Interessant und zu klären wäre, was ihr genau beim Nachlassgericht nach dem Tod der Mutter gemacht habt und ob dein Bruder einen Pflichtteilsverzicht abgegeben hat und sein Erbe schon ausgezahlt bekam.

Es gibt zu Lebzeiten keine Ausgleichspflicht. Der Vater hat das Haus also zurecht an die Schwester verschenken können.

Erst beim Tod gibt es einen Pflichtteil und auch einen Pflichtteilsergänzungsanspruch für den Fall, dass dein Vater weniger als 10 Jahre nach der Schenkung verstirbt. Du hättest für die Schenkung diesen Pflichtteilsergänzungsanspruch. Dessen Höhe allerdings jedes Jahr um 10 % sinkt und vom ersten Absatz abhängig ist.

Wenn nur noch deine Schwester und du im Spiel sind, wäre dein Pflichtteil aus dem Haus (die Hälfte des Erbteils) 62.500, die jedes Jahr 6.250 € wengier werden.

Du kannst dir nur auch etwas schenken lassen. Rechtlich dagegen absichern, dass dein Vater noch 10 Jahre lebt und du leer ausgehst, kannst du nicht.

Anmerken muss ich, dass vererben sehr, sehr wenig mit Gerechtigkeit zutun hat aber in eurem Fall der pflegebedürftige Vater von der Schwester gepflegt wird, die das Haus bekommt. Es geht wesentlich ungerechter.

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Es gibt Wohnungen, die vermietet mehr wert sind als unvermietet.

Wenn man heute Wohnungen neu vermietet, ist die Miete oft deutlich höher als davor. Man darf ja so bald der Mieter drin ist nur noch nach Gesetz erhöhen. Also so gut wie nie.

Durch die Neuvermietung kann sich der Wert für Kapitalanleger deutlich, manchmal mehr als 20 % steigern. Weil gleichzeitig die Immobilienpreise fast überall absurd hoch sind, macht der Vermieter Kasse.

Es gibt natürlich noch hundert andere Argumente, aus denen man Wohnungen spontan verkauft. Es kann ja auch sein, dass sich der Vermieter verändern will.

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Wie du vielleicht auch selbst erkannt hast und wie es - aufgrund der starken Argumente - auch deine Frau verstehen sollte, soll das Geld nur an dich geschenkt werden.

Es sprechen sehr gute steuerliche Argumente (die 20.000 € Freibetrag sind richtig und die Steuersätze fangen bei 15 % an) und auch sehr gute juristische Argumente (viele waren mal glücklich verheiratet) dagegen, dass deine Eltern deiner Frau etwas schenken.

Wenn ihr die Wohnung mit deutlich größerer Beteiligung von dir gekauft habt, fällt aufgrund des Freibetrags von 500.000 € das steuerliche Argument weg. Das juristische bleibt aber. Man soll die Ehe nicht vor der Erbschaft loben.

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Bis wann die Miete zu zahlen ist, sollte im Umtermietvertrag geregelt sein. Sonst gilt das Gesetz (bis zum 3. Werktag. des Monats).

Du schreibst, dass du im September einziehst. Du schreibst aber nocht, dass der Vertrag im August beginnt. Wenn er im August beginnen soll, müsstet ihr regeln oder genauer vereinbart haben, wann die Augustmiete zu zahlen ist.

Wenn du einen Vertrag geschlossen hast, nach dem die Miete schon zu zahlen war, wirst du sie heute zahlen müssen. Sie kommt halt einen Tag später an, was bei dem Vertragsabschluss ok sein sollte.

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Es ist der Haushalt der Freundin und die ist nicht befreit. Also muss Sie die Gebühr zahlen.

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Beim Immobilienfonds hast du ein Jahr Kündigungsfrist. Die steht im Gesetz.

Der andere Fonds kann börsentäglich zurück gegeben werden. Wenn du natürlich einen Vertrag unterschieben hast, der für ein Jahr Kündigungsfrist sorgt, hast du Pech gehabt.

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Vermieterin beleidigt und stalkt uns, was können wir tun?

Guten Tag,

Folgende Wohnsituation haben wir zurzeit:

Ich wohne mit einem Mitbewohner in einer 3-Zimmer-Wohnung und als wir eingezogen sind, haben wir behauptet wir sind ein Paar. Seitdem, haben wir uns super im Haus verhalten, verstehen uns gut mit den Nachbarn, etc. Nur die Vermieterin hat ein Problem mit uns.

