Wann und wie werden Säumniszuschläge bei der Krankenkasse berechnet?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ein Säumniszuschlag wird immer rückwirkend erhoben, weil man ja für die Zukunft nicht weiß, ob unpünktlich gezahlt werden wird udn wenn ja in welcher Höhe.

Ein Säumniszuschlag wird so berechnet, wie die Qulle, die @blackleather genannt hat, es aussagt.

Nehmen wir an für Januar 2013 waren 120,- Euro fällig. Dann wird auf volle 50 Euro, somit auf 100,- abgerundet. davon 1 % pro Monat. in 2013 11 Monate + 12 aus 2014 + 12 aus 2015 und 7 aus 2016, also 32 % somit 32,- Euro. So für jeden Monat.

Aber das ganze ist nach 3 Jahren reines Trockentraining.

Wenn erstmal der Gewinn ermittelt ist udn damit feststeht was überhaupt zu zahlen ist, dann kann man sich mit denen auch eventuell etwas unterhalten und einigen. Bei den Gesprächen hilft auch der Steuerberater. 

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Alles klar. Danke. Klingt ja schonmal gut, dass ein Steuerberater da mithelfen kann. Alleine mich mit der Krankenkasse zu unterhalten.. da käme ich mir schon sehr hilflos vor.

0
@Casio58413

Ich fürchte, der Steuerberater wird dir da zwar helfen können, aber wenn es dumm kommt, wird die Krankenkasse ihn nicht als deinen Bevollmächtigten akzeptieren und sich dabei darauf berufen, dass Krankenkassenbeiträge eben keine Steuern sind und er deshalb zu deiner Vertretung nicht berechtigt ist:

https://openjur.de/u/751370.html

1
@blackleather

Hmm echt schade :/

Dürfte ich ihn dann nicht mal mitbringen, wenn die Krankenkasse das nicht will? Wie würde es mit meinen Eltern aussehen. Glauben Sie, sie dürften dabei sein? Ich bin ja schon volljährig. Geht in meinem Fall aber ja auch um die Familienversicherung.

0
@Casio58413

Genau das habe ich gemeint, natürlich kannst Du ihn als "Rückerstärkung" bzw. Verhandlungspartner mitnehmen. Ausserdem habe ich es noch nie erlebt, dass der Steuerberater als Verhandlungspartner abgelehnt wird.

Rein juristisch hat @blackleather natürlich recht.

3
@wfwbinder

Ich denke auch, dass es keinen Grund gibt, wieso die Krankenkasse einen Steuerberater nicht dabei haben will. Würde doch nur zeigen, dass die Krankenkasse unser Unwissen ausnutzen und uns ausquetschen will.

0

Ja , das wird sie !

Aber Offenheit und Ehrlichkeit gegenüber der KK wäre ein gutes Verhalten .

 Auch dein Steuerberater kann in dieser Richtung helfen.

Nimm die Ratschläge aus den Antworten deiner vorherigen Fragen ernst.

Hast du denn überhaupt schon etwas unternommen ?

http://www.krankenkasse-vergleich.de/artikel/beitragsrueckstand-gkv-auswirkungen-versicherungschutz/

Gruß Z... .

Ich bin derzeit in einem Schockzustand. Die letzten Tage kaum etwas produktives gemacht. Werden uns demnächst aber einen Steuerberater holen. Leider seit Tagen unter Depressionen. Hauptsächtlich, weil ich Angst vor Schulden habe, die nicht abbezahlbar sind.

0
@Casio58413

Tut mir leid .

Aber nichts tun verschlimmert doch deine Lage nur .

Kopf hoch, es wird schon. 

3
@Casio58413

Ich verstehe vor allem nicht, wieso die offenbar 6-stelligen Einnahmen schon weg sind, ohne dass ein bißchen Geld für die Krankenkasse übriggeblieben ist.

2
@barmer

Einen Teil habe ich ausgegeben (nichts großes). Einen Teil durch Investitionen verloren, also normale geschäftliche Verluste. Zu blöd ist hier, dass ich keine Belege habe für das FA. Sonst wären die Einnahmen niedriger. Und einen großen Teil habe ich für einen guten Zweck ausgegeben. Und der Teil ist der größte Teil. Kann euch natürlich jetzt nicht im Internet darüber aufklären, aber es war tatsächtlich für einen guten Zweck. Damals habe ich mir gedacht, ich bin erst 18 und brauche so viel Geld gar nicht. Außerdem verdiene ich ja weiter Kohle. Tja, dem war wohl nicht so.

