überwiesen, wo ich auch noch genügend von meinem Freistellungsauftrag übrig hätte, jedoch hat die DeuBa ja überhaupt keine Ahnung wie viel Gewinn ich gemacht habe usw. und kann das ja sowieso nicht für mich versteuern bzw. mit dem Freistellungsauftrag abrechnen.

Wie funktioniert das jetzt alles? Ich gehe davon aus, dass ich hierfür bei der Steuererklärung die Anlage KAP ausfüllen muss? Um auf den Gewinn keine Steuern zahlen zu müssen, muss ich ja wahrscheinlich die Zeilen 14 oder 15 (14a?) bzgl. des Sparerpauschbetrags ausfüllen. Jedoch verstehe ich die beiden Zeilen nicht so ganz. 14a/15 klingt nicht nach meinem Fall. 14 klingt nach dem Freistellungsauftrag, den ich ggf. schon bei der DeuBa in Anspruch genommen habe (was ja nicht der Fall ist). Überhaupt bin ich mir mittlerweile nicht so sicher, ob ich bei diesen Zeilen so richtig bin, da es sich hierbei ja um "Kapitalerträge, die dem inländischen Steuerabzug unterlegen haben" handelt und es bei mir bislang ja noch keinen Steuerabzug gab.

Wie man sieht blicke ich hierbei überhaupt nicht mehr durch. Es wäre super, wenn mich jemand hierzu aufklären könnte.

Eine kleine zusätzliche Frage: Muss ich die Berechnung des Gewinns auch nachweisen?

Besten Dank im Voraus und viele Grüße

M.

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Ganz einfach: Computershare ist auch in Deutschland vertreten und liefert Jahressteuerbescheinigungen. Sollten die Aktien in einem Depot in USA gehalten werden, kann Computershare dennoch die Steuerbescheinigung ausstellen.

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