Seit Einzug vor einem Jahr haben wir knapp 8 Briefe bekommen mit Beschwerden:

- Hof nicht gereinigt (die Liste wurde uns nie übergeben)

- Wir sollen die Tür zum Müll freitags 'gefälligst' aufschließen (steht in keinem Vertrag, wir wurden auch nicht informiert und wohnen mit 7 weiteren Parteien im Haus die, das auch tun könnten)

- Wir haben zu viel Besuch, 'dubiose Männer' würde die Vermieterin antreffen, wir würden ein Zimmer untervermieten (Wir haben im Schnitt 3 mal die Woche Besuch von Famile/Freunden und ich bin in einer Beziehung, heißt meine Freundin schläft ca. 3 mal die Woche bei mir ich aber auch 3 mal die Woche bei ihr)

- Wir dürfen keinen Müll in den Flur stellen (machen wir seit der Beschwerde von ihr auch nicht mehr)

- Die Musik von meinem Mitbewohner sei zu laut (keiner unserer direkten Nachbarn hat sich jemals beschwert)

- Die Vermieterin findet fremde Zigaretten auf ihrem Balkon (Wir rauchen nicht.)

Nun hat sie uns beide gestern zu einem Gespräch vorgeladen und die gleichen Themen erneut angesprochen. Besonders beharrt hat Sie auf die Themen: Das wir kein Paar sind und zu viel Besuch haben vor allem die Freundin die 5 Tage die Woche hier schläft und somit eine Untermieterin ist. Die haben wir sachlich abgelehnt, mehrmals erwähnt das dies privat ist, sie weiterhin das Thema nicht gewechselt und mehrmals gesagt wir lügen, etc. Am Ende hat Sie zugegeben, dass Sie uns seit geraumer Zeit beobachtet und daher weis, dass diese Freundin 5 mal die Woche bei uns schläft und ab jetzt eine Liste führen wird, wann wer kommt und geht damit Sie damit zum Anwalt gehen kann und uns damit irgend wir schaden möchte.

Nach dieser Aussage wollten wir gehen, haben zum Schluss noch gesagt, dass sie uns für so etwas bitte nicht mehr persönlich einladen soll, sich stattdessen per Brief an uns wenden kann. Darauf hin ist die Vermieterin komplett ausgerastet und hat mit dummes Huhn und scheiß Göre hinterhergerufen.

Ich fühle mich in meiner Privatsphäre bedroht, beobachtet und zu Unrecht beleidigt, was kann ich nun tun?

Vielen Dank und freundliche Grüße.

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Ihr habt - was die private Lebensführung anbelangt - falsche Angaben gemacht. Das ist rechtlich ok, wurmt aber die Vermieterin.

Weil es sie wurmt und weil dass ihr ein Paar seid für sie wichtig war (sonst hätte sie an eine WG mit drei Leuten vermietet), ist ihre Reaktion irgendwie nachvollziehbar.

Ihr habt bisher alles richtig gemacht. Vor allem war es richtig, dass ihr sie nicht mehr besuchen werdet sondern nur noch schriftlich mit ihr kommuniziert! Wenn sie sich nicht daran hält, fällt mir allerdings kein Gesetz ein, das ihr das reden verbietet. Allerdings auch keines, das euch verbietet, die Türe zu zu machen oder wortlos weg zu gehen, was ihr ja auch gemacht habt.

Sie bombardiert euch schriftlich mit Anschuldigungen. Teils berechtigt und abstellbar, teils aus eurer Sicht unberechtigt. Ihr müsst unterscheiden, was ein Abmahnungs- und bei Nichteinhaltung ein Kündigungsgrund sein kann und was nicht (da hilft ein Blick in die Hausordnung).

Ihr könnt nichts dagegen machen, dass Sie wegen eurer falschen Angaben Frust schiebt und ihr könnt auch nichts dagegen machen, dass und wie sie darauf reagiert. Wenn euer beider Fell dafür nicht dick genug sein sollte, habt ihr ein Problem.

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Du meinst, ob es steuerlich einen Unterschied zwischen in Deutschland zugelassenen und in Deutschland nicht zugelassenen Kapitalanlageprodukten gibt?

