Schätzung der Kapitalerträge 1999 durch Finanzamt, Kapitalertragssteuer 1999 Freistellungsaufträge

Wir haben gegen den Steuerbescheid 1999 Einspruch eingelegt, weil eine Abfindungszahlung des Arbeitgebers für meinen Ehemann zu hoch besteuert wurde. Nach Abschluss des Verfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht hätte man uns Recht geben können und einen höheren Freibetrag ansetzen können. Jetzt verlangt aber das Finanzamt eine Erklärung über die Zinseinkünfte aus dem Jahre 1999. Ich habe keinerlei Steuerbescheinigungen und habe deshalb keinen Überblick über die Zinserträge. Warum ich keinerlei Steuerbescheinigungen habe, weiß ich nicht.Eine Bank konnte uns noch Auskunft über die erzielten Zinseinkünfte erteilen. Eine andere Bank aber gibt an, dass sie keinerlei Unterlagen mehr hat. Da wir damit keine Erklärung über die Zinseinkünfte innerhalb der gesetzten Frist geben konnten hat das Finanzamt die Zinsen geschätzt. ME. zu hoch. Das Finanzamt hat auch keinerlei Kapitalertragssteuer abgesetzt, obwohl aus früheren Erklärungen ersichtlich ist, dass im Vorjahr und im nachfolgenden Jahr KESt. gezahlt wurde. Meine Fragen: 1. Müßte das Finanzamt gezahlte KEST absetzen? Aus einem alten Sparbuch ist ersichtlich, dass KKESt gezahlt wurde? Müßte das Finanzamt evtl. sogar KESt in der Höhe berücksichtigen, wie sie 1998 bzw. 2000 bezahlt wurde. Das Finanzamt hat sich bei der Einschätzung der Zinserträge an den Zinsen orientiert, wie sie in diesen Jahren erzielt wurden.

  1. Was könnte ich unternehmen, um die tatsächlich erzielten Zinsen noch zu ermitteln?
  2. Kann ich bei der Bundesschuldenverwaltung noch Auskunft erhalten über die Zinserträge im Jahre 1999? Wie heißt diese Behörde jetzt? Adresse?
  3. Wo kann ich nachfrage wie hoch der Freistellungsauftrag 1999 war?
einkommensteuer, Steuern, Freistellungsauftrag
2 Antworten
Verrechnung von Verlusten bei Verkauf eines Zertifikats mit Freistellungsauftrag und Gewinnen

Hallo,

ich habe am 03.09.2008 ein Zertifikat gekauft. Es fällt damit schon in den Bereich der Abgeltungssteuer. Aktuell steht das Papier ca. 1300€ im Minus. Ich werde im Jahr 2012 Aktien (Ablauf der Sperrfrist) mit einem Gewinn von ca. 800€ verkaufen. Zudem wird eine Anleihe mit einem Kursgewinn von ca. 500€ fällig. Ich bin Student und werde im Jahr 2012 (nahezu) kein zu versteuerndes Einkommen haben.

Wie würden nun die Verluste bei Verkauf des Zertifikats mit den beiden anderen Gewinnen verrechnet? Werden die Gewinne zunächst den Sparerfreibetrag belasten oder mit den Verlusten ausgeglichen? Macht es dabei einen Unterschied, ob zuerst die Gewinne oder zuerst die Verluste realisiert werden?

Da ich ohne Einkommen die Steuern am Jahresende sowieso wieder zurückbekommen würde, wäre es doch am besten, die Verluste aus dem Zertifikat würden nicht ausgeglichen - so könnte ich sie in späteren Jahren (wo ich wirklich Steuern zahlen muss) nutzen.

Wäre es klüger, das Zertifikat bis zum Berufseinstieg zu halten und dann erst die Verluste zu realisieren (die Schwankungen des Wertpapiers sollen dabei außer Acht gelassen werden)? Oder macht es Sinn, das Zertifikat in einem anderen Depot zu verkaufen, damit die Verluste getrennt sind und ich mir am Jahresende von der Bank eine Verlustbescheinigung geben lassen kann, die ich beim Finanzamt einreichen kann um mir die Verluste für die nächsten Jahre zu sichern?

vielen Dank für Eure Hilfe Thomas

Student, Abgeltungssteuer, Freistellungsauftrag, Verlust
1 Antwort

Meistgelesene Fragen zum Thema Freistellungsauftrag