Kann man die Freistellungsaufträge miteinander von Jahr zu Jahr kombinieren um den Sparerpauschbetrag für Kapitalanlagen von 801€ miteinander zu kombinieren?

Für die jährliche Steuererklärung gibt es einen Sparerpauschbetrag von 801€.

Meine Frage bezieht sich nun auf die Kombination dieser Pauschbeträge.

Zusätzlich würde ich gerne fragen ob man nur auf die realisierten Gewinne (bei Aktienverkauf) den Sparerpauschbetrag in Anspruch nehmen kann. Oder kann man die Freistellungsaufträge bei der Bank "sammeln", um diese dann bei den Steuererklärungen später rückwirkend auf den auszuzahlenden Betrag geltend zu machen?

Zum Verständnis: Beispielkapitalvermögen von 3000€ wurde angelegt.

Im Jahr 01 steigt der Wert der Aktien um 1000€. (4000€ insgesamt)

Im Jahr 02 steigt der Wert nochmal um 1300€. (5300€ insgesamt)

Im Jahr 03 steigt er ein letztes Mal um 700€. (6000€ insgesamt)

Wenn man die Aktien verkauft, egal ob im Jahr 01, 02 oder 03 und man Gewinne erwirtschaftet hat, muss man im jeden Fall die Abgeltungssteuer von 25% zahlen.

Aber was ist wenn man die Aktien über mehrere Jahre hinweg im Depot lässt und dann z.B. im Jahr 03 verkauft werden? Kann man die Sparerpauschbeträge rückwirkend auf den Aktiengewinn davon abziehen? Jahr 01 801€ + Jahr 02 801€ + Jahr 03 801€ = 2403€ (Pauschbetrag) Aktiengewinne von 01 bis 03 = 3000€ insgesamt. Bei Verkauf im Jahr 03 --> 3000 - 2403 (steuerfrei) = 597€ zu versteuernder Betrag mit 25% Abgeltungssteuer?

Müssen diese Freistellungsaufträge der Bank gesammelt werden, damit es für das Finanzamt ersichtlich ist oder reicht einfach der "grosse" Kontoauszug aus dem man auch ablesen kann, dass diese nie zwischenzeitlich verkauft wurden?

Müssen die Gewinne im Jahr 01 und 02 auf der Steuererklärung mit angegeben werden obwohl man sie nicht realisiert (Aktien nicht verkauft) hat?

Ich würde mich über eine ausführliche Antwort sehr freuen! Mit dem EstG befasse ich mich zur Zeit - aber die Frage um Steuern zu sparen ist mir dann doch sehr wichtig. Denn wer zahlt schon gerne zu viel.

Liebe Grüße! Tom

Aktien, Depot, Finanzamt, Steuererklärung, Steuern, Freistellungsauftrag, Steuerfreibetrag
Verrechnung von Verlusten bei Verkauf eines Zertifikats mit Freistellungsauftrag und Gewinnen

Hallo,

ich habe am 03.09.2008 ein Zertifikat gekauft. Es fällt damit schon in den Bereich der Abgeltungssteuer. Aktuell steht das Papier ca. 1300€ im Minus. Ich werde im Jahr 2012 Aktien (Ablauf der Sperrfrist) mit einem Gewinn von ca. 800€ verkaufen. Zudem wird eine Anleihe mit einem Kursgewinn von ca. 500€ fällig. Ich bin Student und werde im Jahr 2012 (nahezu) kein zu versteuerndes Einkommen haben.

Wie würden nun die Verluste bei Verkauf des Zertifikats mit den beiden anderen Gewinnen verrechnet? Werden die Gewinne zunächst den Sparerfreibetrag belasten oder mit den Verlusten ausgeglichen? Macht es dabei einen Unterschied, ob zuerst die Gewinne oder zuerst die Verluste realisiert werden?

Da ich ohne Einkommen die Steuern am Jahresende sowieso wieder zurückbekommen würde, wäre es doch am besten, die Verluste aus dem Zertifikat würden nicht ausgeglichen - so könnte ich sie in späteren Jahren (wo ich wirklich Steuern zahlen muss) nutzen.

Wäre es klüger, das Zertifikat bis zum Berufseinstieg zu halten und dann erst die Verluste zu realisieren (die Schwankungen des Wertpapiers sollen dabei außer Acht gelassen werden)? Oder macht es Sinn, das Zertifikat in einem anderen Depot zu verkaufen, damit die Verluste getrennt sind und ich mir am Jahresende von der Bank eine Verlustbescheinigung geben lassen kann, die ich beim Finanzamt einreichen kann um mir die Verluste für die nächsten Jahre zu sichern?

vielen Dank für Eure Hilfe Thomas

Student, Abgeltungssteuer, Freistellungsauftrag, Verlust

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