Jahrelang Falsche Steuerklasse dazu Steuerbescheide falsch veranlagt?

5 Antworten

Dein Arbeitgeber legt nicht die Steuerklasse fest. Wenn du meinst, die Steuerklasse 2 beanspruchen zu können, musst du dieses beantragen. Das hast du ja offensichtlich nicht getan. Dein Arbeitgeber ruft lediglich die gespeicherten Daten der Elstam-Datenbank ab und muss auch zwingend mit diesen abrechnen. Ist da die Steuerklasse 1 gespeichert, muss er die auch verwenden.

Wenn Fehler in der Veranlagung passieren, kann man Einspruch einlegen. Das hast du mangels Wissen unterlassen. Fehlendes Fachwissen ist aber kein Änderungsgrund, da es ja so etwas wie Steuerberater oder Lohnsteuerhilfevereine gibt, die man beauftragen könnte.

Hast du tatsächlich alles korrekt ausgefüllt in den Erklärungen, also auch in der Anlage Kind alle Angaben zum Entlastungsbetrag? Bist du auch tatsächlich alleinerziehend oder lebst du mit einem/r anderen Volljährigem/n zusammen? Hast du elektronisch versendet oder Papiererklärungen abgegeben?

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Der Witz ist ja, die Fragerin hat die Steuererklärung richtig ausgefüllt:

Allerdings ist mir irgendwann mal aufgefallen, dass Elster zu meinen Gunsten höher gerechnet hat, hab mir bedauerlicherweise nichts weiter dabei gedacht.

Elster hatte anscheinend das richtig Ergebnis, der Bescheid wich von Elster ab.

Leider wurde kein Einspruch eingelegt, sondern sich nur seit 2010 tatenlos vor sich hin geärgert.

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@wfwbinder

Leider habe ich mich eben nicht geärgert , sonst würde ich nicht hier schreiben . Wie gesagt, ich wohl etwas sehr naiv ;)

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Hallo, ja das habe ich alles getan, elektronisch und mit den richtigen Angaben und Kreuzen. Danke schon mal für die Antwort :)

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Hallo, ja das habe ich alles getan, elektronisch und mit den richtigen Angaben und Kreuzen. Danke schon mal für die Antwort :)

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Soetwas ist nicht außergewöhnlich. Auch nicht das die Mitarbeiter der Steuerbehörden keinerlei Unrechtsbewusstsein bei Fehlern haben. Schließlich können die jederzeit Fehlerhafte Steuerbescheide ausstellen und müssen nicht für Kosten haften, die so entstehen. Sie müssen die Bescheide nur korrigieren, falls gefordert.

In der Siedlung in der ich lebe, wurden vor 20 Jahren dutzende Bauplätze verkauft und die Grunderwerbssteuer falsch berechnet. Es wurden Erschließungskosten ebenfalls mit Grunderwerbssteuer belastet. Alle meine Nachbarn haben die fehlerhaften Steuerbescheide aktzeptiert. Ich konnte das mit einem einzigen Telefon-Anruf beim FA klären. Verursacher war der Notar, der eine fehlerhafte Zusammenfassung der Kaufverträge an das FA weitergeleitet hatte. Ein Anwohner hat versucht dagegen zu klagen. Der musste sich Vorwürfe vom Richter anhöhren. Schließlich hätte er ja den fehlerhaften Bescheid anerkannt, warum er denn dann nachträglich klagte, wollte er wissen. Auch ein Passus im Vertrag der fälschlicherweise darauf hin wies, das auf den Kaufpreis die Grunderwerbsteuer zu zahlen sei, obwohl der Wert für Grund und Boden und die Erschließungskosten separat aufgeführt waren.

Der Notar darauf angesprochen meinte das wäre nicht so, ich wäre falsch informiert und müsse auf den Kaufpreis incls. Erschließungskosten die Grunderwerbsteuer zahlen. Bei dem Notar habe nicht unterschrieben, eine Woche später bei anderem Notar.

Fazit niemand will Schuld sein, alle sorgen dafür das der Bürger in jedem Fall geschröpft wird, entgegen der Rechtslage.

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Sieht man mal was da so geht, vor allem wenn man „nichts“ weiß glücklicherweise hatte ich jetzt Glück , ich bekomme mein Geld zum Teil wieder dank r

Nach§ 129 AO ist die Finanzverwaltung befugt, auch bestandskräftige Bescheide wegen Schreib- oder Rechenfehlern oder ähnlicher offenbarer Unrichtigkeiten zulasten der Steuerpflichtigen zu korrigieren.

