Handelt es sich bei Bereitstellungszinsen um Sollzinsen?

4 Antworten

Bereitstellungszinsen sind schon eine Art von Sollzinsen. Denn wäre der Betrag abgerufen worden, so würde die Bank Zinsen verdienen. 

So bekommen sie Zinsen für nicht abgerufenes Geld, über dass sie aber nicht verfügen können, weil es ja bereitgestellt und somit blockiert ist.

...merkwürdig....normalerweise setzt die Tilgung bei Annuitätendarlehen erst nach vollständiger Auszahlung des Darlehensbetrages ein...die Konstellation, dass Bereitstellungszinsen zu einer Verschiebung beim Zins- und Tilgungsanteil führen, ist somit nicht möglich...scheint ein sehr merkwürdiger Darlehensvertrag zu sein...

Handelt sich dabei um einen vor nicht allzu langer Zeit bei einem großen deutschen (roten S-)Institut abgeschlossenen Vertrag. Welche rechtliche Handhabe hätte ich denn, hier mit der Bank in weitere Gespräche zu treten?

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"Leider gibt es dazu keinerlei Regelungen im Vertrag."

Ich frage mich daher, welche Vertragsgrundlage denn die Bank für die Bereitstellungszinsen nennt bzw. hat.

Es ist üblich, für noch nicht ausgezahlte Kreditbeträge (also bei einer
festgelegten Kreditsumme) nach einer gewissen kostenlosen Zeit (idR
individuell je nach Bank und Kredittyp 3 bis 9 Monate)
Bereitstellungszinsen zu berechnen. Die Höhe und Zahlungsfälligkeit der
Bereitstellungszinsen kann sehr geregelt unterschiedlich sein. Manchmal
wird auch die Bezeichung Bereitstellungsprovision verwendet.

Bei Bereitstellungszinsen handelt es sich m. E. nicht um Sollzinsen, denn der nichtausgezahlte Kreditbetrag ist ja noch nicht im Risiko für die Bank.




Welche Vertragsgrundlage hat Dir die Bank für die Verrechnung der Bereitstellungszinsen genannt?

Warum steht in der Frage nichts von einem Immobilienkredit? Der müßte notariell vereinbart worden sein und alle Regelungen vollständig enthalten, auch zur Bereitstellungsprovision.

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Baufinanzierung Hilfe

Hallo Zusammen,

wir planen folgendes Projekt.

Daten Haus:

Neubau einer massiven DHH, E70 EG+OG+DG+KG 122m2 Wohnfläche 5 Zimmer WU Beton-Keller (gedämmt und mit Heizkörpern) Heizungsanlage Wärmepumpe und Fussbodenheizung

Kosten:

Herstellungskosten Haus Festpreis 240.000 EUR (Schlüsselfertig)

Grundstückskosten inkl. Erschl., Grunderwerb, Notar: 170.000 EUR

Baunebenkosten: ca. 30.000 EUR

Garage: 8.500 EUR

Bemusterungspuffer: 5000 EUR

Material für Bodenbeläge, Farbe: 6000 EUR

Außenanlagen (ca. 16.500 EUR)

Gesamtkosten: 475.000 EUR

Eigenkapital: 60.000 EUR

Eigenleistung: 20.000 EUR

Fremdkapital:

396.000 EUR

Ich habe an Hand der Daten mir von zwei verschiedenen Finanzmaklern Finanzierungsangebote errechnen lassen, dass wir auf eine monatl. finanzielle Belastung von ca. 1400 EUR kommen.

Fragen:

Könntet ihr mir diese Angebote mit euren Erfahrungen und Wissen beurteilen?

Was ist gut, was ist schlecht an den einzelnen Komponenten?

Was könnte man anders machen oder besser machen?

Wo sollte man etwas verändern?

Würdet ihr eher einen reines Anutätendarlehen empfehlen? Ohne Kombi o. Riester? Wie lange sollte die Zinsbindungsdauer mind. sein? und anf. Tilgung?

Vielen Dank euch!!!!

LG


  1. Angebot

a) Riester-Darlehen (Ehemann): 136.000 EUR Hier fließen jährl. Grundzulage Mann (154 EUR) und 1 Kind (300 EUR) in die Tilgung ein.

