Sind dies gute Gründe um einer Mieterhöhung nicht zuzustimmen?

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4 Antworten

Sind dies gute Gründe um einer Mieterhöhung nicht zuzustimmen?

Nein: Mietmängel, ethnische Herkunft der übrigen Mieterparteien oder Erhaltungszustand des Gebäudes ändern nichts an der Wirksamkeit eines Mieterhöhungsverlangens der Wohnung nach Mietspreisspiegel.

Bautra ist als nachgewiesener Bevollmächtigter des Vermieters alleiniger Ansprechpartner in Mietvertragsangelegenheiten, mithin dieses Erhöhungsverlangens.

Um einer Zustimmungsklage zu entgehen, schickt man entweder postwendend seine Zustimmung ab oder überweist spätestens am 04.12. die auf 967,66 EUR angehobenen Mietzahlung :-O

G imager761

Ich teile die Antworten von barmer und imager761, insb. die klare Trennung zwischen Miet-Erhöhungsverlangen und Mietminderung wegen Mängeln. Allerdings möchte ich sie noch ergänzen.

Mietverträge sehen im allgemeinen eine Pflicht des Mieters vor, Mängel an der Mietsache unverzüglich anzumelden, ansonsten haften sie für eine weitere Verschlechterung der Mietsache. Dieser Aspekt könnte bei Dir relevant werden, aber ich kann keine Ferndiagnose machen. Daher solltest Du Mitglied in einem lokalen Mieterverein werden und dort Deine Probleme konkret besprechen.

Hallo, ich würde der Mieterhöhung zustimmen (wenn die angeführten Fakten stimmen), gleichzeitig aber die konkreten Mängel (Heizungen, Schimmel, nicht die von Dir so empfundenen Asozialen) monieren, eine Frist setzen und für den Fall der Nichterledigung eine Mietminderung ankündigen. Dabei dürfte die Miete deutlich unter der bisherigen Miete liegen.

Die beiden Themen sollten jedoch nicht vermengt werden. Schreiben im Zweifel an beide Ansprechpartner.

Viel Glück

Barmer

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Schätzung des Wärmeverbrauchs angedroht, obwohl ich jederzeit erreichbar bin für Ablesung. Hilfe =(

Hallo,

ich habe folgendes Problem:

Ich bin am 1. März diesen Jahres in meine neue Wohnung gezogen. Mein Vermieter ist ein großes Wohnungsunternehmen in Hannover (GBH). Im April und im Mai bekam ich jeweils einen Brief von der GBH, in denen behauptet wurde, dass die Ablesung der Wohnungszwischenzähler sowie der Austausch der Messampullen an der Heizung nicht vorgenommen werden konnte, weil ich trotz mehrmaliger Benachrichtigung nicht anwesend war. Das Problem ist: Ich bekam nie eine solche Benachrichtigung! Ich sollte mich also immer bei der Firma (ISTA) telefonisch melden, die die Ablesung und den Austausch der Messgeräte vornimmt. Ich habe dort sowohl im April als auch im Mai angerufen. Im Mai wurde mir am Telefon gesagt, dass ich innerhalb der nächsten Wochen einen Termin zugeschickt bekomme. Ich habe bis heute keinen Termin zugeschickt bekommen! In den Briefen vom April und Mai schrieb mein Vermieter auch, dass mein Wasser- und Wärmeverbrauch geschätzt werden müsste, wenn ich mich nicht umgehend mit der Firma ISTA in Verbindung setze. Dies habe ich beide Male getan, aber mir wurde nie ein Termin zugeschickt.

Ich mache mir nun langsam Sorgen, dass ich zu Unrecht hohe Kosten bezahlen muss bei der Nebenkostenabrechnung, weil der Wärmeverbrauch nur geschätzt wird. Ich habe vor Sorge heute erneut bei ISTA angerufen und dort wurde mir mitgeteilt, dass der Auftrag zum Austausch der Messampullen unter der Liegenschaftsnummer schon lange vorliegt, aber noch nicht ausgeführt wurde. Sie sagte, dass der Austausch der Messampullen schon bis Juni hätte erfolgt sein müssen. Sie beruhigte mich auch, dass noch kein Wärmeverbrauch geschätzt werden muss, da die Heizperiode seit meinem Einzug im März noch nicht da ist, weil wir es noch Sommer haben. Der Austausch der Messampullen sei aber trotzdem dringend. Die Dame erwähnte auch, dass unter der gleichen Liegenschaftsnummer noch mehrere Mieter betroffen sind, bei denen der Austausch der Messampullen bislang nicht vorgenommen wurde. Sie sagte, dass ich da nichts machen kann, sondern nur meine Hausverwaltung bzw. mein Vermieter. Sie sagte, dass sich meine Hausverwaltung bzw. mein Vermieter umgehend beim Kundencenter von ISTA melden soll und dort Druck machen soll, dass der Auftrag ausgeführt wird. Dieses komplette Gespräch teilte ich meinem Vermieter heute per E-Mail mit.

Nun mache ich mir Sorgen, dass mein Vermieter sich nicht bei ISTA meldet, da er schon damals immer schrieb, dass ICH mich bei ISTA melden soll wegen eines Termins. Was soll ich machen, wenn mein Vermieter sich nicht darum kümmert? Dann würde zu Unrecht mein Wasser- und Wärmeverbrauch GESCHÄTZT werden, obwohl ich jederzeit erreichbar bin. Müsste ich bei so einer Schätzung viel nachzahlen eurer Meinung nach oder eher wenig oder Garnichts? Ich beziehe ALG II und mache mir auch Sorgen um eine Mieterhöhung, falls durch die Schätzung eine hohe Nebenkostennachrechnung kommt. Was soll ich machen, falls sich mein Vermieter nicht bei ISTA meldet?

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