Verpflegungsmehraufwand bei Studeten

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5 Antworten

Abgesehen davon, dass Du mit Reisekostenbeträgen arbeitest, die vor dem 01. 01. 2014 galten, sieh Dir mal diese sehr komplette Darstellung an, wie die Arbeitsorte von der Finanzverwaltung festgelegt/angenommen werden.

http://www.oth-aw.de/fileadmin/user_upload/Studienservice/Downloads/Kosten_Ausbildung_Fortbildung.pdf

Die Fahrten zur Uni sind Fahrten zur Arbeitsstelle (30 ct. Pro Entfernungskilometer). Somit gibt es auch keine Reisekostenpauschale dafür.

Der Besuch der Bibliothek am Wohnort keine Dienstreise, sondern ein Spaziergang.

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das ist nicht dienstlich. Wenn du in die Uni fährst, dann ist das die Entfernungspauschale wie bei Arbeitnehmern. Die Uni ist wie der Arbeitsplatz zu sehen. Ein Arbeitnehmer bekommt die VMA nur bei Dienstreisen. Die tägliche Arbeit ist wie der Gang zur Uni keine "Dienstreise".

Wenn du in eine andere Bibliothek gehst, dann ist das deine freie Wahl. Wie willst du hier VMA ansetzen, die anerkannt werden?

Geht beides nicht!

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Originelle Idee, aber kehrt nicht auch jeder Arbeitnehmer erst nach mehr als 8 Stunden wieder nach Hause zurück? Wo soll denn da der Mehraufwand sein? Das ist der erste Haken.

Sodann schwebt derzeit beim BFH noch ein Verfahren in dem entschieden werden soll, ob solche Ausgaben überhaupt vorweggenommene Werbungskosten sein können:

http://www.steuerzahler.de/Erststudium/43876c676/index.html

Mit der Abweisung entsprechender Angaben durch das FA ist demnach zu rechnen. Man muß Einspruch einlegen und hoffen, dass der BFH im gewünschten Sinne entscheidet.

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Kommentar von EnnoBecker
21.04.2014, 07:47
Sodann schwebt derzeit beim BFH noch ein Verfahren in dem entschieden werden soll, ob solche Ausgaben überhaupt vorweggenommene Werbungskosten sein können:

Naja, hier wohl nicht, der Fragesteller schreibt ja

(Studium nach Ausbildung)
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Verpflegungsmehraufwand bei Studeten

Ei... hat sich da ein neues Völkchen gebildet? Bisher waren mir nur die Sudeten ein Begriff.

Kleiner Scherz, der raus musste, sorry ;-))

Achte nur auf die Antworten von Privatier59 und EnnoBecker, damit machst Du alles richtig,

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Kommentar von INSTWAB
21.04.2014, 16:37

Studierende Sudeten = Studeten

Dadurch ist ja häufig die Anfahrt zur Uni soweit.

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Die Argumentation von P59 ist die logisch richtige. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt und in § 4 (5) Nummer 5 EStG wie folgt festgelegt:

"Mehraufwendungen für die Verpflegung des Steuerpflichtigen."....(dürfen den Gewinn nicht mindern.)

EIne Ausnahme macht der Gesetzgeber mit Satz 2: "Wird der Steuerpflichtige vorübergehend von seiner Wohnung und dem Mittelpunkt seiner dauerhaft angelegten betrieblichen Tätigkeit entfernt betrieblich tätig, sind die Mehraufwendungen für Verpflegung nach Maßgabe des § 9 Absatz 4a abziehbar"

Sofern der Student nicht eine selbständiger/gewerbliche Tätigkeit anstrebt, sondern eine Tätigkeit als Arbeitnehmer, brauchen wir den Umweg über § 4 EStG nicht und können sogleich in den § 9 Absatz 4a EStG gucken:

"Mehraufwendungen des Arbeitnehmers für die Verpflegung sind nur nach Maßgabe der folgenden Sätze als Werbungskosten abziehbar. Wird der Arbeitnehmer außerhalb seiner Wohnung und ersten Tätigkeitsstätte beruflich tätig...."

Wohnung dürfte klar sein, erste Tätigkeitsstätte ist hier die Uni.

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Kommentar von EnnoBecker
21.04.2014, 07:49

Zu früh abgesendet...... also Nachschlag:

Wenn Student anstatt nach zur Vorlesung in B nun zur Klausurvorbereitung in die Bibliothek in A für länger als 8 Stunden geht, kann er dann dafür die 6 Euro Werbekosten ansetzen?

Es wäre hier zu klären, ob die Bibliothek zur ersten Tätigkeitsstätte gehört. Wenn die Bibliothek in Stadt C ist, dürfte es wohl unstrittig sein.

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