Hausbau vor 11 jahren?

Sohn Ist Eigentümer von 6 EtW , 400 m2

1. Vater gibt sohn gesamt+ 160 000 Euro Darlehn, Zinsfrei

2. Sohn 180 000 Kredit/Bank

Vater bzw seine Frau bekommt Lebenslang Einsitzrecht

Vater 69 j alt Frau 52 Jahre, Als Sicherheit für seine Ehefrau.

Nun benötigt Ehefrau das Einsitzrecht nicht mehr weil sie zurück auf die Philippinen (Heimat) mit Ehemann geht.

Das Haus soll nun vom Sohn verkauft werden. Der Verkaufspreis: nach Abzug der Kredite verbleiben ca + 240 000 für meine Frau mit Einsitzrecht übrig.

Ich habe als Vater k e i n Einsitzrecht eingetragen.

Die 160 000 Darlehn, wurden In mehreren Bargeldbeträgen/sowie auch Rechnungen bezahlt. Mein Sohn könnte ja auch eine Schenkung
1. Freibetrag 20.000 an mich sowie

2 Freibetrag 20.000 an meine Frau machen, ???

1) + 240 000 Sohn
An Frau - 160 000 Darlehen
Rückzahlung - 20 000
- 20 000 Evt Zinsen? 10 Jahre -

verbleibent ca - 40 000
erst Abzug

- 25 000 Kredit Von uns vater/ Ehefrau für nachträglichen Wintergarten an 1 Etw (unsere) aufgenommen und monatlich bezahlt . Nachweisbar. Rest ca - 20 000 offen - kKann das angerechnet werden ??

Rest - 40 000
Kreditabzug - 25 000
Verbleiben - 15 000

als Schenkung übrig ?? Die zu versteuern wären ??
Dabei sollte das Einsitzrecht lediglich als Sicherheit für meine Ehefrau gemacht werden, da ich vor 11 jahren Herzstillstand hatte und Notarzt mich reanimiert hatte.

Mein Sohn sollte das Objekt nicht veräußern können, sowie meine ausländische
Ehefrau so einfach auf die Strasse setzen können.

PS: im Nießbrauchsrecht steht lebenslang

Zusatz: Sollte von einem der Eheleute Antrag auf Scheidung gestellt werden,
erlischt sofort das Niesbrauchrecht !!! Muss ich denn jetzt erst den Scheidungsantrag stellen um aus dem komplizierten Nießbrauchsrecht rauszukommen?

Das dies als Schenkung angesehen wird, hat uns seinerzeit der Notar nicht richtig
aufgeklärt. Was würden sie in meinem Fall machen ??
Mfg Jürgen

Danke

Nießbrauch, Steuern
Vorzeitige Erbregelung/Schenkung mit Nießbrauchrecht -- Rechtslage?

Hallo Community,

ich hätte eine Frage zu einer vorzeitigen Erbregelung/Schenkung mit Nießbrauchrecht.

Ausgangssituation:

Vor einigen Jahren ist mein Vater gestorben, dabei wurde damals das Eigenheim wie folgt aufgeteilt.

- 50 % Anteil meine Mutter als Witwe

- 25 % Anteil mein Bruder

- 25 % Anteil ging an mich

Da ich irgendwann eine eigene Immobilie erworben habe und ausgezogen bin, 

habe ich in diesem Zuge meine 25% Anteil an meine Mutter verkauft.

Somit ist die aktuelle Aufteilung am Elternhaus (400.000€) wie folgt:

- 75 % (50 +25) Anteil meine Mutter, wohnt weiterhin im Haus (300.000€)

- 25 % Anteil hält mein Bruder, wohnt aber nicht mehr dort (100.000€)

Da mein Bruder ja somit mit seinen Prozenten "mit drin hängt" und perspektivisch hier beim Ableben meiner Mutter immer die Mehrheit haben wird, ist angedacht, dass er die Immobilie am Tag X, beim Tod unserer Mutter, voll übernimmt.

Hierzu ist angedacht das zukünftige Erbe meiner Mutter jetzt schon aufzuteilen und meine Mutter würde weiterhin dort mit einem Nießbrauchrecht wohnen bleiben.

Nun zur Frage:

1.) Keine vorzeitige Übertragung

Wenn ich das richtig sehe, würde ich beim Tod meiner Mutter am Tag X (entweder jetzt oder in X Jahren) die Hälfte Ihrer Anteile erben, wenn man nichts (vorab) regelt.