Ja den gibt es und den wird es vermutlich auch immer geben. So wie vermutlich auch in jedem anderen Land auf der Welt.

Es gibt ein Auslandsinvestmentgesetz und das ist auch gut so.

Nur zur Info: Es gibt Unterschiede! So waren einige in Österreich zugelassene Fonds von der Madoff-Pleite (2009) betroffen. An Deutschland ging das Thema wegen anderer Vorschriften vollständig vorbei. Naja, bis auf ein paar Anleger, die unbedingt und trotz der steuerlichen Probleme den österreichischen wollten.

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Wohnst du in einem Hotel? Wenn ja, kannst du an die Rezeption gehen und dich beschweren. Dann kommt der Haustechniker und erledigt die Sache oder du kriegst ein anderes Zimmer, so eines frei ist. Die helfen auch beim Umzug und entschuldigen sich.

Oder wohnst du in einer Ferienwohnung? Der Vermieter wird gerne deine nachgewiesenen Duschkosten im Schwimmbad übernehmen. Hier in M. werden manche möblierten Wohnungen vermietet, bei denen man angesichts der Preise ähnliches erwarten würde.

Wenn du aber in einer normalen Wohnung zur Miete wohnst, hast du Mittwoch den Vermieter darauf hingewiesen. Der hat sich das angeschaut und dachte am Freitag, er hätte den Fehler behoben. Heute wurde das Problem scheinbar beseitigt.

Was daran sollte zu einer Mietminderung berechtigen? Es ist ja alles total normal und seitens des Vermieters vorbildlich gelaufen.

Dafür, dass du dich angesichts einer Kleinigkeit aufregst und ihn mit Anrufen und Mails bombardierst und dass er darauf menschlich (also nicht) reagiert, kann außer dir keiner etwas.

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Du redest von einer Lastschrift. Das ist je nachdem unterschiedlich. Bei der comdirect und vermutlich auch bei anderen Direktbanken hat man unter der Lastschrift ein Feld "Lastschrift zurückgeben". Da klickt man drauf, gibt eine Tan an und die Sache ist erledigt.

Je nachdem musst du aber bei deiner Bank anrufen. Die sagen dir dann, was sie brauchen. In der Regel wird es telefonisch gehen.

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Vermögensauskunft hat als Wort so was harmloses und ich habe keine Ahnung, wann und wie dieser Begriff für die "eidesstattliche Versicherung" eingeführt wurde. Vermutlich war es im Gesetz schon immer eine Vermögensauskunft aber im Sprachgebrauch gerade eben noch eine "eidesstattliche Versicherung", die bedeutete, dass der Mensch wirklich vollkommen pleite ist.

Warum der Gerichtsvollzieher die will? Weil man sonst schnell irgendwas übersieht, das noch irgendwo in einem Schließfach in der Schweiz oder sonst wo liegt.

Wenn derjenige aber "an Eides statt versichert", also schwört, dass er nichts hat, also für seinen Meineid ins Gefängnis geht, wenn er etwas "übersieht", hat das von der Glaubwüdigkeit für die Gläubiger schon noch etwas anderes.

Deshalb auch die Möglichkeit der Erzwingungshaft, wenn man sie nicht abgibt und einige Regelungen in ZPO und StGB um diese Vermögensauskunft.

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Was für dich die richtige Lösung ist, hängt davon ab, wie du dir das mit dem Vermögensaufbau vorstellst. Sparkasse und Deutsche Bank sind relativ teure Banken, also beim Vermögensaufbau sehr teuer. Es fallen Kosten an, die deine Rendite gegenüber andern Möglichkeiten mindern. Der Grund ist ein Filialnetzt, das für alte Leute aufrecht erhalten wird, zu denen du nicht gehörst. Bevor du dich für eine Filialbank entscheidest, solltest du dir also gut überlegen, warum du eine Filiale brauchst.

Was du statt es relativ teuer anzlegen mit deinem Geld machst, hängt davon ab, in welche Richtung du dir das mit der Kapitalanlage vorstellst. Wenn eher alles mögliche, auch Aktien, und Optionen, bietet sich eine Direktbank an, bei der du auch dein Konto führen kannst. In der Regel besser und billiger als bei jeder Filialbank.

