Steuerfreie Erstattungen als Dienstreisender höher als ausgewiesen. Wie in Elster eingeben?

Hallo,

mein "Ausdruck zur elektronischen Lohnsteuerbescheiningung" weist in Zeile 20 "Steuerfreie Verpflegungszuschüsse bei Auswärtstätigkeit" aus.

Mein Arbeitgeber erstattet die üblichen Verpflegungsmehraufwendungen i.H.v. 12/24€ gemäß gesetzlicher Regelung. Zusätzlich werden diese auch dann gezahlt, wenn der Aufenthalt bzw. die regelmäßige Anwesenheit eine Dauer von 3 Monaten überschreitet. Solche Zahlungen dürfen nicht mehr steuerfrei gewährt werden (>3 Monate) und werden durch eine Netto-Hochrechnung auf meiner Gehaltsabrechnung regelmäßig versteuert (d.h. der Arbeitgeber zahlt die Steuern bzw. erhöht mein Gehalt entsprechend).

In Anlage N, Zeile 57 kann ich nun den Betrag "Steuerfrei vom Arbeitgeber erstattet" als Auswärtstätigkeit angeben.

Jedoch werden in meinem "Ausdruck zur elektronischen Lohnsteuerbescheiningung" lediglich die Verpflegungsmehraufwendungen die auch steuerfrei gezahlt wurden, ausgewiesen (d.h. alles unter 3 Monaten). Klingt erstmal normal. Bewirkt aber ein Problem.

Ich habe nun eine steuerfreie Zahlung in Zeile 57 Anlage N stehen und denke, dass ich darüber (Zeilen 52-57) entsprechende Aufenthalte nachweisen, weil ich sonst den steuerfreien Betrag nachversteuern muss(?). Trage ich meine Reisezeiten dort ein, ergibt sich aber ein viel höherer Betrag als in Zeile 20 des "Ausdruck zur elektronischen Lohnsteuerbescheiningung". Damit würde ich mir die Beträge aber doppelt erstatten lassen, was nicht richtig sein kann.

Beispiel: "Ausdruck zur elektronischen Lohnsteuerbescheiningung", Zeile 20: 1000€ |||Eintrag von Aufenthalten (8h/An-Abreise/24h): 3000€--> Ergibt eine Erstattung im Rahmen der Einkommenssteuer. Die Differenz habe ich aber ja schon erhalten im Rahmen der Gehaltsabrechnungen versteuert?

Was ist zu tun? Was trage ich wo ein unter der Prämisse, dass die ersten 3 Monate steuerfrei gezahlt wurde und alles darüber hinausgehende in der Gehaltsabrechnung versteuert wurde?

Danke vorab!

ELSTER Steuererklärung Steuern Verpflegungsmehraufwand
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Darf mein Arbeitgeber mir die Bestätigung für das Finanzamt verweigern, dass er keine Verpflegungspauschale bezahlt hat?

Die Situation im Detail: Seit Mitte 2015 bin ich bei einem Ingenieurdienstleister im Rahmen eines Werkvertrags tätig. Der Einsatz war das komplette Jahr 2015 beim Kunden vor Ort. Eine Verpflegungspauschale wurde nicht gezahlt, jedoch habe ich von meinem Arbeitgeber eine Bestätigung darüber erhalten, wodurch ich den Verpflegungsmehraufwand steuerlich geltend machen konnte. Im Laufe des Jahres 2016 wurde von meinem Arbeitgeber die Information verteilt, dass dieser Nachweis nur noch erstellt wird, wenn es zur Zeit des Einsatzes beim Kunden nicht alternativ auch einen Arbeitsplatz vor Ort bei meinem Arbeitgeber gegeben hätte. Für unseren Werkvertrag wurde erstmals im April 2016 ein eigenes Büro eingerichtet. In der Zeit Januar bis März war ich also Vollzeit beim Kunden eingesetzt, ohne auf einen Firmenarbeitsplatz zurückgreifen zu können. Seit Oktober 2016 bin ich nun in Arbeitnehmerüberlassung an den Kunden verliehen. Somit ist in dieser Zeit für mich erneut kein Arbeitsplatz bei meinem Arbeitgeber vorgesehen. Entsprechend der Richtlinie meines Arbeitgebers wollte ich nun für das Jahr 2016 für die Zeiten Januar-März sowie Oktober-Dezember erneut die Bestätigung, dass keine Pauschale gezahlt wurde, um dies steuerlich geltend machen zu können. Aktueller Stand ist nun aber, dass mein Arbeitgeber diese Bestätigung nun doch generell nicht mehr ausstellen möchte. Mir entgeht dadurch eine Steuerrückzahlung im vierstelligem Bereich, welche mir meiner Meinung nach zusteht. Daher die Frage: Darf mein Arbeitgeber mir diese Bestätigung überhaupt verweigern? Kann ich diese Zeiten alternativ auch ohne Nachweis steuerlich geltend machen?