Das wären somit nach meinm Verständnis die Hälfte aus Ihren 75% (300.000€) also 150.000€

Das müsste ja stimmen oder?

2.) Vorzeitige Übertragung

Wenn unsere Mutter Ihre 75% aber schon vorab an uns überträgt, würde Sie mit einem Nießbrauchrecht weiterhin dort wohnen.

Wie ist das nun zu berechnen, wenn das Ziel ist, dass mein Bruder die komplette Immobilie bekommen soll und mich somit "Auszahlen" soll?

Nach meinem Verständnis würden mir meine 150.000€ zustehen, die mein Bruder an mich zahlen müsste. 

Sehe ich das richtig?

Mein Bruder hat mit der Immobilie ja das Problem der Wertminderung durch das Nießbrauchrecht (angenommene Miete * Lebens-Jahre laut Sterbetafel usw..)

Wird mir die Wertminderung durch das Nießbrauchrecht von meinen 150.000€ ebenfalls (zur hälfte) abgezogen, bzw. ist das abzuziehen?

Oder ist das rein das "Problem" meines Bruders, der ja auf die vorzeitige Schenkung/Übertragung drängt?

Wegen mir könnte auch alles so bleiben wie es ist, könnte aber mit einer vorzeitigen Aufteilung auch leben, wenn diese korrekt abgewickelt wird.

Gibt es hier in der Runde jemanden, der sich hier auskennt und mir eine Antwort auf die beiden Fragen/Fälle geben kann?

Vielen Dank im Voraus !

Erbe, erbrecht, Nießbrauch, schenkung
nicht eingetragener Nießbrauch Ablauf, Nebenkosten und Renovierung?

Hallo,

ich habe jetzt schon viel recherchiert aber leider nichts Genaues zu meinem Thema gefunden. Folgendes:

Wir haben 2017 ein Zweiparteienhaus von bekannten gekauft, im Kaufvertrag (aber nicht im Grundbuch) wurde dabei ein Nießbrauchs Recht für ihre genutzte Wohnung eingetragen und wir beziehen die zweite, kleinere Wohnung davon (etwa 80 von 240qm).

Beim Hauskauf war die Planung gewesen, dass Sie nach Afrika auswandern, daher ist im Kaufvertrag der Nießbrauch nur für 5 Jahre eingetragen worden, wobei sie geplant hatten, spätestens 2018 mit dem Umzug fertig zu sein.

Die 5 Jahre sollten ihnen als Sicherheit dienen, um bei unvorhergesehenen Problemen zurückzukommen und ein kleines bisschen Absicherung zu haben, die Mieteinnahmen daraus sollten wir jedoch beziehen. Dies war für uns zu der damaligen Zeit auch kein Problem und hat den Kaufpreis um knapp 50.000€ gemindert. Aber da der Umzug wegen Formalitäten, Gemütlichkeit und jetzt noch Corona immer noch nicht stattgefunden hat kommen immer mehr Probleme für uns hinzu.

Jetzt zu meinen Fragen:

Der Auszug ist noch immer nicht in Sicht und sich zeitlich nicht erahnen lässt, aber der Nießbrauch ausläuft könnten wir die Wohnung einfach übernehmen? Oder müssen wir Sie ihnen weiter zur Verfügung stellen, dies ggf. mit Miete?

Die Nebenkosten haben sich stark erhöht, die bekannten Zahlen aber nur einen kleinen Bruchteil davon, da es ja jetzt unser Haus ist.
Kann ich hier die Kosten nach Wohnungsfläche oder Personenzahl abrechnen und neu auswerten? Leider gibt es nur einen Wasser- und Stromzähler für das komplette Haus!
Wenn ich mich richtig eingelesen haben, müssen Sie laut recht auch ihren Anteil zur Versicherung, Grundsteuer usw. zahlen.

und zuletzt, wir haben die letzten Jahre unseren bewohnten Teil aufwendig renoviert und der andere Teil wird kaum noch gepflegt und auch keine Arbeiten rund ums Haus mehr erledigt. Muss beim Auszug nach Ablauf des Nießbrauchs renoviert oder zu mindestens die Wohnung gestrichen werden?

