Du könntest auch mir was überweisen, aber Steuern sparen kann man damit nicht. Vom Überweisen hat man noch kein Einkommen.

Bei dir lautet die Lösung § 33a (1) EStG. Das ist hier schon so oft Thema gewesen, da findest du garantiert was.

Ein ausführliches BMF-Scheiben gibt es dazu auch: https://www.lsvd.de/fileadmin/pics/Dokumente/Rechtsprechung2/BMF_Unterhalt.pdf

Ich hab den Link zum Gesetzestext wieder rausgenommen, da das BMF den Text sowieso schön abgeschrieben hat.

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Hier mal die Leitsätze aus dem Urteil des BFH vom 26. Juli 1991 - VI R 114/88:

  1. Beträgt die Jahresfahrleistung eines PKW mindestens 40 000 km, so besteht Anlaß zur Prüfung der Frage, ob der Ansatz des Pauschbetrages von 0,42 DM je km lt. Abschn. 25 Abs. 8 LStR 1984 für auf Dienstreisen entstandene Kfz-Kosten von den tatsächlich entstandenen Aufwendungen so wesentlich abweicht, daß die Anwendung des Pauschbetrages zu einer offensichtlich unzutreffenden Besteuerung führt:

  2. Dies ist z. B. der Fall, wenn bei einem bereits abgeschriebenen Kfz die Kosten nur rd. 0,216 DM je gefahrenen km betragen (Ergänzung des BFH-Urteils vom 25. Oktober 1985 VI R 15/81, BFHE 145, 181, BStBl II 1986, 200).

Hab ich auch noch nicht gewusst.

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Offenbar hat das Finanzamt das Kennzeichen U nicht gesetzt.

Wie kann das passieren? Als du deinen Betrieb steuerlich angemeldet hast, hast du wahrscheinlich die Kleinunternehmerschaft angegeben. Folge der Kleinunternehmerschaft ist unter anderem, dass keine Umsatzsteuervoranmeldungen abgegeben werden müssen.

Möglicherweise hat der Sachbearbeiter geschlafen (oder sich sogar was dabei gedacht) und das Kennzeichen U nicht gesetzt, damit keine Erinnerungen an die Abgabe der UStVA versandt werden.

Dass dann offenbar die Umsatzsteuererklärungen tatenlos zur Kenntnis genommen wurden, überrascht dann schon eher.

Also:

Finanzamt anschreiben, sie mögen doch bitte deiner Unternehmereigenschaft bestätigen und durch geeignete Maßnahmen dafür Sorge tragen, dass eine Abfrage durch das Bundeszentralamt positiv beantwortet wird. Alternativ sollen sie begründen, warum du keine Unternehmereigenschaft haben sollst.

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Natürlich sind das BA. § 12 Nr. 3 greift nicht

"die Steuern vom Einkommen und sonstige Personensteuern"

Das mögen sie aus Sicht des AN sein, aber aus Sicht des AG sind die Lohnsteuern Personalkosten.

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Die Antwort darauf hat § 8 EStDV für dich zur Hand:

Eigenbetrieblich genutzte Grundstücksteile brauchen nicht als Betriebsvermögen behandelt zu werden, wenn ihr Wert nicht mehr als ein Fünftel des gemeinen Werts des gesamten Grundstücks und nicht mehr als 20.500 Euro beträgt.

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Muss ich eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung für 2014 machen oder nicht?

Ja.

Wenn ja, was genau soll ich da reinschreiben wenn ich keine Einnahmen hatte?

Die Ausgaben.

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wird das Einkommen

Weder noch.

Bei der EÜR gilt das Zuflussprinzip. Das heißt, erst wenn du das Geld bekommen hast, ist es gewinnwirksam.

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3- nein, siehe R 33.1 EStR:

§ 33 EStG setzt eine Belastung des Stpfl. auf Grund außergewöhnlicher und dem Grunde und der Höhe nach zwangsläufiger Aufwendungen voraus. Der Stpfl. ist belastet, wenn ein Ereignis in seiner persönlichen Lebenssphäre ihn zu Ausgaben zwingt, die er selbst endgültig zu tragen hat.

Neben das Abflussprinzip tritt hier also auch noch das Veranlassungsprinzip. Bei einer Erstattung (auch wenn sie in der Zukunft liegt), fehlt es bereits an Aufwendungen.

