Säumniszuschläge / Krankenkasse / Berechnung?

7 Antworten

Der Säumniszuschlag beträgt 1% des Beitragrückstandes für jeden angefangenen Monat des Zahlungsverzuges. Dabei wird der Beitrag auf volle 50,-€ abgerundet. § 24 SGB IV.

Der Zahlungsverzug besteht natürlich so lange, bis Du gezahlt hast. Das hat doch mit dem Wechsel der KV nichts zu tun.

Bei Dir wurde also auf 150,-€ abgerundet, davon 1% sind 1,50€.

Nun kannst Du ja selbst rechnen: Beitrag für 10/14 war säumig von 10/14 bis evtl. 12/15 (Deine Zahlung von 1800,-€ Ende 2015) , also 15 Monate mal 1,50€, macht 22,50€.

Beitrag 11/14 ... 14 Monate säumig, .21,-€. Usw.

Vielleicht hat die KV auch die Zahlungen  jeweils auf die neuesten Forderungen angerechnet. Dann komme für den Beitrag 10/14 auf 37 Monate zu 1,50€ usw.

Für das strittige Semester wurden ja scheinbar noch gar keine Säumniszuschläge erhoben, oder?

Das strittige Semester wurde ignoriert, das ist korrekt.
Bleibt nur noch die Frage nach den Mahnkosten und deren Steigerung von 1,07€ auf 5€. Bei den Säumniszuschlägen sehe ich jetzt eher wenig Erfolg auf Reduzierung. Vielleicht noch Jürgens Weg.

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@user0816

Die Anrechnung auf die neuesten Forderungen sind eigentlich ausgeschlossen, da ich im Betreff der Überweisung explizit den Verwendungszweck, also die jeweiligen Monate genannt hatte.

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@user0816

Zu den Mahngebühren wirst Du sicher ehenso schnell wie ich die entsprechende Rechtssprechung finden. Demnach wäre die Pauschale von 5,-€ zu hoch.

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Interessante Frage.

Gerade in dem beschriebenen Fall mit der gerichtlichen Auseinandersetzung, könnte man sich auf den Standpunkt stellen, dass die Beiträge tatsächlich erst nach Ausurteilung, bzw. gerichtlichem Vergleich fällig gewesen sind.

Auf jeden Fall würde ich asap einen Antrag auf Erlass der Säumniszuschläge stellen.

Hier ein erläuternder Artikel, der ein wenig Licht in die "Zwangslage" der KV bringt: https://www.haufe.de/personal/personal-office-premium/saeumniszuschlaege-sozialversicherung_idesk_PI10413_HI727274.html


Hallo, wenn ich das richtig verstehe, geht es nur um die Beiträge für die strittigen 6 Monate. Alles andere war zumindest zwischenzeitig bezahlt ?

Ich wurde einen Antrag auf Erlass der Säumniszuschläge stellen, da der Rückstand und vor allem die lange Dauer ja aufgrund der falschen Beurteilung der Krankenkasse eingetreten ist. Die Begründung ist nicht ganz wasserdicht, denn Du hättest ja mindestens den Studentenbeitrag weiterzahlen müssen. (Das hat nichts mit Zahlung unter Vorbehalt zu tun.) Aber Versuch macht kluch.

Die genaue Berechnung erschließt sich mir auch nicht. Aufgrund der Höhe kann es eigentlich nur sein, dass auch Säumniszuschläge für die zu spät gezahlten freiwilligen Beiträge entalten sind. Dafür spricht, dass die Erhebung Ende 2015 endet, nachdem das freiwillige Vertsicherungsverhältnis geendet hat.

Viel Glück

Barmer

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