P.s. Für uns waren die höheren Ausgaben anfangs zu stemmen und auch die Zahlungen der Nebenkosten so in Ordnung. Da wir ein langes und gutes Verhältnis zueinander pflegen, wollten wir dies auch nicht ändern, wir haben ja den Auszug in absehbarer Zeit gesehen. Aber durch die erhöhten Kosten sind wir auch langsam am Finanziellen Rahmen. Und das sich um nichts mehr gekümmert und gepflegt wird, macht die Beziehung auch nicht besser.

Vielen Dank schon mal für die Zeit und Antworten

MfG Hügel

Immobilien, Mietrecht, Nebenkosten, Nießbrauch
Wohnrecht oder Miete?

Hallo zusammen,

folgender Sachverhalt:

Meine Eltern wohnen auf einem Bauernhof (nur minimal Landwirtschaft im Nebenerwerb), sind beide Rentner bzw. Pensionär und es steht die Idee im Raum den Hof an mich zu verkaufen.

Dafür würden wir das Wohnhaus so umbauen, dass 2 Wohneinheiten entstehen, eine für mich, eine für meine Eltern. Die Umbaukosten übernehme ich, Bauantrag läuft.

Es soll ein Geschäft wie unter Fremden sein, keine Schenkung, ortsübliche Miete usw..

Folgende Optionen liegen auf dem Tisch:

  1. Hof wird zum Wert laut Gutachten an mich verkauft und ich vermiete eine Wohneinheit an meine Eltern zu marktüblichen Konditionen.
  2. Den Eltern wird in der Wohneinheit ein lebenslanges Wohn-/Nießbrauchrecht eingeräumt und der Hof wird zum Wert laut Gutachten abzüglich des Wertes für das Wohnrecht an mich verkauft.

Welche Variante ist finanziell im Normalfall für meine Eltern sinnvoller/fairer, welche für mich?

Ich rechne das, für meine Eltern, so (vorausgesetzt ist, dass sie genau so lange leben wie statistisch erfasst):

Option 1: Jahreskaltmiete (inflationiert mit 2%) x statistische Lebenserwartung = gezahlte Miete

Option 2: Jahreskaltmiete x Kapitalwert der Lebenserwartung = Wert Wohnrecht

Schlussfolgerung: Die gezahlte Miete übersteigt den Wert des Wohnrechts um ca. 125000€, also ist das Wohnrecht ein großer Vorteil für meine Eltern.

Gibt es da einen Denkfehler?

Die Summe, die die Eltern bei Option 1 zusätzlich erhalten, wird nicht verzinst, da eine Anlage am Kapitalmarkt in dem Alter als nicht sinnvoll angesehen wird.

Für mich sehe ich das so, dass es kaum einen Unterschied macht.

Bei der Option mit Wohnrecht spare ich mir die Finanzierungskosten für den Wert des Wohnrechts, bekomme aber eine kleinere Summe gezahlt und habe keine Abschreibung von Zinsen und der Umbaukosten der Wohnung.

Bei der Option mit Miete bekomme ich über die Jahre eine Summe gezahlt, die um 125000€ höher liegt, muss im Gegenzug aber Finanzierungskosten und Steuern zahlen.

Da das Geld nicht vorhanden ist, sondern finanziert werden müsste, habe ich keine Verzinsung meines eingesparten Kapitals bei der Option mit Wohnrecht eingerechnet.

Die Rechnung ist etwas zu umfangreich um sie hier zu posten, ich komme aber in etwa auf das gleiche Ergebnis. Ist das generell realistisch?

Ich bevorzuge demnach die Variante mit dem Wohnrecht, da meine Eltern hier 125000€ einsparen, anstatt das Geld quasi über mich in Form von Steuern auf die Mieteinnahmen an den Staat weiterzuleiten (andere Überlegungen bzw. möglicher Sicherheiten, möglicher Umzug usw. sollen nicht betrachtet werden, es geht rein um den finanziellen Aspekt beider Optionen).

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand bei dem Thema weiterhelfen könnte.

Vielen Dank im voraus!

Immobilien, Landwirtschaft, Miete, Nießbrauch, WOHNRECHT
Nießbrauch - Notarvertrag anfechten?

Vor mehr als 30 Jahren - ich selbst war damals gerade 19 Jahre alt - wurde mir ein Notarvertrag "untergejubelt", der meinem Vater einen sehr weitreichenden Nießbrauch an meiner als Nacherbin geerbten Immobilie einräumt.

