Das wäre eine Nebentätigkeit, wenn Du dafür ein Honorar bekommst.

Da diese jedoch identisch mit Deiner Haupttätigkeit ist, wäre zunächst zu klären, dass kein Interessenskonflikt mit dem Arbeitgeber besteht. Diese Nebentätigkeit muss sehr wahrscheinlich dem Arbeitgeber zumindest zu Kenntnis gebracht, vielleicht sogar zur Genehmigung vorgelegt werden.

Ich gehe mal davon aus, dass die Vergütung in einem deutlichen Bereich liegen wird, d.h. der nächste Schritt wäre aus meiner Sicht mal eine Erstberatung bei einem Steuerberater, um hier sauber zu sein.

Die Rechnung ist kein Problem. Das wird jedoch ein Steuerberater Dir erklären.

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Du solltest hier zwei Ansprüche unterscheiden.

  1. Ansprüche gegen den Arbeitgeber, z.B. aufgrund eines Arbeitsvertrags oder betrieblicher Rahmenvereinbarungen
  2. Gesetzliche Ansprüche auf die steuerliche Geltendmachung, d.h. die Minderung Deines zu besteuernden Einkommens durch Werbungskosten

Dein Arbeitsvertrag kann alles mögliche ausweisen. Der Arbeitgeber kann beispielsweise vereinbaren, dass keine Reisekosten, Verpflegungspauschalen, Übernachtungskosten, etc. gezahlt werden, da dies bereits mit dem Gehalt abgegolten ist. Der Arbeitgeber kann auch die steuerlichen Sätze bezahlen. Der Arbeitgeber kann Dir sogar das Mehrfache der steuerlichen Sätze bezahlen oder alls über eine monatliche Pauschale abgelten.

Das betrifft die Zahlungen, die wöchentlich oder monatlich in Deiner Tasche landen.

Generell gilt dann, dass wenn Du diese gezahlten Beträge aufrechnest und sie geringer als die anwendbaren steuerlichen Höchstsätze sind, der Differenzbetrag für die Besteuerung Deines Einkommens als Werbungskosten erklärt werden kann. Sind die gezahlten Beträge höher, so zählt der Rest als gewöhnliches Einkommen.

Natürlich sind 28 EUR steuerfreie Auszahlung eines Verpflegungsmehraufwands pro Tag besser als eine steuerliche Geltendmachung. Im ersten Fall sind das wirklich 28 EUR, im zweiten heißt das nur, dass für den Betrag keine Steuern zu zahlen sind, d.h. effektiv bleiben dann vielleicht nur 8-10 EUR mehr vom Gehalt übrig. All dies hängt aber vom Arbeitsvertrag und den Regelungen des Arbeitgebers für diese Vergütungen von Reisekosten ab.

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Es gibt hier zwei Beziehungen:

  • Zwischen Dir und dem Schadensverursacher: Du hast einen Anspruch gegen den Schädigenden. Wenn die Sachlage klar ist, stellst Du Deine Forderung dar uns setzt eine Frist zur Begleichung des Betrags. Nach Verstreichen der Frist, kannst Du den Betrag versuchen per Mahnbescheid einzutreiben. Der Schädigende hat über die gesamte Zeit hinweg die Möglichkeit, Deine Forderung zu begleichen oder diese in Frage zu stellen (z.B. die Höhe des Betrags, den Vorgang an sich).
  • Zwischen dem Schadensverursacher und seiner Versicherung: es mag sein, dass Du mit der Versicherung die Natur des Schadens besprochen hast, aber dabei geht es nur um die Klärung des Sachverhalts und die Begründung des Haftpflichtfalls. Versicherungsnehmer ist der Schadensverursacher. Die Versicherung wird daher an den Versicherungsnehmer auszahlen.

Der Hintergrund ist sehr einfach: wenn die Versicherung einen Betrag auszahlt, kann Deine Schadensforderung gegen den Schadensverursacher höher oder niedriger als der Erstattungsbetrag der Versicherung ausfallen.