Eigentlich auch logisch, denn ein strenges ABflusprinzip würde dazu führen, dass die Erstattung des nächsten Jahres ein rückwirkendes Ereignis wäre, das zu einer Änderung des Vorjahresbescheides führen würde.

Der Richtliniengeber hat hier also eine Abkürzung genommen.

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Aber du kannst 'ne Gedichtsanalyse schreiben? In 4 Sprachen?

Hier werden ja verschiedene Rechtsgebiete abgefragt und ich nehme mir meines raus. Das sind die Steuern.

Du kannst dir sicher sein, dass Gegenstand der Besteuerung nicht deine Arbeitszeit ist, sondern der jeweilige Steuertatbestand. Bei der Einkommensteuer ist ....tadaaaaa.... das Einkommen. Wie lange du für das Einkommen ackerst, interessiert dabei nicht.

Wie soll denn der Job im CC aussehen? Bist du dort angestellt oder wollen sie, dass du als freier Mitarbeiter tätig bist? Hier lauern Fallen, die aber im Einzelnen davon abhängen, was tatsächlich gemacht wird.

Was du also brauchst, ist ein Überblick über die Fragen, die du stellen musst.

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Da hier sowohl das ALG1 als auch die ausländischen Einkünfte[1] dem Progressionsvoirbehalt unterliegen und diese sicherlich mehr als 410,00 Euro betragen, ist die Abgabe einer Einkommensteuererklärung Pflicht.

Um hier mal ein bisschen den Effekt zu verdeutlichen, packen wir mal ein paar Zahlen dazu:

  1. ausländische Einkünfte seien 19.000 Euro
  2. deutscher Arbeitslohn soll sein 1.000 Euro
  3. ALG1 soll sein 0 Euro, den vernachlässigen wir einfach mal
  4. Sonderausgaben, agB usw. lassen wir hier auch außen vor, wir wollen ja nur die Wirkung des Progressionsvorbehaltes untersuchen.

Wie wir wissen, beträgt der Grundfreibetrag 8.354 Euro. Aus dem Arbeitslohn heraus kann also keine Einkommensteuer entstehen.

Jetzt kommt aber der PV: Auf ein gedachtes Einkommen von (19+1=)20.000 Euro wird eine Einkommensteuer von 2.634 Euro erhoben das sind 13,17%.

Dieser Satz wird nun auf das Einkommen, welches tatsächlich der Einkommensteuer unterliegt, hier also den Arbeitslohn, angewendet. bei einem Einkommen von 1.000 Euro wird also eine Einkommensteuer von 131,70 Euro erhoben.

Deshalb ist die Abgabe der Steuererklärung verpflichtend.


[1] Zuzugsbesteuerung, § 2 (7) Satz 3, § 50 (2) Satz 2 Nr, 3, § 32b (1), Satz 1 Nummer 2 EStG

Auf deutsch: - ist man in einem Jahr nur zeitweise unbeschränkt einkommensteuerpflichtig, so wird die Zeit der beschränkten Steuerpflicht in die Erklärung zur bunbeschränkten Steuerpflicht einbezogen. Die abgeltende Wirkung von Abzugssteuern greift nicht und die ausländischen Einkünfte unterleigen hier dem Progressionsvorbehalt.

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Bei der linearen AfA galt bis 1965 ein Abschreibungssatz von 1%, danach von 2% (bzw. 2,5%).

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Wie versteuere ich den "Unterhalt" für meine Freundin in einer Bedarfsgemeinschaft?

Hallo liebe Community,

ich habe ein Problem mit der Einkommensteuererklärung und werde bei google leider nur zum Teil fündig, bzw. bekomme zu viele unterschiedliche Meinungen.

