Steuererklärung - Wo Fahrten eintragen OHNE doppelte Haushaltsführung und OHNE tägliches Pendeln?

Liebe Alle,

hier mein Fall.

Aus Gründen einer Beziehung und Vereinsmeierei liegt mein Wohnort 136 km bzw. 2:15 h Fahrzeit von der ersten (und einzigen) Tätigkeitsstätte entfernt. Den überwiegenden Teil der Zeit arbeite ich von daheim (HO). Ab und an bin ich dann aber auch vor Ort für 2-3 Tage. Dementsprechend fahre ich z. B. Dienstag hin und Donnerstag zurück. Ich übernachte dann privat bei einem Freund (keine Kosten; auch will ich die Fahren von ihm zur Arbeitsstätte nicht ansetzen, um es nicht noch weiter zu verkomplizieren). Alles, was ich gern ansetzen würde, ist für die entsprechenden Wochen die einfache Fahrt zwischen Erstwohnsitz und Tätigkeitsstelle oder eben für das FA => einmal Hin und Zurück.

Heißt im Umkehrschluss, ich bin kein täglicher Pendler und das würde mir das hiesige FA wohl mit Blick auf die Zeit auch kaum abnehmen. Und da beginnen meine Schwierigkeiten. Denn es ist ja nunmal so, dass in der Steuererklärung unter der klassischen Pendlerpauschale immer davon ausgegangen wird, dass an diesen x-Tagen sowohl Hin- als auch Rückfahrt stattgefunden haben. Ich könnte also dort als Platzhalter je Woche eine 1 setzen, obschon ich länger vor Ort war. Erscheint mir aber nur als Krücke.

Um "Heimfahrten" abzusetzen, bedarf es eines Zweitwohnsitzes, Hotel o. ä., kurzum eine doppelte Haushaltsführung. Die habe ich offensichtlich nicht. Das heißt aber - ebenso einleuchtend - nicht, dass mir die Fahrtkosten nicht entstehen. Daher meine Frage. Steht/stand jemand schon vor einer vergleichbaren Herausforderung oder ist so firm im Steuerrecht, dass er mir sagen kann, wo ich bestenfalls meine persönlichen Fahrtkosten eintrage?

Das Internet gibt wenig her. Ich hatte von einem Urteil (Flugbegleiter, der Montag zu Flughafen X gefahren, gejettet und Donnerstag von Flughafen X heimgefahren ist) gelesen, wo das FA dann auf die Idee kam, nur den Hinweg anzuerkennen und davon dann eben nur 50 %. Halte ich persönlich für wenig haltbar, denn immerhin fährt er ja Hin und Zurück, wonach ihm auch die entsprechenden Kosten entstehen. Vor dem Hintergrund ist die Geschichte auch in Revision.

Ich bin für fundierte Hinweise dankbar.

TL

doppelte Haushaltsführung, Pendlerpauschale
km-Pauschale bei Umwegen (Dienstreisen)?

Hallo zusammen,

ich hätte eine Frage zur Kilometer-Pauschale bei der Einkommenssteuererklärung. Ich mache seit Anfang an meine Steuererklärung selber und weiß ungefähr, was ich absetzen kann und darf. Ich hätte trotzdem eine Frage zur Pendlerpauschale.

Ich weiß, dass ich bei der Pendlerpauschale zur ersten Tätigkeitsstätte nur den einfachen kürzeren Weg oder einen verkehrsgünstigeren längeren Weg angeben kann. Bei Dienstreisen sollte es genauso sein.

Nun zum Sachverhalt:
Ort A ist Wohnort,
Ort B ist 1. Tätigkeitsstätte,
Ort C ist Ablösestelle 1 und
Ort D ist Ablösestelle 2.

Ort A liegt zwischen Ort B und D. In beiden Richtungen fahre ich mit dem Auto zirka 25-30 km bzw. 25-30 Minuten. Ort C ist nur mit dem Autoverkehr zirka 70 Kilometer entfernt.

Am vergangenen Montag war ich auf den Weg nach Ort C. Hier fuhr ich mit dem Auto von Ort A nach B, um von Ort B nach C mit dem Auto zufahren. Leider erkrankte die Kollegin in Ort D, weshalb ich im Sinne des Unternehmens nach Ort D gefahren bin. So habe ich unsinnig 56 Kilometer aufs Auto gefahren und unsinnig CO2 ausgestoßen.

Mein Arbeitgeber möchte meine Mehrkilometer nicht bezahlen und sagt mir, dass ich die Kilometer über die Einkommenssteuererklärung einreichen soll - es ist schließlich mein tägliches Risiko. Mein Wissenstand siehe oben.