Wenn Du also einen Anspruch auf z.B. 800 EUR für eine beschädigte Brille hast, dann kann es sein, dass nach Abzug von Eigenanteil der Schadensverursacher nur 500 EUR von der Versicherung erhält. Das verändert jedoch nicht Deinen Anspruch auf 800 EUR.

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Wenn Du einen Arbeitsvertrag hast, der eine feste Wochen- oder Monatsarbeitszeit festgelegt (Monatsarbeitszeiten sind eher unüblich, da die Monate verschiedene Längen haben), dann schuldet Dir der Arbeitgeber das Gehalt für jeden Monat.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, für ausreichend Arbeitsaufgaben zu sorgen, damit die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit ausgefüllt wird. Hast Du in einem Monat weniger zu tun, kann dies auf ein Gleitzeitkonto (abhängig von ggf. bestehenden Betriebsvereinbarungen) verrechnet werden, das von Monat zu Monat vorgetragen wird. Irgendwann wären aufgelaufene Minuststunden dann nachzuleisten, damit sich der Saldo wieder der Null nähert.

Weiterhin hat ein Arbeitgeber natürlich die Möglichkeit, Dich in Kurzarbeit zu schicken bzw. den Vertrag aufzulösen, wenn das Unternehmen Deine Kapazität nicht in vollem Maße benötigt.

Der Hinweis mit dem Stundenzettel greift auch nicht, da Du wahrscheinlich keinen Vertrag hast, der auf Basis real geleisteter Arbeitsstunden, sondern auf Monatsbasis vergütet wird.

Eine spontane Kürzung des Gehalts aufgrund eines negativen Gleitzeitguthabens oder eine Rückzahlung Teilen der Gehaltszahlung wegen zu wenig Arbeitsstunden in einem Monat ist jedoch nicht rechtmäßig. Die Antwort auf Deine Frage ist daher: nacharbeiten, wenn Dein Chef wieder Arbeit zuweisen kann, ist im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben für Arbeitszeiten der übliche Weg. Auf eine Rückzahlung solltest Du Dich nicht einlassen.

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Investoren können entweder bestehenden Anteilseignern eines Unternehmens einen gewissen Anteil abkaufen (das reduziert die Anteile der betroffenen Alteigner durch Übereignung) oder eine Kapitaleinlage vornehmen (das reduziert die Anteile aller Alteigner durch Verwässerung, d.h. einen geringeren Anteil an der Summe des Unternehmenskapitals). Welche Variante gewählt wird, wird individuell vereinbart. Im Fall eines einzigen Gründereigners sind beide Varianten natürlich identisch.

Im ersten Fall kann der Alteigner den "Erlös" für die Anteile beliebig verwenden. Im zweiten Fall bleiben Alt- und Neukapital im Unternehmen.

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Das kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe selbst momentan einen Audi A6 Avant von 2018 (Euro 6, Diesel). Ich fahre nunmehr Audi A6 seit ca. 20 Jahren. Früher waren dies um die 36.000 km im Jahr - inzwischen liegt der Jahreswert niedriger.

Gegenüber meinem vorigen A6 hat sich der mittlere Dieselverbrauch von ca. 7,2 l/100 km auf etwas mehr als 6,0 l/100 km reduziert. Dazu muss man noch etwas AdBlue-Verbrauch rechnen.

Die Restwertverläufe bei Audi A4 und A6 gehören zu den günstigsten in der Branche, da diese Fahrzeuge häufig als Dienstwagen genutzt werden und damit ein florierender Sekundärmarkt existiert.

Unterhaltskosten als solche (Wartung, Reparaturen, ...) habe ich praktisch nur für Inspektionen und neue Reifen. Das hält sich in Grenzen und läßt sich durch die sorgfältige Auswahl unabhängiger Werkstätten (mit geringeren AW als Audi-Zentren) bzw. Reifenprodukten minimieren.