Auszahlung: 100% Sollzins 3,44 % Effektiv 3,49 % Anf. Tilgung 1% Sondertilgung 5% Sollzinsbindung 20J. Rate 503,20 EUR Bereitstellungszinsen 3% (p.a. ab 3M nach Zusage) Kosten Gutachten keine Bearbeitungsgebühren keine Restschuld ca. 84.919,71 EUR nach Sollzinsbindung Kalk. Vertragslaufzeit 34 J. 7 M (o. Sondertilgungen)

b) KFW 124 (Wohneigentum): 50.000 EUR

Auszahlung: 100% Sollzins 2,60 % Effektiv 2,63 % Tilgungssatz 2,01% (p.a. zzgl. ersparter Zinsen) Tilgungsbeginn nach 3J. Sollzinsbindung 10J. Rate 192,08 EUR Bereitstellungszinsen 3% (p.a. ab 4M und 2Banktage nach Zusage) Gebühren keine Restschuld ca. 42.293,58 EUR nach Sollzinsbindung (Tilg.freie Zeit berücksichtigt) Kalk. Vertragslaufzeit 35 J. (o. Sondertilgungen)

c) KFW 153 (Energieeff. Bauen): 50.000 EUR

Auszahlung: 100% Sollzins 1,45 % Effektiv 1,46 % Tilgungssatz 2,90% (p.a. zzgl. ersparter Zinsen) Tilgungsbeginn nach 2J. Sollzinsbindung 10J. Rate 181,25 EUR Bereitstellungszinsen 3% (p.a. ab 12M nach Zusage) Gebühren keine Restschuld ca. 37-708.25 EUR nach Sollzinsbindung (Tilg.freie Zeit berücksichtigt) Kalk. Vertragslaufzeit 30 J. (o. Sondertilgungen)

d) Anuitäten-Darlehen: 160.000 EUR

Auszahlung: 100% Sollzins 2,78 % Effektiv 2,82 % Anf. Tilgung 1% Sondertilgung 5% Sollzinsbindung 10J. Rate 504,00 EUR Bereitstellungszinsen 3% (p.a. ab 6M nach Zusage) Kosten Gutachten keine Bearbeitungsgebühren keine Auszahlungen 1 Restschuld ca. 141.579,21 EUR nach Sollzinsbindung Kalk. Vertragslaufzeit 47 J. 11M (o. Sondertilgungen)


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Anschlussfinanzierung mit Bausparvertrag

Hallo! Ende Sept. läuft meine Zinsbindung aus, ich habe folgende Modelle meiner Hausbank vorliegen, habe aber Bedenken, dass die nicht ausreichend günstig sind:

A) Darlehensbetrag 120.000 € geb. Sollzinssatz 3% Sollzinsbindung 10 Jahre Auszahlungskurs 100% eff. Jahreszins 3,04% Tilgung 2% Kosten Sollzinsen 47.865 € (ausgehend von Ablauf Sollzinsbindung mit 5%) monatliche Rate 680 € bis 2034, Tilgungsdauer 20 Jahre 7 Mon.

B)Tilgungsaussetzungsdarlehen mit Ablösung duch Bausparvertrag Finanzierung 120.000 € Bei Zuteilung Bausparvertrag wird TA-Darlehen durch Bausparvertrag abgelöst Voraussichtl. Laufzeit TA Darlehen 11 Jahre und 5 Mon. Gebundener Sollzinssatz 2,8% Sollzinsbindung Gesamtlaufzeit Auszahlungskurs 100% eff. Jahreszins 2,9% Durchfinanzierung bis 2034 Summe Kosten aus TA-Darlehen und Bausparvertrag 45.616 € monatliche Rate bis 2034 682 €

Es handelt sich um die Finanzierung eines EFH (ca. 250.000 € Wert). Ist das bei dem aktuellen Zinsniveau nicht zu teuer? Vergleichsangebote habe ich NOCH nicht. Ich bekam schon einen Anruf, ich soll bis MORGEN abschließen.....der Zins würde um 0,25% anziehen....!

Gerne eure Einschätzungen dazu.....! Vielen Dank!!

Beste Grüße - rororo

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Grundsicherung und Kredit löschen

Ich bin Rentner (73) , bekomme Grundsicherung und Rente 100 EUR. Habe Schulden bei Bank 5000 EUR. . Wie löschen Schulden? Bank fordert von mich neu Kredit zu nehmen 12,75% auf 7 Jahre. Dann muss ich 100 EUR monatlich bezahlen und nach 7 J. 8500 EUR abgeben. Was zu tun? Gibt es Moeglichkeit Kredit bis 3% vermeiden?