Arbeit arbeitgeber Verpflegungsmehraufwand Werkvertrag
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Bekommt man die Verpflegungspauschale als Vor-Ort-Techniker wenn man von einem IT Dienstleister beim Kunden abgestellt ist?

Ich bin als IT Sevicetechniker(Vollzeit,jeden Tag min. 8,5 Arbeitszeit)von meiner Firma(It Dienstleister) beim Kunden in Essen abgestellt.Mein Wohnort ist Moers(dort setze ich täglich Fahrkostenpauschale unter Werbungskosten ab),der Kunde sitzt in Essen. Mein Arbeitgeber,der IT Dienstleister,sitzt in Nürnberg.Da ich jeden Tag innerhalb von Essen Mülheim und Gelsenkirchen vor Ort Einsätze mit dem von meinem Arbeitgeber bereitgestelltem Firmwagen habe sollte mir doch der Verpflegungsmehraufwand zustehen oder?Jahrelang habe ich den für 230 Tage bekommen.Jetzt wurde er ersatzlos gestrichen obwohl mein Arbeitgeber mir bescheinigte das ich als Aussendiensttechniker dieses Jahr 211 Tage min. 40 Stunden pro Woche tätig war.Das wurde in den vergangenen Jahren immer erstattet..Meine Anfahrt und Rückfahrt von min ca.45min zum Kunden ist nicht eingerechnet. Oder stehen evtl. nur 3 Monate zu? Mein Kunde ist im letzten Jahr komplett umgezogen,das heisst die Anschrift hat sich auch geändert.Ich kann ja nur noch eine erste Tätigkeitsstätte angeben obwohl ich mehrere habe.(4.Standorte in der Stadt) Ich wollte Widerspruch einlegen.Denkt ihr das ist Ok? Sorry für die Komplexität meines Falles,aber es ist denke ich mal sehr häufig für eine abgestellte Arbeitskraft Vor Ort beim Kunden... auch über ggf. berechtigte Einwände die ich beim Einspruch darstellen könnte wäre ich sehr dankbar.... V ielen Dank im voraus...Gruss Gerald

Lohnsteuer werbungskosten Verpflegungsmehraufwand
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Elster-ESt / Reisekosten, Verpflegungsaufwand, Tätigkeitsstätte

Guten Tag,

ich habe folgende Probleme bei meiner Einkommensteuererklärung 2014 mit Elster:

Zu meiner Situation:

Ich mache zur Zeit meine Ausbildung/Fortbildung zum Handelsfachwirt im Lebensmitteleinzelhandel.

Die 4 jährige Ausbildung ( Einzelhandelskaufmann 1+2 Lj. / Handelsfachwirt 3+4 Lj. ) sieht vor, dass man jedes Jahr ein anderes Warenhaus kennen lernt, zwecks unterschiedlicher Größen, Warenvolum, Führungskräfte,...

Jetzt zu meinem Problem:

In meinem Ausbildungsvertrag ist keine 1. Tätigkeitsstätte definiert. Als Arbeitgeber steht dort die Zentrale meines Betriebes (Kiel). Ich selbst habe 2014 in einem Stadtteil von Kiel gearbeitet. Die Adresse ist also eine andere!