Die Aussage, dass die Unterhaltskosten für einen Audi A6 unerwartet hoch seien, kann ich daher überhaupt nicht nachvollziehen. Ich vermute daher, dass Du ein recht altes Fahrzeug hast, das natürlich inzwischen nicht mehr auf dem Stand der Technik ist.

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Ein Wertpapiergeschäft ist steuerpflichtig. Wenn ein Gewinn erzielt wurde und dieser nicht durch Freistellungsauftrag, NV-Bescheinigung oder Verlusttöpfe abgedeckt ist, dann fallen Steuern an. Die Bank rechnet diese automatisch ab.

Ein Verlustvortrag wurde vom Finanzamt bescheinigt, d.h. davon weiß die Bank nichts. Die Verrechnung des Verlustvortrags kann daher nur per Einkommensteuererklärung erfolgen, in der die Gewinne lt. Jahressteuerbescheinigung erklärt werden und die Verrechnung mit dem Verlustvortrag angefordert wird.

Zuviel gezahlte Kapitalertragssteuern werden dann zurückerstattet.

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Sprich mal mit Tucker Carlson oder Alex Jones. Die haben genügend Ideen, was hier abgeht.

Das ist unterhaltsamer als die Welt der phantastischen Tierwesen... vor allem, wenn Alex Jones sich dann so in Rage redet, dass sein Kopf zu einer Tomate wird. Tucky stellt nur dumme Fragen, ohne Antworten zu geben, aber die Dummnaivität seiner Sendungen scheint einen Nerv zu treffen. Weniger unterhaltsam... aber eine Lektion in Propaganda-Rhetorik.

Besorge dann noch etwas Popcorn und schaue Dir den Film "Conspiracy Theory" mit Mel Gibson an...

SIE SIND UNTER UNS!!!

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Mal abgesehen davon, dass es sich um eine Dokumentenfälschung und Gefährdung der Öffentlichkeit handelt, d.h. strafbare Handlungen, ist das Risiko einer Impfung mit empfehlender Stellungnahme der STIKO geringer als das der Krankheit - zumal es sich bei manchen dieser Krankheiten, vor denen geschützt wird, um solche handelt, für die es keine Heilung an sich gibt.

Sofern es also nicht Gründe aufgrund der Zusammensetzung der Impfstoffe (z.B. Allergie gegen Hühnereiweiß oder bestimmte Adjuvantien) gibt, spricht nichts dagegen, sich impfen zu lassen - und selbst bei Kontraindikationen gibt es dann i.d.R. Alternativen.

Irgendwie ist es in bestimmten Kreisen modern geworden, sich als Opfer eines öffentlichen "Zwangs" zu Masken oder Impfungen darzustellen. Fragst Du Dich das auch, wenn der Arzt fragt, ob er Dich mit oder ohne Maske operieren soll? Fragst Du Dich auch, warum Du im Auto einen Sicherheitsgurt anlegen musst? Fragst Du Dich auch, warum es im Straßenverkehr Ampeln gibt ("freie Fahrt für freie Bürger" und "freie Wege für die ganzen Fußgänger")?

Jede Woche sterben über 5.000 Kinder in Afrika an Malaria. Entsprechende Gegenmaßnahmen haben das über die letzten Dekaden schon mehr als halbiert, aber 5.000 ist immer noch sehr viel. Gäbe es eine kostengünstige Impfung, die schützt, könnte man diese Zahl so reduzieren, wie dies weltweit bei Masern, Polio und Pocken gelungen ist.

Fällt denn keinem auf, dass durch die Covid19-Gegenmaßnahmen auch viele andere Krankheiten (vor allem respiratorische Infektionen, aber auch bestimmte Magen-Darm-Erkrankungen) eingedämmt wurden und sich in den letzten 12 Monaten deutlich weniger äußerten? Händewaschen und Masken. Das hilft.

