Tätigt ein Unternehmen nur steuerfreie Umsätze, kann es die gezahlten Vorsteuern nicht von vereinnahmten und abzuführenden Umsatzsteuern abziehen.

In diesem Fall sind die gezahlten Vorsteuern ganz normaler betrieblicher Kostenaufwand.

Sind die Umsätze des Unternehmens nur teilweise von der USt befreit, kann es auch die gezahlte Vorsteuer nur teilweise als betrieblichen Aufwand verbuchen.    

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Nur mal so ganz grob:

  • Die Körperschaftsteuer beträgt 15% + Soli = 15,825%
  • Die Gewerbesteuer ist von Ort zu Ort unterschiedlich und beträgt etwa 12-14%

Die betrieblichen Ertragsteuern liegen also etwa bei 30%. Es verbleibt im Unternehmen ein Nachsteuergewinn von etwa 70%. Werden diese 70% als Dividende an die Gesellschafter ausgezahlt, müssen diese darauf eine Kapitalertragsteuer von 25% + Soli, also 26,375% zahlen. Vom Vorsteuergewinn des Unternehmens verbleibt bei den Gesellschaftern (das sind die Unternehmer) nach Steuern ein Nettogewinn über 73,625% von 70%, also 51,5%. Die Gesamtsteuerbelastung beträgt somit 100% - 51,5% also etwa 48,5%. Das ist ungefähr die gleiche Belastung, wie sie ein gut verdienender Freiberufler mit Reichensteuer hat. Kirchensteuer nicht berücksichtigt.

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Dem Finanzamt ist es egal wieviel von Deinem Geld Du zum Fenster rauswirfst. Hast Du es nicht mehr, hat es eben ein anderer.

Wer einem notleidenden Freund helfen will, schenkt diesem Geld. Wer im aber Geld leiht, verliert beides, das Geld und den Freund.

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Solche einfältige Vorstellungen können nur aus Berlin kommen. So ähnlich stelle ich es mir vor wenn Bundestagsabgeordnete über Geld und Gesundheitspolitik schwadronieren.

Zur Frage nur soviel:

  • Ein Freiberufler hat keinen Stundenlohn sondern einen Überschuss.
  • Die Einkommensteuer liegt irgendwo zwischen 0 und 49,5%
  • Gewerbesteuer zahlt ein Freiberufler nicht.
  • u.s.w.

Um Steuern und Abgaben musst Du Dich ohnehin erst kümmern, wenn Du als Freiberufler einen Überschuss in der Größenordnung ab etwa 10.000 EUR hast. Da hilft Dir dann eine Steuerberater. 

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Was willst Du mit so einer GmbH denn optimieren. Du handelst Dir damit nur einen Haufen Bürokratie ein (Betriebsbuchhaltung, KSt-, GewSt- sowie USt-Erklärungen, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Gewerbeordnung, Handelsregister, IHK u.s.w.). Einen Ausgleich durch niedrigere Steuern findest Du letztlich nicht, denn irgendwann wollen die Gesellschafter am Gewinn teilhaben, wenn es denn überhaupt einen gibt, und müssen dann Steuern zahlen, die zu den betrieblichen Steuern hinzukommen.

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Sehr löblich, dass Du mit solchen Fragen versuchst dieses Forum zu beleben. Man merkt leider zu sehr, dass Du Dir diese Fragen selbst beantworten kannst und kein echtes Informationsbedürfnis vorliegt. 

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Angelegtes Geld in ETFs, Fairr.de und Kapital plus A umschichten?

Hallo,

Ich habe meine Ersparnisse sowie geschenktes Geld und Erben von den letzten 2–3 Jahren wie folgt auf der Seite gelegt, leider ohne eine echte Strategie. Die jetzige Situation ist:

  • Fairr.de: minimaler Betrag für volle Förderung / etwa 2.500 € gesamt stand heute
  • Allianz Kapital + A: etwas €50.000
  • ETFs: etwa 25.250 € im Kaufwert (Depotwert 28,355 € stand heute), und zwar so verteilt:

MSCI world (ETF 110): €12.680

MSCI Emerging Markets (ETF 127): €6.908

Comstage MDAX UCITS (ETF 007): €4.276

CS – S+P S.C. 600 (ETF 123): €4.490

Es gibt bestimmt große Korrelationen zwischen Fairr.de, Allianz Kapital + A und die ETFs, die ich mich ausgesucht habe, dazu einigen sind ausschütten statt thesaurierend, und ich habe mich die folgenden Optionen überlegt:

Erstmal, das gesamte Portfolio in thesaurierenden ETFs umsetzen:

  • CS – S+P (ETF 123) auslösen
  • MSCI E.m (ETF 127) auslösen
  • MSCI World (ETF 110) auslösen

Dann, alles in thesaurierenden ETFs World und Emerging Markets anlegen, und zwar wie folgt:

  • 70-80 % in Aktien ETFs aus World und Emerging Markets, aber thesaurierend
  • 30 % in etwas Rohstoffe, Gold, oder Anleihen also ein ETF, dass etwas weniger schwankt (immer noch thesaurierend)
  • Allianz Kapital plus lasse ich das so, da ich das gerne als Sparschwein für die Anzahlung eine Immobilie behalten möchte.
  • Mit Fairr.de bin ich wirklich ratlos, ich glaube, ich würde das laufen lassen.

Was denkt ihr davon?

Danke im Voraus!