Es geht um folgendes:

Ich wohne mit meiner Freundin in einer gemeinsamen Wohnung (beide stehen im Mietvertrag und wir wohnen schon über ein Jahr zusammen) und Sie hat keinerlei Einkommen, sodass ich für Ihren kompletten Lebensunterhalt aufkomme (Miete, NK, Krankenkasse, Nahrung usw.). Da wir ja somit in einer Bedarfsgemeinschaft leben und mein Verdienst zu hoch war (zumindest bis incl Juni 2014 - danach haben wir von meinem ALG1 und meinem Dispo "gelebt" ), hatte Sie keinen Anspruch auf ALG 2 oder sonstige Sozialleistungen (Antrag wurde auch nicht gestellt)! Wir haben zwar jeder ein eigenes Konto, Zahlungen wurden bis heute jedoch alle von meinem Konto geleistet. (Meine Freundin hat eine Kontovollmacht für mein Konto)

Nun habe ich mehrfach gelesen, dass ich pauschal den Höchstbetrag von 8354€ + den ebenfalls von mir geleisteten KK-Beiträgen über der Anlage Unterhalt steuerlich als außergewöhnliche Belastung geltend machen kann.

Wenn ich es denn richtig verstanden habe:

...Steuerfreiheit gilt nur für laufende Zahlungen Sind die Voraussetzungen erfüllt, kann der Steuerzahler diese Zahlungen für 2014 auf Antrag bis zu 8354 Euro (2013: 8130 Euro) vom Gesamtbetrag seiner Einkünfte abziehen. Der Höchstbetrag kann sich noch um gezahlte Kranken- oder Pflegeversicherungsbeiträge erhöhen. Hat der Unterhaltsempfänger noch eigene Einkünfte oder Bezüge, so wird der Höchstbetrag gekürzt um die Einkünfte oder Bezüge, die 624 Euro im Jahr übersteigen. Der Empfänger muss den Unterhalt grundsätzlich nicht versteuern. Das gilt auch für den Empfänger, der Zahlungen von Freunden erhält. Besonderheiten gelten für den Unterhalt an geschiedene oder dauernd getrennt lebende Ehegatten und eingetragene Lebenspartner...

Quelle: FAZ ( http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/steuertipps/steuertipp-unterhalt-richtig-absetzen-12804304.html )


Dazu hätte ich aber noch 2. Fragen:

1. Muss ich diesen Gesamtbetrag zusätzlich im Mantelbogen eintragen? Wenn ja wo und als was deklariert?

2. Muss meine Freundin in Ihrer Steuererklärung diesen Betrag irgendwo als Einkommen angeben? Wenn ja wo? (Geldleistungen hat Sie ja von mir nicht direkt erhalten)


Ich hoffe hier sind ein paar Experten, die mir damit weiterhelfen können!!!

Beste Grüße Klaus

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Ein halber Roman für die Frage nach dem § 33a (1) EStG..... Ist es schlimm, wenn ich das meiste nur so überflogen habe? Insbesondere komische Artikel aus der Lü^^^^^^

Hier

https://www.lsvd.de/fileadmin/pics/Dokumente/Rechtsprechung2/BMF_Unterhalt.pdf

geht es zum BMF-Schreiben zu § 33a (1). Für dich wichtig ist zunächst Tz. 2 und 3 für die Frage, ob deine Freundin zum begünstigten Personenkreis gehört.

Um es vorweg zu nehmen: Sie gehört dazu, weil sie aufgrund deiner Anwesenheit keinen Anspruch auf Hartz4 hat und du zwar nicht nach dem BGB, aber nach den Sozialgesetzen unterhaltsverpflichtet bist.

Du kannst die Aufwenungen also abziehen, und zwar den kompletten Betrag von 8.354 Euro. Und das sogar ohne Nachweis. Siehe Tz. 8 des Schreibens.

  1. Muss ich diesen Gesamtbetrag zusätzlich im Mantelbogen eintragen? Wenn ja wo und als was deklariert?

Nein. Im Mantelbogen hat das nichts zu suchen. Richtig ist die "Anlage Unterhalt" - wer hätte das gedacht!

  1. Muss meine Freundin in Ihrer Steuererklärung diesen Betrag irgendwo als Einkommen angeben?

Unterhalt ist kein Einkommen.

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Vom 26.05. bis zum 01.07. habe ich in einem Hotel in Deutschland gewohnt, die müssten mich ja gemeldet haben. Ab 01.07. war ich mit Wohnsitz in Deutschland ordendlich gemeldet.

Gut, wir unterstellen also für die Zeit vom 26. Mai bis zum 1. Juli (oder 30. Juni?) einen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland und ab 1. Juli (oder 2. Juli) einen Wohnsitz in Deutschland.