In der Zeit vom 01.06 - 31.10 war ich dann als "Saisonkraft" in dem Warenhaus auf Sylt, weil dort Hilfe benötigt wurde hinsichtlich des Saisongeschäftes. In diesem Zeitraum war ich auf dem Festland untergekommen und bin täglich mit dem Zug gependelt. Die Fahrten wurden mir am Ende des Monats zurück erstattet. (Bahnticket). Das Zimmer, welche ich bezogen hatte, wurde auch bezahlt! Zusätzlich wurde mir eine Fahrt im Monat nach Hause bezahlt (Fahrtkostenabrechnung). Ich bin in der Regel aber dreimal nach Hause gefahren (Familie/Lebensgefährtin/Sport). Pro Hin- und Rückfahrt insgesamt 300km, also ca. 90€ die Tour. Sind pro Monat 270€ Fahrtkosten (0,30€/km), wovon ich 90€ vom Arbeitgeber zurück erstattet bekommen habe.

--> Bloß kann ich den "Überhang" von 180€ überhaupt geltend machen? Evtl. mit einem Fahrtennachweis in Excel?! ((Anlage N, Seite Auswärtstätigkeit, Zeile 49-51?) Die Motive sind ja eher privater Natur. Bezogen auf den Zeitraum von 5 Monaten kommt da aber schon ordentlich Geld zusammen.

Des Weiteren, wie sieht es mit dem Verpflegungsaufwand aus? Hinsichtlich dessen habe ich keinerlei Unterstützung vom Arbeitgeber bekommen. --> Kann ich das nicht als Pauschbetrag für 3 Monate wirksam machen? (Anlage N, Seite Auswärtstätigkeit, Zeile 54?)

Meine Tätigkeitsstätten waren also:

  1. 01.01 - 31.05 Kiel-Wik
  2. 01.06 - 31.10 Westerland, Sylt
  3. 01.11 - 31.12 Kiel-Wik

Im zweiten Zeitraum wurde ich aber kostentechnisch weiterhin in Kiel-Wik belastet! Ich war in Westerland, Sylt nur zur Aushilfe.

--> Wie trage ich diesen Zustand nun bei Anlage N, Seite 2, Entfernungspauschale ein?

Ich hoffe wirklich, dass ich einigermaßen verständlich erklären konnte und man da durchschaut?! Ich bin über jede Hilfe dankbar!

Freue mich auf Antworten von Euch!

Mit freundlichem Gruß

ely

Einkommensteuererklärung ELSTER ESt Hilfe Reisekosten Fahrtkosten Pauschbetrag Verpflegungsmehraufwand Tätigkeitsstätte
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100% Fernstudent 50% Arbeitnehmer in 2er WG

Hallo, ich bin gerade daran meine erste Steuererklärung mit dem WISO Steuer-Sparbuch 2015 zu erstellen. Doch, da es bei mir zum 1.10.14 zu Änderungen im Beruf wie auch der Wohnsituation gab, bin ich mir bei einigen Bereichen nicht ganz sicher. Man beachte, dass ich bereits über eine Berufsausbildung verfüge, das Studium aber als Erststudium zählt.

Arbeit/Studium: 01.01.14-30.09.14 Vollzeit (38,5h) Rettungsdienst und 01.10.14-31.12.14 Vollzeitstudium Fernuni Hagen (40h) und Teilzeit (19,25h) als Werkstudent (nicht pflege- und arbeitslosenversicherungspflichtig) im Rettungsdienst.

Wohnsituation: 01.01.14-30.09.14 2er WG mit einem Freund und 01.10.14-31.12.14 2er WG mit meiner Freundin.

Nun möchte ich die Miet-/Neben- und Stromkosten für mein Arbeitszimmer und die Kosten für Schreibtisch, Stuhl etc. angeben und weiss nicht, ob ich diese als "Arbeitszimmer (gemischt genutzt)" hier aber zu 100% "für Ausbildungszwecke" angeben soll, oder ob ich es unter den normalen Werbungskosten als "Arbeitszimmer (voll genutzt)" angeben soll. Macht das überhaupt einen Unterschied? Grundsätzlich ist hier die Frage, ob mein Studium als Beruf oder als Ausbildung deklariert wird. Die Kosten für Schreibtisch etc. muss ich anscheinend alle unter "Arbeitsmittel" angeben.

Abgesehen davon ist die Frage zu klären, ob das Arbeitszimmer der Mittelpunkt der gesamten beruflichen oder betrieblichen Tätigkeit bildet (ich arbeite ja noch 19,25 h im Rettungsdienst) oder ob kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht (Fernstudium).