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@Xmasmanu

Das Fettgedruckte könntest Du doch noch zehn mal hier einstellen - es hat bisher noch keiner gesehen.

Wenn man nichts weiss - lesen kann man ja wohl (Rechtsbehelfbelehrung in jedem Bescheid).

Wenn man das nicht nutzt sind andere Schuld, sind blöd und betrügen auch noch.

Die Welt ist schlecht.

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Hallo,

meine Vorredner haben Recht !

Wenn man sich schon selbst an unbekanntes Terrain heran wagt, sollte man sich zumindest mit der gesamten inhaltlichen Materie vertraut machen.

Denn sobald man den Steuerbescheid in den Händen hält, muss man ihn nach Fehlern prüfen und ggf. innerhalb eines Monats per Einspruch aktiv werden, damit etwaige Fehler korrigiert werden können.

Menschen, auch die vom Finanzamt, machen nun einmal Fehler ! Wenn du dich nicht mit deinen rechtl. Möglichkeiten zum Gegensteuern auskennst bzw. den Bescheid nicht einmal prüfst oder prüfen lässt, kannst du niemanden zur Rechenschaft ziehen.

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Ich wollte ein paar sachliche Antworten und nicht auf meine Blödheit hingewiesen werden. Ich weiß schon warum ich diese Foren nicht mag. Aber danke fürs Antworten

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@Xmasmanu

Was soll das, dieser Kommentar ist jetzt einigermaßen unfair von dir. :-(

Wir machen doch diese Gesetze auch nicht !! Wir helfen euch da draußen doch nur, diese Gesetze alltagstauglich zu vermitteln.

Für sensible Naturen wie dich, scheint dieses Forum dann wohl tatsächlich nicht die richtige Adresse zu sein.

Wenn du deinen Fehler schon selbst erkannt hast, was wolltest du denn jetzt noch von uns hören ?

Es gibt leider keine positivere Antwort auf deine Frage und was dahingehend bei dir falsch gelaufen ist, sollten wir dann schon sagen dürfen, sorry !

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@Gaenseliesel

Tut mir leid, nimm’s mir nicht übel,bin wohl etwas gefrustet, es ging mir letztendlich auch nicht um positive Antworten ;ich frage mich halt, wieso mir keiner sagen kann, wieso diese Fehler passieren?? Was stimmt da im System nicht, dass man 6 Jahre in der falschen Steuerklasse ist und dann noch falsch veranlagt wird. Außer natürlich meiner absoluten dämlichen Naivität? Funktioniert die Software nicht? Liegt es am Sachbearbeiter ? Werden alle gleich veranlagt weil man auf den Einspruch der Leute spekuliert? Und wenn da etwas nicht stimmt, dann wäre es doch nur rechtens darauf aufmerksam zu machen und sich darüber beschweren zu können. Aber vielleicht bin ich auch wieder mit dieser Äußerung restlos naiv.

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@Gaenseliesel

Liebe Gänseliesel, nicht ärgern. Ich habe gelernt auf diese Fragen nicht zu antworten.

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@Xmasmanu

Meiner Schwester wurde auch plötzlich und ohne ersichtlichen Grund (Kind ist 5) die Steuerklasse von 2 auf 1 geändert. War uns aber egal, da wir sowieso im folgenden Jahr ihre Steuererklärung machen.
Das ist vielleicht ein Standard-Vorgehen, wenn man nicht jedes Jahr wieder dort antanzt und die 2 beantragt, kommt man in die 1. ??

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@Luscinia

danke dir, aus solchen Antworten kann ich mir etwas mit nehmen. Mir sagte man damals beim Finanzamt Steuerklasse 2 bekommen nur geschiedene alleinerziehende Mütter aber ich könne mir das eben am Ende zurück holen. Was ich dann ja auch dachte getan zu haben. Leider wurde der Entlastungsbetrag dann nie berücksichtigt bis auf letztes Jahr, wo es mir dann auffiel. Meine Blödheit halt. Trotz allem werd ich mal beim Finanzamt nachfragen was es damit auf sich hat und drauf aufmerksam machen., welche Fehler dort passieren. Die können ja jetzt nicht alles an der Unwissenheit und Naivität und Blödheit der Leute fest machen und einfach sagen „ ihr seid selber schuld ätsch“ da hat man schon 2 Jobs, zieht das Kind alleine durch und muss dann noch auf passen, dass man nicht an jeder Ecke besch****** wird. Ein schönes Wochenende dir :)

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@Luscinia

genau ! Also, Fehler selbst erkannt und selbst reagiert, anders geht's halt nicht, will man sich schon das Geld für einen Lohnsteuerhilfeverein sparen.