Mit "ordentlich gemeldet" hat das nichts zu tun, wir sind hier im Steuerrecht und nicht im Melderecht.

Damit bist du in der Zeit ab dem 26. Mai in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig und davor beschränkt steuerpflichtig.

Es gilt hier § 2 (7) Satz 3 EStG, wonach die Einkünfte aus der Zeit der beschränkten Steuerpflicht in die Festsetzung für unbeschränkt Steuerpfichtige einzubeziehen ist. Weiter hinten im Gesetz (§§ 50, 32b) wird dann ausgeführt, wie das vor sich geht:

Die Einkünfte aus der Zeit der beschränkten Steuerpflicht werden zunächst nach deutschen Recht ermittelt. Also wenn China eine Entfernungspauschale von 10 Cent hat und Deutschland eine von 30 Cent, dann werden die 30 Cent genommen.

Die so ermittelten Einkünfte werden dem Progressionsvorbehalt unterworfen.

Eingetragen wird das Ganze in den Mantelbogen in etwa ab Zeile 98. Anlage AUS oder N-AUS wäre also falsch.

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  1. In die EÜR kommen alle Einnahmen, alle Betriebskosten und die Gewinnverteilung auf die einzelnen Gesellschafter.

Nein. Die Aufteilung der Besteuerungsgrundlagen (Gewinn, Anteil an Kapitalertragsteuern, Spenden usw.) erfolgt in der Feststellungserklärung.

Die Kosten (Berufshaftpflicht, Berufsgenossenschaft, Telefon, km-Geld etc., die jeder einzelne Gesellschafter hat, werden die in Sonderbetriebsausgaben aufgeführt?

Richtig. Das ist eine Nebenrechnung zur F-Erklärung. Bei großen Personengesellschaften kann man aber auch dafür einen extra Mandanten anlegen.

Denke, für jeden Gesellschafter extra.

Natürlich.

Und werden die Sonderbetriebsausgaben dann für jeden Gesellschafter mit dem ausgezahlten Gewinnanteil aufgerechnet und der Restbetrag als Gewinn in seine eigene Einkommensteuererklärung übernommen?

Der ausgezahlte Gewinn interessiert bei der Versteuerung niemanden (mal von § 34a abgesehen). Der Gewinn der Gesellschaft setzt sich zusammen aus

  • Gesamthandsgewinn
  • Gewinn des Sonderbereichs
  • Gewinn des Ergänzungsbereichs
In dieser werden ja dann seine Versicherungsbeiträge etc. aufgelistet.

Den Gedankensprung verstehe ich nicht.

Der für den einzelnen Gesellschafter ermittelte Gewinn wird von Amts wegen in dessen Einkommensteuerfestsetzung eingesteuert.

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Macht es einen Unterschied, ob wir das Haus in England mehr oder weniger als 10 Jahre hatten?

Jein. Wenn einer der Ausschlussgründe

  • mehr als 10 Jahre im Privatvermögen
  • im Jahr des Verkaufs und in den beiden Vorjahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt oder
  • zwischen Kauf und Verkauf durchgängig zu eigenen Wohnzwecken genutzt

greift, ist der Veräußerungsgewinn nicht steuerverstrickt.

Ansonsten gilt das, was auch für den Lohn aus dem Ausland gilt. Im Jahr des Zuzugs greift die Zuzugsbesteuerung. Das bedeutet, dass die im Ausland bezogenen Einkünfte dem Progressionsvorbehalt unterworfen werden. Deshalb ist es eher ungünstig, zur Jahresmitte nach Deutschland zu ziehen.

Einzutragen im Mantelbogen irgendwo ab Zeile 98 oder so. Der Mantelbogen für 2015 ist ja noch nicht bekannt. Nicht in Anlage AUS.

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der Fall ist wahrscheinlich zu speziell, als dass es jemand genauso erlebt hat.

Ja, sehr speziell. KOmmt hier höchstens ein...zweimal pro Woche vor.

Steuerklasse VI eingruppierte. Dies dürfte darauf zurückzuführen sein, dass das Finanzamt wohl noch davon ausgeht, dass ich häupttätiger Freiberufler bin.

Nein. Eine freiberufliche Tätigkeit hat doch nichts mit Lohnsteuer zu tun.