Unter "Zusätzliche Angaben zum Haushalt bei Alleinstehenden", wo es um die Nebenkosten-/Hausgeldabrechnung geht, habe ich nun meinen Freund und meine Freundin eingetragen, obwohl ich ja mit keinem der beiden gleichzeitig zusammenwohnte. Nun hoffe ich, dass der Höchstbetrag in einem Verhältnis 50:50 aufgeteilt wird, obwohl ja insgesamt drei Personen genannt sind.

Da ich ja quasi neben meinem Studium im Rettungsdienst arbeite, möchte ich hier evtl. Reisekosten im Sinne von Fahrtkosten und Verpflegungsmehraufwand anbringen und wollte wissen, ob das irgendwie zu Missverständnissen führen kann, da ich ja wahrscheinlich hauptberuflich Student bin.

Eine letzte Frage: Besitzt ein Rettungssanitäter eine "erste Tätigkeitsstätte" oder geht er generell einer Auswärtstätigkeit nach?

Vielen Dank, Manuel

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Verpflegungsmehraufwand im Rettungsdienst

Ich bin Rettungsassistent und nahezu immer an ein und der selben Rettungswache tätig. Da die Tätigkeit in Kranken-/Rettungswagen aber mein Tätigkeitsbild dominiert gehe ich davon aus, dass ich eine Auswärtstätigkeit ausübe, da ich mich während der Einsätze nicht an meiner regelmäßigen Arbeitsstätte befinde. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob ein Rettungsassistent überhaupt über eine regelmäßige Arbeitsstätte verfügt oder vielmehr eine generelle Auswärtstätigkeit ausübt.

"Regelmäßige Arbeitsstätte i.S. des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG ist (nur) der (ortsgebundene) Mittelpunkt der dauerhaft angelegten beruflichen Tätigkeit des Arbeitnehmers und damit der Ort, an dem der Arbeitnehmer seine aufgrund des Dienstverhältnisses geschuldete Leistung zu erbringen hat. Dies ist im Regelfall der Betrieb oder eine Betriebsstätte des Arbeitgebers, der der Arbeitnehmer zugeordnet ist und die er nicht nur gelegentlich, sondern mit einer gewissen Nachhaltigkeit, also fortdauernd und immer wieder aufsucht. Allerdings ist erforderlich, dass der Arbeitnehmer dort seiner eigentlichen beruflichen Tätigkeit nachgeht."

Dies ist nicht der Fall, da ich meine Patienten nicht auf der Rettungswache, sondern an verschiedenen Einsatzorten behandle und sie in das nächste geeignete Krankenhaus transportiere, was meiner eigentlichen beruflichen Tätigkeit entspricht.

Bei meinen bisherigen Recherchen fand ich meistens immer den Aufhänger an der Mehrzahl der Rettungswachen. Mir geht es aber um die Frage, ob ich eine Auswärtstätigkeit auch bei nur einer Rettungswache und somit den Verpflegungsmehraufwand, der mir durch die Abwesenheit zu meiner Arbeitsstätte entsteht, geltend machen kann. Abwesenheit von der Wohnung >8h natürlich.

Vielen Dank im Voraus.

Reisekosten Steuererklärung Steuern Rettung Verpflegungsmehraufwand
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Fernstudium Konferenzreise, Absetzbarkeit und was ist zu beachten?

Hallo,

Ich studiere seit ein paar Semstern parallel zum Beruf. Dass man da vieles von der Steuer absetzen kann, ist mir daher schon bekannt. Bisher hat auch alles wunderbar geklappt. Sutdiengebühren, Fahrtkosten und Unterkunft wurden immer akzeptiert und meine Verantwortliche beim Finanzamt hat mich im letzten Schreiben für meine detaillierten Auflistungen gelobt :).

Nun ist aber im nächsten Semester (Sommer 2015) eine Besonderheit in meinem Studium. Und zwar bietet die FH eine Konferenzteilnahme in Dubai an. Die Teilnahme ist für mein Masterstudium verpflichtend und eigentlich will ich da auch unbedingt hin. Die Kosten sind allerdings nicht unerheblich und ich rechne derzeit mit ca. 1000€ für Teilnahme und Übernachtung. Hinzu kommt der Flug und die Verpflegung Vorort.