Allerdings wird mir als Nacherbin dadurch die Nutzung der Immobilie sehr stark eingeschränkt bzw. deren vollumfängliche - außer der väterlichen Wohnung - Nutzung nahezu unmöglich gemacht. Dies geht sogar so weit, dass mir im schlimmsten Fall der Zugang zu meiner in dem Haus befindlichen Wohnung und Garage verwehrt werden kann, da mein Vater Nießbrauch am Grundstück hat. 

Mir wurde damals beim Notar erzählt, dass es sich hierbei lediglich um ein Wohnrecht für meinen Vater handelt. Seltsam auch, dass ich vorher nie einen Vertragsentwurf sah und nach der Beurkundung nie ein Exemplar der Notarurkunde bei mir angekommen ist. Auch meine Mutter und mein Vater sprachen mir ggü. stets nur davon, dass mein Vater Wohnrecht an der Wohnung hat.

Jetzt - mehr als 30 Jahre später - bin ich aus allen Wolken gefallen, als ich beim Aussortieren der Unterlagen meiner verstorbenen Mutter die Notarurkunde mit dem Eintrag Nießbrauch fand.

Wortlaut der Urkunde: ...nachdem in dem Testament nichts über Wohnrecht erwähnt wird legen wir Folgendes fest: Nießbrauch an.....

Die Krux an der Geschichte aber ist,  dass mein Großvater sehr wohl eine ganz genaue Festlegung für das Wohnrecht der Schwiegersöhne getroffen hatte.

Meine Mutter war Vorerbin ich bin Nacherbin.

Das schlimmste an der Sache ist, dass ich nicht einmal im Notfall (z. B. Unwetterschaden am Haus, der nicht durch Versicherung gedeckt ist) eine Hypothek aufnehmen kann.

Mein Großvater mütterlicherseits hatte in seinem Testament mehrfach betont, dass das Haus erhalten werden soll und auch für viele Eventualitäten im Testament Festlegungen getroffen.

Was würdet ihr in solch einem Fall tun?

Nießbrauch
Haus zur Hälfte mit Nießbrauch belegt, weitere Finanzierung schwierig?

Hallo,

Ich habe vor ca. 7 Jahren die Haushälfte von meinem Vater gekauft.
Das Haus besitzt 4 Parteien sprich 4 Wohnungen mit 2 Garagen Garten, Hof und großen Abstellraum über der Garage. Bis vor kurzem gehörte uns das Haus 50/50 also 2 Wohnungen mir (meine Wohnung und eine Mietwohnung) und Ihm 2 Wohnungen (seine Wohnung und eine Mietwohnung). Sein Teil ist fast abbezahlt, auf meinen Teil laufen ca. noch 90T€ jetzt hat er vor kurzem eine Schenkung des gesamten Hauses samt Gehöf gemacht, und hat sich auf seine Wohnung und seine Mietwohnung einen Nießbrauch einschreiben lassen. Da mein Vertrag mit der Bank mich 2020 rauslässt, habe ich einen neuen abschließen wollen, um dem alten Finanzgeber zu entkommen. Der Neue stellte sich jetzt aber quer, und meint, dass aufgrund des Nießbrauchrechts eine Finanzierung nicht möglich wäre, mein Vater müsste an 2. Stelle treten, dies tut er jedoch nachvollziehbar nicht, da er bei einer Insolvenz/Scheidung etc. alles verlieren würde, was er sich Jahre lang erarbeitet hat. Aber wäre alles geblieben wie gehabt (50/50 Besitz) hätte ich eine Finanzierung doch auch erhalten! Kann man eine Schenkung rückgängig machen? 90.000 € ist doch nicht viel Geld für eine riesen Haushälfte. Liegt das an der finanzierenden Bank, soll ich noch eine andere anfragen? Wer hat mit dieser speziellen Konstellation Erfahrung?

Ich danke euch vorab für eure Meinung

Finanzierung, Hauskauf, Nießbrauch, schenkung
Wie wird der Kapitalwert des Nießrechtes final bestimmt?

Hallo,

folgendes Szenario: Eine Frau erbt von ihrem Vater den Nießbrauch an einer Wohnung. Sie wird einige Zeit später Pflegefall, wobei die Kosten vorerst von Sozialamt übernommen werden, ihre Rente aber nicht ausreicht und das Sozialamt daher höchstwahrscheinlich versuchen wird, den Nießbrauch einzusetzen. Zusätzlich befindet sie sich in einem Insolvenzverfahren.

