Als Selbständiger unterwegs bei Kunden - kann man Verpflegungsmehraufwand steuerlich geltend machen?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

klar. Das geht. Diese Dienstreisen gibst du bei der Steuer an. Beachte die neuen Sätze und Regeln für Dienstreisen ab 2014.

"gibst du bei der Steuer an". In der 4/3-Rechnung wäre besser. Und nicht die Nachweise vergessen !!

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ab 8 Stunden Abwesenheit von der Wohnung 12,- Euro, entweder als Werbungskosten, oder als Betriebsausgaben. Je nach dem, was anliegt.

http://www.reisekostenabrechnung.org/verpflegungsmehraufwand-2014/

Werbungskosten und selbständig ?

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@vulkanismus

es war allgemein gemeint man kann es als Werbungskosten abziehen (nichtsselbständige Arbeit) oder Betriebsausgaben (selbständig).

Daher auch die Bemerkung,** je nach dem was anliegt.**

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@vulkanismus

Und wie viel haben hier schon irgendetwas geschrieben und hinterher war es anders. So ist es für jeden klar, das es bei selbständigen BA ist und bei abhängig Beschäftigten WK.

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@wfwbinder

@wfwbinder: gib Dir doch nicht soviel Mühe mit dem. Es ist nicht der Fragesteller, der nachfragt. Es ist ein Kniefiesel, der selber kaum mal eine brauchbare Antwort formuliert, andere jedoch ständig verbessern muss. So what.

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@FREDL2

So manches muss verbessert werden, da die Fragesteller in die Irre geführt werden durch sog. Fachleute, welche auch noch Fragen beantworten, die nicht gestellt wurden.

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@vulkanismus

@vulkan...: die Mutter Teresa in Dir hat sich mir bislang nicht erschlossen.

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Kann ich die Tätigkeit beim Kunden meines Arbeitgebers, dem Finanzamt als Dienstreise "verkaufen"?

Ich arbeite in der häuslichen Pflege bei einem Behinderten in seiner Wohnung. Meine Dienste dauern immer 24 Stunden. Ich habe ca. 2 Dienste pro Woche. Gerne würde ich Verpflegungsmehraufwand geltend machen. Ob dies anerkannt wird, steht scheinbar in direktem Zusammenhang mit der Frage nach der regelmäßigen Arbeitsstätte. Sollte der Ort meiner Tätigkeit (also beim Kunden) nicht als regelmaßige Arbeitstätte definiert sein, was ich mir nicht 100 prozentig beantworten kann, müsste ich doch jeden meiner Dienste als Dienstreise darstellen können und könnte dann den Verpflegungsmehraufwand geltend machen. Habe ich da Chancen? Das folgende Zitat macht mir Hoffnung:

Reisekosten – Langfristiger Kundeneinsatz führt nicht zu regelmäßiger Arbeitsstätte

Mit Urteil vom 9.7.2009 hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass es sich nicht um eine regelmäßige Arbeitsstätte im Sinne des Einkommensteuergesetzes handelt, wenn der Arbeitnehmer beim Kunden seines Arbeitgebers tätig wird. Dies gilt selbst dann, wenn der Arbeitnehmer dort längerfristig eingesetzt wird.

Die Folge ist, dass der Arbeitnehmer die Kosten für die tatsächlich gefahrenen Kilometer zum Kunden steuerfrei erstattet bekommen bzw. als Werbungskosten geltend machen kann und nicht auf die Entfernungspauschale von EUR 0,30 pro Entfernungskilometer beschränkt ist. Der Bundesfinanzhof bestätigt mit diesem Urteil seine jüngere Rechtsprechung, wonach nur eine betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers eine regelmäßige Arbeitsstätte sein kann – nicht aber die betriebliche Einrichtung eines Kunden.

Die Finanzverwaltung hat sich dieser Auffassung inzwischen angeschlossen.

Außerdem steht bei Wikipedia folgendes unter Reisekosten:

„Reise“ ist als gleichzeitige Abwesenheit von der Wohnung und der regelmäßigen Arbeitsstätte definiert. Beruflich oder betrieblich veranlasst ist eine Reise, wenn die private Lebensführung den Zweck der Reise nicht oder nur unwesentlich berührt; Abgrenzungsfragen hierzu behandelt der Artikel Dienstreise.

Reisekosten umfassen Fahrtkosten, Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwand und Reisenebenkosten. Steuerlich voll anerkannt wurden sie bis Ende 2007 aber nur bis zu einer gewissen Dauer der Reise (deutsches Steuerrecht i. d. R. 3 Monate, österr. teilweise kürzer). Dauerte die Reise länger, nahm das Finanzamt im Regelfall an, dass der Mittelpunkt der Lebensführung an den Ort der Auswärtstätigkeit verlagert wurde. Der Ort der auswärtigen Tätigkeit wurde dann als neue regelmäßige Arbeitsstätte angesehen. Diese Auffassung wurde durch ein Urteil des Bundesfinanzhofs vom 9. Juli 2009 aufgehoben.[1] Damit sind Fahrten zum Kunden immer als Dienstreise anzusehen, egal auf welche Dauer sie angelegt sind.

Vielen Dank im Voraus!!!

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