Mit dem Reisen selbst kenne ich mich als berufl. Vielreisnder aus und auch Dubai habe ich schon mehrmals besucht. Nur jetzt gehe ich privat als Student und da stellen sich mir ein paar Fragen:

  1. Wie sieht es generell mit der Absetzbarkeit aus? Darf ich Hotel, Teilnahmegebühren und Reisekosten absetzen? Was ist mit Verpflegung, gilt hier auch die Verpflegungspauschale, die ich geschäftlich nutze?

  2. Ich gehe mal davon aus, dass Flugkosten analog zu Fahrtkosten absetzbar sind. Gibt es hier eine Beschränkung? Darf ich nur den günstigsten Flug buchen? Oder darf ich sogar einen privat gebuchten Business Flug absetzen?

  3. Auf Frage 2 aufbauend, wie sieht es mit Meileneinsatz aus? Ich habe >100.000 Flugmeilen bei LH (privat fliege ich oft Business). Allerdings würde ich lieber Economy buchen und auf Business upgraden. Dürfte ich in dem Fall den Flugpreis für Economy absetzen? (Und nein die Meilen sind privat, meine berufl. Meilen habe ich getrennt bei Skymiles, da LH oft zu teuer).

  4. So jetzt wird es schon komplizierter, was wenn ich privat noch ein paar Tage anhängen möchte? Hotel ist dabei klar, aber wie sieht es dann mit dem Flug aus? Der sollte dann anteilig absetzbar sein, oder? Und wie ist dann das Verhältnis? 50/50 oder entsprechend dem Verhältnis Konferenztage vs. private Tage?

  5. Letzte und so richtig komplizierte Frage. Nehmen wir mal an, dass ich zufällig berufl. in die Emirate oder in den arab. Raum muss und das im gleichen Zeitraum (z.B. vor oder nach der Konferenz). In dem Fall würde die Firma ja den Flug für meinen Einsatz übernehmen. Ich müsste dann ggf. den Transfer nach Dubai noch organisieren. Um es nicht zu krass zu machen, wären dann keine privaten Tage geplant. Würde in diesem Fall trotzdem ein geldwerter Vorteil entstehen? Würdet ihr mir empfehlen aufgrund der Komplexität einen solchen Fall lieber zu vermeiden?

So, sehr viele Fragen und ich hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt. Steuerberater habe ich keinen zum Ansprechen, da ich meine Steuererklärung immer mit WISO mache. Der Steuerbescheid des Programms ist seit 11 Jahren auf den Cent genau, daher hatte ich bisher keine Notwendigkeit für einen Steuerberater.

Studium fernstudium kosten Absetzbarkeit Geldwerter Vorteil Verpflegungsmehraufwand Konferenz
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Erste Tätigkeitsstätte / Reisekosten / Verpflegungsmehraufwand

Hallo,

mich würde interessieren, wie die folgende Situation aus steuerlicher Sicht zu bewerten ist:

Jemand ist in einem Unternehmen Vollzeit tätig. Die Tätigkeit erfordert die Anwesenheit beim Kunden (z. B. Vertrieb, Unternehmensberatung, etc.). Das Unternehmen verfügt über mehrere Büros, die für die administrativen Aufgaben genutzt werden aber auch Anlaufstelle für Angestellte sind, die zeitweise nicht beim Kunden sind (z. B. Einarbeitung, Vor- /Nachbereitung von Projekten, Teammeetings, etc.).

Laut Arbeitsvertrag wird als "Einsatzort" eine Stadt festgelegt, in der sich auch eines der Büros des Unternehmens befindet. Gleichzeitig befinden sich jedoch auch zahlreiche Kunden in dieser Stadt.