Werde ich die durch die im November und Dezember zu hoch angesetzte Lohnsteuer (entspr. der falschen Steuerklasse) über die Steuererklärung für 2014 zurückerhalten können?

Schwer einzuschätzen. Je nach Höhe der Einküfte aus der freiberuflichen Arbeit und der geleisteten Einkommensteuervorauszahlungen könnte es auch sein, dass der Abzug nach Steuerklasse 6 die festzusetzende Einkommensteuer nicht deckt und es zu einer Nachzahlung kommt. Allerdings ist die Nachzahlung in diesem Fall kleiner als wenn zutreffend nach Steuerklasse 1 abgerechnet worden.

Sofern deine Einkünfte als Freiberufler eher mickrig waren, kommt es bei der EInkommensteuerveranlagung zu einer Erstattung.

Genau kann man das aber nur sagen, wenn man die Zahlen kennt.

Also, alles gut.

Auf jeden Fall bist du zur Abgabe einer Einkommensteuer verpflichtet, da nach Steuerklasse 6 abgerechnet worden ist. Du bist auch verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, wenn deine Einkünfte als Freiberufler höher waren als 410 Euro.

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Ob und wie man einen bestandskräftigen Bescheid ändern kann, habe ich in diesem Tip[1] beschrieben:

https://www.finanzfrage.net/tipp/ob-und-wie-man-erreicht-einen-einkommensteuerbescheid-aendern-zu-lassen

Allerdings liegt dein Fall hier anders, deshalb ist Tz. 5 für dich zu ergänzen:

Tz. 3 können wir wohl vergessen, denn sonst hätte das FA deinen Einspruch in einen Änderungsantrag umgedeutet.

Dreh- und Angelpunkt st bei dir

habe ich vergessen den Haken bei den Darlehenszinsen rauszunehmen

Eine neue Tatsache, wie du beschreibst, ist es tatsächlich, deshalb bitte Tz. 5 sorgfältig lesen. Wenn du dem Finanzamt klarmachen kannst, dass dich kein grpbes Verschulden trifft, kommst du damit durch. Argumentativ ist das schwach, aber es ist eine Chance. Also bitte erläutere hier mal, warum dich kein grobes Verschulden trifft.

Prüfen wir die anderen Korrekturnormen durch:

§ 129 Offenbare Unrichtigkeit.
Auch hiermit könntest du Erfolg haben, wenn du in den Jahren zuvor den Haken rausgenommen hattest und dem Finanzamt deshalb bekannt sein musste, dass die Zinsen zu 100% abzugsfähig sind. Ebenfalls tönerne Füße, ich als Finanzamt hätte das Ablehnungsschreiben schon fertig. Verhältnisse können sich ja ändern. Also auch hier: Gut argumentieren! Vielleicht gibst du auch hierzu eine Erläuterung, was di dazu einfällt.

§ 164 VdN - siehe oben, haben wir ausgeschlossen
§ 165 Vorläufigkeit - dürfte aus demselben Grund ausgeschlossen sein

§ 172 schlichte Änderung - der Zug ist abgefahren.
§ 173 neue Tatsache - siehe oben und Tz.5 in meinem Tip
§§ 174, 175 ,176 - nicht einschlägig
§ 177 - könnte klappen, hilft dir aber nicht

Also, es bleiben 129 und 173 übrig. Du solltest eine Änderung beantragen und beide Normen nennen. Vielleicht ringt sich der Sachbearbeiter bei einer zu einem JA durch.

Ansonsten ---> Tz 6.

Bitte auch den letzten Absatz (§ 110 AO) sorgfältig lesen, vielleicht gibt es hier auch noch ein offenes fensterchen für dich.


[1] Ja, ich schreibe es immer mit einem P, denn ein Tipp ist etwas anderes als ein Tip. Die Jüngren können das nur nicht mehr unterscheiden, weil die unsägliche Rechtschreibverform und deren willige Jünger das versaut haben.

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  1. Nein. Du übst in DE ja kein Gewerbe aus.
  2. Du weist deine Unternehmereigenschaft nach und stellst die Rechnungen ohne Umsatzsteuer. Reverse-Charge.
  3. Wir haben hier keinen Doppelbesteuerungsfall.
  4. Nein. Es werden überall nur Einkünfte besteuert, nicht Kontobewegungen.
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Die Frage in der Überschrift ist aber eine andere. Was studierst du denn da?

brauche ich einen zweite Steuernummer?