Und was die viel publizierten Todesfälle bei Covid19-Impfstoffen anbelangt: recherchiere doch mal, wie viele Todesfälle durch Aspirin (ASS) verursacht werden. Die Zahl ist erschreckend hoch - und deutlich höher als die angeblich durch Covid19-Impfstoffe verursachten Todesfälle. Außerdem: wenn man Menschen über 80 impft, dann ist nicht jeder Todesfall danach auf die Impfung zurückzuführen. Die Sterblichkeit in dieser Altersgruppe ist an sich schon deutlich erhöht.

Viel Propaganda... viel Angst... wenig qualifizierte Ahnung.

Daher: wer sich impfen lassen kann, sollte die STIKO-empfohlenen Impfungen vornehmen, um sich selbst zu schützen, aber vor allem auch die Verbreitung von Ansteckungen deutlich einzugrenzen. Händewaschen, wenn man heimkommt, ist nie falsch. Und eine Maske zu tragen, wenn man selbst krank ist, sollte eigentlich so wie in asiatischen Ländern auch bei uns selbstverständlich sein (in einer Pandemie gilt zunächst mal jeder als potentiell "erkrankt"). Wir lernen langsam.

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Wenn Du Dein Gewerbe/Deinen Freiberuf beim Finanzamt anmeldest, bekommst Du normalerweise ein Schreiben, das über die Verpflichtung zur Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen unterrichtet. Sollte sich daran etwas ändern, wirst Du ebenso unterrichtet.

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Gehe mal davon aus, dass die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland und die Beauskunftung derzeit für sieben Tage erlaubt ist. Das bedeutet, der Zusammenhang zwischen einer IP-Adresse und einem Account bzw. einer IP-Adresse und dem verwendeten Anschluß ist ab dem achten Tag ggf. nicht mehr auflösbar.

Wenn es sich um Server in USA handelt, gilt diese Regel jedoch nicht wirklich, d.h. hier können Vorratsdaten immer noch deutlich länger aufbewahrt werden.

Bei einem Server in China ist das womöglich noch sehr viel länger, aber ein Zugriff per Ermittlungsbehörden könnte sehr schwer werden.

Lies hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Vorratsdatenspeicherung

Also stellen sich eigentlich immer zwei Fragen:

  • Wie lange ist man in der Lage, die Existenz eines Fake Accounts noch abzufragen und die dazu gehörigen IP-Adressen erfolgreicher Logins?
  • Wie lange kann man zu einer IP-Adresse noch den Anschluß, dem sie zugeordnet wurde, ermitteln?

Die Antworten hängen stark davon ab, in welchem Rechtsraum das passiert, und ob die Ermittlungsbehörden in Deutschland in der Lage sind, auf diese Daten zuzugreifen.

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In den Scoring-Prozess gehen viele Parameter ein. Es gibt mehr Scoring-Unternehmen als nur die Schufa - und in der Tat werden auch i.d.R. mehrere Beauskunftungen eingeholt, wenn eine entsprechende Entscheidung zu treffen ist.

Mehrfache Girokonten sind i.a. kein Problem, da jede Bank sich gegen einen Schuldnerausfall selbst absichert und bei der Einräumung von Kreditlinien entsprechende Prüfungen durchführt, bei der auch andere Verpflichtungen zur Sprache kommen. Der Dispokredit richtet sich nach Deinem Gehalt bzw. verfügbaren Einkommen. Mehr als drei private Girokonten kann jedoch zu Abschlägen führen.

Sparbücher, Wertpapierdepots und andere Haben-Positionen sind nicht relevant, da sie keine Verpflichtung darstellen und Dein Risiko eines Ausfalls nicht erhöhen - bei entsprechenden Ständen eher verringern. Bank-Scorings berücksichtigen dies. Eigenständige Scoring-Unternehmen kennen Guthabenpositionen i.a. nicht.

Kredite im Wohnbaubereich sind i.a. durch die Immobilien selbst besichert. Kredite im Consumerbereich werden durch Gehaltseingänge und verfügbares Einkommen abgesichert. Zu viele kleine Kredite sind schlecht.