Mir ist soweit klar, dass sie die monatlichen Einnahmen (oder einen Teil davon) der Wohnung dann ans Sozialamt (falls nicht anders bezahlbar) und den Treuhändler abführen muss. Ich habe auch gelesen, dass bei einem lebenslangen Nießbrauch üblicherweise ein Kapitalwert berechnet wird.

  • In wie weit sind die Wohnungsbesitzer nun der Nießbraucherin verpflichtet? 
  • Müssen sie "nur" die monatlichen Einnahmen an die Nießbraucherin (bzw. das Sozialamt / ihren Treuhändler) zahlen, solange sie lebt?
  • Oder (eher der schlechtere Fall), müssen die Wohnungsbesitzer auch nach dem Tod der Frau noch für Forderungen der Nießbraucherin aufkommen, bis der regulär errechnete Kapitalwert (Jahreswert * Faktor aus Tabelle) des Nießbrauchs "abbezahlt" wurde?
  • Kann Sozialamt oder Treuhändler von Wohnungsbesitzer verlangen, die Wohnung zu verkaufen, damit der Kapitalwert bzw. die offenen Schuld / Forderung auf einen Schlag zurückgezahlt wird?

Die Frau ist schwer krank und wird daher höchst wahrscheinlich nicht so alt, wie üblicherweise bei der Kapitalwertberechnung angenommen wird. Eigentlich müsste der Kapitalwert doch dann anhand der tatsächlichen Lebensdauer erneut berechnet / korrigiert werden?

Vielen Dank für die Auskünfte!

Erbe, erbrecht, Immobilien, Nießbrauch, wohnung, Sozialamt
Einige Fragen zum Nießbrauchs- und Vorkaufsrecht?

Ich erwäge eine Grundstücksteilung. Die eine Hälfte soll verkauft werden, die andere werde ich weiterhin selbst nutzen.

1) Nießbrauchsrecht

Für den verkauften Grundstücksteil würde ich gerne ein Nießbrauchsrecht zu meinen Gunsten im Grundbuch eingetragen haben (sofern ich einen Käufer finde, der sich darauf einläßt).

Das Nießbrauchsrecht ist meines Wissens personenbezogen. Folglich würde es mit dem Tode des Nießbrauchsbegünstigten automatisch beendet sein. Oder geht es auf die Erben über?

Gibt es ein nicht personenbezogenes, sondern ein zeitbezogenes Nießbrauchsrecht? Damit ist gemeint, dass es beispielsweise nicht für eine Person, sondern für einen vertraglich festgelegten und im Grundbuch eingetragenen Zeitraum gilt.

2) Vorkaufsrecht

Der Käufer könnte ein Vorkaufsrecht für die in meinem Eigentum verbliebene Hälfte wünschen.

Meine hypothetische Frage ist, was geschieht eigentlich, wenn der Vorkaufsrechtsbegünstigte unbekannt verzieht, nicht auffindbar ist, verstirbt, seine Erben unbekannt bzw. auch nicht auffindbar sind? Dann ist das Grundstück praktisch unverkäuflich, da das Vorkaufsrecht nicht ohne seine Zustimmung verkauft bzw. im Grundbuch gelöscht werden kann.

Kann man das Vorkaufsrecht dann per Veröffentlichung im Bundesanzeiger und an anderen Stellen für ungültig erklären lassen oder wie könnte Abhilfe geschaffen werden? Wer wäre dafür zuständig? Das Grundbuchamt oder wo müßte ein Antrag auf Ungültigkeitserklärung gestellt werden?

Vielen Dank für eure Antworten im Voraus.

Grundbuch, Jura, Nießbrauch, Recht, Vorkaufsrecht
Kann ich als Eigentümerin den Nießbrauch für eine unbewohnte Wohnung abkaufen?