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Grundsätzlich würde ich niemals in ETFs anlegen. Für eine vernünftige Risikostreuung braucht man viele verschiedene ETFs und hat dann das Problem mit der laufenden Betreuung durch einen kostenpflichtigen Berater. Das ist aber nur ein Teil ihrer Nachteile und Gefahren. Durch die niedrigeren Kosten, wird das nicht aufgewogen. Eine ausführliche Information zu ETFs findet man hier: https://riv.de/kritisches/

Im übrigen würde ich alle Anlagen bei der Fairr.de GmbH sofort auflösen. Diese Gesellschaft hat, wie man dem Bundesanzeiger unschwer entnehmen kann, seit ihren Bestehen nur Verluste erwirtschaftet und ihr Eigenkapital weitgehend aufgebraucht. Einem notleidenden Vermögensberater oder --betreuer sollte man sein Geld nicht anvertrauen.

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In den Medien wird gelabert und im Bundesfinanzministerium sitzen Nichtskönner. Da ist alles möglich.

Im Grunde wäre eine Reform der Besteuerung von Kapitalerträgen schon gerecht, aber nur unter folgenden Grundsätzen:

  1. Es gilt grundsätzlich der persönliche Steuersatz
  2. Von Zinserträgen wird vor der Besteuerung die inflationäre Entwertung des Anlagekapitals abgezogen.
  3. Bei Dividenden werden dem Anleger die vom Unternehmen bereits gezahlten Steuern auf Gewinn und Ertrag angerechnet.
  4. Werbungskosten sind wie allen anderen Einkunftsarten abzugsfähig.
  5. Bei Aktien bleiben realisierte Kursgewinne nach 12 Monaten steuerfrei und Kursverluste werden nicht mehr dagegen gerechnet.
  6. Jeder Bürger erhält für Kapitalerträge einen Steuerfreibetrag von jährlich 2.500 EUR. Denn er muss wegen der demographischen Entwicklung für sein Alter aus versteuertem Einkommen selbst vorsorgen.
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Auch eine Rattenschutzvorrichtung gehört zur Erbmasse, wenn sie einen Wert hat. Warum soll der Turn- u. Sportverein die Schulden abdecken?

Du solltest mal was gegen Deinen AKÜFI (Abkürzungsfimmel) tun.

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Auch das Finanzamt ist eine Behörde. Eine Behörde unterliegt keinem Wettbewerbsdruck, weil ihre "Kunden" nicht zur Konkurrenz wechseln können. Zudem arbeiten dort unkündbare Beamte mit bombensicherer Altersversorgung und Bezügen, die sich nicht nach Leistung oder Kundenzufriedenheit richten, sondern nach dem Dienstalter. 

Behörden unterstehen einem Ministerium, welches meist von unfähigen und fachfremden Parteipolitikern geleitet wird.

Unter diesen Umständen kann man kaum erwarten, dass sich bei staatlichen Institutionen irgendwann, irgendwas zum Besseren wendet.

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Du hast recht. Der cost-average-Effekt gilt nur für die Ansparphase.

In der Verzehrphase hat er einen ungünstigen Effekt. Man sollte in dieser monatlich keinen festen Betrag entnehmen, sondern maximal den Gegenwert einer zu Beginn der Verzehrphase festgelegten Anzahl von Fondsanteilen.

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Erlaubt sind auch alle drei Beschäftigungen zusammen.

Aber Sinn macht die zwei kleinen Jobs nicht. Deinen "Leerlauf" könntest Du nützlicher verwenden, wenn Du z.B. mal das Einkommensteuergesetz "studieren" würdest. Einen Studenten sollte das nicht überfordern und die so erworbenen Grundkenntnisse können Dir noch viele Jahrzehnte nützlich sein.

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Da will Dir eine Bank helfen und Du willst, nachdem sie Dir einen Kredit gegeben hat, Insolvenz anmelden.

Weißt Du wie man das nennt? Betrug!

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Das einfachste ist, einen Sachverständigen die Schätzung machen zu lassen. Das kosten zwar, aber man kann den Tenor der Schätzung ein wenig beeinflussen ;-)

Das schon vor dem Erbfall zu machen, sieht ziemlich pietätlos aus und könnte labile Charaktere dazu verführen dem Erbfall etwas nachzuhelfen :-(( Denn allzu lange sollte die Schätzung nicht zurückliegen.   

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Mann könnte mit einer Frau, die in vergleichbarer Situation ist, eine WG bilden. Das nennt man dann eine WinWin-Situation.

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Politiker schwätzen viel. Vor allem wenn Wahlen vor der Tür stehen.

Bei 0% Zinsen wie es derzeit die Regel ist, darf der Scholz ruhig auch 100% Steuer nehmen. Schlimmer ist, dass jeder Sparer schon durch die Inflation jedes Jahr um 2% seiner Ersparnisse geprellt wird. Nur merken das die Spardeppen (mit Verlaub) nicht. 

Im übrigen sind es die Bürger selbst schuld, wenn sie sich von der Politik immer mehr ausbeuten lassen. Aber irgendwann knallts. 

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Das ist keine Schikane der Chefin, sondern nur korrekt. Wer nicht unterschreiben will, muss sich nicht wundern, wenn ihm bei nächster Gelegenheit gekündigt wird. Wegen selbst erklärter Unzuverlässigkeit. Verschwiegenheit gehört zu den wichtigsten Grundsätzen einer Arztpraxis.

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Betreibt der "Unternehmer" z.B. eine Bäckerei, einen Friseurladen oder eine Druckerei und kauft von Privat eine alte Karre die er als Hobby in seiner Freizeit restauriert und schließlich zu einem höheren Preis an einen Privatmann verhökert, interessiert das das Finanzamt nicht, solange das sich nicht häufig wiederholt und damit zum Gewerbe wird.

Hat der Unternehmer dagegen eine Autoreparaturwerkstatt, sieht das natürlich anders aus. Dann sollte er als Hobby besser die Imkerei wählen. 

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