Kritisch sind viele private Kreditkarten, die auf Deinen Namen laufen. Kreditkartenunternehmen stellen Dir i.d.R. keine weitere persönliche Consumer-Kreditkarte mehr aus, wenn bereits drei Verträge auf Dich laufen (ein Vertrag kann auch ein Kartenduo über die gleiche Bank umfassen). Das liegt daran, dass die flexible Inanspruchnahme von Kreditkartenrahmen und die Option zur Teilzahlung ein deutliches Risiko darstellt. Du kannst jedoch durchaus drei private Kreditkarten und weitere über ein Unternehmen haben, für das Du als Angestellter arbeitest, denn da erfolgt die Besicherung über den Arbeitgeber.

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Wenn das Kind volljährig wird, sind beide Eltern barunterhaltsverpflichtet. Dies wird i.a. nach den Einkommen der beiden Eltern aufgeschlüsselt - es sind jedoch auch andere Regelungen möglich. Kindergeld wird zum Abzug gebracht und die Ausbildungsvergütung (ggf. ex Ausbildungspauschale bzw. Fahrtkosten). Es kann also sein, dass keine Unterhaltsverpflichtung mehr übrig bleibt, wenn die Ausbildungsvergütung zu hoch ist.

Die Berechnung selbst kann bei einem Anwalt für Familienrecht durchgeführt werden, um eine solide Basis zu haben.

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Aus welchen Ländern bekommst Du denn diese Zahlungen?

Ich vermute, es handelt sich um Privatpersonen, die Dir Geld geben (den Begriff der "Spende" würde ich gerne hier vermeiden).

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Du kannst die Rechnung stornieren und korrigieren. Ggf. erhält der Kunde eine Gutschrift - je nachdem, ob die korrigierte Rechnung den gleichen Betrag (nur eben jetzt keine USt. ausgewiesen) oder den Nettobetrag (ohne die vorige USt.) ausweist.

In jedem Fall musst Du die Umsatzsteuervoranmeldung auf der deutschen Seite entsprechend korrigieren.

Ist das eine Rechnung aus 2020 oder einem Vorjahr?

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Zunächst einmal wäre es hilfreich, wenn Dein Arbeitgeber Dir eine Bescheinigung darüber ausstellt, an wie vielen Tagen Du außerhalb der arbeitsvertraglich festgelegten Wache (= regulärer Arbeitsort) an anderen Wachen (= Arbeitsorten) tätig warst. Das würde aufgeschlüsselt nach bis max. 8 Std. und mit mehr als 8 Std.

Wesentlich ist nun die Anzahl der Tage, an denen Du mehr als 8 Std. außerhalb Deiner üblichen Wache tätig warst. Das sind die Tage, an denen auch Verpflegungsmehraufwand geltend gemacht werden kann.

Das Finanzamt stört sich wahrscheinlich am Fehlen von Belegen für die Voraussetzungen des Ansatzes der Verpflegungsmehraufwände.

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Die Providerabfrage geht heutzutage sehr schnell... Du kannst von Minuten bis Stunden ausgehen.

Das Problem ist, die IP-Adresse des Anderen herauszufinden, wenn der entsprechende Dienst (Instagram in Deinem Fall) nicht in Deutschland bzw. innerhalb der EU betrieben wird. Hier gibt es auch heute noch ernsthafte Hürden für die Ermittlungsbehörden.

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Im Prinzip richtig, aber es gibt ein paar besondere Fälle in Abhängigkeit vom Wert X und der Art des Fonds.

Ich verstehe nicht so ganz, warum die Anzahl der Fonds relevant ist, daher ignoriere ich diesen Punkt mal. Nehmen wir also einen Fonds, in den 10.000 EUR eingezahlt wurden. Nehmen wir außerdem an, dass Du einen Freistellungsauftrag von 801 EUR pro Jahr eingerichtet hast, der aktuell und in den Vorjahren nicht anderweitig ausgeschöpft wurde.