Wie sieht es aber rechtlich aus? Ich habe für die Fahrt von Ort A nach Ort D zirka 117 Kilometer verfahren und war insgesamt 2 Stunden unterwegs. Obwohl ich im Normalfall maximal 50 Kilometer und eine Stunde Fahrtzeit benötige. Hier muss ich auch nicht über Ort B oder C fahren. Von Ort A muss ich entweder nach links für Ort D oder nach rechts für Ort B abbiegen.
Könnte ich hier in Erklärungsnot beim Finanzamt kommen oder könnte dies sogar nicht erstatte werden?

Finanzamt, Steuererklärung, Arbeitsweg, Pendlerpauschale
Wie setze ich das Studienzimmer und den Weg zur Uni im Masterstudium (Vollzeit) bei gleichzeitiger Teilzeitbeschäftigung ab?

Ich habe zwei Fragen zum Absetzen meines Masterstudiums im Rahmen der Fortbildungskosten. Ich studiere Vollzeit einen Master und arbeite gleichzeitig halbtags und beziehe daraus Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit. Das Masterstudium setze ich voll als Werbungskosten ab.

Im einzelnen ist nun die Frage, was meine "erste Tätigkeitsstätte" ist. Ich bin jeden Tag im Büro als Arbeitnehmerin und jeden Tag an der Uni. Intuitiv habe ich bisher das Büro als erste Tätigkeitsstätte angegeben, habe allerdings nun online gelesen, dass bei einem Vollzeitstudium der Studienort die erste Tätigkeitsstätte ist. Ich würde intuitive das Büro wählen, da ich über den Job ja auch meine Einnahmen generieren. Was ist an dieser Stelle "Trumpf" um die erste Tätigkeitsstätte zu bestimmen? Und wir gebe ich die andere "Arbeitsstätte" dann an? Die Uni als Reisekosten zur Fortbildung? Und falls soch die Uni die erste Arbeitsstätte sein sollte, ist mein Büro dann eine Auswärtstätigkeit?

Die zweite Frage bezieht sich auf mein häusliches Arbeitszimmer, das seit dem Beginn des Masterstudiums als Studierzimmer für das Studium genutzt wird. Wo gebe ich nun das Arbeitszimmer an? Ich habe mehrfach gelesen, dass es unter die Fortbildungskosten fällt. Ich kann in meinem Steuerprogramm detailliert die Kosten für das Arbeitszimmer berechnen und dann auf unterschiedliche Einkunftsarten verteilen (Je nachdem für welche Tätigkeiten das Arbeitszimmer genutzt wird - Gewerbe, nichtselbständige Arbeit, etc.). Sollte ich das Arbeitszimmer hier bei den "Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit" angeben? Oder entsteht dann der Eindruck, dass das Arbeitszimmer für die berufliche Tätigkeit genutzt wird? Oder sollte ich die berechneten Kosten für das Arbeitszimmer an dieser Stelle nicht berücksichtigen sondern einfach bei den Fortbildungskosten veranschlagen?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe!

Steuererklärung, Arbeitszimmer, Fortbildungskosten, Pendlerpauschale
"Heimfahrt" von Hauptwohnsitz zu Lebensmittelpunkt

"Heimfahrt" von Hauptwohnsitz zu Lebensmittelpunkt

Hallo liebe Wissenden, hier nochmal meine Frage in Langform: Heimfahrt von Hauptwohnsitz zu Lebensmittelpunkt steuerlich geltend machen - möglich?

Angenommen eine Person möchte demnächst ein Duales Studium beginnen und zieht dafür in eine ca. 100 km vom Heimatort entfernte Studienwohnung. Diese meldet er als Hauptwohnsitz an, da er dort den größten Teil der Woche verbringt. Das Zimmer bei den Eltern im Heimatort würde er dementsprechend als Nebenwohnsitz anmelden. Vom Hauptwohnsitz läuft er jeweils drei Monate im Semester zur Hochschule (< 1 km) und fährt die anderen drei Monate täglich mit dem eigenen KFZ zum Ausbildungsunternehmen (pro tag ca. 90 km). Hier stellt sich die erste Frage: Die Person könnte für die gefahrene Strecke vom Hauptwohnsitz zum Unternehmen die Pendlerpauschale ansetzen?

Die zweite und eigentliche Frage wäre allerdings, ob für die "Heimfahrt" übers Wochenende vom Hauptwohnsitz im Studienort zum Nebenwohnsitz (gleichzeitig Lebensmittelpunkt auf Grund familiärer Bindung) im Heimatort eine steuerliche "Heimfahrt" (ohne eine alternative steuerliche Entlastung) geltend gemacht werden könnte?