Ärgerlich ist es natürlich im Nachhinein, weil aus Unwissenheit viel Geld verschenkt wurde - das verstehe ich doch auch !

Wie heißt es doch ? " Unwissenheit schützt vor Strafe nicht " !

Dumm gelaufen ! :-(

Gruß!

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@Gaenseliesel

In dem Fall ist es aber tatsächlich seltsam, dass der Entlastungsbetrag dann trotz der richtigen Angaben in der folgenden Steuererklärung nicht berücksichtigt wurde.
Da wäre interessant, was in den Steuerbscheiden dazu steht.
(Hätte man natürlich am besten sofort prüfen und ggf. reklamieren müssen)

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@Luscinia

Interessant ist eines:

Allerdings ist mir irgendwann mal aufgefallen, dass Elster zu meinen Gunsten höher gerechnet hat, hab mir bedauerlicherweise nichts weiter dabei gedacht. 

Es wurde richtig erfasst, Elster hat richtig gerechnet. Der Bescheid kam udn er wich ab.

Da ich sozusagen laufend Erklärungen ausfertige, die diesen, oder einen ähnlichen Sachverhalt haben, weiß ich, wie leicht man ein Kreuzchen falsch, oder nicht setzt.

Wenn es einem StB passieren kann, kann es auch einem Finanzamtsmitarbeiter passieren.

Man hat seinen Elsterausdruck, der Bescheid kommt, er weicht ab. Selbst wenn man aus dem "Amtsdeutsch" der Erläuterungen nicht schlau wird, kann man einfach den Elsterausdruck kopieren und zusammen mit einem Einspruch an das Finanzamt senden.

Nun bleibt leider nur noch die Suche nach einer passenden Änderungsvorschrift.

Mit etwas Glück passt 129 AO, wenn nur das passende Kreuzchen verpennt wurde.

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@wfwbinder

Danke, das ist doch mal eine Antwort :) hab auf jeden Fall aus all dem sehr viel gelernt. ;) und manchmal wird man auch positiv überrascht .

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@wfwbinder

Nach§ 129 AO ist die Finanzverwaltung befugt, auch bestandskräftige Bescheide wegen Schreib- oder Rechenfehlern oder ähnlicher offenbarer Unrichtigkeiten zulasten der Steuerpflichtigen zu korrigieren.

Dankeeeee !!!

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@Xmasmanu

super, wfwbinder hat dann doch noch eine " Hilfreiche Antwort " gefunden, er versteht sein Handwerk ! :-)

Freut mich für dich, wenn es dann evtl. doch noch korrigiert werden würde.

So schlecht ist unser Forum also dann doch nicht, stimmt's ? ;-)

Daumen fest gedrückt und Alles Gute !

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@Gaenseliesel

Es wurde korrigiert :)))dank wfwbinder weiß ich jetzt auch wieso ..

von wegen Foren ; ich meinte ja nun auch nicht dieses Forum explizit sonder grundsätzlich ist mir das aufgefallen, dass dort sehr schnell verurteilt wird, statt sachlich geantwortet ...aber ich war ja jetzt teils auch nicht besser, dank Frust ;) ich bin auf jeden Fall sehr froh, vor allem wenn dieser Beitrag auch noch anderen helfen könnte :) du warst die einzige die mich nicht als komplett blöd dargestellt hat.... und ich bin sicher hier haben einige jetzt mehr Infos erhalten ...

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Wenn er nun angibt, dass ich in obiger Wohnung lebe, habe ich massive Bedenken, dass das Finanzamt mir die Steuerklasse 2 streicht, und ich auch noch rückwirkend belangt werde, obwohl ich ja tatsächlich keinen gemeinsamen Haushalt mit ihm habe, und die Wohnung komplett abgeschlossen und ein eigener Haushalt ist.

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Mit dem Steuerberater habe ich natürlich auch schon telefoniert, der meint hingegen, dass er meine Steuerklasse nicht ändern kann, der Fehler beim Finanzamt liegen muss, mich mein alter Arbeitgeber vielleicht nicht korrekt abgemeldet hat, erleider nichts machen kann.

Beide Seiten meinen also nichts tun zu können und der Fehler liegt jeweils beim anderen. Was kann ich denn jetzt machen, wer ist dafür denn verantwortlich? Ich verdiene so natürlich viel weniger und möchte das nicht einfach hinnehmen. Allerdings weiß ich auch nicht, was ich machen kann und wer eigentlich dafür zuständig ist, diesen Fehler zu beheben.

Ich hoffe auf Antwort

Lg

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