  1. Anschaffungskosten werden incl. Ausgabeaufschläge und ggf. Transaktionskosten gerechnet. Hast Du also z.B. 5% Ausgabeaufschlag gezahlt, dann wären von den EUR 10.000 nur EUR 9.523,81 angelegt worden. Kosten sind aber EUR 10.000. War das ein ETF, der über die Börse gekauft wurde (z.B. 1% Transaktionskosten), so fielen 100 EUR Transaktionskosten zusätzlich an. Der Anlagebetrag wäre dann EUR 10.000, als Anschaffungkosten würden aber nur EUR 9.900 gelten, da die zusätzlich berechneten Transaktionskosten ja abzuziehen sind.
  2. Ausschüttende Fonds wurden mit ihren Ausschüttungen bereits besteuert. Bei thesaurierenden Fonds gab es bis 2017 eine etwas kompliziertere Rechnung mit ausschüttungsgleichen Erträgen, die Du analog in dem Jahr zu versteuern hattest, in dem sie anfielen. Ab 2018 wird die Vorabpauschale berechnet, die jeweils zu Beginn eines Jahres abgerechnet werden. Diese Ausschüttungen bzw. ausschüttungsgleichen Erträge gehen gegen den Freistellungsauftrag des jeweiligen Jahres, in dem sie anfielen. Lag der Kauf also vor 2018, so ist ein Teil des Fonds (ausschüttungsgleiche Erträge) ggf. schon versteuert. Die Vorabpauschalen gelten ebenso also bereits bezahlt und gehen von der späteren Steuerlast ab.
  3. Beim Verkauf fallen über die Börse ebenso Transaktionskosten an, die abzuziehen wären. Handelt es sich um harmlose Fonds, wäre der Wert der Anteile gleich dem Wert eines Einzelanteils mal die Anzahl der Anteile - also die EUR 13.000. Bei einem ETF würden noch Transaktionskosten (also z.B. bei 1% Kosten EUR 130) zum Abzug kommen.
  4. Die Besteuerung in 2021 wird dann so stattfinden, dass Verkaufserlös (= Wert der Fondsanteile minus ggf. Transaktionskosten) minus Anschaffungskosten (= berechnete Kosten incl. Ausgabeaufschlag und Transaktionskosten) minus gezahlte Vorabpauschalen besteuert wird.
  5. Mit den Teilfreistellungen für Fonds (60% bzw. 80% für Immobilienfonds, 30% für Aktienfonds, 15% für Mischfonds, keine für alle sonstigen Fonds) wird der zu versteuernde Betrag für Erträge ab 2018 entsprechend reduziert.
  6. Von dem ermittelten, zu versteuernden Betrag nach Teilfreistellung werden dann 25% Abgeltungssteuer (bzw. ein geringer Satz, wenn Dein Grenzsteuersatz unter 25% liegt) berechnet. SolZ und ggf. Kirchensteuer ignoriere ich mal, aber diese kommen noch hinzu.
  7. Wurde ein ausländischer thesaurierender Fonds vor 2018 gekauft, sind in dem Steuerbetrag auch Steuern für die jährlichen, ausschüttungsgleichen Erträge der Jahre vor 2018 enthalten. Diese kannst Du (wenn die Besteuerung bereits in den Vorjahren erfolgte) wieder abziehen, da ja bereits gezahlt.

Das ganze Verfahren ist also recht einfach geworden, bleibt aber immer noch etwas komplexer als die ganz einfache Rechnung.

Wurde also ein Aktienfonds mit Anschaffungskosten von EUR 10.000 in 2019 gekauft und in 2021 mit EUR 13.000 verkauft, so sind grob EUR 3.000 * 70% = EUR 2.100 zu versteuern. Bei einem Rentenfonds wären es EUR 3.000. Bei einem Mischfonds EUR 2.550.

Das war der Schnelldurchgang.

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Wenn Du etwas steuermindernd zum Ansatz bringen möchtest, wäre es generell gut, dafür einen Nachweis zu haben... und zwar mindestens bis zur Rechtskräftigkeit des Steuerbescheids... vielleicht sogar für 10 Jahre.

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