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Ist eine Immobilie bei Jobverlust sicher in meinem Besitz, wenn ich ein Haus mit Eigenkapital und Privatkredit (keine Grundschuld) bauen lasse?

Hallo, ich werde mir in den nächsten 2 Jahren ein kleines Haus (Bungalow) bauen lassen. Da ich recht viel Eigenkapital habe, ist mir der Gedanke gekommen, mir keinen Baukredit zu nehmen, sondern einen Privatkredit (keine Grundschuldeintragung). Mein Gedankengang ist, dass ich bei einem plötzlichen Arbeitsplatzverlust, das Haus nicht verlieren kann, weil die Bank dann kein Grundpfandrecht besitzt. ... Es geht um eine Kredithöhe von ca. 40T Euro, den viel höheren Zins würde ich für die Sicherheit in Kauf nehmen, nur weiß ich nicht wie es in diesem Fall in der Realität aussieht, ich hätte ja dann im Extremfall Schulden bei der Bank und hätte als größten Besitz Haus und Hof, jedoch halt ohne die Grundschuld. ...

Ich hoffe zwar, dass es nie so weit kommen wird, den Arbeitsplatz mit laufenden Krediten zu verlieren, doch richtige Sicherheit gibt es ja nirgendwo. ...

MfG frage3210

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Wie funktioniert die "CleverCard direct"?

Guten Tag,

ich habe einen Kredit bei der Santander-Bank online abgeschlossen und mir wurde mit den Dokumenten eine "CleverCard direct" zugeschickt auf welcher ein Limit von 3.000,- EUR sich befindet.

Wenn ich als Beispiel 1.000,- EUR an einem Bankautomaten auszahlen würde, welche Kosten würden dann auf mich (monatlich) zukommen?

Wird mir dann monatlich eine zweite Rate (zzgl. zu der vom oben genannten Kredit) von meinem Bankkonnto abgebucht? Wenn ja, in welcher Höhe?

Oder wächst das Saldo auf der Karte bis ich es komplett ausgleiche?

Ich hoffe auf Eure Hilfe!

Beste Grüße

Sarah

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Wie wird Schadensersatz bei Verzug des Bauträgers berechnet?

Hallo zusammen!

Ich habe vor Kurzem eine Immobilie gekauft - diese wird vstl. ein halbes Jahr später fertig gestellt sein, als ursprünglich geplant (in dem mit dem Bauträger geschlossenen Kaufvertrag ist der Fertigstellungstermin eindeutig fixiert).

Eine pauschale Schadensersatzregelung, die ursprünglich Bestandteil des Kaufvertrags war, haben wir vor Unterzeichnung des Vertrags beim Notar bewusst streichen lassen, da sie uns zu niedrig schien. Mit dem Bauträger haben wir uns bereits auf eine Nutzungsausfallentschädigung verständigt - offen ist noch der Schaden, der uns durch die Verzögerung mit Blick auf Bauzeit- und Bereitstellungszinsen etc. zusätzlich entstanden ist.

Meine Frage ist, wie ich den Schaden, den ich ggü. dem Bauträger geltend machen möchte, konkret berechne.

Meiner Meinung nach berechnet sich der Schaden folgenderweise:

• Der Bauträger hat die in dem Verzugszeitraum angefallenen Bauzeit- und Bereitstellungszinsen zu tragen. • Unsere Zinsbindung beträgt 20 Jahre. Wir fangen allerdings ein halbes Jahr später mit der Tilgung an, als ursprünglich geplant. Wir profitieren am Ende nur 19,5 Jahre von der Zinsbindung. Die Restschuld ist bei 19,5 Jahren Tilgung natürlich höher als bei 20 Jahren. Meiner Meinung nach müsste der Bauträger für die Differenz der Restschuld (20 Jahre vs. 19,5 Jahre) aufkommen. • Von den oben aufgeführten Kosten (Bauzeit-/Bereitstellungszinsen; Differenz Restschuld), die wir ggü. dem Bauträger geltend machen wollen, müssten, so würde ich annehmen, die Sollzinsen abgezogen werden, die wir in den ersten sechs Monaten hätten zahlen müssen, wäre die Wohnung fristgerecht und nicht mit sechs Monaten fertig gestellt wurden.

Ich wäre Euch / Ihnen für spontane Unterstützung sehr dankbar. Ein konkretes Rechenbeispiel würde unter Umständen helfen.

Herzlichen Dank im Voraus und viele Grüße!

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