Hallo, ich bin seit nunmehr 19 Jahren Eigentümerin einer Wohnung die mir meine Mutter damals mit einem Nießbrauchrecht für sie überschrieben hat. Sie hat aber nie in der Wohnung gewohnt. Lediglich ihr Möbel aus einer geschiedenen Ehe darin aufbewahrt. Sie lebt nun schon seit Jahren mit einer guten Witwenrente aus ihrer zweiten Ehe in einer Seniorenresidenz. Um als Eigentümerin die Wohnung selbst nutzen zu können, würde ich ihr gerne das Nießbrauchrecht abkaufen. Meine Mutter hat nach ihrer Scheidung meinen Vater ausbezahlen müssen. Damit sie das Zweifamilienhaus nicht verkaufen mußte, haben wir es in zwei Eigentumswohnung en umgewandelt und ich ihr zusammen mit meinem Mann eine davon abgekauft. Ihre verbleibende Wohnung wurde mir damals dann mit dem Nießbrauchrecht überschrieben. Nebenkosten hatte sie dafür bezahlt. Wir haben dann sehr viel an dem Haus modernisiert und es dadurch erheblich aufgewertet. Da wir jetzt erst davon erfuhren, dass sich das Erbtecht geändert hat und uns die Immobilie nach 10 abgelaufenen Jahren doch noch nicht ganz gehört,hätte ich gerne gewusst; 1. Geht das überhaupt den Nießbrauch abzukaufen und im Grundbuch wieder zu löschen? 2. Wie kann man den Wert eines Nießbrauchrechts dafür ermitteln? 3.Kann meine Mutter, weil sie auf das Geld nicht angewiesen ist, auch einen viel geringeren Betrag als den Wert der Wohnung verlangen? 4. Wenn es gehen würde und ich sodann Eigentümerin ohne Nießbrauchrecht wäre, inwieweit könnte mein Bruder -der nicht als Eigentümer eingetragen ist und auch keinen Kontakt zu uns hat- dafür im Erbfall - Pflichtteilsergänzungsanspruch geltend machen? Bzw. welcher Immobilienwert würde hier zugrunde gelegt?

ich hoffe, dass meine Fragestellung verständlich und nicht zu umfangreich sind? Würde mich sehr freuen wenn mir jemand antworten könnte.

erbrecht, Nießbrauch
Wird der Nießbrauch bei einer voraussichtlichen böswilligen Schenkung trotzdem angerechnet?

Eltern hatten ein Berliner Testament mit Auflistung welche Immobilie für die Töchter A+B gedacht sind.Vater verstarb zuerst,und bevor die Mutter verstarb hat sIe Kind A 3 Immobilien geschenkt und sich ein Nießbrauch eintragen lassen. 2 weitere Immobilie hat sie ihrem Enkelkind (der Tochter von Kind A) geschenkt, sich ebenfalls Nießbrauch eintragenlassen und zusätzlich im Notarvertrag festhalten lassen, das diese 2 Immobilie eigentlich für ihr Kind A gedacht sind, aber aus steuerlichen Gründen und damit Kind A nicht ihr Freigrenze von 400.000€ überschreitet., auf das Enkelkind übertragen wurde. Es wird eine böswillige Schenkung hier vermutet, denn diese geschahen nur wenige Monate vor dem Tod der Mutter. Kind A und Kind B bilden nun eine Erbengemeinschaft. Nun verlangt Kind B die Erbauseinandersetzung und natürlich seinen berechtigten Erbanteil von 50%, auch von den vorab verschenkten Immobilien. Anzumerken ist, es sind auch noch andere Immobilien da, aber die sind alle gesamt, laut Gutachten, weniger wert als die verschenkten Immobilien. .Kind A will nun die geschenkten Immobilien gegenrechnen und verrechnen und meint, Kind B erhalte dann viel mehr, da die Geschenkten mit dem Nießbrauch belegt waren, welcher aber lt. Notarvertrag und Grundbucheintragungen mit dem Tod der Mutter endete. Und so glaubt Kind A sich die Immobilien minderwertig rechnen zu können. Nun meine Frage: Da Kind B ja die Hälfte erbt, die Schenkung der Mutter an Kind A in die 10 Jahresfrist fällt, und somit ausgleichpflichtig sind, kommt da der Nießbrauch überhaupt in Betracht? Denn Kind A will ein Haus, was lt. Gutachten 350.000€ Wert ist, durch den Nießbrauch, auf einen Schenkungsanteil von 128.305€ mindern. Über ein/jede Antwort freue und bedanke ich mich.

Erbengemeinschaft, erbrecht, Erbschaft, Nießbrauch, schenkung, Schenkungssteuer

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