Wenn eher Fonds bietet sich ein darauf spezialisiertes Unternehmen an. Es gibt sie sehr günstig mit und ohne persönliche Beratung.

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Wird eng. Wenn du "dein" Recht bekommen willst, brauchst du entweder einen sehr verständigen Vermieter oder einen sehr guten Anwalt.

Wegen des dünnen Sachverhalts (Verschulden des Vermieters, oder doch Corona? und der Höhe deiner Mietmeinderung) kann ich nur empfehlen, dass ihr euch gütlich einigt. Wenn die Fronten schon verhärtet sind, wird es auch mit einem sehr guten Anwalt eng, "dein" Recht zu bekommen.

Ein wegen Reparatur ausgebauter Rollo ist objektiv betrachtet (und so betrachten das Richter) kein größeres Problem. Dass die Reparatur länger dauerte ist erst einmal nicht vom Vermieter verschuldet. Vor allem, wenn du den Handwerker ausgesucht hast.

Sieht für mich mehr nach einem nicht sehr guten Handwerker aus als nach einer Mietminderung.

Der Vermieter hat also nichts gemacht, du minderst die Miete. Es ist logisch, dass er sein Geld will und das mit der Abmahnung ist eine sehr freundliche Geste.

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Thema bei solchen Angeboten ist, dass es in der Vergangenheit fast immer Schrottimmobilien waren, die auf diesem Weg zum Wohle aller - außer den Käufern - unter die Leute gebracht werden sollten.

Es ging also in der Vergangenheit immer schief. Weil nach 15 Jahren eine neue Generation Käufer heranwächst, die nicht weiß, was aus den "Rundum-sorlos-Immobilien" wurde, geht das Spiel immer wieder von vorne los.

Lustigerweise sind die argumente immer die gleichen. Auch wenn Änderungen im Steuergesetz inzwischen dazu geführt haben, dass das Steuerargument keines mehr ist.

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Ob Mieter oder Eigentümer ist vollkommen einerlei. Im Zweifel wird der Mieter durch das Mietrecht besser geschützt als der Eigentümer durch das WEG.

Nur ist das erst einmal einerlei. Es gilt die Hausordnung und die gilt für alle gleich.

Tisch, vier Stühle, zwei Liegen ist etwas viel für einen und trotzdem kommt es mir irgendwie so vor, als ob so was häufiger in einem Gemeinschaftsgarten steht. Ich denke, dass es etwas der Hausgemeinschaft förderliches hat, wenn man sich dort trifft und vielleicht auch sonst köchelnde Probleme beim Bier bespricht. Störst nur du oder stören sich auch die anderen Bewohner daran, dass und wie der Gemeinschaftgarten genützt wird? Man hat da ja oft etwas unterschiedliche Vorstellungen.

Wenn du es bei der Eigentümerversammlung zum Thema machst, wird das, was dabei raus kommt, genau davon abhängen. Eine Hausordnung ist schnell geändert und wenn von fünf Parteien drei dagegen sind, dass die Sachen weg müssen, werden deren Vermieter auch nicht dagegen sagen.

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Wer bringt dich auf eine solche Idee?

Hier in München kaufen auch Asiaten ein. Es käme nur keiner auf die Idee, das nicht aus der Portokasse zu bezahlen.

Wenn du dich in die Lage eines Bankers versetzt, wird dir schnell klar, dass das Unterfangen hoffnungslos ist. Er hat keine guten Einkommensteuerbescheide und keine Lohnabrechnungen, die er versteht. Wenn du dein Geld verzockst oder stirbst, erfährt er es als letzer. Es ist viel schwieriger, einen Titel gegen dich zu bekommen. Die Versteigerung verzögert sich und so weiter.

Spare halt einfach so lange, bis du das ohne Finanzierung hinbekommst.

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Glaubst du ernsthaft, dass die nicht wissen, was sie tun?

Weil man auch ohne Kennzeichen und Fahrzeugschein ein Auto bewegen kann, was sie dir ritz Verbot zutrauten, mussten sie dir auch den Schlüssel nehmen.

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Du sagst deinem Verkäufer von der Sparkasse, dass er ihn an der Börse verkaufen soll.

Natürlich dort, wo es Nachfrage nach dem Fonds gibt und mit einem Limit, das vermeiden soll, dass du über den Tisch gezogen wirst.

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