Nun die Fragen zum Sachverhalt:

  1. Was ist die erste Tätigkeitsstätte des Arbeitnehmers? Ist das nun das Büro des Unternehmens oder das gesamte Stadtgebiet? Bzw. gibt es überhaupt eine erste Tätigkeitsstätte?
  2. Aufbauend auf 1.: Wie verhält es sich steuerrechtlich in Bezug auf den Verpflegungsmehraufwand? Kann dieser bei Tätigkeit beim Kunden außerhalb der Stadt geltend gemacht werden? Kann er auch bei Kunden innerhalb des Stadtgebiets geltend gemacht werden?
  3. Wie sieht das mit Reisekosten aus? Da der Angestellte seine Reisekosten ohnehin nicht pauschal geltend machen möchte, sondern die einzelnen Belege mit der Steuererklärung einreichen wird, hat das Vorhandensein einer ersten Tätigkeitsstätte nach meinem Verständnis keine Relevanz, richtig?

Schon mal vielen Dank im Voraus! :)

Reisekosten Steuererklärung Verpflegungsmehraufwand
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Kann ich die Tätigkeit beim Kunden meines Arbeitgebers, dem Finanzamt als Dienstreise "verkaufen"?

Ich arbeite in der häuslichen Pflege bei einem Behinderten in seiner Wohnung. Meine Dienste dauern immer 24 Stunden. Ich habe ca. 2 Dienste pro Woche. Gerne würde ich Verpflegungsmehraufwand geltend machen. Ob dies anerkannt wird, steht scheinbar in direktem Zusammenhang mit der Frage nach der regelmäßigen Arbeitsstätte. Sollte der Ort meiner Tätigkeit (also beim Kunden) nicht als regelmaßige Arbeitstätte definiert sein, was ich mir nicht 100 prozentig beantworten kann, müsste ich doch jeden meiner Dienste als Dienstreise darstellen können und könnte dann den Verpflegungsmehraufwand geltend machen. Habe ich da Chancen? Das folgende Zitat macht mir Hoffnung:

Reisekosten – Langfristiger Kundeneinsatz führt nicht zu regelmäßiger Arbeitsstätte

Mit Urteil vom 9.7.2009 hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass es sich nicht um eine regelmäßige Arbeitsstätte im Sinne des Einkommensteuergesetzes handelt, wenn der Arbeitnehmer beim Kunden seines Arbeitgebers tätig wird. Dies gilt selbst dann, wenn der Arbeitnehmer dort längerfristig eingesetzt wird.

Die Folge ist, dass der Arbeitnehmer die Kosten für die tatsächlich gefahrenen Kilometer zum Kunden steuerfrei erstattet bekommen bzw. als Werbungskosten geltend machen kann und nicht auf die Entfernungspauschale von EUR 0,30 pro Entfernungskilometer beschränkt ist. Der Bundesfinanzhof bestätigt mit diesem Urteil seine jüngere Rechtsprechung, wonach nur eine betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers eine regelmäßige Arbeitsstätte sein kann – nicht aber die betriebliche Einrichtung eines Kunden.

Die Finanzverwaltung hat sich dieser Auffassung inzwischen angeschlossen.

Außerdem steht bei Wikipedia folgendes unter Reisekosten:

„Reise“ ist als gleichzeitige Abwesenheit von der Wohnung und der regelmäßigen Arbeitsstätte definiert. Beruflich oder betrieblich veranlasst ist eine Reise, wenn die private Lebensführung den Zweck der Reise nicht oder nur unwesentlich berührt; Abgrenzungsfragen hierzu behandelt der Artikel Dienstreise.

Reisekosten umfassen Fahrtkosten, Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwand und Reisenebenkosten. Steuerlich voll anerkannt wurden sie bis Ende 2007 aber nur bis zu einer gewissen Dauer der Reise (deutsches Steuerrecht i. d. R. 3 Monate, österr. teilweise kürzer). Dauerte die Reise länger, nahm das Finanzamt im Regelfall an, dass der Mittelpunkt der Lebensführung an den Ort der Auswärtstätigkeit verlagert wurde. Der Ort der auswärtigen Tätigkeit wurde dann als neue regelmäßige Arbeitsstätte angesehen. Diese Auffassung wurde durch ein Urteil des Bundesfinanzhofs vom 9. Juli 2009 aufgehoben.[1] Damit sind Fahrten zum Kunden immer als Dienstreise anzusehen, egal auf welche Dauer sie angelegt sind.

Vielen Dank im Voraus!!!

Einkommensteuererklärung Finanzamt Reisekosten Steuerrecht Dienstreise Verpflegungsmehraufwand Regelmäßige Arbeitsstätte
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