Im Endeffekt habe ich den Mist selber gebaut. Angst vor den Schulden habe ich nicht direkt. Aber z.b habe ich Anst, dass die Säumniszuschläge immer weiter und weiter laufen, solange ich die Nachzahlung nicht bezahlt habe. Meine mal gelesen zu haben, dass auch wenn man eine Ratenzahlung vereinbart, der Säumniszuschlag weiterläuft. Keine Ahnung ob das stimmt, aber wenn so wäre, wächst das alles doch über den Kopf...

Übrigens bin ich in der Anfangsphase meines Studiums und habe keinen festen Gehalt.

0
@Casio58413

Dann kommen noch Kosten für Anwälte und Steuerberater dazu (Vermutlich um die 15.000€) und noch eine saftige Geldstrafe vom Gericht.

0
@Casio58413

Eine Strafe vom Gericht sehe ich nicht. Bisher ist nichts passiert, ausser das Du zu spät dran bist. Nichts sagen bedeutet auch immer automatisch "nichts falsches gesagt."

1

Ein-Mann UG & co. KG Sozialversicherung, Haftungsbeschränkung - eierlegende Wollmilchsau gefunden?

Hallo werte community. Dadurch dass mittlerweile jeder Krankenversichert sein muss haben ja einige Konzerne bei der PKV gut aufgeschlagen. Selbstständig machen geht faktisch gar nicht mehr wenn man sich quasi aus dem nichts was aufbauen möchte, denn die knapp 300€ für einen gesunden 32 Jährigen müssen erstmal erwirtschaftet werden. Es gibt zwar den staatlichen Zuschuss, habe mir allerdings sagen lassen dass es einfacher ist einer Kuh das fliegen bei zu bringen, wie diesen bewilligt zu bekommen. Aber nun zum Kern des Problems: ich will mich mit coaching (Schulungen und Beratungen in einem bestimmten Fachbereich) Dienstleistungen selbstständig machen. Zu diesem Zweck würde ich eine UG & Co. KG gründen. Habe mir das so vorgestellt:

Gründung einer "Verwaltungs UG" Gesellschafter meine Frau, Angestellter Geschäftsführer ich (weil, ein geschäftsführender Gesellschafter vorm Gesetz ja als selbstständig gilt) mit einem Bruttogehalt von 451€. Dadurch bin ich dann für knapp 80€ voll sozialversichert und hätte bei einer Arbeitgeberleistung von 500€, 250€ netto übrig (und noch eine schöne VWL-Rente). Dann gründe ich eine KG mit der UG als vollhafter und mir als Teilhafter. Das hat dann den Vorteil dass ich, anders wie bei der reinen UG, Privatentnahmen in fast unbegrenzter Höhe tätigen kann und nicht viel mit Buchhaltung zu tun habe. Da die Aufträge des Tagesgeschäftes über die KG laufen muss ich nur eine EÜR anfertigen. Die UG hat ja dann als Bilanzposten nur monatlich als Eingang die Haftungsvergütung und in gleicher Höhe Das GeFü-Gehalt als Abgang. Ansonsten ist die Bilanz völlig neutral. Das wären, meiner Meinung nach, die vorhandenen Gesetze ausgereizt bis zum Schluß um tatsächlich alle Hürden, die so eine Selbstständigkeit bringt auf einmal zu nehmen. - Sozialversicherung - Haftungsbeschränkung - flexibles Gehalt (meine Marktanalyse hat ergeben dass zwischen 0-5000€ im Monat alles drin sein kann, wohlgemerkt KANN), die 500€ Brutto Fix für das GeFü Gehalt kommen als Einlage am Anfang in die KG. Kann ich das so machen oder erkennt irgendwer das nicht an? (Finanzamt, Krankenkasse) stutzig macht mich dass ich im Internet nach genau diesem Konstrukt gesucht habe und nichts gefunden weil ich denke dass andere doch auch schon so schlau gewesen sein müssten. Vielen Dank schonmal!

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?