Wird die Schenkungssteuer durch Wohnrecht oder Nießbrauch in gleicher Höhe reduziert?

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3 Antworten

Ein Nießbrauch, oder ein Wohnrecht wird mit dem Betrag abgezogen, den es Wert ist.

Der Wert eine Wohnrechts kann dabei den gleichen Wert haben wie ein Nießbrauchsrecht, muss es aber nicht.

Erstmal ist der Jahreswert zu ermitteln und dann an Hand des/der Berechtigten (bei zwei Personen ist die maßgeblich, die den größeren Vervielfältigen hat.

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Erbschaft_Schenkungsteuerrecht/2012-10-26-lebenslaengliche-Nutzungen-und-Leistungen.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Ein Wohnrecht muss entsprechend formuliert werden (mit, oder Ohne Nebenkosten, welche Räume usw. Was passiert, wenn die Person ins Heim muss, möglichst präzise).

Nehmen wir an die Räume hätten eine ortsübliche Mite von 500,- Euro im Monat, dann wäre der Jahreswert 6.000,-. Wenn die Person männlich und 60 Jahre als ist, muss ich die 6.000 mit den 12.713 aus der Tabelle multiplizieren. die 76.278,- Euro sind dann für die Berechnung des Werts der Schenkung vom Wert des Hauses zu kürzen.

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Kommentar von Snooopy155
21.12.2014, 11:14

Da die Schenkung einer Immobilie sowieso über einen Notar abgewickelt werden muß kann dieser beratend mitwirken um den Betrag der fälligen Schenkungssteuer zu minimieren.

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Wie Sie mit Nießbrauch Schenkungs- und Erbschaftssteuer sparen

"Verschenkt man eine Immobilie, so können die steuerlichen Freibeträge mehrfach genutzt werden", sagt die Berliner Steuerberaterin Beatrice Leißering. Die Expertin für Erbschaftssteuer ist Mitglied im Deutschen Steuerberaterverband (DStV) und meint, "dass sich durch Nießbrauchsvereinbarungen Vergünstigungen ergeben können." Beispiel: Ein Vater verschenkt mehrere Immobilien im Abstand von zehn Jahren an seine Tochter. Damit können die alle zehn Jahre geltenden Freibeträge erneut ausgeschöpft werden. Die frühzeitige Nießbrauchsregelung ermöglicht es gerade bei dem hohen Wert eines Gebäudes, Schenkungssteuer und Erbschaftssteuer zu sparen.

Verschenkt der Besitzer Wohnung oder Haus, trägt das zur Minderung der vererbbaren Vermögenswerte bei. Die dem Schenkenden vorbehaltenen Mieterträge mindern den Wert der Immobilie. Hier greift eine spezielle Berechnungsformel, die sich u.a. an der Sterbetabelle orientiert, wobei das Alter des Schenkenden und die prognostizierte Lebensdauer eine Rolle spielen: Je jünger der Schenkende bei der Übergabe ist, desto höher fallen die Mieteinnahmen bzw. Abzüge aus. Deshalb ist die rechtzeitige Planung entscheidend, eventuell sogar bevor Sie Ihr Testament aufsetzen. http://www.ruv.de/de/r_v_ratgeber/bauen_wohnen/geld_recht/niessbrauch.jsp

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Im Rahmen der Einräumung des Nießbrauchs soll in diesem Fall auch ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt werden. Wie eben auch beim "normalen" Wohnrecht.

Ich hoffe ihr versteht was ich meine :-)

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Kommentar von EnnoBecker
21.12.2014, 10:46
Ich hoffe ihr versteht was ich meine :-)

Klar doch.

10 Punkte ohne einen Hauch von Ahnung. Glückwunsch.

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