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand bei diesem hypothetischen Fall ( :) ) weiterhelfen könnte, da die meisten Beispiele bzw. Erklärungen im Internet von einer Heimfahrt vom Zweitwohnsitz zum Lebensmittelpunkt ausgehen, was hier jedoch nicht der Fall wäre.

Vielen Dank schon mal im voraus!

Grüße Florian L.

Steuerrecht, Hauptwohnsitz, Pendlerpauschale
Finanzamt hat zu wenig Fahrtkosten berechnet

Ich bin 2009 zu unserer Mutterfirma versetzt worden und habe nun einen Fahrtweg von 75km (einfache Fahrt). Für 2009 und 2010 habe ich die Lohnsteuererklärung gemacht und jeweils gut 1600€ erstattet bekommen. Nun habe ich für 2011 die Erklärung eingereicht und wurde prompt gefragt ob ich auch wirklich gefahren sei (wie sollte ich wohl sonst zur Arbeit kommen???). Man forderte eine Bescheinigung meines Arbeitgebers über die Anzahl der Tage, die ich gearbeitet habe. Habe ich umgehend eingereicht. Dann kam, dass auf mich kein Auto zugelassen sei. Ich erklärte Ihnen, dass das Auto auf den Namen meiner Mom läuft, da es günstiger ist. Ich bin aber Finanzierer und trage alle Kosten. Dann wollten sie eine Bestätigung über die Laufleistung meines Autos. Ich bin ja geduldig... also habe ich die Inspektionsrechnungen Januar 2011 und Oktober 2011 eingereícht, die ja belegen, dass ich gute 24.000 in nicht mal 10 Monaten gefahren bin. Dann kam eine Weile nichts und heute habe ich eine Überweisung von 110,-€ auf dem Konto. Hä?????? Kein Bescheid, keine Abrechnung, Aufstellung oder wie auch immer... und warum 110€?? Das würde ja bedeuten, ich habe die Firma beinahe vor der Tür. Bin stinksauer. Man sitzt gut 2 Stunden am Tag im Auto um seinen Job auszuüben, tankt 5 Mal im Monat und bekommt 110€?? Was soll ich nun tun ?? wüsste auch gerne mal woraus sich diese 110€ zusammen setzen.

Finanzamt, Pendlerpauschale
Längere Wegstrecke - Entfernungspauschale f. Steuererklärung

Hallo,

ich bearbeite grade meine Steuererklärung für 2011. Ich nutze dafür WISO.

Wie ist das nun mit den Kilometern, kürzeste Strecke ist prinzipiell erstmal klar, es sei denn man legt plausibel dar, warum man einen längeren Weg fährt.

Laut Routenplaner Google-Maps sind es 90 km (kürzere Strecke) mit einer Fahrdauer von 1 Std 9 min.

gebe ich meine (längere) Route über die Autobahn an, kommen 106km und eine Fahrzeit von 1 Std. 16 min raus, also laut Routenplaner 7 minuten länger.

Aber in der realität sieht das anders aus, über die Autobahn bin ich ca. 5-10 minuten schneller als über die kürzere strecke durch die Stadt.

Frage ist nun, ob das Finanzamt die paar Minuten anerkennen wird? Die (längere) Strecke fahre ich wirklich jeden Tag, weil der Berufsverkehr in der Stadt einfach ein Grauen ist.

Zudem habe ich mir eine eigene Excel-Tabelle angefertigt, in der ich Buch führe und die verschiedenen Wege mal "ausprobiert" habe und handschriftlich festgehalten habe: Datum der Fahrt, Wegstrecke (also Stadt oder Autobahn), Startzeit, Ende der Fahrt, Dauer der Fahrt und zurückgelegte Kilometer laut Tageskilometerzähler.

Wird so eine selbstgeführte Aufzeichnung in der Regel auch akzeptiert, wenn meine angegebenen Kilometer nicht anerkannt werden?

Ich fahre mit eigenen privaten PKW. Kilometer sind eindeutig nachweisbar (Kaufvertrag Anfang 2011, Kilometerstand heute). Alle Tankquittungen sind sauber aufgehoben, jeweils mit Gesamtkilometerstand und Tageskilometer vermerkt (zur Verbrauchsermittlung in Spritmonitor).

Danke euch. Grüße Olm

einkommensteuer, Steuererklärung, Steuern, werbungskosten, Entfernungspauschale, Pendlerpauschale

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