Wenn du verheiratet bist, dann hast du zusammen mit deinem Mann eine gemeinsame Steuernummer. Für Zwecke der Umsatzsteuer bekommst du vom Finanzamt eine eigene Steuernummer.

Die anderen Möglichkeiten, aus denen sich die Notwendigkeit einer weiteren Steuernummer ergibt, sind hier nicht gegeben, da du von zu Hause aus arbeitest und damit das Betriebsfinanzamt zugleich das Wohnsitzfinanzamt ist.

dass man sich die Anmeldung als Freiberufler beim Amt ganz sparen kann

Bei welchem Amt?

Beim Finanzamt sollte man die Eröffnung des Betriebes anzeigen, dazu gibt es Formulare im Internet.

Wenn man es nicht macht und erst bei der Steuererklärung die Anlage S (und EÜR) beifügt, ist das auch in Ordnung. Nur für die Umsatzsteuererklärung brauchst du, falls du verheiratet bist, eine eigene Steuernummer. Bist du nicht verheiratet, läuft auch die über die normale Steuernummer.

[Kleinunternehmer]

Ob die Wahrnehmung der besonderen Rechte als KU sinnvoll ist, hängt davon ab, wer dein Kundenkreis ist. Allgemeine Erläuterungen, leicht lesbar und vielbeachtet, habe ich vor einiger Zeit hier gegeben:

https://www.finanzfrage.net/tipp/kleinunternehmer

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Ich kann mich wfwbinders Nchfragen nur anschließen, interpretiere jedoch einiges etwas anders. Was aber auch falsch sein kann.

Deine Eltern haben dir offenbar ein Grundstück geschenkt/verkauft. Wir nehmen an, dass sie auf diesem Grund vorher ebenfalls keine Landwirtschaft betrieben haben, sondern Einkünfte aus Vermietung erzielt haben ("Wiesen und Äcke r(verpachtet").

Wir müssen auch davon ausgehen, dass deine Eltern die Aufgabe der Vermietung und du die Schenkung (bzw. ihr alle den Kauf) steuerlich zutreffend behandelt habt.

Den Teil mit der Landwirtschaft können wir also wohl vergessen - aber ganz klar ist das leider nicht.

wenn meine Eltern sterben... und den Betrieb aufgeben bzw. verkaufen?

Meiner Theorie nach gibt es gar keinen Betrieb, sondern nur eine Vermietung ("Wiesen und Äcke r(verpachtet").

Die Abwicklung etwaiger Pachtverträge obliegt doch dann den Erben.

Muss ich fürr die Gebäude Steuern nachzahlen (nach 15 Jahren)?

Das kommt drauf an, was für Steuern du meinst.

Im Fall des Kaufs:
Grunderwerbsteuer kann keine angefallen sein, da du in gerader Linie mit deinen Eltern verwandt bist.

Im Fall der Schenkung:
Schenkungsteuer könnte entstanden sein, das kommt auf den Wert der Schenkung und der etwaigen Vorschenkungen an. Wenn du eine 1999er Ausgabe des ErbStG findest, kannst du dort in § 16 die damals gültigen Freibeträge finden. Den auf dich zutreffenden Freibetrag musst du verdoppeln, da "meine Eltern" wohl bedeutet, dass das Grundstück vor der Schenkung zu gleochen beiden Vater und Mutter gehörte und es sich also um zwei Schenkungen handelt.

Außerdem ist zu beachten, dass bei Schenkungen in den 10 Jahren danach in weitere Schenkungen einbezogen werden, wenn es um die Steuer geht.

Grundsteuer auf jeden Fall. Grundsteuer zahlt immer derjenige, der am 1. Januar im Grundbuch eingetragen war.

Weitere Steuern falllen mir in diesem Zusammenhang nicht ein.

Ach was Zusammenhang. Mit

wenn meine Eltern sterben und die Wiesen und Äcker meine Geschwister erhalten und den Betrieb aufgeben bzw. verkaufen

hängen diese Steuern nicht zusammen. Aber das tun andere Steuern auch nicht.

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